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Einen schönen 3. Advent euch allen 🥰
14/12/2025

Einen schönen 3. Advent euch allen 🥰

13/12/2025

HD und ED sind polygenetisch UND multifaktoriell.

Die Forschung zeigt klar: Es gibt nicht ein einziges Gen und auch nicht eine Ursache. Stattdessen wirken viele genetische Faktoren zusammen, Hauptgene, Nebengene, modifizierende Gene und treffen im Wachstum auf Umwelteinflüsse, die darüber entscheiden, ob und wie stark sich eine Dysplasie ausprägt.

Genetik legt also die DISPOSITION. Die Umwelt entscheidet über den Verlauf.

Mehrere grosse Studien zeigen Erblichkeitswerte zwischen 20 - 40% bei vielen Rassen (Je nach Rasse Höher oder niedriger). Ein erheblicher Anteil der Variabilität entsteht nicht durch Genetik, sondern durch Faktoren wie:
> Wachstumsgeschwindigkeit
> Belastungsdosierung
> Muskuläre Entwicklung & Koordination
> Ernährung & Energiezufuhr
> Gewicht
> Untergründe & Alltagsumgebung
> frühe Mikrotraumen an Wachstumsfugen
> Management in der sensiblen Wachstumsphase

Besonders spannend ist, dass diese multifaktorielle Dynamik inzwischen breit anerkannt ist. Der Artikel „The complexity of hip dysplasia (HD) in dogs“ (Wayosi, 2025) fasst das sehr treffend zusammen: HD entsteht aus einem Zusammenspiel vieler kleiner Einflüsse, nicht aus einem einzelnen Auslöser. Die Autor:innen betonen, dass Gene lediglich die Bereitschaft erhöhen, ob sich diese Bereitschaft realisiert, hängt stark von Umweltreizen, Wachstum, Bewegung und Körpergewicht ab.

Diese Sicht deckt sich vollständig mit den Erkenntnissen der veterinärmedizinischen Forschung (Mäki et al., Malm et al., Oberbauer et al., Ginja et al.): Genetik ist relevant, aber nicht deterministisch. Ein Hund mit genetischer Veranlagung entwickelt keine HD, wenn die Umweltbedingungen günstig sind. Ein Hund ohne starke Veranlagung kann dennoch HD entwickeln, wenn Wachstum und Belastung ungünstig verlaufen.

Für die Prävention bedeutet das: Wir können über 50% der Risikofaktoren AKTIV beeinflussen. Durch kontrollierte Bewegung, muskuläre Führung, angemessene Ernährung, Gewichtskontrolle, gute Untergründe und frühzeitige funktionelle Diagnostik.

HD und ED sind also keine „Schicksalserkrankungen“. Sie sind auch entwicklungsBEDINGTE Erkrankungen, deren Verlauf wir im Wachstum massgeblich mitgestalten können.

13/12/2025

Wachstumsfugen sind die entscheidenden Zentren der orthopädischen Entwicklung.

Sie bestimmen, wie sich Gelenke ausrichten, stabilisieren und später belastet werden können.

Nochmal konkret. Wir hören oft zwei Seiten in der Praxis: Die einen die glauben, Belastung schade den Fugen. Die anderen, die sagen, Welpen dürfen nicht reguliert werden, „das machen sie selbst“ oder „mein Welpe weiss, wann er genug hat“. Die „Wahrheit“ ist wie so oft in der Mitte. Aus orthopädischer Sicht benötigen sie kontrollierte (!) Kräfte, um sich gesund zu entwickeln. Knorpel und Knochen organisieren sich entlang jener Kräfte, die auf sie einwirken. Fehlt dieser Reiz, reift das Gewebe weniger stabil aus.

Wir haben zudem vermehrt Rückmeldungen erhalten, dass viele Besitzer zwar verstanden haben, wie wichtig frühe Bewegung ist, sich aber gleichzeitig sorgen, „etwas falsch zu machen“. Die Sorge ist nachvollziehbar und unnötig, wenn man die Grundprinzipien kennt. Es geht nicht darum, jede Belastung zu vermeiden, sondern Bewegung klug und kontrolliert zu gestalten. Ruhiges Gehen, Steigen, verschiedene Untergründe und kurze koordinative Reize sind für die Entwicklung wichtig und unkritisch.

Gefährlich wird es dann, wenn Bewegungen impulsiv und unkontrolliert werden: abrupte Richtungswechsel, Rutschen auf glatten Böden, Stürze oder sehr intensives (!) toben mit anderen Hunden. Gleichzeitig bedeutet ein einzelner Sturz nicht automatisch einen langfristigen Schaden. Welpen sind robust, aber noch nicht ausgereift. Genau deshalb braucht ihr Bewegungsapparat ein GLEICHGEWICHT aus Reiz und Schutz.

Ein weiterer Punkt, der oft vergessen wird: Niemand muss die Entwicklung seines Welpen allein begleiten. Qualifizierte Hundephysiotherapeuten, Osteopathen und biomechanisch arbeitende Hundetrainer sind genau darauf spezialisiert, kontrollierte Bewegung anzuleiten, Muskulatur gezielt aufzubauen und Koordination altersgerecht zu fördern. Sie erkennen früh, welche Reize sinnvoll sind, wo Anpassungen notwendig werden und wie man Fehlbelastungen im Wachstum vermeidet. Diese Fachpersonen sind wertvolle Partner, besonders, wenn Unsicherheit besteht oder wenn ein Welpe bereits kleine Auffälligkeiten zeigt.

09/12/2025

Solange die Wachstumsfugen offen sind, bestimmen sie massgeblich, wie ein Gelenk wächst, sich ausrichtet und welche Stabilität es später besitzt.

In dieser Phase reagiert der wachsende Knochen wesentlich sensibler auf äussere Einflüsse als im erwachsenen Zustand. Zu geringe Belastung führt dazu, dass Muskulatur, Sehnen und Gelenkführung nicht ausreichend ausreifen. Zu hohe oder unkontrollierte Belastung kann die chondrale Reifung stören und Mikrotraumen an der Wachstumsfuge verursachen. Beides beeinflusst, wie sich Hüfte, Knie, Sprunggelenk und Wirbelsäule später verhalten.

Die orthopädische Literatur ist hier eindeutig: Belastung formt Struktur. Nicht im Sinne von „Belastung vermeiden (denn jeder Welpe braucht schützende Muskulatur!)“, sondern im Sinne von dosierter, altersgerechter und qualitativ sinnvoller Bewegung, die den wachsenden Bewegungsapparat stärkt statt überfordert.

Wachstum ist ein biologisches Zeitfenster, in dem der Körper auf Reize antwortet. Die Frage lautet deshalb nicht ob ein Welpe belastet werden soll, sondern wie.

Wie wahr, wie wahr 🥰
09/12/2025

Wie wahr, wie wahr 🥰

Wachstumsfugen sind die entscheidenden Zentren der orthopädischen Entwicklung.

Sie bestimmen, wie sich Gelenke ausrichten, stabilisieren und später belastet werden können.

Nochmal konkret. Wir hören oft zwei Seiten in der Praxis: Die einen die glauben, Belastung schade den Fugen. Die anderen, die sagen, Welpen dürfen nicht reguliert werden, „das machen sie selbst“ oder „mein Welpe weiss, wann er genug hat“. Die „Wahrheit“ ist wie so oft in der Mitte. Aus orthopädischer Sicht benötigen sie kontrollierte (!) Kräfte, um sich gesund zu entwickeln. Knorpel und Knochen organisieren sich entlang jener Kräfte, die auf sie einwirken. Fehlt dieser Reiz, reift das Gewebe weniger stabil aus.

Wir haben zudem vermehrt Rückmeldungen erhalten, dass viele Besitzer zwar verstanden haben, wie wichtig frühe Bewegung ist, sich aber gleichzeitig sorgen, „etwas falsch zu machen“. Die Sorge ist nachvollziehbar und unnötig, wenn man die Grundprinzipien kennt. Es geht nicht darum, jede Belastung zu vermeiden, sondern Bewegung klug und kontrolliert zu gestalten. Ruhiges Gehen, Steigen, verschiedene Untergründe und kurze koordinative Reize sind für die Entwicklung wichtig und unkritisch.

Gefährlich wird es dann, wenn Bewegungen impulsiv und unkontrolliert werden: abrupte Richtungswechsel, Rutschen auf glatten Böden, Stürze oder sehr intensives (!) toben mit anderen Hunden. Gleichzeitig bedeutet ein einzelner Sturz nicht automatisch einen langfristigen Schaden. Welpen sind robust, aber noch nicht ausgereift. Genau deshalb braucht ihr Bewegungsapparat ein GLEICHGEWICHT aus Reiz und Schutz.

Ein weiterer Punkt, der oft vergessen wird: Niemand muss die Entwicklung seines Welpen allein begleiten. Qualifizierte Hundephysiotherapeuten, Osteopathen und biomechanisch arbeitende Hundetrainer sind genau darauf spezialisiert, kontrollierte Bewegung anzuleiten, Muskulatur gezielt aufzubauen und Koordination altersgerecht zu fördern. Sie erkennen früh, welche Reize sinnvoll sind, wo Anpassungen notwendig werden und wie man Fehlbelastungen im Wachstum vermeidet. Diese Fachpersonen sind wertvolle Partner, besonders, wenn Unsicherheit besteht oder wenn ein Welpe bereits kleine Auffälligkeiten zeigt.

10/11/2025

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