24/06/2026
Manchmal frage ich mich wirklich, wohin sich der Tierschutz entwickelt.
Jahrelang konnten gemeinnützige Tierschutzvereine ihre Hunde kostenlos auf Vermittlungsportalen vorstellen. Heute werden unbezahlte Anzeigen kaum noch angezeigt, während man mit kostenpflichtigen Abonnements und Zusatzleistungen deutlich bessere Reichweiten erhält.
Natürlich muss jede Plattform ihre Kosten decken. Das verstehe ich.
Was ich jedoch nicht verstehe: Warum wird ausgerechnet dort immer mehr Geld verlangt, wo Vereine ohnehin um jeden Euro kämpfen?
Wir retten Hunde, versorgen sie oft monatelang, bezahlen Tierarztkosten, Futter, Impfungen, Medikamente, Unterbringung und Transporte. Jeder Cent, der für kostenpflichtige Inserate ausgegeben werden muss, fehlt am Ende bei den Tieren.
Viele kleine Vereine arbeiten ausschließlich ehrenamtlich. Es gibt keine Gehälter, keine Gewinne und keine Investoren im Hintergrund. Es gibt nur Menschen, die versuchen zu helfen.
Deshalb macht mich diese Entwicklung traurig. Immer mehr Bereiche des Tierschutzes scheinen von finanziellen Interessen bestimmt zu werden. Während Vereine um Spenden kämpfen und nicht wissen, wie sie die nächste Tierarztrechnung bezahlen sollen, wird selbst die Suche nach einem Zuhause zunehmend zur Kostenfrage.
Wir werden deshalb weiterhin auf unsere Vereinsseite, Empfehlungen, soziale Netzwerke und das Teilen unserer Beiträge setzen.
Denn eines sollte niemals vom Geldbeutel eines Vereins abhängen:
Ob ein Hund gesehen wird und die Chance auf ein Zuhause bekommt.
🐾 Tierschutz sollte Leben retten – nicht am Leid der Tiere verdienen.