17/04/2020
Online Beratung Teil 1/2
Was gibt es für Futterarten und welche Vorteile haben sie?
Bei dieser Frage gehen wir auf die grundsätzlichen Arten der Fütterung sowie ihre Vor- und Nachteile ein. Wir werden uns bei diesem Thema etwas kürzer halten da wir davon ausgehen, dass die meisten von euch in diesem Bereich schon Erfahrung bzw. Grundwissen haben.
Grundsätzlich unterscheidet bzw. spricht man von drei unterschiedlichen Futterarten. Wir nehmen aber in diesem Thema noch eine weitere Art mit auf.
Die drei bekanntesten Arten sind
die trocken Fütterung
das Füttern durch Nassfutter
das Barfen
Eine weitere Fütterungsart welche wir hier mit aufnehmen und welche derzeit stark am Markt wächst, beim Endkunden auch immer beliebter wird, ist die vegane Fütterung.
Eine der ersten Fragen die uns fast immer gestellt wird ist.
Was soll man Füttern (Trocken, Nass, Barf usw.) und was ist für mein Tier das Beste?
Hierbei könnten wir euch eigentlich nur zwei Antworten geben:
1. Natürlich nur das Futter welches wir auf Lager haben (kleiner Spaß)
2. Natürlich nur das Futter mit dem Ihr euch am besten identifizieren könnt und wo ihr das Gefühl habt, es ist das beste für euch und ganz wichtig für euer Tier!
Ja wir wissen die Antworten sind nicht zufriedenstellen bzw. klingen im ersten Moment ein wenig komisch! Sind aber nach einer kurzen Erklärung plausibel!
Durch unsere Besichtigungen verschiedener Produktionwerke (Belcando/BewiDog, Josera) sowie Rücksprachen mit Veterinärämtern und einzelner Mitarbeiter von Laboren (z.B. Fresenius usw.) haben wir festgestellt, dass die in Deutschland auf dem Markt gebrachten Futtersorten (bis auf Barfen) alle einem gewissen Standard entsprechen müssen. Das bedeutet, dass jedes in Deutschland angebotene Futter mehrere Zertifikate aufweisen muss und dadurch bescheinigt wird, dass das Futter alle für das Tier wichtige Inhaltsstoffe besitzt. Also Kurzform: Ein günstiges Futter hat genauso gesunde Inhaltsstoffe wie ein teures Futter! Ohne dieses Zertifikat darf das Futter nicht in Deutschland verkauft werden. Wir werden aber die kommenden Tage nochmal auf die Unterschiede der Futtersorten eingehen und euch den Unterschied zwischen günstigen und teurem Futter erklären! Kommen wir aber nun zum eigentlichen Themen und damit wieder zurück zu den Fütterungsarten, zu ihren Vor- und Nachteilen
Im heutigen Teil werden wir in Kurzform uns die zwei beliebtesten Arten der Fütterung vornehmen das Trockenfutter und Nassfutter und stichpunktartig die Vor- und Nachteile nennen. Das Barfen und die Veganefütterung werden wir die kommenden Tage im 2.Teil ansprechen.
Was sind die Vor-und Nachteil des Trockenfutter:
Vorteile:
Die Lagerung. Das Trockenfutter nimmt in der Regel wenig Platz weg und kann z.B. auch gut in den Urlaub mitgenommen werden.
Die Inhaltsstoffe sowie die Angaben z.B. Fettanteil, Proteine usw. werden in % angeben und sind in der Regel, Angaben welche sich auf die Trockenmasse beziehen. Das Bedeutet die Angaben beim Trockenfutter sind präziser und müssen nicht umgerechnet werden.
Das Trockenfutter wird bei vielen auch als Belohnung bei der Ausbildung genommen und kann einfach in die Hosentasche gesteckt werden. Extra Leckerlis müssen nicht besorgt werden.
Hier streiten sich die Leute, Mediziner sowie viele Besitzer. Trockenfutter ist für die Zähne besser da hierdurch weniger Zahnstein entsteht!
Auf Grund der niedrigen Feuchtigkeit, kann Trockenfutter bei richtiger Lagerung nicht schimmeln und hält länger.
Meistens billiger als Nassfutter und Sparsamer
Die Nachteile Trockenfutter
Das Trockenfutter ist wie man sagt trocken. Hat also einen Feuchtigkeitsanteil meist unter 5%.
Hierdurch nimmt der Hund natürlich weniger Feuchtigkeit auf, weshalb ihm dies über andere Quellen (mehr Wasser) zugänglich gemacht werden muss.
Wechseln der Geschmacksrichtung je nach Größe des Sackes (z.B. 15kg) in in der Regel nicht so schnell möglich.
Die Vorteile des Nassfutters
Das Nassfutter hat einen sehr hohen Feuchtigkeitsanteil. Der Hund wird durch das Futter bereits gut mit Wasser versorgt.Der durchschnittliche Anteil bei Nassfutter liegt zwischen 60-85%.
Auf Grund der kleinen Portionen kann die Geschmacksrichtung öfters gewechselt werden
Sehr hohe Haltbarkeit im verschlossenen Zustand. Sehr beliebt beim Tier und wird gerne angenommen.
Nassfutter Nachteile
Etwas teurer als Trockenfutter und die Futtermenge ist deutlich mehr.
Der Lagerplatz ist größer bzw. nimmt mehr Platz weg.
Offen verdirbt das Futter schneller muss also schneller Verbraucht werden.
Mehr Müll.
Die Auf der Dose befindlichen Angaben können den Endverbraucher täuschen. Es kann hierbei versehentlich zu einer falschen Fütterung kommen. Was meinen wir damit. Wie bereits angesprochen werden z.B. Inhalte wie Proteine in % angegeben und zwar von der Trockenmasse des Futters. Beim Trockenfutter entspricht die Angabe meist dem tatsächlichen Inhalt. Steht also z.B. 30% Protein drin ist auch 30% im Futter. Beim Nassfutter stehen zum Bsp. Angaben wie 10 % Protein auf der Dose. Dies entspricht aber nicht der tatsächlichen Menge, da die Dose ja in der Regel bis zu 80% Feuchtigkeit aufweisen kann. Setzt man die 10% jetzt nach Abzug der auf der Dose angebenden Feuchtigkeit in Relation kann daraus schnell ein Wert von über 30 % heraus kommen. Will jetzt jemand dem Hund weniger Proteine zuführen kann es hierdurch versehentlich zu einer Falschfütterung kommen.
Ein leichtes Bsp. zur Erläuterung
Dose 100g hat 70% Feuchtigkeit und 10% Protein also 10g nach Abzug des Wasser hat man also 30g Trockeninhalt wovon 10g Protein ist als ein Proteingehalt von ca. 33%.
Empfehlung: Trockenfutter oder Nassfutter?
Da verweisen wir euch natürlich wieder auf die obige Antwort. Das war ihr trotz der Vor- und Nachteile für euch und euer Tier am besten empfindet und vor allem was euer Tier am besten verträgt. Das sollt ihr füttern. Lasst euch auch nicht auf gewissen Produkt oder Fütterungsarten durch Verkäufer drücken. Ihr kennt am besten eure Tiere und wisst somit am besten Bescheid. Wir können euch nur beraten und Tipps geben. Wir selber füttern unseren Hunden Trockenfutter sowie Nassfutter als Belohnung (Leckerlis) Das ist das was wir für uns als bestes für unsere Tiere empfinden.
Wir hoffen es hat euch gefallen und konnten euch ein wenig helfen. Wir wissen dass es zu diesem Thema tausende unterschiedliche Meinungen gibt. Wir haben deshalb auch nur stichpunkte genannt welche uns aufgefallen sind oder durch Ärzte, Institute oder Herstellern genannt wurden. Im nächsten Teil gehen wir auf das Barfen und die vegane Ernährung ein.
Ihr dürft natürlich unsere Beiträge gerne teilen!
Danke eure Hundegalaxie