Ritter Dressage Deutsch

Ritter Dressage Deutsch Ein anderer Weg ist möglich. Ein Weg, Pferde zu trainieren, der ihren Körper, ihren Geist UND ihre Seele gleichermaßen achtet und stärkt.

Eine Reitweise, die dem Reiter die Mittel an die Hand gibt, das Was, das Warum UND das Wie wirklich zu verstehen.

Nicht jeder Tag ist ein „Schulterherein-Tag“. Manchmal genügt auch schon ein Ansatz davon.Im Mai lädt Thomas Sie bei Rit...
05/05/2026

Nicht jeder Tag ist ein „Schulterherein-Tag“. Manchmal genügt auch schon ein Ansatz davon.

Im Mai lädt Thomas Sie bei Ritterze zu einer Masterclass mit dem Thema „Dressurlektionen als Punkte auf einem Kontinuum“ ein. Seien Sie am am Dienstag, den 5. Mai, um 20.00 Uhr dabei, wenn es darum geht, Bewegungen nicht als feste Endpunkte zu betrachten, sondern als ein Spektrum, in dem selbst die kleinste Veränderung – manchmal kaum mehr als eine Hufbreite – einen echten gymnastischen Wert haben kann. Dies eröffnet einen neuen Blick darauf, wie Fortschritt aussehen kann, und könnte vielleicht Ihre Sicht auf frühere Ritte verändern.

Dieser Gedanke setzt sich direkt in der diesmonatigen Mindset Session in unserem Reiterstüble fort. Am Dienstag, den 12. Mail sprechen wir ab 20.00 Uhr über „Das Pferd reiten, das Sie heute haben“. Mit einem frischen Blick und nicht mit einem starren Plan in die Arbeit zu gehen, ist nicht nur eine gute Philosophie – es ist gutes Horsemanship.

Catherines Feldenkrais-Lektion in diesem Monat trägt den Titel „Atmende Beine“ und ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für diesen Prozess des bewussten Ankommens. Indem Sie die Bewegung Ihrer Knie und die Kippung Ihres Beckens mit Ihrem Atem koordinieren, wird nach und nach die gesamte Länge Ihrer Wirbelsäule lebendig – von der Lenden- bis zur Halswirbelsäule. Sie werden diese Sequenz zentrierter, balancierter beenden und wirklich bereit sein wahrzunehmen, was Ihr Pferd Ihnen heute anbietet.

Die Übung des Monats heißt „Linecraft“ und erscheint am 1. Mai. Geritten über zwei Seiten eines Dreiecks, verbindet sie Schulterherein, eine Hinterhandwendung und eine Vorhandwendung in der Bewegung zu einer fließenden Sequenz. Das Schulterherein bringt Last auf die Hinterhand, die Hinterhandwendung macht die Schultern geschmeidiger und beugt das innere Hinterbein, und die Vorhandwendung löst die Hüfte und lässt das innere Hinterbein weiter unter den Schwerpunkt treten. Das Ergebnis ist eine Übung, die Kraft und Geschmeidigkeit gleichermaßen fördert.

Wie immer beschließen wir den Monat mit einer exklusiven Hot Seat Session für Mitglieder zur Übung des Monats am Freitag, den 29. Mai, um 20.00 Uhr. In dieser Live-Session wählt Thomas mehrere von Mitgliedern eingesandte Videos aus, um Feedback, Tipps und konkrete Verbesserungsvorschläge zu geben. Auch wenn Ihr Video nicht ausgewählt wird oder Sie keinen Beitrag einsenden möchten, werden Sie aus diesem Webinar sicher Anregungen und Tipps mitnehmen, die Sie direkt in Ihrem eigenen Reiten umsetzen können.

Lassen Sie uns gemeinsam einen großartigen Monat bei Ritterize erleben!

Diese Veranstaltungen werden nur aktuellen Ritterize Mitgliedern angeboten.

Wenn Sie noch nicht dabei sind und sich uns anschließen möchten, können Sie sich hier anmelden. Die Mitgliedschaft kostet nur 39 € pro Monat und Sie können jederzeit kündigen.

In jedem Monat bekommen Sie Zugang zu:-
einer neuen Reitübung - der beliebten Übung des Monats (EOTM) und der dazugehörigen Hotseat-Sitzung, bei der Sie von Thomas Ritter ein Feedback zu einem Video erhalten, das Sie beim Reiten der Übung zeigt
einer Masterclass mit vielen Tipps und Informationen zum Thema des Monats
einer Diskussionsrunde, an der Sie sich beteiligen können

Und nicht nur das: Sie erhalten Zugang zum kompletten Archiv mit Reitübungen aus über 9 Jahren und Masterclass-Trainings zu allen Themen von Schulterherein bis Piaffe und mehr.

Mit Trainings, Diskussionen, Community und einem riesigen Archiv an Material gibt es reichlich Unterstützung, Anregungen und die Möglichkeit, zu lernen und Fortschritte beim Reiten zu machen.

Melden Sie sich einfach hier an und wir sehen uns bei Ritterize:
https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

In der Ritterize Masterclass dieses Monats, die HEUTE um 19:00 Uhr GMT stattfindet, spricht Thomas über etwas, das im er...
18/03/2026

In der Ritterize Masterclass dieses Monats, die HEUTE um 19:00 Uhr GMT stattfindet, spricht Thomas über etwas, das im ersten Moment vielleicht etwas ungewöhnlich klingt:

Pferde auszubilden ist ein bisschen wie eine Zwiebel zu schälen.

Eine Schicht legt die nächste frei.

Wenn man neugierig bleibt.

Wenn man den Prozess überstürzt oder glaubt, die Antwort bereits zu kennen, übersieht man oft, was das Pferd tatsächlich zeigt.

Diese Herangehensweise hält die Arbeit lebendig, forschend und durchdacht – statt mechanisch zu werden.

In der Masterclass schauen wir uns dieses Konzept genauer an und setzen es anschließend direkt im Sattel um – mit der Reitübung des Monats: „Die Zwiebel“.

Diese Übung kann das Pferd durch den gesamten Ausbildungsweg begleiten – von den ersten Schritten bis hin zur fortgeschrittenen Arbeit.

Und wie immer schließen wir den Monat mit unserer Hot-Seat-Coaching-Session exklusiv für Mitglieder, in der Thomas eingesandte Reitvideos von Mitgliedern bespricht.

Neugier ist vielleicht eines der kraftvollsten Trainingswerkzeuge, die Sie haben.

Entdecken Sie diesen Monat bei Ritterize gemeinsam mit uns die verschiedenen Schichten.

Sie können nicht live dabei sein?

Kein Problem – die Aufzeichnung ist innerhalb von 24–48 Stunden im Ritterize-Portal verfügbar. Außerdem können Sie an der anschließenden Diskussion in unserer Ritterize-Facebook-Gruppe teilnehmen. Dort können Sie Fragen stellen, teilen, was in Ihrem Training gerade ansteht, und auch von den Erfahrungen anderer lernen.

Noch kein Mitglied?

Sie können sich trotzdem noch anmelden und an der Masterclass teilnehmen – entweder live oder dann, wenn es in Ihren Kalender passt..

👉 Noch kein Mitglied? Hier können Sie das ändern: https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

Wir sehen uns dort!!

Zügelhilfen​​​​​​​Die Zügelhilfe kann ebenfalls als eine Gewichtshilfe angesehen werden, da sie das Gewicht des Pferdeko...
17/03/2026

Zügelhilfen

​​​​​​​Die Zügelhilfe kann ebenfalls als eine Gewichtshilfe angesehen werden, da sie das Gewicht des Pferdekopfes und -halses nimmt und durch das angezielte Pferdebein in den Boden “drückt”. Auf diese Weise kann sie das Gewicht des Pferdekopfes und -halses dem Reitergewicht hinzufügen, sodass das kombinierte Gewicht durch das Pferdebein in den Boden fließt.

Das Pferd versteht und akzeptiert eine Zügelhilfe nur, wenn sie durch das Körpergewicht der Reiterin verankert und abgedeckt ist, d.h. wenn es eine stabile Verbindung von den Rumpfmuskeln der Reiterin zu ihren Oberarmen und Ellbogen gibt, sodass eine Verbindung von den Hinterbeinen durch die Wirbelsäue des Pferdes und die Mittelpositur der Reiterin zum Gebiss und durch die Zügel und die Mittelpositur der Reiterin wieder zurück zur Hinterhand entsteht.

Die Zügelhilfe fühlt sich dann für die Reiterin so an, als ob das Schließen der Finger um den Zügel durch eine Abwärtsbewegung des Reiterkörpers zum Hinterbein durchgebracht wird. Ich stelle mir die Zügelhilfen in diesem Zusammenhang als senkrechte Einwirkungen vor, die von oben nach unten gehen, nicht als horizontale Einwirkungen von vorne nach hinten.

Die Verbindung zwischen dem Reiterkörper und dem Zügel kommt durch das Anspannen der tiefen Rumpfmuskulatur zustande. Die Oberarme und Ellbogen sollten relativ dicht am Körper sein. Je größer der Abstand zwischen den Ellbogen und dem Oberkörper, desto schwieriger wird es, die Verbindung zwischen dem Körpergewicht und dem Zügel aufrecht zu erhalten.

Es ist wichtig, dass die Reiterhand in der halben Parade ihren Platz nicht verläßt. Bewegt sich die Hand rückwärts, ist es ein Zeichen dafür, dass das Pferd nicht genug an das Gebiß herangetreten ist sondern sich hinter der Anlehnung versteckt hat und seinen Hals verkürzt, sobald die Reiterin eine Zügelhilfen geben möchte.

In diesem Falle ist es notwendig, wieder nachzugeben, das Pferd vorwärts zu schicken und anschließend die halbe Parade noch einmal zu versuchen. Selbst ein Eindrehen des Handgelenks ist ein Anzeichen dafür, dass das Pferd nicht genug an die Hand herangeht.

Diesen Monat dreht sich bei Ritterize alles um Neugier im Dressurtraining.Wir beginnen mit einem Live-Gespräch mit Cathe...
16/03/2026

Diesen Monat dreht sich bei Ritterize alles um Neugier im Dressurtraining.Wir beginnen mit einem Live-Gespräch mit Catherine McCrum über den „Popcorn-Effekt der Neugier“. Genauso wie ein einziges bockendes Pferd in der Reithalle eine Kettenreaktion auslösen kann, kann Neugier dasselbe bewirken. Eine Frage führt zur nächsten. Eine Entdeckung öffnet die Tür zur nächsten.

Von dort aus geht es weiter zu unserer Masterclass „Die Zwiebel schälen“, in der Thomas erklärt, wie ein neugieriger Ansatz im Training die Arbeit lebendig und sinnvoll hält.

Die Reitübung des Monats, „Die Zwiebel“, veranschaulicht das perfekt. Es ist eine vielseitige Übung, die ein Pferd durch den gesamten Ausbildungsprozess begleiten kann – von der frühen Arbeit bis hin zu fortgeschrittenen Lektionen wie der Galopppirouette.

Außerdem beschäftigen wir uns bei der Diskussion in unserem “Reiterstüble” mit der inneren Haltung der Neugier und damit, wie man neugierig bleibt, selbst wenn das Training herausfordernd wird.

Und wie immer können Mitglieder Videos für das Hot-Seat-Coaching am Ende des Monats einreichen.

Also bringen Sie Popcorn mit … Zwiebeln … und Ihre Neugier.

Das wird ein großartiger Monat bei Ritterize.

Wenn Sie noch kein Mitglied bei Ritterize sind, können Sie hier für nur 39 € pro Monat beitreten (die Mitgliedschaft ist jederzeit kündbar).

👉 https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

Voraussetzungen für gute Paraden1. Das angezielte Hinterbein muss unter dem Gesäßknochen der Reiterin auffußen (d.h. vor...
16/03/2026

Voraussetzungen für gute Paraden

1. Das angezielte Hinterbein muss unter dem Gesäßknochen der Reiterin auffußen (d.h. vor der Senkrechten).

2. Der Rücken soll aufgewölbt sein, damit eine Energieverbindung zwischen den Hinterbeinen und dem Gebiss bestehen kann.
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3. Der Weg zwischen dem Gebiss und dem angezielten Hinterbein muss frei sein von Muskelblockaden und falschen Knicks.

Paraden in eine niedrigere Gangart werden ausgeführt, indem man ein bestimmtes Pferdebein senkrechter in den Boden drück...
13/03/2026

Paraden in eine niedrigere Gangart werden ausgeführt, indem man ein bestimmtes Pferdebein senkrechter in den Boden drückt und es dort festhält, sodass es die Energie in den Boden abfließt und das Pferd in eine niedrigere Gangart übergeht.

Die geeignetste und effektivste Hilfe dazu ist die Gewichtshilfe. Da die Aufgabe der Gewichtshilfe darin besteht, das Bein am Boden festzuhalten oder es in den Boden zu drücken, ist es logisch, dass der beste Moment für die Hilfe derjenige ist, in dem das angesprochene Bein aufgefußt hat und die Last stützt.

Beim Hinterbein ist es speziell das ganz kurze Fenster, in dem sich das angezielte Hinterbein am Boden und vor der Senkrechten befindet. Das ist der Moment, in dem es die Last stützt und seine Gelenke sich unter der Körpermasse beugen.

Ein Hinterbein kann gebeugt werden, indem man das Reiterbecken sinken läßt, sodass der Beckenboden die Abwärtsbewegung des Pferdekörpers momentan verstärkt, oder indem man den Gesäßknochen der Seite des angezielten Hinterbeins einen kurzen Augenblick herunterdrückt, oder auch durch einen leichten Druck in den Steigbügel auf derselben Seite, oder durch eine Zügelhilfe, oder eine Kombination dieser Hilfen.

Die genaue Zusammensetzung, Intensität und Dauer der Hilfen hängen vom individuellen Pferd ab. Pferde mit einem schwachen, empfindlichen Rücken verkraften einen schweren Sitz nicht, sondern werden halbe Paraden benötigen, die mit einem leichteren Sitz, aber mehr Bügeltritt und Zügelmitwirkung gegeben werden.

Pferde mit starkem, breitem Rücken können viel intensivere Gewichtshilfen durch den Beckenboden oder den Gesäßknochen aushalten.

Lange, schmale Rücken sind tendenziell strukturschwach. Das kann sich noch verstärken, wenn der Hals hoch aufgesetzt und relativ lang ist, da die natürliche Aufrichtung eine gewisse Hebelwirkung auf den Rücken und das aufgefußte Hinterbein ausübt und diese in den Boden drückt.

Ein weiterer Faktor, der die Lage verschlimmern kann, sind Hinterbeine, die bereits durch das Exterieur hinten heraus gestellt sind. Diese können nicht gut untertreten und sich nicht leicht unter der Last beugen. Sie neigen dazu, gerade zu bleiben und die Kruppe hochzudrücken. Dadurch beschützen sie auch nicht den Rücken vor dem Gewicht, sodass derselbe nach unten durchgedrückt wird.

Nur Hinterbeine, die untertreten und sich unter der Last beugen, können den Rücken effektiv beschützen. Sind die Hinterbeine geschmeidig und kräftig, werden sie die Last aufnehmen und sich in ihren oberen Gelenken beugen, wodurch sich der Versammlungsgrad erhöht und der Rücken intakt bleibt. Sind die Hinterbeine hingegen nicht stark genug, werden sie gestreckt bleiben und der Rücken bricht unter dem Gewichtsdruck ein.

Sitzt die Reiterin schwerer oder härter ein als der Pferderücken verkraftet, wird das Pferd seinen Rücken wegdrücken und sich gegen das Gebiß wehren.

Seien Sie wachsam, geben Sie Acht auf die Details, denken Sie voraus und verhindern Sie Fehler, anstatt sie im Nachhinei...
12/03/2026

Seien Sie wachsam, geben Sie Acht auf die Details, denken Sie voraus und verhindern Sie Fehler, anstatt sie im Nachhinein korrigieren zu müssen.

Achten Sie genau auf die Qualität der Gänge des Pferdes und die subtilen Veränderungen in den Parametern des Ganges, wie Tempo, Trittlänge, Energie, Ausrichtung auf die gerittene Hufschlaglinie, Balance, Geschmeidigkeit, Anlehnung, usw., sodass Sie noch im selben Tritt die notwendigen Veränderungen vornehmen können, in dem die ungewollten Veränderungen passieren. �

Und da Pferde Gewohnheitstiere sind, machen sie in der Regel immer denselben Fehler an derselben Stelle der Reitbahn. Hat man einen bestimmten Fehler ein oder zweimal an derselben Stelle beobachtet, dann ist es wahrscheinlich, dass das Pferd denselben Fehler auch während der folgenden 100 Male wiederholen wird.

Man kann dann präventiv einwirken, wenn man sich das nächste Mal dieser Stelle nähert. Man kann auch auf Warnzeichen achten. Gibt es während der letzten 3 Tritte vor dem Fehler oder dem negativen Verhalten irgendeine Veränderung im Gang oder in der Haltung des Pferdes? Wenn es gelingt, ein Warnzeichen zu identifizieren, kann man präventiv einwirken und das Muster unterbrechen.

Auf diese Weise kann man Fehler vermeiden, anstatt sie korrigieren zu müssen.

�In meiner eigenen Entwicklung habe ich verschiedene Phasen durchgemacht.

Zuerst wurde ich von bestimmten Fehlern jedesmal komplett überrascht. Ich hatte keine Ahnung, wo die Ursache des Fehlers lag und kam mit meiner Korrektur viel zu spät.

Dann lernte ich, worauf ich zu achten hatte. Der Fehler war weniger überraschend und die Verzögerung meiner Hilfen wurde immer geringer. Ich kann mich an eine Phase erinnern, in der ich die Fehler in ihrer Entstehung fühlen konnte, aber mein Körper war noch zu langsam, um im selben Tritt zu reagieren. Im Laufe der Zeit wurde ich schneller und konnte den Fehler während seiner Entstehung korrigieren.

Dann überlegte ich mir, dass es während der letzten 1-3 Tritte vor dem Fehler irgendein Warnzeichen geben musste. Als ich diese Warnzeichen spüren konnte, war ich in der Lage, den Fehler zu verhindern.

Und wenn es ein klares Muster gab, dass der Fehler immer an derselben Stelle oder im selben Kontext geschah, dann konnte ich vorbeugend handeln.

Und das ist immer die beste Lösung.

Die Übung des Monats bei Ritterize heißt „Die Zwiebel“.Eigentlich ist es eine Übung, die wir bereits 2019 vorgestellt ha...
11/03/2026

Die Übung des Monats bei Ritterize heißt „Die Zwiebel“.
Eigentlich ist es eine Übung, die wir bereits 2019 vorgestellt haben: „Auf einer 20-m-Volte nach innen und außen spiralieren“.

Wir greifen sie erneut auf, weil sie es wirklich wert ist, wiederholt zu werden – und weil Sie jetzt auch Ihre Videos für Feedback in den Hot Seats einreichen können.

Was diese Übung so besonders macht, ist ihre Vielseitigkeit.
Bei jüngeren Pferden hilft sie, das innere Hinterbein zu kräftigen und geschmeidiger zu machen, während sie gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf die Hilfen verbessert.

Mit fortschreitender Ausbildung ist sie wunderbar geeignet, um Seitengänge zu integrieren.

Und mit noch mehr Können kann sie sogar genutzt werden, um Lektionen wie die Galopp-Pirouette vorzubereiten.

Mit anderen Worten: Diese Übung wächst wirklich mit dem Pferd.

In diesem Monat kombinieren wir die Übung mit einer Masterclass über das „Schälen der Zwiebel“ im Training – also darüber, wie man die Arbeit mit Neugier angeht, sodass jede Schicht die nächste offenbart.

Außerdem vertiefen wir diese Haltung in unserer „Reiterstüble“-Diskussion darüber, wie man neugierig bleibt, wenn Schwierigkeiten auftreten.

Bringen Sie also Ihre Zwiebeln mit und begleiten Sie uns durch einen faszinierenden Monat bei Ritterize.

Wenn Sie noch kein Mitglied sind, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt für eine Anmeldung! Für nur 39 €/Monat erhalten Sie:

- Jeden Monat eine neue Reitübung
- Eine Live-Hot-Seat-Sitzung für Feedback
- Masterclasses mit vielen Erkenntnissen
- Eine Feldenkrais-Minilektion zur Verbesserung Ihres Sitzes
- Eine Diskussionsrunde, um sich mit der Community auszutauschen
- Zugang zu mehr als 7 Jahren an Reitübungen, Meisterklassen und Trainings

Melden Sie sich jetzt bei Ritterize (jederzeit kündbar).

Hier können Sie sich anmelden - https://kurse.klassischereitkunst.com/ritterizemembership-de

Das ist eines der wichtigsten Ausbildungsprinzipien, und dennoch wird es selten genug berücksichtigt:“Jeder, der Pferde ...
11/03/2026

Das ist eines der wichtigsten Ausbildungsprinzipien, und dennoch wird es selten genug berücksichtigt:

“Jeder, der Pferde zureitet, wird mir zugeben, daß es eine Hauptaufgabe des Reiters ist, durch die gespannteste Aufmerksamkeit sein Gefühl im Gesäß, im Schenkel und namentlich in der Faust so zu verfeinern, daß ihm der geringste Unterschied des Drucks durch die Sinne zum Bewußtsein kommt, und da jeder Fehler im Entstehen abgestellt werden soll, und auch nur im Entstehen abzustellen möglich ist, weil in der moralischen wie physischen Welt Lavinen nicht mehr aufzuhalten sind, so ist dies eben nur bei einem so geringen Druck ausführbar und fühlbar, daß er unseren nicht angespannten Fingermuskeln entspricht, denn die angespannte Muskel verliert in demselben Grade das Gefühl für feine Unterschiede, wie sie sich anspannt.”

Otto von Monteton (Über die Reitkunst, 1877, 29f.)

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie Egon von Neindorff im Unterricht lakonisch zu sagen pflegte: “Jetzt haben wir ...
10/03/2026

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie Egon von Neindorff im Unterricht lakonisch zu sagen pflegte: “Jetzt haben wir ihn verärgert”, wenn sich ein Schüler so festgeritten hatte, dass das Pferd nicht mehr mitmachen wollte.

Das war dann meist der Zeitpunkt, zu dem er eine bessere Schülerin auf das Pferd setzte, die es dann auch in wenigen Sekunden wieder in Gang brachte.

Während wir reiten und ausbilden lernen begegnen uns ab und zu größere Probleme, die plötzlich aus dem Nichts aufzutauchen scheinen und wir fragen uns: Was ist denn jetzt los??!! Alles lief doch gut und plötzlich macht mein Pferd Schwierigkeiten.

Vielleicht hat es von einem Tag zum anderen angefangen abrupt anzuhalten und sich zu weigern vorwärts zu gehen. Vielleicht hat es plötzlich angefangen völlig grundlos umzukehren. Vielleicht hat es angefangen zu steigen oder zu bocken.

In manchen Fällen sind Schmerzen der Auslöser. Aber in manchen Fällen ist die extreme Reaktion das letzte Stadium eines länger andauernden Prozesses. Die Reiterin hat kleinere Fehler in ihrem Sitz und ihrer Hilfengebung gemacht, die das Pferd nicht mochte. Anfangs fielen die Reaktionen des Pferdes noch gering aus. Vielleicht hat es nur in bestimmten Situationen die Ohren angelegt, oder es hat etwas an Schwung verloren, oder es wurde schief, oder es ging gegen die Hand. Aber als die Reiterin die feineren Warnzeichen nicht bemerkte und ihren Sitz und ihre Einwirkung nicht änderte, musste das Pferd immer deutlichere Warnsignale aussenden.

Manche Reiter merken erst, dass etwas schief läuft, nachdem sie ein paar mal abgebockt wurden. Zu diesem Zeitpunkt haben sie jedoch im Laufe der vergangenen Monate bereits hunderte von kleinen Warnzeichen verpasst. Und ist das Pferd erst einmal so verärgert, dass es bockt oder steigt, ist ein ernstes Problem entstanden. �

Jedes Problem fängt klein an, fast unmerklich. Je länger die Reiterin damit wartet, es zu korrigieren, desto größer wird es, bis es schließlich außer Kontrolle gerät. Je früher die Reiterin Veränderungen im Gang des Pferdes wahrnimmt, desto leichter und diskreter kann sie sie mit unsichtbaren Hilfen korrigieren. Je später sie mit der Korrektur anfängt, desto schwieriger wird es in jeder Hinsicht werden.

Deshalb ist es von äußerster Wichtigkeit, dass die Reiterin dem Pferd bei jedem Tritt ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Sie muss sich immer bewusst sein, wo die zu reitende Hufschlaglinie ist, ob die Pferdebeine sich auf dieser Linie befinden, oder ob sie davon abweichen. Sie muss die kleinste Veränderung in Takt und Tempo, Balance, Geraderichtung, Losgelassenheit und Anlehnung warhnehmen. Das erfordert einen relativ gut ausbalancierten, geschmeidigen und unabhängigen Sitz, der der Reiterin erlaubt, feine Nuancen und winzige Veränderungen in der Qualität des Ganges zu spüren.

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