Kühnhaiden

Kühnhaiden Aktivhaltung - Reha&Reitkunst - Coaching - Weiterbildung Aktivhaltung: Wir betreiben einen Pensionsbetrieb mit ca. 35 Pferden in Herdenhaltung im Aktivstall.

Reha & Reitkunst: Wir widmen uns vor allem dem Rehapferdetraining. z.B. Pferde mit Problemen/Befunden im Bewegungsapparat wie Kissing Spines, Lahmheiten, Schmerzreaktionen, Arthrosen, aber auch Verhaltensproblem und vielen anderen Problemen/Befunden. Außerdem bieten wir Pferdeausbildung für Kunden, die nach gesundheitsfördernder Ausbildung suchen. Wir arbeiten nach den Grundlagen der klassischen R

eitkunst (Gymnastizierung, Seitengänge) und verbinden diese mit Faszientraining- und Therapie, Körperarbeit, tierärztlichen Behandlungen, wenn notwendig. Jedes Pferd in Reha oder Ausbildung wird zu Beginn einer medizinischen Trainingsanalyse unterzogen und bekommt einen individuellen Trainingsplan. Coaching und Weiterbildungen: Wir bieten pferdegestütztes Coaching an. Wir sind spezialisiert auf die Bereiche Führungstraining und Persönlichkeitscoaching. Außerdem organisieren wir regelmäßig Weiterbildungen und Kurse auf der Anlage (Hufe, Gesundheit, Faszientraining, Reitkurse uvm.) Tierarztpraxis für Pferde: Angeschlossen an die Anlage ist eine Tierarztpraxis (keine Klinik) für Pferde, welche auf Orthopädie, Zahnbehandlungen und Chiropraktik spezialisiert ist. Die Gesamte Anlage ist 11ha groß, mit einem Aktivstallbereich von ca. 6000m2, neuer Reithalle 20x40m, Reitplatz 20x60, Gastoffenställe für Reha- und Berittpferde, Putzplätze und Sattelkammer.

30/07/2026

"Gut gezogen“ oder wirklich gesund? Zu viele Jungpferde bezahlen den Preis für Zucht, die Show statt Stabilität belohnt.

Mein eigenes Pferd war mit acht Jahren ein medizinischer Gesamtfall. ECVM im Hals, Kissing Spines im Rücken, MIM als Stoffwechselchaos – sehr wahrscheinlich schon angelegt, lange bevor ich es kannte.

Im Stall stand plötzlich ein Pferd mit Befunden, die früher alten Schlachtrossen vorbehalten waren. Und ich stand daneben mit dem Gefühl, versagt zu haben, bevor wir überhaupt anfangen konnten.

Wenn du dein Jungpferd liebst, trägst du diese Last oft allein. Du dachtest, du kaufst dir einen jungen Partner zum Aufbauen – und bekommst ein Röntgen-Puzzle samt Dauer-Sorge. Währenddessen läuft ein Zuchtsystem weiter, das genau solche Körper in Serie produziert.

Denn gezüchtet wird heute oft nach spektakulärem Bewegungsablauf, Bilderbuch-Hals und „Talent“. Kaum jemand selektiert konsequent nach Stabilität, tragfähigem Rumpf und einem Nervensystem, das Belastung gesund regulieren kann. Die, die durchs Raster fallen – auch charakterlich – landen als vermeintliche Freizeitpferde im Anzeigenportal.

Am Ende bist du diejenige, die die Rechnung zahlt. Emotional, weil du dein Pferd durch Diagnosen, Schmerztage und Reha begleitest. Finanziell, weil jede neue Untersuchung ausgleicht, was im Mutterleib und in der Aufzucht niemand sehen wollte.

Nein, nicht jede Züchterin, Klinik oder Sportlerin ist „böse“, viele lieben Pferde wirklich und arbeiten trotzdem in einem System, das schnelle Erfolge und Verkaufszahlen höher bewertet als langlebige Körper. Und genau deshalb fühlt sich dein Einzelfall plötzlich wie Teil eines viel größeren Skandals an.

Es geht nicht nur um ECVM, MIM oder Kissing Spines. Es geht um eine Generation Jungpferde, deren Körper vor allem für Richtertische und Videos gebaut und trainiert werden – nicht für ein langes, tragfähiges Leben unter normalen Reiterinnen. Und die, die übrig bleiben, landen bei Menschen, die einfach „nur“ gut reiten und fair halten wollen.

👉 Folg mir wenn du Strukturen hinterfragen und lernen willst, Pferde ganzheitlicher zu lesen, zu halten und zu trainieren.

28/07/2026

Sie steht neben dir am Putzplatz, Kopf tief, Blick irgendwo weit weg. Du redest, zupfst am Strick, wartest auf ein Ohr, das zuckt. Nichts.

Genau da sehe ich immer wieder wie schwierige Pferd missverstanden werden.

Es gibt einen Unterschied zwischen Ungehorsam und innerer Kapitulation. Es geht nicht um Respektlosigkeit, es geht um ein Nervensystem, das außerhalb seines Toleranzfensters feststeckt.

Im gehaltenen Bereich kann dein Pferd dich wahrnehmen, atmen, lernen. Drückt der Alltag es ständig darüber, landet es in Überkopplung: Alarm, Anspannung, Flucht- oder Kampfimpulse. Rutscht es darunter, kommt Unterkopplung: Shut Down, Freeze, Erstarrung wie innerer Stromausfall.

Viele dieser Pferde wirken dann brav, müde oder fast ein bisschen depressiv. Andere wirken, als würden sie dich ignorieren, obwohl du direkt neben ihnen stehst. In Wahrheit ist das ihr Nervensystem, das die Welt ausblendet, um überhaupt noch durchzuhalten.

Sie bauen einen inneren Panzer, damit nichts Neues mehr an sie herankommt. Von außen sieht das nach Desinteresse oder Ungehorsam aus, innen ist es purer Selbstschutz.

Ja, klare Grenzen, gutes Timing und konsequentes Training haben ihren Platz, gerade bei großen Tieren. Bekommt ein nervlich zusammengebrochenes Pferd dann noch mehr Druck, lernt es nur eins. Aufgeben wirkt sicherer als Fühlen.

Veränderung beginnt, wenn dein Pferd im gehaltenen Bereich bleiben darf. Du siehst Atmung, Blick, kleine Ohrenbewegungen und merkst: Es ist noch da.

So wird aus dem scheinbar ignoranten Pferd kein Problemfall mehr, sondern ein gesehenes Nervensystem. Nicht faul, nicht trotzig, sondern chronisch überfordert.

👉 Folg mir, wenn du dein sensibles oder kränkliches Pferd nicht länger reparieren, sondern nervensystemisch verstehen willst. Für Pferdfrauen, die statt Druck lieber Verbindung, Klarheit und echte Regeneration wählen.

27/07/2026

Selbstsabotage in der Reha sieht selten aus wie Aufgeben. Sie trägt Reithose, klappt den Kalender auf und murmelt: „Noch diese Physio, dann passt es.“

Ich war da selbst: neue Physio, die erst „alles lockern“ will. Der Tierarzt, der noch einmal spritzen will, weil „dann können wir weitersehen“. Der Schmied, der den orthopädischen Beschlag empfiehlt, während dein Bauch längst Nein sagt.

Auf dem Papier wirkst du engagiert, fast vorbildlich. Innen fühlt es sich an wie Daueralarm, weil jede neue Empfehlung an deinem Gewissen zieht.

Wenn du zwischen Tierärzt:innen, Therapeut:innen und Trainer:innen jonglierst, wirkt ein Gesamtplan schnell bedrohlich. Wie eine Entscheidung, nach der es kein Zurück mehr gibt, obwohl dir noch Teile fehlen.

Es geht nicht darum, dass du zu wenig Willenskraft hättest. Es geht darum, dass dein Nervensystem Sicherheit damit verknüpft, alle Optionen offen zu halten. Genau das brennt dich langsam aus.

Also sagst du zu, „erst mal drei Termine“ bei der neuen Physio zu machen. Du verschiebst den roten Faden, weil sich Festlegen gefährlicher anfühlt als noch eine Meinung.

Und ja: Bei einem komplexen Rehapferd sind mehrere Blickwinkel wertvoll, besonders am Anfang. Blind auf eine Person zu setzen, ohne hinzuschauen, wäre genauso riskant wie blinder Aktionismus.

Doch irgendwann kippt der Punkt: Mehr Input macht nur noch Kopf voll und Körper leer. Dann ist Mut nicht der nächste Termin, sondern das Ja zu einem klaren Plan, der euch beide trägt.

Reha fühlt sich anders an, wenn du in den Stall fährst und weißt, was heute wirklich dran ist. Dein Pferd spürt diese Klarheit, und dein System darf von Dauer-Alarm in ruhige Wachheit wechseln.

Wenn du sehen willst, wie ich mit Rehapferden arbeite, was bei uns wirklich relevant ist und wie sie hier in Kühnhaiden als Herzensprojekte statt im Fließband-Modus leben,

👉 Schreib mir „reha“. Dann kannst du unverbindlich vorbeikommen und dir alles in Ruhe anschauen.

25/07/2026

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Rücken, der hochgedrückt wirkt, und einem Rumpf, der dein Gewicht wirklich tragen kann. Wer das verwechselt, arbeitet oft gegen genau die Strukturen, die Stabilität bringen sollen.

In der Körperarbeit mit sensiblen oder rehabelasteten Pferden zeigt sich immer wieder dieselbe Szene: Jemand aktiviert den Bauch, der Brustkorb hebt sich kurz, das Pferd hält den Atem an – und fällt dann direkt ins alte Spannungsmuster zurück. Von außen „aufgewölbt“, innen weiter im Schutzmodus.

Es geht nicht um den einen Punkt im Bauch. Es geht darum, ob das tensegrale System deines Pferdes – also das Zusammenspiel aus Zug- und Druckkräften im Körper – vorbereitet ist, Tragkraft zu organisieren, statt nur Spannung zu verwalten.

Biomechanisch greifen mehrere Ebenen ineinander, bevor echte Rumpftragefähigkeit entstehen kann:

1. Die dorsale Kette muss schwingen können, damit die obere Linie Last elastisch weiterleitet, statt sie in einzelnen Wirbeln zu stauen.

2. Der Schultergürtel mit dem Übergang zwischen Hals und Brustkorb (CTÜ) braucht Raum und Koordination, damit die Vorhand nach vorn greifen kann, ohne den Brustkorb festzuklemmen.

3. Die ventrale Kette muss frei sein und der Musculus serratus ventralis – ein tief liegender Stabilisator, der den Brustkorb zwischen den Schulterblättern „aufhängt“ – soll sich elastisch einschalten können, statt den Rumpf hart festzuhalten.

Ja, Bauchaktivierung und Reflexzonen können Impulse geben, und viele, die damit arbeiten, meinen es ehrlich gut. Kritisch wird es dort, wo dieses „unten pieksen“, egal ob mit Sporen, Finger oder Physio-Stift, das einzige Werkzeug bleibt und die Vorbereitung über dorsale Kette, Schulterfreiheit, CTÜ und Rumpfhängung fehlt.

Dann entsteht schnell ein scheinbar runder Rücken über einem überforderten System: viel Form oben, wenig Tragkraft innen.

Ziel sind Pferde, deren Rumpf sich trägt, weil große Beweger frei lassen, der Serratus den Brustkorb wirklich aufhängt und die ventrale Kette mitatmet, statt alles starr zu stabilisieren.

▶️ Folg mir, wenn du die Biomechanik hinter tensegraler Körperarbeit verstehen willst.

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25/07/2026

Bei mir auf Kühnhaiden steht eine Frau neben ihrem Pferd und zittert leicht. Im Spind liegt die Diagnose-Mappe, randvoll.

Es gibt einen Unterschied zwischen „wir haben alles abgeklärt“ und „wir sind wieder ein Team“. Und jede, die den Unterschied übersieht, therapiert irgendwann nur noch Symptome.

Vielleicht erkennst du dich darin wieder. Du kennst jede neue Studie, jeden Futterzusatz, jede Spezialübung. Was du kaum noch kennst, ist der Moment, in dem du wirklich tief durchatmest.

Jede kleine Unregelmäßigkeit wird zum möglichen Rückfall. Ein Stolpern, ein Ohrspiel, ein anderer Blick – und dein Kopf feuert Katastrophenbilder ab.

Ja, gründliche Diagnostik, gute Tierärzte und Behandlungen sind wichtig. Niemand will, dass ein Pferd mit Kissing Spines, ECVM oder alten Traumata „einfach durchhalten“ soll. Und du versuchst alles, weil du Verantwortung trägst, nicht weil du hysterisch bist.

Das Problem beginnt dort, wo dein Körper im Stall nie wieder auf „Entwarnung“ schaltet. Dann koordinierst du Termine, Protokolle und Pläne, aber niemand koordiniert mehr eure Beziehung.

Mit meinem eigenen Ppferd stand ich genau an diesem Punkt. Monate voller Befunde, Trainingspläne, Nachrichten – und trotzdem hielt ich beim Putzen die Luft an. Erst als ich mein Nervensystem bewusst in die Arbeit nahm, wurde mein Pferd wieder ansprechbarer.

Echte Wendepunkte sehen leiser aus, als Instagram verspricht. Du merkst sie daran, dass dein Körper im Stall zuerst weicher wird und dein Pferd nachzieht. Aus Management von Symptomen wird wieder Begegnung von zwei Nervensystemen.

Du jonglierst Aktenordner, aber löst nicht das Vakuum zwischen dir und deinem Pferd.

👉 Folg mir, wenn du mit deinem Rehapferd raus aus der Odyssee und rein in Verbindung willst.

25/07/2026

Sattel fertig, Pferd geputzt, du stehst am Platzrand und horchst in den Wind. Reiten oder lieber nicht, obwohl „eigentlich“ alles geplant war.

Es geht nicht um Pingeligkeit, es geht um Verantwortung für ein komplexes Pferd. Und um die Angst, dass ein einziger Ritt den Körper wieder zurückwirft.

Im Kopf läuft die unsichtbare Checkliste: Boden, Wind, Lahmheiten, Magen, Rücken. Jede kleine Mimik fühlt sich an wie ein möglicher Alarm. Und egal wie du dich entscheidest, das schlechte Gewissen reitet mit.

Vielleicht ist jeder Ritt eine Verhandlung zwischen Befunden, Bauchgefühl und innerem Zittern. Du stehst oft länger neben dem Pferd als wirklich im Sattel.

Der „früher sind wir einfach geritten“-Anteil in dir hat Recht: Die Leichtigkeit fehlt. Und der „wir müssen alles checken“-Anteil hat genauso Recht, weil dein Pferd kein robustes Sportgerät ist.

Es geht nicht darum, einen Teil abzuschalten, sondern beiden einen Platz zu geben. Die Mitte fühlt sich an wie ein kurzer, klarer Check‑in und dann echter Kontakt statt Daueralarm.

Dein Pferd darf mehr sein als seine Diagnose, auch wenn ihr die Themen im Blick behaltet. Und du darfst mehr sein als Projektmanagerin für Schmerzen und Befunde.

Genau in diesem Zwischenraum entsteht die leise, feine Dressurarbeit, die Nervensystem und Körper wirklich mitnimmt. Nicht laut, nicht heroisch – aber tragfähig.

👉 Folg mir, wenn du mit deinem komplexen Pferd diese Mitte suchst – zwischen sehen, was ist, und wieder gemeinsam aufatmen. Für mehr Rehapferde‑Realität, traumasensible Pferdearbeit und Nervensystemregulation aus Kühnhaiden.

25/07/2026

„Gut gezogen“ oder wirklich gesund? Zu viele Jungpferde bezahlen den Preis für Zucht, die Show statt Stabilität belohnt.

Mein eigenes Pferd war mit acht Jahren ein medizinischer Gesamtfall. ECVM im Hals, Kissing Spines im Rücken, MIM als Stoffwechselchaos – sehr wahrscheinlich schon angelegt, lange bevor ich es kannte.

Im Stall stand plötzlich ein Pferd mit Befunden, die früher alten Schlachtrossen vorbehalten waren. Und ich stand daneben mit dem Gefühl, versagt zu haben, bevor wir überhaupt anfangen konnten.

Wenn du dein Jungpferd liebst, trägst du diese Last oft allein. Du dachtest, du kaufst dir einen jungen Partner zum Aufbauen – und bekommst ein Röntgen-Puzzle samt Dauer-Sorge. Währenddessen läuft ein Zuchtsystem weiter, das genau solche Körper in Serie produziert.

Denn gezüchtet wird heute oft nach spektakulärem Bewegungsablauf und „Talent“. Kaum jemand selektiert konsequent nach Stabilität, tragfähigem Rumpf und einem Nervensystem, das Belastung gesund regulieren kann. Die, die durchs Raster fallen – auch charakterlich – landen als vermeintliche Freizeitpferde im Anzeigenportal.

Am Ende bist du diejenige, die die Rechnung zahlt. Emotional, weil du dein Pferd durch Diagnosen, Schmerztage und Reha begleitest. Finanziell, weil jede neue Untersuchung ausgleicht, was im Mutterleib und in der Aufzucht niemand sehen wollte.

Nein, nicht jede Züchterin, Klinik oder Sportlerin ist „böse“, viele lieben Pferde wirklich und arbeiten trotzdem in einem System, das schnelle Erfolge und Verkaufszahlen höher bewertet als langlebige Körper. Und genau deshalb fühlt sich dein Einzelfall plötzlich wie Teil eines viel größeren Skandals an.

Es geht nicht nur um ECVM, MIM oder Kissing Spines. Es geht um eine Generation Jungpferde, deren Körper vor allem für Richtertische und Videos gebaut und trainiert werden – nicht für ein langes, tragfähiges Leben unter normalen Reiterinnen. Und die, die übrig bleiben, landen bei Menschen, die einfach „nur“ gut reiten und fair halten wollen.

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23/07/2026

Dein Pferd kann fleißig laufen – und trotzdem baut sich keine echte Muskulatur auf. Der Grund liegt nicht nur im Trainingsplan, sondern tief im Gewebe und Nervensystem.

Viele Reha- und Schmerzpferde hängen im cervico-thorakalen Übergang wie verriegelt fest. Das ist die Schaltstelle zwischen Hals und Brustkorb, an der Bewegung organisiert wird. Liest das Nervensystem dort Gefahr, schaltet der Körper in Fluchtmodus statt Tragkraft.

Du siehst eine kantige Oberlinie, eingefallene Partien, verspannte Ganaschen, ein hartes Auge. Aktiv nach außen, aber unter dir fühlt sich alles kurz, fest und innerlich müde an.

Myofasziale Dysfunktion bedeutet, dass Muskeln und Faszien in Schutzmustern festkleben. Statt elastisch zu gleiten, halten sie Zuglinien, die Bewegung einengen und schmerzhaft machen. Der Körper organisiert Überleben, nicht differenzierten Muskelaufbau.

Biomechanisch landen viele dieser Pferde in einer Beweger-Halter-Umkehr. Oberflächliche Bewegermuskeln stemmen und stabilisieren, werden kantig sichtbar und schnell müde. Die tiefen Halter, vor allem der Serratus ventralis, heben und tragen den Rumpf kaum.

So entstehen Ecken und Kanten in der Oberlinie, statt einer ruhigen, homogenen Kontur. Das Schmerzgesicht ist kein Charakterzug, sondern Ausdruck dieser myofaszialen Überforderung.

Legst du darauf klassisches Muskelaufbau-Training, verstärkst du oft nur die Kompensation. Das Pferd verändert sich körperlich kaum, innen bleibt das System im Alarmmodus gefangen.

Klassisches Gymnastizieren ist nicht „falsch“, es setzt bei diesen Pferden nur oft zu früh an. Entscheidend ist, ob CTÜ und Rumpftrageapparat überhaupt loslassen und sich neu organisieren können. Erst wenn Gewebe wieder atmet, wird die Oberlinie weicher, der Blick ruhiger, jede Bewegung sortierter.

Du spürst das, wenn dein Pferd länger schwingt, freier atmet und der Brustkorb getragen wirkt. Die Oberlinie wird gleichmäßiger gezeichnet, Bewegungen fühlen sich leiser, größer und koordinierter an.

👉 Schreib mir, "Muskeln" wenn du dir für dich und dein Pferd eine klare Begleitung wünschst.

23/07/2026

Es gibt einen Unterschied zwischen „Herzpferd im Profil“ und „Herzpferd im Alltag“. Und der zeigt sich nicht im Sonnenuntergangs-Reel, sondern an grauen Tagen im Stall, wenn dein Pferd unbequem wird.

Es geht nicht nur darum, ob du es noch reiten kannst. Es geht darum, was von „Pferd ist Familie“ übrig bleibt, wenn Diagnosen kippen, Rechnungen steigen und niemand sagen kann, ob es je wieder tragbar wird.

Auf Kühnhaiden gab es viele Pferde mit so einem Befund-Paket vor mir. Später Abend, leere Stallgasse, die Besitzer mit der Hand in der Mähne: „Ich liebe mein Pferd, aber ich halte das nervlich nicht mehr aus.“ In diesem Satz lagen gleichzeitig Herz, Hilflosigkeit und ein leiser Wunsch, dass jemand anders übernimmt.

Genau dort kippt es oft. Aus Seelenpferd wird Kostenfaktor, aus Familienmitglied „Fall“. Manchmal wird die Versorgung aufs Minimum reduziert, manchmal wird das Pferd abgegeben – verkauft, verschenkt, „Gnadenbrotplatz“ – Hauptsache, die tägliche Konfrontation mit Schmerz und Verantwortung ist weg.

Und ja: Manchmal ist Abgabe die verantwortungsvollste Option, wenn dein System kollabiert und dein Pferd woanders wirklich stabiler betreut wird. Manchmal rettet sie beide Nervensysteme, deins und seins.

Problematisch wird es, wenn die Entscheidung mehr dein Ego als seinen Körper entlastet. Wenn online weiter Herz-Emojis unter alte Reitfotos laufen, während du innerlich schon Monate vorher ausgestiegen bist.

Echte Liebe zum Pferd zeigt sich nicht daran, ob du es um jeden Preis behältst, sondern woran du deine Entscheidung ausrichtest. An seiner Lebensqualität, an echter Versorgung, an körperlichen und emotionalen Grenzen – nicht an Likes, Schuld oder „was die anderen sagen“.

Wie sehr du dein Pferd liebst, sieht man nicht am ersten Turnierfoto, sondern an der letzten unbequemen Entscheidung, für die du innerlich gerade stehen kannst.

👉 Folg mir, wenn du mit deinem Pferd genau über diese ehrlichen Entscheidungen sprechen willst – und Wege suchst, sie traumasensibel und pferdegerecht zu treffen.

23/07/2026

Du schließt die Stalltür und spürst: Herz voll, Körper leer.
Auf dem Heimweg sitzt du im Auto und fragst dich, wie beides gleichzeitig sein kann.

Genau dieses Spannungsfeld sehe ich bei so vielen Pferdefrauen.
Tiefe Liebe zum Pferd und gleichzeitig das Gefühl, innerlich langsam auszubrennen.

Das ist nicht Undankbarkeit, sondern ein Nervensystem, das überfordert ist.
Es geht nicht darum, dass du dein Pferd zu wenig liebst, sondern dass du zu viel schleppst.

Trauma heißt oft: zu viel, zu schnell, zu plötzlich für ein einzelnes Nervensystem.
Dein Körper speichert jede Lahmheit, jede Diagnose, jede Stallkrise wie kleine Alarme.

Du organisierst Tierärzte, Therapien, Futter, Hufe, Training und trägst die Sorgen meist allein, weil du keine Hilfe zulässt.
Zwischen Job, Familie und Stall bleibt nachts nur noch Grübeln, statt wirklicher Erholung.
Irgendwann fühlt sich selbst der Gedanke an den Stall an wie Aufgabe, nicht wie Ankommen.

Von außen heißt es dann oft, du sollst einfach dankbar sein, dieses Pferd zu haben.
Ja, Dankbarkeit ist wertvoll, und viele würden sich genau so eine Verbindung wünschen.
Aber Dankbarkeit ersetzt keine Pause, wenn dein System längst im Überlebensmodus fährt.

Du darfst dein Pferd abgöttisch lieben und trotzdem völlig erschöpft sein.
Beides gleichzeitig zu fühlen ist kein Charakterfehler, sondern ein Signal deines Körpers.

In meinem Retreat auf Kühnhaiden arbeiten wir nicht auf Wellnesslevel, sondern tief an deinem Nervensystem.
Zwischen Herde, Wald und Wind darf dein Körper wieder runterfahren, während Pferde mit dir regulieren.

Der Tag kann dann wieder so aussehen, dass du aus dem Stall fährst und dein Brustkorb weit ist.
Dein Pferd ist nicht geheilt von allem, aber du fühlst dich wieder handlungsfähig statt leer.

Wenn du beim Gedanken an dein Pferd Liebe und Erschöpfung zugleich fühlst und eine Auszeit brauchst,

👉 Schreib mir „Ich“ als ersten Schritt.
Gemeinsam schauen wir, ob mein Retreat für belastete Pferdefrauen der Rahmen ist, in dem dein Nervensystem endlich tief durchatmen darf.

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Zwönitz
08297

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