Hundeschule ruhrpotthunde

Hundeschule ruhrpotthunde Training mittels positiver Verstärkung unter Alltagsbedingungen

20/06/2022

Aggressionsverhalten - ein rotes Tuch. 🔥

Hey, der setzt sich mit den Zähnen durch! Der ist dominant! Du solltest ihm mal zeigen, wer der Chef ist. 🙄

Über kaum einem Verhalten kreisen so viele alte Mythen, wie über Aggression.

Stell dir mal vor, du bist auf einer Betriebsversammlung. Alle Angestellten sitzen um einen Tisch und die Chefin sagt: "Leute, es tut mir leid, ich muss einige von euch entlassen." 😟

Die erste Person verlässt den Raum, um sich einen Kaffee zu holen.

Die zweite Person sitzt wie erstarrt vollkommen regungslos am Tisch.

Die dritte Person macht einen Witz und versucht, die Situation mit Humor zu überspielen.

Und dann gibt es da diese Person, die auf den Tisch haut und sagt: "So geht es aber nicht!".

Welche von diesen Personen zeigt "schlechtes Benehmen"? Oder ist jede dieser Verhaltensweisen einfach nur ein unwillkürliche Reaktion?

Könnte es sein, dass sich jede dieser Personen plötzlich bedroht fühlt und eine individuelle Strategie wählt, um mit dieser Bedrohung umzugehen?

Ich denke: Ja.

Zurück zu unseren Hunden. 👇🏼

Kennt ihr diesen Hund, der in Hundebegegnungen immer ausflippt?

Er steht in der Leine und bellt. Ist das dann "schlechtes Benehmen"? Ist das "Dominanz"? Ist es "Ungehorsam"? 🤔

Nein! Wie schon gesagt: Angst und Stress hat viele Gesichter.

Manche Hunde wollen flüchten, manche stehen regungslos im Freeze, andere zeigen große Aufregung und versuchen, ihr Gegenüber zu beschwichtigen und wieder andere gehen nach vorne und versuchen, den anderen Hund zu vertreiben.

Welche Strategie gewählt wird, hängt von der Persönlichkeit des Hundes und von seinen Lernerfahrungen ab.

Manche Hunde wählen auch mehrere der genannten Strategien, teilweise in schneller Abfolge.

❗️ Richtig ist, dass wir unseren Hunden immer (!) Unterstützung bieten sollten, egal, welche dieser Strategien sie wählen. ❗️

Ja, Aggressionsverhalten ist unter Menschen gesellschaftlich nicht sonderlich akzeptiert. "Das macht man nicht, so benimmt man sich nicht". 😒

Fazit: Wenn der eigene Hund ausflippt, neigen wir dazu, unsere eigene Bewertung (und die der Gesellschaft!) auf den Hund zu übertragen.

Doch der Hund kommuniziert als Hund und sagt einfach nur: Hey, ich brauche Abstand! Ich brauche Hilfe!

Du siehst: Das Aggressionsverhalten unserer Hunde ist letztendlich Kommunikation und kein "schlechtes Benehmen".

Und egal, welche der oben genannten Strategien unser Hund wählt, wir sollten ihn unterstützen.

Immer.

Ja, es ist stressig. Und es nervt, wenn der eigene Hund Aggressionsverhalten zeigt. 😞

Wie schön wäre es doch, wenn er einfach ausweichen würde. Oder ganz still dastünde, bis die Bedrohung vorüber gegangen ist. 🙏🏻

Weg mit den Bewertungen! Der Hund fühlt sich bedroht und er braucht Strategien, ruhiger mit der Bedrohung umzugehen.

Lasst die Leute reden. Sucht euch eine Hundeschule, die verstanden hat, dass hinter jedem Verhalten eine Emotion steht. Und dahinter steht ein Bedürfnis.

Die verstanden hat, dass Aggressionsverhalten immer dazu dient, Distanz zu schaffen.

Und auch, wenn es uns erschreckt, wenn es uns selber ängstigt und wenn es uns peinlich ist, dass der Hund ausflippt: Es ist und bleibt Kommunikation. ☝🏻

Unterstützt eure Hunde, gebt ihnen Schutz und lernt, sie zu verstehen, sie zu leiten, sie zu unterstützen und sie vor Bedrohungen zu schützen.

Und im Zweifel, im Zweifel entscheidet euch für Mitgefühl.

"Daraufhin wird sein Hund-Sein eingeschränkt, nach dem Motto: „markieren ist dominieren“, „Alles meins“, „Revier verteid...
24/06/2021

"Daraufhin wird sein Hund-Sein eingeschränkt, nach dem Motto: „markieren ist dominieren“, „Alles meins“, „Revier verteidigen“, „Grenzen etablieren“. Solche Hunde dürfen nicht mal im eigenen Garten markieren oder pieseln. Das ginge zu weit. Er darf nicht vor der Person, er darf nicht lange schnüffeln, er darf eigentlich nichts, was einen Hund ausmacht.
Gleichzeitig werden die Hundehalter „klein“ gemacht. „Sie übertragen Ihre Angst/Unsicherheit“ auf Ihren Hund“, „Sie geben kein Führung“, „kein Wunder, dass er Ihnen sagt, wo es lang geht“., „denn Sie strahlen keine Sicherheit aus.“ Also bitte, legen Sie gefälligst Ihre Angst ab.
Und dann kommt die Therapie: Abblocken was nur geht, der ganze Menschenkörper wird zur Schranke, Sichtblende, Stolperstein, Prallwand. Der Hund sieht förmlich zu, wie sein Kuschelpartner von drinnen sich draussen in einen „Verhinderer“ und einen Stimmungsdämpfer umwandelt.
Folge: je nach Rasse und Temperament stellt er die Kooperation draussen ein, er geht stiften (Folge: Dauerleinenzwang), er gibt keine Aufmerksamkeit, er meidet und flüchtet, er stellt sich taub und dumm.
Aber nicht stumm. Brenzlige Situationen löst er laut und körperlich, denn da muss er durch. Das ist, wenn man Glück hat. Nette warmherzige Menschen, die für ihren Hund alles tun möchten, werden zu Strafern gedrillt. Und mögen sich irgendwann selber nicht mehr. Der Spass mit dem Hund verschwindet."

Tief ausatmen. Und noch mal. Denn ich habe es satt. Nicht meinen Job, sondern die Art wie manche, die ich noch nicht mal Kollegen oder Kolleginnen nennen mag, Hundeerziehung betreiben. Erstens wird der Hund zum miesen „Grenztester“ deklariert , „Dominanz“, „Rangordnung“, „er will es wissen“. Daraufhin wird sein Hund-Sein eingeschränkt, nach dem Motto: „markieren ist dominieren“, „Alles meins“, „Revier verteidigen“, „Grenzen etablieren“. Solche Hunde dürfen nicht mal im eigenen Garten markieren oder pieseln. Das ginge zu weit. Er darf nicht vor der Person, er darf nicht lange schnüffeln, er darf eigentlich nichts, was einen Hund ausmacht. Gleichzeitig werden die Hundehalter „klein“ gemacht. „Sie übertragen Ihre Angst/Unsicherheit“ auf Ihren Hund“, „Sie geben kein Führung“, „kein Wunder, dass er Ihnen sagt, wo es lang geht“., „denn Sie strahlen keine Sicherheit aus.“ Also bitte, legen Sie gefälligst Ihre Angst ab. Und dann kommt die Therapie: Abblocken was nur geht, der ganze Menschenkörper wird zur Schranke, Sichtblende, Stolperstein, Prallwand. Der Hund sieht förmlich zu, wie sein Kuschelpartner von drinnen sich draussen in einen „Verhinderer“ und einen Stimmungsdämpfer umwandelt. Folge: je nach Rasse und Temperament stellt er die Kooperation draussen ein, er geht stiften (Folge: Dauerleinenzwang), er gibt keine Aufmerksamkeit, er meidet und flüchtet, er stellt sich taub und dumm. Aber nicht stumm. Brenzlige Situationen löst er laut und körperlich, denn da muss er durch. Das ist, wenn man Glück hat. Nette warmherzige Menschen, die für ihren Hund alles tun möchten, werden zu Strafern gedrillt. Und mögen sich irgendwann selber nicht mehr. Der Spass mit dem Hund verschwindet.

Wenn Sie nur eins von diesen Merkmalen wieder erkennen: Nehmen Sie Ihren Hund und trennen Sie sich von Ihrem Trainer. Leinenruck, Wasser, Discs, „Schhhht!“ und Körperblocks machen Ihre Beziehung zum Hund kaputt. Wenn Sie das alles einfach NIcHT tun, wird es von alleine schon besser. Stellen Sie sich vor, Sie gehen nett mit ihm um! Möchten Sie zusammenwachsen?

17/06/2021

15. Juni! Zeit für einen weiteren 👉Easy Dogs Faktencheck 👈

Dein Hund muss eine bestimmte Zeit warten, bevor er von dir die Freigabe erhält, an seinen Napf zu gehen.

Dies soll die Selbstbeherrschung des Hundes trainieren und wird oft als sogenannte Impulskontrollübung hergenommen. Impulskontrollübungen resultieren aus der Annahme, dass Zurückhaltung durch Verbote und Freigaben geübt werden soll.
Warten vor dem Futternapf erfordert Impulskontrolle
(Selbstbeherrschung) und ist dementsprechend eine der häufigsten Impulskontrollübungen, welche jedoch nicht sinnvoll ist.

👉 Wozu sollen Impulskontrollübungen dienen?
Sie sollen den Hund kontrollierbar machen und so dafür sorgen, dass er dem Reh nicht nachrennt, dass er draußen nichts vom Boden aufsammelt und beim Gassigehen nicht zu anderen Hunden hinzieht, usw. Doch keine dieser gewünschten Verhaltensweisen erlernt der Hund durch das Warten am Futternapf.

👉 Warum funktioniert das nicht?
Es funktioniert nicht, weil die Fähigkeit zur Impulskontrolle situativ erlernt wird. Ein Hund, der zuhause vor dem Futternapf warten kann, kann draußen dennoch dem Reh nachgehen oder Dinge vom Boden aufnehmen, da es sich um völlig unterschiedliche Situationen und Kontexte handelt. Außerdem ist Selbstbeherrschung etwas komplett anderes als entspanntes oder gelassenes Warten. Wer gelassen wartet, hat keinen Impuls, der kontrolliert werden müsste.

👉 Was sind die Nachteile solcher Impulskontrollübungen?
Der Hund zeigt das beherrschte Verhalten meist nur, weil der Mensch ihn körpersprachlich, mit einem verbalen Signal oder durch Managementmaßnahmen davon abhält, zum Futter zu gehen. Das erzeugt nicht nur einen inneren Spannungsdruck beim Hund, sondern belastet auch die Beziehung zu seinem Menschen. Nicht zielführende Impulskontrollübungen, wie das Warten am Futternapf ziehen oft sogar vermehrt impulsives (unbeherrschtes) Verhalten an anderer Stelle im Alltag nach sich.

Alle weiteren Easy Dogs Faktenchecks findest Du hier:
https://www.easy-dogs.net/?s=faktencheck
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09/06/2021

Im Juni geht es um Körpersprache. Dr. Sophia Yin hat tolle Poster erstellt, um Menschen die Körpersprache von Hunden näher zu bringen. Wenn wir verstehen, was der Hund sagt, können wir Menschen uns entsprechend verhalten.

Diese Poster gibt es zum Teil in mehreren Sprachen. Schaut einfach unter diesen Links.
https://drsophiayin.com/blog/entry/free-downloads-posters-handouts-and-more/
https://drsophiayin.com/blog/entry/translated-posters1/

P.S. Dr. Sophia Yin lebt leider nicht mehr, um so wichtiger ist es, dass ihre Botschaft bleibt.

Auch dieses Jahr wird es knallen, ein Böller reicht um den Hund zu erschrecken
31/12/2020

Auch dieses Jahr wird es knallen, ein Böller reicht um den Hund zu erschrecken

Bitte sichert eure Hunde ausreichend in diesen Tagen, ganz knallfrei wird es nicht sein!

28/12/2020

🎆 LAST-MINUTE-TIPPS FÜR SILVESTER 🎆
(draufklicken, um alles zu sehen)

Auch wenn es in diesem Jahr ein bundesweites Verkaufsverbot für Raketen und Böller gibt, ist das Zünden von Feuerwerk gestattet.
Und auch der Verkauf von F1-Feuerwerk ist erlaubt (und für geräuschempfindliche Hunde kann dies schon ausreichen, um panisch zu reagieren).
Deshalb möchte ich trotz des vermutlich etwas ruhigeren Jahreswechsels zur Vorsicht aufrufen und habe ein paar Last-Minute-Tipps für euch 👍

Ihr dürft den Post gern teilen :)
www.ostseepfoten.com

13/12/2020

Der panische Hund am Pandemie-Silvester 20 - Alprazolam, Dexmedetomidin, Imepitoin, Alkohol? - Ulm - Tierarzt Ralph Rückert, seit 1989 steht Ihnen die Kleintierpraxis in Ulm / Neu-Ulm zur Verfügung.

25/06/2020

Verschiedenste Produkte versprechen einfache und schnelle Lösungen für die Verhaltensprobleme deines Hundes. Warum diese Versprechen zu schön sind um wahr zu sein, welche Probleme sie verursachen und wie du sie erkennst erklären wir dir in unserem Beitrag über aversives Equipment.

02/06/2020

Anhand einer Zeitlupenstudie wird gezeigt, dass nicht jeder Hund das Streicheln über den Kopf als Belohnung für die Ausführung einer Aufgabe empfindet. Die w...

02/04/2020

Hunde-Beschäftigung im Homeoffice?
Mir schwummert‘s schon im Kopf ob all‘der Anleitungen, die derzeit hier auf Facebook geteilt werden. 🙈

Mehr in Ruhe möchte ich deshalb hier mein Fähnchen schwingen und dich darauf aufmerksam machen:

Je querer sich nun der Tagesablauf deines Hundes im Homeoffice von jenem ausserhalb des Homeoffices gestaltet, desto schwerer wird es ihm möglicherweise fallen, sich wieder an die alte Routine zu gewöhnen. Sollte sich die derzeitige besondere Lage eines Tages je wieder normalisieren...

Gestalte eure Gassi-Gänge wie bisher hundgerecht, abwechslungsreich.
Lass den Hund tun, was er am besten kann: schnüffeln, suchen, finden, gemeinsame Qualitätszeit, spielen, fröhlich sein, entdecken - die aktuellen Vorgaben zur Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit bitte berücksichtigend.

Lüftet eure Hirnis an der frischen Luft, mit virenfreien Gedankengängen. 😊
Und Hundi wird seine Ruhezeiten während deiner Homeoffice-Arbeitszeiten entspannt verdösen.
In Ruhe und Gelassenheit, zufrieden, so wie es sich richtig anfühlt und auch richtig ist. In gewohnter Routine. Die nicht aufregt, keine Tagesabläufe auf den Kopf stellt und damit wahrscheinlichen, möglichen späteren Alltagsschwierigkeiten, z.B. Trennungsstress in allen möglichen Farben und (Un-)Formen vorbeugt 😉
Bleibt gesund!
-eva@ seinmithund.ch

Adresse

Speckbahn
Witten
58456

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