25/09/2015
Heute sind es genau 4 Wochen, seit Elly über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Die Leere, die sie in meinem Herzen und in meinem Leben hinterlassen hat, ist für mich noch immer unfassbar; der Schmerz immer noch riesig 😢💔. Natürlich wird sie immer einen Platz in meinem Herzen haben, aber ich gäbe alles dafür, weiter das Leben mit ihr teilen zu können.
Ja und ich hatte versprochen, noch darüber zu schreiben, wie Elly's letzte Tage waren:
Am Sonntag, 23. August hatte Elly einen schlechten Tag mit Erbrechen und sie wollte den ganzen Tag im Garten liegen. Nachdem ich das Kortison wieder etwas höher dosiert hatte, ging es ihr rasch besser - ich dachte, dass es wieder ein kleiner Rückfall war, wie wir sie inzwischen kannten. Montag und Dienstag ging es ihr wieder gut und sie ging wieder mit uns am Meer spazieren. Allerdings hatte ich schon etwa 3 Wochen zuvor festgestellt, dass sie wieder abgenommen hatte und, dass sie auch Muskulatur abgebaut hatte. Die Kraft in der Hinterhand liess etwas nach. Aber sonst machte sie einen fitten Eindruck!
Nun, am Mittwoch, 26. August wollte sie ihr BARF nicht mehr fressen und verweigerte auch die Kräuter! Ich habe ihr dann Biofleisch aus der Dose gegeben, was sie gefressen hat. Am Donnerstag Morgen hat sie dann auch dieses nicht mehr angenommen, liess sich aber zu ein paar Leckerchen aus der Hand überreden. Leider hat sie diese dann aber kurze Zeit später wieder erbrochen. Sie wollte raus in den Garten und weigerte sich trotz Regen, wieder herein zu kommen. Sie lag dann stundenlang im strömenden Regen und ich spürte, dass es ihr jetzt wirklich schlecht ging 😢. Wir sind dann mit ihr zur Tierklinik gefahren, wo wir eine sehr nette Tierärztin angetroffen haben. Sie hat Elly untersucht und festgestellt, dass sie Fieber hatte. Ansonsten war sie der Meinung, dass Elly durchaus noch Lebenswillen hatte und kämpfte. Sie bekam eine Injektion gegen das Fieber, in der Hoffnung, dass sie sich nochmals aufrappeln würde. Wir gingen wieder zurück in unser Ferienhaus, wo Elly kurz darauf wiederholt erbrochen hat.... Dies wiederholte sich unzählige Male, sie hatte viel Wasser getrunken. Die ganze Nacht auf Freitag ging das so weiter, dann hat sie auch aufgehört zu trinken, hat trotzdem immer wieder gewürgt und Schleim erbrochen. Sie wurde zunehmend schwächer, konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten und ist immer wieder zusammengebrochen. Ich habe sie dann immer festgehalten, damit sie nicht mit dem Kopf auf dem Boden aufgeschlagen ist. Es war schrecklich, sie so zu sehen 😢.Für mich war dann so offensichtlich, dass Elly keine Chance und auch keine Kraft mehr hatte und ich habe daraufhin einen Termin zum Einschläfern für den Nachmittag vereinbart. So blieb uns Zeit, uns zu verabschieden. Ich bin bei ihr im Garten gelegen und habe sie gestreichelt. Festgehalten werden wollte sie nicht. Das Erbrechen ging weiter, kam in immer kürzeren Abständen. Und mit jedem Mal wurde sie schwächer. Ich dachte schon, sie stirbt mir unter dem Händen weg. Das wäre für mich in Ordnung gewesen und ich habe Elly gesagt, das sie sich keine Sorgen machen soll und, dass sie jederzeit gehen darf, wenn sie soweit ist. Sie hat es verstanden, da bin ich sicher... Hat sie sich doch kurz darauf unter einen grossen Strauch verkrochen, wo ich nicht mehr an sie ran gekommen bin. Sie war bereit zu gehen; deutlicher hätte sie es mir nicht zeigen können. Alle meine Zweifel waren ausgeräumt, ob die Entscheidung richtig sei.
Kurz vor unserem Termin in der Tierklinik hatte sie einen neuen Brechanfall und sie hat sich erhoben und kam mir entgegen gekrochen, sodass ich sie unter dem Busch hervorziehen konnte. Sie hat mich nicht mehr richtig wahrgenommen, hat sich in meine Arme begeben und ich konnte sie zum Auto tragen. Sie hat nicht mehr mitbekommen, dass wir in der Tierklinik waren, sie zeigte keine Reaktion mehr; und das war gut so. Die Tierarztbesuche waren seit ihrer Erkrankung immer Stress für sie, auch noch am Vortag. Jetzt war sie entspannt und ganz ruhig, wahrscheinlich wäre sie kurz darauf von selber gestorben, denn sie war kurz nach dem Ansetzen der erlösenden Spritze bereits tot. Innerhalb weniger Sekunden habe ich es gespürt 💔😢.
Ja meine geliebte Elly, bis zum Schluss war sie der tollste Hund auf dieser Welt
❤️🐶! Sie hat mir jeden Zweifel, wann der richtige Zeitpunkt gekommen war, genommen und ich bin sicher, sie hat sich den Zeitpunkt ganz genau ausgesucht. Wir hatten Urlaub, hatten jede Menge Zeit für sie und für den Abschied! Die Tierärztin war so nett und menschlich... Es hat einfach alles gepasst. Wenn das Schicksal es denn schon so gewollt hatte, dass uns nicht mehr gemeinsame Zeit bleiben sollte....
Noch immer bin ich schockiert, wie schnell das am Schluss gegangen ist - niemals hätte ich das für möglich gehalten. Aber ich konnte mein Versprechen, das ich Elly gegeben hatte, einhalten. Sie musste nicht unnötig leiden und hatte noch 5 Monate mit sehr guter Lebensqualität - und ich konnte ihr den Stress einer Chemotherapie und der damit verbundenen Klinikbesuche ersparen. Ich würde den gewählten Therapieweg immer wieder einschlagen!
Ich vermisse sie so sehr! Das Leben ist manchmal einfach nicht fair! Liebe Elly, du wirst immer einen festen Platz in meinem ❤️ haben!