29/07/2026
DER TIERSCHUTZ IST KEIN SUPERMARKT UND KEIN SCHNÄPPCHENMARKT!” 🛑💸
Wir müssen heute ein sehr ernstes und ehrliches Thema ansprechen, das uns als kleinerem Tierschutzverein täglich das Herz bricht – und unsere Existenz bedroht.
Was sich manche Leute unter einem Tierschutzhund vorstellen:
✅ Perfekt stubenrein, geimpft, gechipt, kastriert, mit EU-Heimtierausweis.
✅ Am besten ein Rassehund (oder perfekter Mix), freundlich, sozialisiert.
✅ Ein Hund, der sich Geschirr & Leine am liebsten selbst anlegt, brav an der Leine läuft und nichts zerkaut.
✅ Pünktliche Haustürlieferung! (Weil der DHL-Bote das Paket ja auch bis an die Tür bringt...)
🏷️ UND DAS ALLES FÜR 400 EURO?!
(Ganz ehrlich: 400 € war bereits vor 10 Jahren eine gängige Schutzgebühr!)
Lasst uns bitte mal die Augen öffnen und RECHNEN:
Vor 10 Jahren kostete eine Kastration in Ungarn vielleicht 20–50 €. Heute zahlen wir beim Tierarzt 150–200 €! Ein Transport kostete damals 80 € – heute verlangen Transportunternehmen 150–300 € (und 150 € ist extrem selten geworden)!
Rechnen wir einen einzigen Hund durch:
🩺 Kastration: ca. 180 €
🚐 Sicherer EU-Transport: ca. 180 €
📘 EU-Pass & Chip & Impfungen: ca. 40–50 €
🥩 Futter & Pflege: (kostet auch Geld!)
➡️ SUMME: weit über 400 € – da ist noch kein Cent für Futter, Entwurmung oder eventuelle Behandlungen eingerechnet!
Im Vergleich: Die günstigste Rüden-Kastration in Deutschland kostet oft schon ab 400 € (ohne Impfung, Pass oder Hund!).
„Aber man kennt ja die Vorgeschichte nicht...“ 🤦♀️
Immer wieder hören wir Sätze wie: „520 € ist zu viel für einen Hund, dessen Vorgeschichte man nicht kennt.“
Dazu möchten wir eines ganz klarstellen: Die Kosten für einen Hund werden nicht kleiner, nur weil man seine Vorgeschichte kennt – oder eben nicht! Auf der Preisliste beim Tierarzt gibt es keinen Rabatt und keine Zeile mit „Kostenlos für Hunde mit unbekannter Herkunft“. Der Tierarzt, das Futter, die Impfungen und der Transport kosten für JEDEN Hund genau gleich viel Geld!
Eine Schutzgebühr ist kein Kaufpreis für eine Ware mit Garantie, sondern ein Beitrag zu den reinen Selbstkosten.
Und noch ein sehr wichtiger Punkt zum Schluss:
Wer der Meinung ist, er würde uns oder dem Hund einen „Gefallen erweisen“, indem er so ein „herrenloses Wesen“ bei sich aufnimmt, dem möchten wir ganz bewusst KEINEN Hund vermitteln.
Ein Tierschutzhund ist kein Mitleidsobjekt zweiter Klasse, sondern ein vollwertiges Lebewesen, das mit Respekt, Liebe und Verantwortung aufgenommen werden möchte.
👉 Tierschützer arbeiten ehrenamtlich – aber Tierärzte & Tankstellen nicht!
Wenn du einen fehlerfreien Hund unter Selbstkostenpreis suchst und schon bei der Schutzgebühr feilschen willst: Wie willst du die Tierarztkosten stemmen, wenn der Hund im Laufe seines Lebens einmal wirklich krank wird?
Wie seht ihr das? Schreibt uns eure ehrliche Meinung in die Kommentare! 💬👇