19/05/2026
TierarztPraxis Wilhelmshaven informiert - unserer Praxis
Dislokation der proximalen Femurepiphysenfuge und/oder eine metaphysäre Osteopathy des Femurhalses (Slipped Capital Femoral Epiphysis) bei Katzen.
Im vorliegenden Fall kann man die deutlichen Veränderungen im sehr gut darstellen (rote Pfeile). Da die Anfertigung solcher Röntgenbilder extrem schmerzhaft ist, sollten diese nur unter Sedation/Narkose erfolgen!
Bei sind vor allem männliche, übergewichtige Tiere in einem Alter zwischen 5 und 24 Monaten betroffen. Eine frühzeitige Kastration scheint in der Ätiologie dieses Prozesses eine Rolle zu spielen, da es dadurch zu einem späteren Schluss der Wachstumsfugen kommt. Die am häufigsten betroffene Rassen sind Siam-Katzen, Maine C**n und Britisch Kurzhaar.
Die Therapie der Wahl stellt eine /-halsresektion dar (wenn z. B. aus Kostengründen ein künstliches Hüftgelenk nicht infrage kommt).
Der Erfolg der Eingriffes hängt im Wesentlichen von der korrekten Durchführung der unter Entfernung von möglichst viel Knochen des Femurhalses ab.
Bei dieser Katze sind beide Gelenke betroffen, d.h. im ersten Schritt wurde das am stärksten betroffene Gelenk chirurgisch versorgt. In einer zweiten OP folgt dann das andere Hüftgelenk.
Das Ziel der Behandlung ist die Bildung einer Pseudoarthrose. Diese wird durch dichtes Bindegewebe hergestellt. Dabei ist der direkte Kontakt von verbliebenem Femurknochen mit dem Azetabulum respektive dem Becken zu vermeiden.
Mit einer oszillierenden Säge, wie hier, oder mit einer Hohlmeisselzange wird Knochen abgesägt/abgetragen und der Kopf-Halsbereich vollständig entfernt.
Durch den fehlenden Gelenkkontakt wird meist der Schmerz beseitigt, nach der Resektion bildet sich an dieser Stelle eine bindegewebige Verbindung "Pseudogelenk" aus, die das knöcherne Gelenk ersetzt.
Ihr Team von TierarztPraxis Wilhelmshaven | MICHLING animal health GmbH
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