DGHV DGHV Deutscher Gebrauchshundeverband
Gewaltfrei, ohne besondere Hilfsmittel und nonverbal ans Ziel. Hundgerecht kommunizieren statt dominieren.

Unser Ziel ist ein verkehrssicherer, zuverlässiger und hochmotivierter Hund mit maximaler Eigenkontrolle durch neue Trainingsmethoden. Welpenspielgruppen, Raufergruppen sowie Sprachbefehle am Hund sind nicht mehr zeitgemäß. Durch individuelle und optimale Leistungsförderung sind unsere Hunde innerhalb kurzer Zeit prüfungstauglich. Als Dachverband für Hundesportvereine, Hundeschulen und Ausbildung

sstätten sind wir Ansprechpartner rund um das Thema Hund. Unser Aus- und Fortbildungsangebot richtet sich an vereinsangeschlossene Hundehalter, Hundetrainer und Hundeschulbetreiber. Wir bieten Ausbildungslehrgänge zum zertifizierten Gebrauchshundeausbilder nach DGHV Standard und Sachverständigen im Hundewesen. Auf Anfrage nehmen unsere Leistungsrichter bei Ihnen vor Ort Hundeführerschein, Begleithunde- und weiterführende Prüfungen ab. Schließen Sie sich uns an und profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung in Sachen Hundeausbildung. Eine Mitgliedschaft im DGHV ist kostenlos. Impressum
Gerhard Wiesmeth

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🖤 Warum die Weiterbildung zur Trauerbegleitung für Hundetrainer und Hundetrainerinnen sinnvoll istHundetrainierende Fach...
07/05/2026

🖤 Warum die Weiterbildung zur Trauerbegleitung für Hundetrainer und Hundetrainerinnen sinnvoll ist

Hundetrainierende Fachpersonen begleiten Menschen und ihre Hunde oft über viele Monate oder Jahre.
Sie erleben Welpenzeit, Entwicklung, Trainingserfolge, Rückschritte und Alltagsthemen.
Doch sie erleben auch die schweren Phasen: Krankheit, Abschied und Verlust (bspw. wegen Abgabe oder Trennung, etc.).

Genau in diesen Momenten brauchen Menschen eine Fachkraft, die nicht nur fachlich sicher bleibt, sondern auch emotional stabil begleitet.

ℹ️ Der staatlich zugelassene Fernlehrgang Trauerbegleiter/-in Schwerpunkt Tierhalter/-in (ZFU 7545225) erweitert deine berufliche Kompetenz um ein Thema, das im Hundetraining immer wieder auftaucht.

Du lernst, Tierhalter in schwierigen Situationen zu begleiten und kannst zusätzlich auch Menschen in allgemeinen Verlust und Trauersituationen unterstützen.
Der Schwerpunkt Tierhalter/-in erweitert das Fernstudium um ein Feld, das in deinem Berufsalltag essenziell ist.

👉 In drei Monaten erarbeitest du dir:

• sichere Einordnung von Trauerprozessen
• Begleitung von Menschen in akuten und langfristigen Trauerphasen
• klare und ruhige Gesprächsführung in Krisensituationen
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• professionelle Haltung und empathische Präsenz
• Selbstfürsorge und Schutz vor Überlastung

Du arbeitest mit über 430 Seiten Lehrmaterial, gedruckt oder digital im Selbststudium, zahlreichen Handreichungen, inklusive Abschlussprüfung und Zertifikat.

👉 Kosten ab 635,00 Euro – Ratenzahlung möglich.

Für Hundetrainerinnen, Tierphysiotherapeutinnen, Tierheilpraktikerinnen, Mitarbeitende in Tierarztpraxen und alle Fachleute, die ihre Klientinnen nicht nur im Alltag, sondern auch im Abschied sicher begleiten möchten.

👉 Start jederzeit möglich!

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05/01/2026

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Hundetrainer/-in DGHV Standard –
Fachbereich Verhalten und Erziehung

Ausbildungsstart 02.05.2026

Du möchtest Hunde nonverbal, tierschutzkonform und ohne Zwang trainieren – und daraus deinen Beruf machen.
Dann ist unsere zertifizierte Hundetrainer/-in Ausbildung (DGHV) genau der richtige Weg für dich.

In dieser kompakten Intensivausbildung lernst du ein Trainingssystem kennen, das sich konsequent an der natürlichen Kommunikation der Hunde orientiert.
Ohne Kommandos. Ohne besondere Hilfsmittel. Ohne Zwang.
Stattdessen körperaktiv, klar strukturiert und wissenschaftlich fundiert.

Wir arbeiten in Kooperation mit dem DGHV (Deutscher Gebrauchshundeverband) und vermitteln ein Training, das Hunde zu freiwilliger Mitarbeit motiviert – nicht durch Druck, sondern durch Verständnis und echte Motivation.

Was dich erwartet:
• nonverbales, korrekturfreies Training
• tierschutzkonforme, moderne Verhaltensarbeit
• klare Systematik statt Tipps & Tricks
• Unterricht für Hund und Halter

Unsere Ausbildung ist bewusst
kompakt, intensiv und praxisorientiert.

Damit du schnell und sicher starten kannst.

👉 Anmeldung für 2026 geöffnet – auf 10 Plätze limitiert

Infos & Anmeldung: www.hundewelten.de

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28/12/2025

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Liebe Kund:innen, Leser:innen und Wegbegleiter:innen,

wir befinden uns in diesen besonderen Tagen „zwischen den Jahren“ – einer Zeit des Innehaltens, des Rückblicks und der leisen Vorfreude auf das, was das kommende Jahr bereithält.

Wenn Sie im neuen Jahr Ihre berufliche Entwicklung weiter voranbringen möchten, unterstützen wir Sie gern:

Absolvent:innen unserer Lehrgänge, Seminare und Ausbildungen – z. B. Hundetrainer SDTS®️, Hundetrainer DGHV, Ernährungsberater FR Hund, Problemhundeberater SDTS®️, Kynophobieberater SDTS®️ u. a. – erhalten einen exklusiven Wiederkehrer‑Vorteil für unsere Fernstudiengänge.

Dieser Vorteil gilt für 👉alle Personen, die eine Hundewelten‑Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben.
Weitere Informationen erhalten Sie direkt bei uns.

Wir wünschen Ihnen eine erholsame Zeit zwischen den Jahren und einen sanften Übergang in ein inspirierendes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2026 – voller schöner Momente, neuer Erkenntnisse und wertvoller Begegnungen.

Herzliche Grüße
Ihr Hundewelten‑Team🍾🥂

👉Ein kleiner Hinweis für alle Hundemenschen

Auch wenn unser Bild eine fröhliche Szene zeigt – in der Realität fühlen sich viele Hunde mit Feuerwerk nicht wohl.

Bitte achten Sie gut auf Ihre Vierbeiner und bieten Sie ihnen an Silvester einen sicheren, ruhigen Rückzugsort.

Genauso wie man ein Kind niemals mit Alkohol beruhigen würde, sollte man auch bei Hunden auf solche Mittel verzichten.

Alkohol – auch in kleinen Mengen, etwa in Eierlikör – wirkt bei Hunden nicht entspannend, sondern giftig und kann zu Lähmungen führen.

Der Hund bekommt alles mit, kann aber nicht reagieren – was für ihn sowohl mental als auch körperlich äußerst belastend ist.

Nähe, Sicherheit und ein verlässlicher Mensch an ihrer Seite sind das, was Hunde an Silvester wirklich brauchen.

23/12/2025
13/08/2025

Adoleszenz unter der Lupe

Faktoren im Fokus: Was Hormone, Ernährung und Sozialisation an der Pubertät beeinflussen

Adoleszenz beim Hund beschreibt den gesamten Weg vom jugendlichen Übermut bis zum Erreichen voller geistiger und körperlicher Reife. Im engeren Sinne spricht man von „Pubertät“ nur für den Beginn dieser Phase, in der hormonelle Umbauprozesse einsetzen.

Ausgelöst wird dieser Startschuss im Hypothalamus durch Kisspeptide, kleine Neuropeptide, die die Freisetzung von GnRH (Gonadotropin-Releasing-Hormon) anregen. Dieses wiederum mobilisiert in der Hypophyse LH und FSH, die zentral für den Einstieg in die Geschlechtsreife sind.

💡Exkurs über Kisspeptide: Kisspeptide sind Neuropeptide, die im Hypothalamus gebildet werden und eine zentrale Rolle in der Steuerung der Fortpflanzungsachse spielen.

Sie fördern die Ausschüttung von Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), das wiederum die Hypophyse stimuliert, Luteinisierendes Hormon (LH) und Follikelstimulierendes Hormon (FSH) freizusetzen.

Über diesen Weg leiten Kisspeptide den Start der Geschlechtsreife ein.

📌Ob ein Hund früh oder spät in die Adoleszenz kommt, hängt stark von seinem Körperfettanteil ab. Fettzellen produzieren Leptin, ein Signalhormon, das dem Gehirn ausreichende Energiereserven meldet.

Fehlt Leptin, verzögert sich die Pubertät – ein knappes Körpergewicht kann bei Hündinnen die erste Läufigkeit hinauszögern und somit züchterische Planungen beeinflussen.

💡Exkurs zu Leptin: Leptin ist ein Hormon, das vor allem in den Fettzellen (Adipozyten) gebildet wird und als Schlüsselbotenstoff im Energiehaushalt fungiert.

Über spezialisierte Rezeptoren im Hypothalamus meldet Leptin dem Gehirn, wie es um die Energiereserven im Körper bestellt ist. Liegt eine ausreichende Leptinkonzentration vor, so fördert dies nicht nur das Sättigungsgefühl, sondern ermöglicht auch die Freigabe von Kisspeptiden und GnRH, die den Start der Geschlechtsreife einleiten.

Fehlt dieser leptinabhängige Signalimpuls, bewertet der Organismus die Bedingungen als ungünstig für eine Fortpflanzung, wodurch sich Pubertät und Läufigkeit verzögern können.

📌Umgekehrt fördert ein hoher Fettanteil die Kisspeptidausschüttung, was zu früheren und häufigeren Läufigkeiten führt. Gleichzeitig setzen übergewichtige Hunde kleine Mengen Östrogen frei, was bei Hündinnen zu vermehrten Scheinträchtigkeiten und bei Rüden paradoxerweise zu einer verschobenen Geschlechtsreife führen kann.

📌Das soziale Umfeld wirkt ebenfalls prägend: anhaltender Stress mit chronisch erhöhtem Cortisol verschiebt die Adoleszenz nach hinten, besonders bei Vermehrerhunden, Tierschutzhunden und solchen aus Rudelhaltungen.

💡Exkurs zur Wechselwirkung von Leptin und Cortisol: Leptin und Cortisol stehen in einem engen Dialog, der den Energiehaushalt und den Reifeprozess maßgeblich beeinflusst. Bei ausreichenden Fettreserven signalisiert Leptin dem Hypothalamus, dass genügend Energie für Wachstum und Fortpflanzung vorhanden ist.

Chronisch erhöhter Cortisolspiegel infolge von Stress kann jedoch die Leptinempfindlichkeit herabsetzen. Dadurch reagiert das Gehirn trotz hoher Leptin-Konzentrationen nicht mehr adäquat auf das Sättigungssignal, und die Steuerung der Kisspeptin- und GnRH-Ausschüttung gerät aus dem Gleichgewicht.

Gleichzeitig kann Cortisol die Leptinproduktion in den Fettzellen modulieren. Kurzfristig steigert akuter Stress die Leptinsynthese, um rasch Energie bereitzustellen. Hält der Stress an, führt die andauernde Cortisolfreisetzung jedoch zu einer Leptinresistenz und damit zu einer Fehlinformation der Fortpflanzungsachse.

📌Dies kann die hormonelle Umstellung in der Adoleszenz verzögern und den Pubertätsbeginn nach hinten verschieben. Eine harmonische Balance zwischen diesen Hormonen ist daher entscheidend für einen ungestörten Reifeprozess.

🔬Studien (Asher et al. 2020) belegen, dass Hunde mit unsicherer Bindung an ihre Bezugsperson tendenziell früher in die Geschlechtsreife eintreten – ein Effekt, der dem Muster menschlicher Jugendlicher ähnelt.

🐾Begleitend verändern pubertierende Hunde ihr Sozialverhalten: Sie gehorchen ihren vertrauten Betreuerinnen während dieser Phase seltener, während ihr Gehorsam gegenüber fremden Personen nahezu unverändert bleibt. Dieses spezifische Konfliktverhalten lässt sich kaum dadurch erklären, dass fremde Personen besser trainieren könnten und deutet auf eine spezielle soziale Anpassung hin.

Da sich die Pubertätszeitpunkte in dieser Studie nicht bei jedem einzelnen Hund direkt messen ließen, sondern anhand rassespezifischer Durchschnittswerte angenommen wurden, könnten gewisse Fehleinstufungen vorliegen. Allerdings würden solche Ungenauigkeiten eher dazu führen, dass echte Zusammenhänge übersehen werden (Typ-II-Fehler) als dass falsche Verbindungen entstehen.

Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die Adoleszenz als sensible Phase mit weitreichenden neuronalen Umstrukturierungen.

Die Erforschung von Bindung, Stress und Pubertätsbeginn bei Hunden könnte langfristige Auswirkungen auf Training, Wohlbefinden und sogar langlebige stressbedingte Verhaltensmuster erklären.

Praktisch sollten Hundetrainer, Dogwalker und Hundebesitzer wissen, dass ungehorsames oder „rebellisches“ Verhalten in der Jugend meist vorübergehend ist und durch Geduld, gezieltes Training und stabile Bindungen aufgefangen werden kann.

🔬 Fazit: Adoleszenz unter der Lupe – Was Hunde in der Pubertät wirklich brauchen

Die Adoleszenz beim Hund ist mehr als nur eine Phase des „Ungehorsams“ – sie ist ein komplexer biologischer und sozialer Reifeprozess. Hormonelle Auslöser wie Kisspeptine und Leptin steuern den Start der Geschlechtsreife, während Stresshormone wie Cortisol diesen Prozess empfindlich stören können.

📌 Drei zentrale Einflussfaktoren:

Hormone: Kisspeptine und Leptin geben den Startschuss für die Pubertät – aber nur, wenn das Energielevel stimmt.

Ernährung: Ein zu niedriger oder zu hoher Körperfettanteil kann den Zeitpunkt der Geschlechtsreife verschieben.

Sozialisation & Bindung: Unsichere Bindungen zu Bezugspersonen führen zu früherer Pubertät und temporärem Konfliktverhalten – ähnlich wie bei menschlichen Jugendlichen.

🐾 Was bedeutet das für den Alltag mit pubertierenden Hunden?

"Rebellisches" Verhalten ist meist vorübergehend und sozial spezifisch – es richtet sich vor allem gegen vertraute Bezugspersonen.

Geduld, Verständnis und stabile Bindungen sind der Schlüssel, um diese sensible Phase gut zu begleiten.

Frühzeitige Aufklärung kann helfen, Abgaben ins Tierheim zu vermeiden und das Wohlbefinden langfristig zu sichern.

💡 Merke: Die Pubertät ist keine Störung, sondern ein natürlicher Entwicklungsschritt – wer ihn versteht, kann ihn liebevoll und klug begleiten.

📚 Zum Weiterlesen: Studie von Asher et al. (2020) über Bindung und Pubertätsverhalten bei Hunden.

“Teenage dogs? Evidence for adolescent-phase conflict behaviour and an association between attachment to humans and pubertal timing in the domestic dog”, Lucy Asher, Gary C. W. England, Rebecca Sommerville and Naomi D. Harvey, Published:13 May 2020 https://doi.org/10.1098/rsbl.2020.0097

19/07/2025

Leinenruck? Was dein Hund wirklich versteht 🐾

Stell dir vor, du gehst mit deinem Hund durch eine belebte Straße.
Die Welt ist voller spannender Gerüche, bewegter Bilder und unendlich vieler Reize. Dein Hund ist begeistert, neugierig, voller Tatendrang – er zieht an der Leine, um schneller zu allem zu gelangen, was ihn fasziniert.

Du versuchst ihn zu stoppen, mit einem Ruck an der Leine.

Vielleicht funktioniert das beim ersten oder zweiten Mal. Der Ruck irritiert ihn kurz, er hält inne, schaut zurück. Du sagst nichts, du zeigst ihm keine Alternative. Also zieht er wieder. Wieder kommt der Ruck. Und wieder.

Und irgendwann beginnt etwas Überraschendes: Der Ruck hört auf, ihn zu stoppen. Im Gegenteil – er wird zu einem Teil seines Verhaltensmusters. Ein Rückstoß, eine Reaktion, die ihm sogar bestätigt: „Ja, zieh ruhig – das gehört irgendwie dazu.“

Was ist da passiert?

Der Leinenruck, ursprünglich als Unterbrechung gedacht, hat sich verselbstständigt. Er erfolgt immer genau dann, wenn dein Hund zieht. Und damit wird er, ganz unbewusst, zum Verstärker.

Dein Hund merkt: Immer wenn ich ziehe, kommt dieser kurze Impuls.

Anfangs unangenehm, aber bald vertraut. Er passt sich an. Irgendwann zieht er noch mehr – und du vielleicht auch. Der Ruck verliert seine Wirkung, weil er keine Orientierung bietet, keine klare Kommunikation, kein Angebot, was stattdessen passieren soll.

Und hier kommt ein entscheidender Mechanismus ins Spiel: Oppositionsdruck.

Der Hund folgt einem einfachen körperlichen Prinzip – auf Druck folgt Gegendruck. Du ziehst, er zieht zurück. Dieses Verhalten ist tief verwurzelt und reagiert instinktiv.

Doch nicht nur der Hund konditioniert sich: Auch du ruckst irgendwann automatisch – auf Zug folgt Ruck. Ohne darüber nachzudenken, ohne es bewusst wahrzunehmen. So entsteht eine ritualisierte Verhaltenskette durch Autokonditionierung, die sich gegenseitig verstärkt.

Was kannst du stattdessen tun?

Verändere deinen Rhythmus: bleib stehen, geh in eine andere Richtung (vor deinem Hund her, nicht von ihm weg), belohne das ruhige Mitgehen – und vor allem: stell dich vor deinen Hund. Nicht als Blockade, sondern als klare, körpersprachliche Ansage.

Du unterbrichst damit die Dynamik – ähnlich wie Hunde es untereinander tun, wenn sie durch Splitting die Energie des Gegenübers umlenken oder abbremsen wollen.

Je nach Hundetyp kann bereits der Richtungswechsel wirken. Bei anderen braucht es mehr: Deine Präsenz im Raum. Stell dich bewusst in seinen Weg, markiere deinen Raum. Das hilft nicht nur, das Verhalten zu unterbrechen, sondern schafft auch Klarheit: „Hier bin ich, hier ist die Grenze.“

Denke in Räumen – mein Raum ist nicht automatisch dein Raum.
Diese räumliche Abgrenzung kann deinem Hund helfen, zu verstehen, wo du stehst – wortwörtlich und im übertragenen Sinne.

Und vor allem: Was möchtest du eigentlich, dass dein Hund tut?

Diese Vorstellung ist entscheidend. Denn dein Denken spiegelt sich unbewusst in deiner Körpersprache wider – und genau diese liest dein Hund. Besser als Worte. Besser als Ruck.

📢 Teilen statt rucken – verbreite diese wichtige Botschaft für ein besseres Miteinander mit unseren Hunden. Denn gute Führung beginnt mit Verständnis – nicht mit Druck.

Eure Wiesmeths, Petra & Gerhard

(c)Hundewelten Deutschland und CanisLogisch®

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🧠 Glossar

🔁 Autokonditionierung
Selbstverstärkender Lernprozess: Mensch und Hund reagieren gegenseitig aufeinander, oft automatisch und ohne bewusste Steuerung.

Beispiel: Der Hund zieht → Mensch ruckt → Hund zieht mehr → Mensch ruckt wieder. Ein Kreislauf entsteht.

🧲 Oppositionsdruck
Körperlicher Reflex, bei dem auf einen Zug automatisch Gegendruck folgt.

Typisch für Hunde: Du ziehst an der Leine, dein Hund zieht dagegen – nicht aus Trotz, sondern weil der Körper so reagiert.

Kann ungewollt das Ziehen verstärken.

🎁 Verstärker (Hundetraining)
Reiz oder Handlung, die ein Verhalten wahrscheinlicher macht, weil sie angenehm oder erwartbar ist.

Kann bewusst oder unbewusst erfolgen – z. B. Leinenruck, der zum vertrauten Signal wird.

🔄 Ritualisierte Verhaltenskette
U.a. wiederkehrende, automatisierte Reaktionsabfolge zwischen Mensch und Hund.
Beispiel: Der Hund zieht → Mensch ruckt → Hund schaut → zieht wieder.
Wird mit der Zeit zu einem festen Muster, das schwer zu durchbrechen ist.

Die ritualisierte Verhaltenskette ist ein Begriff, der in der Verhaltensbiologie und Psychologie verwendet wird, um automatisierte, wiederkehrende Abläufe im Verhalten zu beschreiben, die durch Wiederholung und Gewöhnung entstehen. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich dabei um eine Form des Ausdrucksverhaltens, das sich unter bestimmten Bedingungen – etwa durch Kommunikation oder soziale Interaktion – verfestigt und eine Signalwirkung erhält.

🐾 Beispiele aus der Tierwelt:
• Kommentkämpfe bei Hirschen
• Balzverhalten beim Pfau
• Scheinputzen bei Enten
• Klappern der Weißstörche

Hufspäne – Leckerbissen mit Risiko?
09/07/2025

Hufspäne – Leckerbissen mit Risiko?

Hufreste: Was Hundebesitzer wissen sollten

🐾 Hufabfälle – ein umstrittener Hundesnack

Viele Hunde sind begeistert, wenn der Hufschmied kommt – denn frische Hufspäne gelten für sie als echter Leckerbissen.

In der Regel ist das Kauen oder Fressen dieser Reste für Hunde unproblematisch: Sie enthalten Nährstoffe wie Kalzium, Zink, Eiweiß (Kreatin) und Biotin.

⚠️ Vorsicht ist jedoch geboten: Nicht alle Hufabfälle sind harmlos.

Wenn das Pferd wegen Erkrankungen wie Strahlfäule behandelt wird oder Huföl verwendet wurde, können Rückstände von Medikamenten oder Chemikalien im Hufmaterial enthalten sein – und diese sind für Hunde giftig.

Auch große oder scharfkantige Stücke stellen ein Risiko dar: Sie können den Verdauungstrakt verletzen oder blockieren.

Zudem bergen alte, trockene Hufreste ein weiteres Risiko – sie können mit Schimmel oder Bakterien belastet sein und gefährliche Mykotoxine enthalten.

🧹 Unser Tipp: Sammeln Sie Hufabfälle nach dem Beschlagen immer sorgfältig auf und entsorgen Sie sie sicher.

So schützen Sie Ihren Hund vor möglichen Gesundheitsgefahren – und der Hof bleibt gleich ein Stück sauberer.

👉 Hufreste? Für Hunde ein Fest – für den Magen manchmal ein Desaster!

Bevor Ihr Vierbeiner zum „Huf-Gourmet“ wird, lieber auf Nummer sicher gehen. Teilen Sie diesen Beitrag mit anderen Hundemenschen – damit der nächste Hufschmiedbesuch nicht im Chaos endet! 🐕🧹



Quelle: Ernährungsassistent Hund ®️🐕

Zusatz ℹ️

Hufspäne – Leckerbissen mit Risiko?

Pferdehufe bestehen hauptsächlich aus Hornsubstanz, genauer gesagt aus Keratinen – das sind hochmolekulare Strukturproteine, die auch in Haaren, Nägeln und Federn vorkommen.

Für Hunde sind sie aus folgenden Gründen interessant – aber auch begrenzt nützlich:

🧬 Inhaltsstoffe von Pferdehufen
Keratine:
Strukturproteine, die sehr stabil und schwer verdaulich sind
Enthalten viel Cystein, eine schwefelhaltige Aminosäure

Spuren von Mineralien:
Möglich sind geringe Mengen an Kalzium, Zink oder Biotin, je nach Zustand des Hufes

Eiweißanteil:
Der Proteingehalt ist zwar vorhanden, aber für Hunde kaum verwertbar, da Keratin schwer bis gar nicht verdaut werden kann

🐶 Was bringt das Hundefuttertechnisch?

Kaubeschäftigung: Der Hauptnutzen liegt in der mechanischen Wirkung – Zahnpflege und Beschäftigung

Kaum Nährwert: Die enthaltenen Proteine sind für Hunde biologisch wenig verfügbar

Nicht als Nahrungsquelle geeignet: Pferdehufe sind eher ein „Kauartikel“ als ein „Snack mit Nährwert“

⚠️ Risiken nicht vergessen

Unverdaulichkeit → Magen-Darm-Probleme möglich

Scharfe Kanten → Verletzungsgefahr

Kontamination → Rückstände von Medikamenten oder Chemikalien sind potenziell giftig

Cystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die in Keratin vorkommt – also auch in Pferdehufen.

Für Hunde ist Cystein grundsätzlich ein essentieller Baustein für:
🧬 Proteinsynthese
🧪 Entgiftungsprozesse (z. B. über Glutathion)
🐕‍🦺 Haut-, Fell- und Nagelgesundheit

Allerdings gibt es auch eine pathologische Seite: Bei manchen Hunden kann eine genetisch bedingte Stoffwechselstörung namens Cystinurie auftreten.
Dabei wird Cystin nicht richtig über die Nieren ausgeschieden, was zur Bildung von Cystinsteinen in den Harnwegen führen kann.

🧠 Was bedeutet das für den Hund?

Cystein ist grundsätzlich nützlich, aber:
Cystin (die oxidierte Form) kann bei bestimmten Hunderassen zu Harnsteinen führen

Besonders betroffen sind z. B. Dackel, Bulldoggen, Neufundländer, Basset Hounds und andere genetisch prädisponierte Rassen

🦴 Fazit für Hufabfälle:

Auch wenn Pferdehufe Cystein enthalten, ist der Nährwert für Hunde gering, da Keratin schwer verdaulich ist. Für Hunde mit Cystinurie kann ein Übermaß an schwefelhaltigen Aminosäuren sogar gesundheitsschädlich sein.

Besonders für Hunde mit Hang zu Urin(Blasen-)steinen und/oder geschädigten Nieren.

Adresse

Werne An Der Lippe
59368

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 16:00
Dienstag 11:00 - 16:00
Mittwoch 11:00 - 16:00
Donnerstag 11:00 - 16:00
Freitag 11:00 - 16:00

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