28/08/2026
‼️ MOLLY IST ZURÜCK IM ZWINGER ‼️
B hug
MOLLY ist fast 4 Jahre alt. Im vergangenen Juli kam sie zu uns ins Tierheim. Ihre dritte Familie beschloss, sie abzugeben, weil sie keine Wohnung fand, in der Haustiere erlaubt waren.
Doch MOLLY hatte bereits vorher eine Leidensgeschichte hinter sich. Sie kannte bereits das Verlassenwerden, das Eingesperrtsein, die Misshandlung und Situationen, die sie niemals hätte erleben dürfen.
Und heute, am 28. August, kehrt sie nach nur 15 Tagen bei ihrer neuen Familie ins Tierheim zurück.
Man teilte uns mit, dass aggressives Verhalten aufgetreten sei und sie gebissen habe. Sie sagten, MOLLY habe sich nicht wohlgefühlt.
Eines ist ganz klar: Wir kannten dieses Verhalten nicht. Im Tierheim hat sie sich nie so gezeigt. Hätten wir es gewusst, wäre darüber vor jeder Adoption informiert worden.
Aber wo bleibt da die Verantwortung?
Ja, Probleme können auftauchen. Tiere kommen nicht mit einer Gebrauchsanweisung. Sie können Ängste oder Traumata haben, Schwierigkeiten zeigen, sich anzupassen, oder Verhaltensweisen an den Tag legen, die sie vorher nie gezeigt haben.
Und genau deshalb bringt eine Adoption Verantwortung mit sich.
15 Tage reichen für ein Tier mit MOLLYs Vorgeschichte nicht aus, um sich an ein neues Leben zu gewöhnen: an neue Menschen, ein neues Zuhause, neue Routinen und vor allem daran, wieder zu vertrauen.
Wenn Schwierigkeiten auftreten, sucht man nach Hilfe. Man arbeitet daran. Man versucht es.
Denn in einem Fragebogen anzukreuzen, dass man bereit ist, bei Problemen an Lösungen zu arbeiten und dann bei den ersten Hürden sofort aufzugeben, das ist keine echte Bereitschaft.
Wir sind es leid, dass Tiere wie Gegenstände behandelt werden, die nur so lange funktionieren sollen, wie alles bequem läuft.
Ein Hund ist kein Recht. Niemand zwingt einen dazu, ein Tier aufzunehmen. Aber wenn man sich dazu entscheidet, übernimmt man die Verantwortung für ein Lebewesen. Ein Lebewesen, das fühlt, leidet, Bindungen eingeht und Zeit braucht.