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gestaltete Schrebergärten. 🌻🌾🏡

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Wenn der Garten ächzt: Was Hobbygärtner jetzt gegen Hitzestress tun könnenDie Temperaturen steigen, der Boden trocknet a...
09/06/2026

Wenn der Garten ächzt: Was Hobbygärtner jetzt gegen Hitzestress tun können

Die Temperaturen steigen, der Boden trocknet aus, die Pflanzen welken: Hitzestress ist für unsere Gärten längst fester Bestandteil des Sommers. „Wer die richtigen Maßnahmen ergreift, schützt seinen Garten und spart sich erheblich Arbeit und Frustration“, weiß Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. (BLGL).

Mulchen: die beste Sofortmaßnahme
Mulchen ist die einfachste und wirkungsvollste Maßnahme, die Hobbygärtner sofort ergreifen können. Eine Schicht aus organischem Material, wie Rasenschnitt, Ernteabfällen oder Stroh auf offenen Beeten wirkt wie eine Isoliermatte: Der Boden heizt sich langsamer auf, die Verdunstung sinkt und der Gießaufwand geht spürbar zurück. Nebenbei profitieren auch Bodenlebewesen wie Würmer und Mikroorganismen - diese zersetzen das Material und wandeln es in wertvollen Humus um.

„Wer mulcht, gießt weniger und wer weniger gießt, hat mehr Zeit, seinen Garten wirklich zu genießen", sagt Dr. Popp. Wer kein Mulchmaterial hat, sollte die oberste Bodenschicht nach dem Gießen regelmäßig auflockern. Das unterbricht die feinen Kapillaren im Boden, durch die sonst Feuchtigkeit nach oben steigt und verdunstet. Ganz nach dem alten Sprichwort: „Einmal hacken spart zweimal gießen."

Trockenheitsverträgliche Arten als langfristige Strategie
Wer den Garten klimaresilient aufstellen will, kommt an der Artenfrage nicht vorbei. So sind z. B. Sommer-Portulak, Spargel- und Helmbohne sehr gut trockenheitstolerant. Wärmeliebende Kulturen wie Auberginen, Süßkartoffeln oder Kichererbsen, die früher als Exoten galten, wachsen jetzt zuverlässig.

„Der Klimawandel stellt uns vor echte Herausforderungen, aber er ermöglicht den Anbau von Kulturen, die hier früher nicht reiften", betont Dr. Popp. „Wer seinen Anbauplan vielfältig gestaltet, ist gegen schlechte Jahre besser abgesichert."

Gehölze: Weitsicht zahlt sich aus
Nicht nur im Gemüsebeet, auch im Gehölzsortiment vollzieht sich ein Wandel. Wer neben üblichen heimischen auch andere Gehölze pflanzen möchte, kann auf wärme- und trockenheitsverträgliche Arten zurückgreifen wie Blumen-Esche, Felsen-Ahorn und Thüringische Mehlbeere.

Bei Neupflanzungen ist darauf zu achten, regelmäßig durchdringend zu gießen, mit ca. 20–30 l pro Gießgang.

„Für den Garten der Zukunft lohnt es sich, neue Pflanzenarten zu verwenden", sagt Dr. Popp. „Wer das heute beim Pflanzen berücksichtigt, wird in Zukunft einen Garten haben, der Hitze aushält und Schatten spendet."

Quelle: Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.

Foto: pixabay

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DRECK UNTER DEN NÄGELN, RUHE IM KOPFDie   läuft. Beete werden umgegraben, Tomaten gesetzt, Stauden gegossen. Und während...
19/05/2026

DRECK UNTER DEN NÄGELN, RUHE IM KOPF

Die läuft. Beete werden umgegraben, Tomaten gesetzt, Stauden gegossen. Und während viele denken, sie „arbeiten“ draußen, passiert im Körper etwas ziemlich Beeindruckendes.

Forscher der Universität Wageningen haben Menschen erst gezielt unter Stress gesetzt. Danach durften sie entweder lesen – oder gärtnern. Ergebnis nach 30 Minuten: In der Gartengruppe sank der Cortisolspiegel deutlich stärker. Die Stimmung erholte sich komplett. In der Lesegruppe? Eher nicht.

Dr. Lutz Popp vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege bringt es trocken auf den Punkt: Gartenarbeit kombiniert Bewegung, frische Luft und sichtbaren Erfolg. Eine Stunde draußen fühlt sich harmlos an – wirkt aber wie moderates Ausdauertraining. Graben, jäten, schleppen: sportmedizinisch vergleichbar mit zügigem Spazierengehen oder lockerem Radfahren. Wer drei- bis viermal pro Woche gärtnert, erfüllt damit fast nebenbei die Bewegungsempfehlungen der WHO.

Eine große Studie der University of Colorado, veröffentlicht 2023 in The Lancet Planetary Health, bestätigt das: 291 Erwachsene wurden über eine Saison begleitet. Die mit eigenem Gemeinschaftsgarten bewegten sich mehr, fühlten sich weniger gestresst – und waren insgesamt ausgeglichener. Besonders profitierten Menschen, die vorher stark belastet waren.

Und jetzt der Punkt, den Perfektionisten nicht mögen: Der Garten muss nicht geschniegelt sein. Wer aus Entspannung ein Projekt mit Excel-Tabelle macht, sabotiert den Effekt. Totholzecken, Blühinseln, ein bisschen Wildnis – gut für Insekten, gut fürs Gewissen, gut fürs Nervensystem.

Manchmal ist Therapie eben keine Couch. Manchmal ist es ein Spaten.

Quelle: Bayerischer Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V.



Foto: Pixabay

Zähl mit: Wie viele Wildbienen summen in deinem Garten?Wildbiene + Partner ruft am   zur ersten App-basierten Wildbienen...
14/05/2026

Zähl mit: Wie viele Wildbienen summen in deinem Garten?
Wildbiene + Partner ruft am zur ersten App-basierten Wildbienen-Zählung auf.

Wer gerade aufmerksam durch den Garten geht, hört es überall summen und brummen: Mauerbienen schlüpfen, Hummelköniginnen suchen Nistplätze, graben ihre Brutröhren. Wie viele dieser tatsächlich in privaten Gärten und auf Balkonen leben, ist schwer zu sagen, denn verlässliche Zahlen für Siedlungsräume fehlen fast vollständig. Zum Weltbienentag wollen Wildbiene + Partner sowie tausende Naturfreundinnen und Naturfreunde das ändern: Am 20. Mai findet die erste App-gestützte Wildbienen-Zählung in Europa statt.

Schwarmintelligenz für

Wer ein Bienenhotel oder eine andere Nisthilfe mit Hohlräumen besitzt, fotografiert sie am 20. Mai mit der MyBeeHome App von Wildbiene + Partner. Die integrierte Bilderkennung wertet aus, wie viele Nistgänge bereits verschlossen sind und gibt einen zuverlässigen Hinweis auf erfolgreiche Bruten. Das Prinzip dahinter heißt "Citizen Science":

Tausende Bürgerinnen und Bürger liefern gemeinsam Daten, die kein Forschungsteam allein erheben könnte. Die anonymisierten Ergebnisse fließen in einen Wildbienen-Report ein, der nach der Zählung erstmals ein möglichst flächendeckendes Bild der Situation in Siedlungsräumen der Schweiz und Deutschland zeichnen soll.

„Jedes fotografierte Bienenhotel ist ein wichtiges Puzzleteil. Wenn viele Menschen zeitgleich mitmachen, erhalten wir eine großflächige Momentaufnahme der verschiedenen Wildbienenpopulationen. Richtig spannend wird es, wenn wir diese Daten standardisiert über einen längeren Zeitraum erfassen: Dann können wir die Entwicklung der Populationen direkt mit externen Faktoren wie dem Klima, Lebensraumveränderungen oder dem lokalen Blütenangebot in Zusammenhang bringen“. sagt Tom Strobl, Biologe bei Wildbiene + Partner.

Jeder Garten zählt

Von den rund 585 in Deutschland heimischen Wildbienenarten gilt etwa die Hälfte als gefährdet. Wissenschaftliche Erhebungen finden meist in Schutzgebieten oder auf landwirtschaftlichen Flächen statt – über ihr Leben in Gärten, auf Balkonen und im Stadtgrün ist wenig bekannt.

Dabei werden genau diese Räume immer wichtiger: Viele Arten haben einen Aktionsradius von nur 200 bis 300 Metern. Ob sie dort Nahrung und Nistplätze finden, entscheidet über ihr Überleben.

„Ein Garten ist heute für viele Arten kein Nebenschauplatz mehr, sondern ein wichtiges Rückzugsgebiet. Umso wichtiger ist es zu wissen, was dort wirklich passiert", so Strobl.

Jedes Bienenhotel, jede Blühfläche und jeder unversiegelte Quadratmeter zählt. Wildbienen brauchen Nahrung in unmittelbarer Nähe ihres Nistplatzes, und das von März bis in den Herbst hinein. Reihen sich naturnahe Gärten und Balkone aneinander, entstehen sogenannte Trittsteine: ein Netz aus Lebensräumen, zwischen denen Wildbienen sich bewegen, Nahrung finden und neue Nistplätze besiedeln können. So wird aus vielen kleinen Bienen-Oasen ein zusammenhängender Lebensraum.

Was Wildbienen jetzt am meisten hilft

Aktuell sind besonders viele Arten unterwegs auf der Suche nach Pollen, Nektar und Brutplätzen. Schon kleine Maßnahmen können viel bewirken:

Vielfalt statt Einheitsgrün: Eine Mischung aus Früh-, Sommer- und Spätblühern versorgt unterschiedliche Arten über die ganze Saison. Heimische Wildstauden wie Glockenblume, Natternkopf oder Wiesensalbei sind besonders wertvoll. Gefüllte Zierblüten, Geranien oder Rhododendron sehen schön aus, bieten den Bienen aber kaum Pollen.

Nistplätze zulassen:

Rund 70 Prozent der Wildbienen nisten im Boden. Offene, sandige Stellen, Totholz oder vertrocknete Pflanzenstängel vom Vorjahr sind wertvoll. Für die übrigen Arten eignen sich Wildbienenhäuser mit sauber gebohrten Niströhren.

Auf Pestizide verzichten:

Schon der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel im eigenen Garten schafft Lebensraum. Das Citizen Science Projekt am 20. Mai soll zeigen, wo das Netz aus Gärten, Balkonen und Grünflächen bereits trägt und wo es noch Lücken gibt. „Die Bilder der Bienenhotels helfen uns die Entwicklung der Wildbienenpopulationen im Siedlungsraum besser zu verstehen und zu erkennen wo es noch Handlungsbedarf hat", erklärt Strobl und ergänzt: „Der Weltbienentag ist eine gute Gelegenheit, einmal genau hinzuschauen. Mit der MyBeeHome App kann man dabei nicht nur wertvolle Daten beitragen, sondern auch selbst entdecken, wer sich in den Niströhren des eigenen Bienenhäuschens verbirgt.

So machst du mit

Lade die kostenlose MyBeeHome App herunter, öffne sie am 20. Mai und fotografier dein Bienenhotel oder deine Nisthilfe. Die App übernimmt die Analyse. In den Folgetagen können Nutzer die Artvorschläge prüfen und so die Genauigkeit des abschließenden Reports verbessern.

Nach der Zählung veröffentlicht Wildbiene + Partner einen ausführlichen Bericht in der App, der zeigt, welche Arten nachgewiesen wurden, wie viele Nester dokumentiert wurden und wie das Gesamtbild in Deutschland und der Schweiz aussieht.

MyBeeHome ist kostenlos im App Store und bei Google Play erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Link in der Kommentarspalte⬇️

Fotos: Wildbiene + Partner

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