Mobile Notfallpraxis für Groß- und Kleintiere Sophia Gerth

Mobile Notfallpraxis für Groß- und Kleintiere Sophia Gerth Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Mobile Notfallpraxis für Groß- und Kleintiere Sophia Gerth, Tierarzt, Am Bangert 17, Weilmünster.

Zur Info 🪿🦆🐦‍⬛🦅🦉
15/04/2024

Zur Info 🪿🦆🐦‍⬛🦅🦉

Das ist jetzt wieder die Jahreszeit, in der unzählige Jungvögel in Tierarztpraxen geschleppt werden. Geschätzte 90 Prozent davon wären regelmäßig besser dran, wenn sie einfach in Ruhe gelassen würden.

Bitte, bitte, beachten Sie diese sehr fundierte Entscheidungshilfe, bevor Sie unbedacht einem Jungvogel seine an sich guten Überlebenschancen nehmen, indem sie ihn ohne guten Grund einfangen und mitnehmen!

Kann ich unterschreiben. Auch ältere Hunde mit hochgradigem Zahnstein, entzündetem Zahnfleisch, „Gammelzähnen“ brauchen ...
14/04/2024

Kann ich unterschreiben. Auch ältere Hunde mit hochgradigem Zahnstein, entzündetem Zahnfleisch, „Gammelzähnen“ brauchen eine Zahnsanierung mit evtl. Entfernung von Zähnen. Da ist auch das Alter und ein evtl. „schwaches“ Herz keine Ausrede. Die Narkosen sind heutzutage so schonend, dass ein Zwischfall nahezu ausgeschlossen werden kann. Als Mensch würde man doch auch nicht jahrelang mit starken Zahnschmerzen und stinkendem Mund leben wollen….

Je später der Abend, desto schöner ( und niedlicher) die Gäste.Dem entzückenden Paul geht es nach der Behandlung schon v...
17/02/2024

Je später der Abend, desto schöner ( und niedlicher) die Gäste.
Dem entzückenden Paul geht es nach der Behandlung schon viel besser.

Eine sehr engagierte und tolle Kollegin sucht im Pferdebereich. Nagelneue Praxisräume in einer schönen Gegend plus ein s...
27/01/2024

Eine sehr engagierte und tolle Kollegin sucht im Pferdebereich. Nagelneue Praxisräume in einer schönen Gegend plus ein super Team, besser geht's nicht!

Wir halten dringend Ausschau nach einem/r neuen TA/TÄ zur Verstärkung unseres Teams.

Wir sind eine Praxis für Pferde und Kleintiere mit integriertem Rehazentrum und Hufbeschlagschmiede in 35279 Hessen, zwischen Giessen/Marburg und Kassel. Neu gebaute, helle Praxisräume mit sehr guter Ausstattung, Bewegungshalle, überdachte Vortrabstrecke, 15 Boxen, Seminarraum etc vorhanden.

Wir wünschen uns Verstärkung in Voll- oder Teilzeit, gern mit Berufserfahrung, aber auch Einsteiger werden gründlich eingearbeitet.

Wir bieten neben der schulmedizinischen Versorgung eine breite Palette an Komplementärmedizin, z.B. Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur etc.

Du paßt zu uns? Dann melde dich bei uns! [email protected] oder 06692202490

www.equibalance-rehazentrum.de

04/12/2023

Nach der stimmungsgeladenen Aufregung um die GOT durch die FN scheint es an der Zeit, zur Abwechslung mal wieder ein paar Fakten auf den Tisch zu bringen.

- Stichwort Hausbesuchsgebühr: im Pferdebereich wurden 2022 6,7 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt. 2,6 Milliarden Euro entfallen auf die Pferdehaltung an sich, den Löwenanteil mit 4,1 Mrd Euro teilen sich Einzelhandel und Dienstleister auf.

- Davon machen Tierarztkosten nach wie vor nur einen kleinen Teil (unter 10%) aus. 90% dieser gut 4 Mrd. entfallen auf Bereiche, in denen gespart werden kann, ohne das Tierschutzgesetz zu verletzen. Vieles an Zubehör oder Futtermitteln ist unnötig, wird aber dennoch gekauft. 40 Euro für ein wirkungsloses Zusatzfutter, das die Rittigkeit verbessern soll, ist kein Problem, 40 Euro Hausbesuchsgebühr, hingegen, ist ruinös.

- Behauptungen, dass Tierarztrechnungen sich generell verdoppelt hätten, sind natürlich falsch. Und wieviele Pferdetierärzte impfen überhaupt einen ganzen Bestand an einem Tag? Das Tagesgeschäft sind doch die Einzeltierbehandlungen. Extreme Einzelbeispiele zu verallgemeinern, um Unwillen und Wut zu erzeugen, ist freundlich gesagt, Populismus.

- Die Hausbesuchsgebühr ist vom BMEL eingefügt worden, nicht von der Bundestierärztekammer, und sie macht eine Menge Sinn. Natürlich ist es viel aufwendiger, alles ein- und auszupacken und unter teils abenteuerlichen Bedingungen untersuchen und behandeln zu müssen als sauber und trocken in einer Praxis oder Klinik.

- Hätten sich die Kritiker auf den Punkt der Unteilbarkeit konzentriert und eine Verschiebung in der GOT von Teil A (unteilbare Leistungen) in einen Bereich mit teilbaren Leistungen gefordert, hätte es eine angemessene, sachliche Diskussion werden können.

- Mit einer punktuellen Sachdiskussion hätte man aber natürlich nicht so viel Aufsehen erregt. Der Pferdesport steht wegen diverser Skandale von Leitfiguren sowie breit etablierter, aber tierschutzrelevanter Trainingsmethoden in der Kritik. Die sogenannte „Social license“, also die gesellschaftliche Akzeptanz des Pferdesportes ist in Gefahr. Das hat zu großer Aufregung in den Verbänden geführt.
Ein offizieller Ausweg der FN aus diesem Dilemma heißt „Durch gemeinschaftliches Handeln gesellschaftliche Akzeptanz stärken“. Es scheint, als solle die Aktion gegen die Tierärzte und ihre Gebühren genau dies umsetzen. Die FN profiliert sich als Retter der Enterbten, im Versuch, alle Pferdehalter unter ihrem Banner zu versammeln. Wenn man schon in allen anderen Dinge uneinig ist, spätestens wenn es ums eigene Portemonnaie geht, (so hofft man) stehen doch alle zusammen. Es handelt sich hier um ein Ablenkungsmanöver, für das man sich eine vermeintlich schwache Berufsgruppe und einen populären Aufhänger ausgesucht hat.

- Ausgerechnet denen, die 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag bereit stehen, um bei Nacht, Sturm oder Eisglätte Pferde in Not zu behandeln, wird ein angemessenes Einkommen geneidet? Vor der neuen GOT lag das Mindestgehalt von angestellten Tierärzt:innen bei 2.500 Euro! Das hat sich glücklicherweise geändert.

- Das Netto-Einkommen von Praxisinhaber:innen betrug vor der neuen GOT ca. 10-15% vom Umsatz. Um eine Vergleichbarkeit mit einem normalen 38,5 Stunden Beruf zu erreichen, muss dieser Betrag auf die geleistete Stundenanzahl umgerechnet werden. Die stetige Verwechselung von Umsatz oder Rohgewinn mit Nettoeinkommen zeugt von Unkenntnis. Umsatz minus Mehrwertsteuer minus Kosten ergibt den Rohgewinn. Von diesem gehen dann noch alle Sozialabgaben und die Einkommenssteuer ab.

- Die oft zitierten GOT Anpassungen von 2008 und 2017 brachten lediglich einen Inflationsausgleich (jeweils 10 Jahre im nach hinein), aber keinen Kaufkraftgewinn. Bloß weil Tierärzte und Tierärztinnen jahrzehntelang billig gearbeitet haben und nun die Quittung durch fehlenden Nachwuchs bekommen, heißt das nicht, dass es immer so weiter gehen kann. Im Gegenteil, hier muss sich schnell etwas ändern.

- Pferdepraxis ist ein ausgesprochen gefährlicher Beruf. Nach einer britischen Studie haben Pferdetierärzte den mit Abstand unfallträchtigsten Beruf überhaupt, und jeder von uns kann von knappem Entkommen oder Verletzungen berichten.

- Was versteht die FN unter einer „angemessenen Bezahlung“ für jemanden, der routinemäßig seine Gesundheit und oft genug sein Leben einsetzt? Wo bleiben die breiten Aktionen der FN für Sicherheit im Umgang mit Pferden und Schulungen für die Basiserziehung eines Pferdes oder „medical training“?
Wer möchte, dass jemand die Kohlen aus dem Feuer holt, sollte wenigstens dafür sorgen, dass dieser dabei nicht verbrennt.

- Und Pferde als landwirtschaftliche Nutztiere in der EU Gesetzgebung? Sicher nicht. Equiden werden von der EU zumeist als Sonderfall behandelt und haben zahlreiche Ausnahmeregelungen, gerade weil sie nicht zur Fleischproduktion sondern als Sport- und Gesellschaftstiere genutzt werden. Der Begriff „livestock“ bedeutet „Vieh“, nicht aber „landwirtschaftliches Nutztier“. Laut BMEL dienen Nutztiere „der Erzeugung von Nahrungsmitteln (zum Beispiel Milch, Fleisch und Eier), sowie der Gewinnung von Tierprodukten (zum Beispiel Wolle, Häute und Felle).“

- Die mit der Petition angestrebte „Rückkehr zu angemessenen Tierarztkosten" heißt übersetzt "Tiermedizin zu Preisen, die uns gefallen“. Funktioniert das bei den Leistungen der FN auch so, dass man nur zahlt, was man als Kunde für angemessen hält?

- „Tierschutz muss bezahlbar bleiben.“ Völlig richtig. Er muss hingegen nicht von einer einzigen Berufsgruppe finanziert werden Laut Gesetz liegt die Verantwortung in erster Linie beim Besitzer, in zweiter bei der Gesellschaft, die Tierschutz als Staatsziel aufgenommen hat.

- Sobald die FN, Stallbesitzer und insbesondere die finanzstarke Futtermittel- und Zubehörindustrie wirtschaftlich schwachen Pferdebesitzern Tierschutzrabatte einräumen, wären Tierärzte die letzte Berufsgruppe, die sich einer gemeinsamen Beteiligung entziehen würde.

- Die GOT ist völlig legal und demokratisch entstanden und von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat ratifiziert worden, selbstverständlich nachdem auch die verschiedensten Interessenvertretungen gehört wurden. Was sagt es über die Glaubwürdigkeit der FN aus, wenn jeder Tierbesitzer nach zahllosen Berichten in Zeitungen und Fernsehen Bescheid wusste, die FN Entscheidungsträger aber angeblich komplett überrascht wurden?
Ein Privatgutachten im Auftrag der Vollblutzüchter, das vermeintliche Illegalität suggeriert, ist die Meinung eines einzelnen Anwaltes, mehr nicht.

- Heutzutage muss man Angestellte ordentlich behandeln und bezahlen, wenn man welche haben möchte. Die jungen Tierärzt:innen drängt es nicht gerade in die Praxis, und schon gar nicht in die Pferdepraxis. Nach ein, zwei Jahren ist bei den meisten der initiale Enthusiasmus verbrannt, und sie suchen nach besser bezahlten Jobs mit familienfreundlicheren Arbeitszeiten. Fachkräftemangel ist das Thema des Tages, nicht aber überbordender Reichtum.
Mit der neuen GOT ist es erstmals gelungen, angestellte Tierärzt:innen halbwegs angemessen zu bezahlen. Dieses Rad lässt sich nicht zurückdrehen.

- Das seit einigen Jahren mit drakonischen Strafen durchgesetzte Arbeitszeitgesetz verhindert jegliche, auch freiwillige Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung bei Angestellten. Daher brauchen Kliniken und Praxen im Vergleich zu früher entweder ein Mehrfaches an Angestellten zur Besetzung von Notdiensten, oder aber die Praxisinhaber:innen machen ihn immer selbst. So oder so, Bereitschaft und Notdienst kosten Geld.

- Tierärzte müssen damit leben, dass sie bei weitem nicht alle Tiere angemessen behandeln können, weil die Besitzer nicht die nötigen Reserven haben. Tierärzte können aber auch nicht alle Tierbesitzer quer finanzieren.
Die Frustration, zu wollen, aber nicht zu können, hat schon viele hochmotivierte Tierärzt:innen in Depression, Alkoholsucht und sogar Suizid getrieben.

Es steht zu hoffen, dass wir alle baldmöglichst zu einer von Anstand und Respekt geprägten Partnerschaft zurückkehren können, wie unsere Pferde sie verdient haben.

Wichtiges Thema:
31/07/2023

Wichtiges Thema:

Heute kommen wir zu einem Thema, was vielen Kaninchenbesitzern unbekannt, aber wichtig zu wissen ist!

Diejenigen, die eine sogenannte Myasis, also einen Madenbefall 🪱, nicht kennen, hatten vermutlich glücklicherweise noch keine Begegnung damit.

Doch was bedeutet das für unsere Heimtiere?

Gerade zu den warmen Sommertemperaturen können Fliegen 🪰 nicht nur für uns besonders lästig werden.
Wenn unsere Langohren 🐇 dann auch noch Durchfall haben oder ihren Blinddarmkot im Fell verschmieren, kann dieses Zusammenspiel zu einem lebensbedrohlichen Notfall werden.
Denn dann setzen sich die Fliegen an den jeweiligen verklebten Stellen ab und legen ihre Eier 🥚.
Innerhalb von kürzester Zeit schlüpfen Maden 🪱, welche vor allem im Ano-Genitalbereich zu erheblichen Schäden führen können!
Gerade Körperhöhlen machen es den Maden leicht, sich sogar bis in das Innere des Tieres durchzufressen.
Was dies für eure Lieblinge bedeutet, müssen wir nicht weiter ausführen. 🤮

Daher gilt: Solltet Ihr bei euren Tieren Maden feststellen, kontaktiert unverzüglich einen Tierarzt.
Je früher geholfen werden kann, umso besser sind die Heilungs- und Überlebenschancen!
Regelmäßiges „unter den Rock schauen“ 👗und reinigen der Wohnräume kann das Absetzen und die Eiablage der Fliegen bereits verhindern.

Sommerzeit = Grannenzeit.
31/05/2023

Sommerzeit = Grannenzeit.

Kennt die beiden jemand?
18/05/2023

Kennt die beiden jemand?

Hund vermisst: „Tibo“, Epagneul Breton.Ich teile diesen Beitrag, bei Informationen zum Hund bitte an die untere Telefonn...
16/05/2023

Hund vermisst: „Tibo“, Epagneul Breton.

Ich teile diesen Beitrag, bei Informationen zum Hund bitte an die untere Telefonnummer wenden! Danke!!!

Mein Hund Tibó (Epagneul Breton) ist am 14. April 2023, an seinem ersten Tag in der Hundestagesstätte bei 65719 Hofheim, von dort entlaufen.
Er hielt sich rund 2 Wochen im Umkreis von Hofheim und unserem Heimatort 65817 Eppstein auf, er hat auch Bezug zu 65207 Wiesbaden- Auringen, jedoch gibt es seit 17 Tagen keine Sichtung mehr von ihm.
Somit könnte er sich mittlerweile überall aufhalten, oder er wurde trotz seiner Scheu aufgegriffen und mitgenommen.

Eine Tiersicherung ist von Anfang an involviert, offizielle Stellen und Behörden sind informiert, im Umkreis von 15-20 km rund um Eppstein wurden 1300 Flyer aufgehängt, er wird in facebook und Insta geteilt, bisher ohne Erfolg.

08/05/2023

Ich bin im Dienst für Euch und Eure Tiere.🐶🐱🐴🦄🐮

Ein leider immer noch aktuelles Thema. Ich allein kenne schon 3 Kollegen persönlich, die sich für den Freitod entschiede...
23/04/2023

Ein leider immer noch aktuelles Thema. Ich allein kenne schon 3 Kollegen persönlich, die sich für den Freitod entschieden haben, 2 davon noch jung und sehr engagiert... sehr traurig und für unseren Berufsstand dramatisch.

Diesen Artikel bekommt Ihr ganz - von Anfang bis Ende. Denn so ernste Themen sollte man nicht beschneiden... Er ist diesmal schlicht von mir. Liebe Grüße, Eure Ilka Brummenbaum

NOMV

Dieses Logo - NOMV - sieht man in den letzten Tagen wieder auf vielen Tierarztseiten. Es steht für "Not One More Vet" und dafür, dass immer wieder und viel zu häufig tolle, talentierte Tierärzte und Tierärztinnen den Weg in den Freitod wählen.

Wir kennen sie meist nicht persönlich, dennoch trauern wir um jeden einzelnen Kollegen und der Schock sitzt tief. Allein in den letzten 12 Monaten waren mindestens drei Praxen betroffen. Die Suizidrate unter Tierärzten ist hoch, viel zu hoch. Wir versuchen schon seit längerem darauf aufmerksam zu machen. Doch gehört werden wir kaum.

Im letzten Jahr hat das Thema es kurz an die Oberfläche der Medien geschafft. Doch spätestens die Erhöhung unserer Gebühren hat dieses wichtige Problem wieder beiseite gefegt. Die Bestürzung der seit 1999 das erste mal erhöhten Tierarztkosten hat auf jeden Fall einen weit größeren Aufschrei der Massen verursacht als die Tatsache, dass wir mehr und mehr Kollegen in Burnout, Krankheit und sogar Selbstmord verlieren.

Die Situation spitzt sich zu, wir rutschen in einen ernsthaften Tierärztemangel. Der Grund dafür ist einerseits der schlechte Verdienst, andererseits der unglaubliche Druck in unserem Job.
Warum Druck? Weil uns Tierärzten seit Jahren immer strengere Auflagen und Vorschriften gemacht werden, die unseren Job zu einem Kampf mit Formalitäten macht. Und es wird mehr und mehr und mehr. Viele dieser neuen Ideen der Ämter machen uns das Leben mega schwer.

Wussten Sie, dass wir zum Beispiel seit ca. einem Jahr die Auflage haben, Medikamente nur noch laut Packungsbeilage anzuwenden? Wenn dort also die Empfehlung steht, eine Tablette pro 10 Kg Hund einzusetzen, müssen wir uns theoretisch daran halten. Hat der Hund eine Erkrankung, die nun aber zwei Tabletten dieses Medikemants pro 10 kg erfordert, ist diese völlig korrekte Anwendung verboten. Dabei hängt das, was in der Packungsbeilage steht, nur davon ab, was die Pharmafirma bei der Zulassung des Medikaments angegeben hat. Das gleiche gilt übrigens für den Grund der Anwendung: Steht in der Packungsbeilage "für Infektionen der Blase", ich brauche es aber für einen Durchfall, darf ich es nicht anwenden. Es ist ein Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz, ich mache mich strafbar! Ihr Hund hat eine Ohrentzüdung und braucht ein reines Antibiotikum zur lokalen Anwendung am Ohr? Da gibt es leider keins, denn das Antibiotikum, dass ich dafür einsetzen würde, ist nur zum spritzen zugelassen... Und so geht es endlos weiter.
Nun haben sich die Beamten wieder etwas neues einfallen lassen: Da ja irgendwer Schuld sein muss an den Problemen mit den vielen resistenten Antibiotika, hat man den Tierärzten diese zugeschoben - und zwar ausschließlich. Deshalb müssen wir bald jeden einzelnen Antibiotika-Einsatz komplett dokumentieren und rechtfertigen - erneut ein großer Zeitaufwand neben den vielen großen Zeitaufwänden. Humanmediziner müssen das natürlich nicht. Die gehen ja komplett verantwortungsvoll mit Antibiotika um - klar, oder?
Ich möchte Sie aber nicht mit weiteren unschönen Einzelheiten langweilen.
Es ist auf jeden Fall unglaublich, was wir alles rechtfertigen, überprüfen (lassen), dokumentieren, nachweisen und abarbeiten müssen.

Wir verbringen etwa die Hälfte unserer Arbeitszeit mit Formalitäten. Natürlich nehmen wir in dieser Zeit kein Geld ein, das heißt die vier Stunden Sprechstunden pro Tag müssen finanziell das Geld für acht Stunden Arbeit einbringen.

Das hat aber nach der alten GOT nicht einmal annähernd funktioniert. Auch mit der neuen GOT, die ja bereits vor 12 Jahren beantragt und entworfen wurde, reicht es noch nicht, aber es ist besser - hoffentlich, denn Zahlen liegen noch keine vor. Fakt ist, dass der Verdienst als selbstständiger Tierarzt oder Angestellter eines Tierarztes super mies war. Kein anderer studierter Mensch würde für dieses Geld arbeiten. Ein Beispiel: Mit 3000 Euro brutto inklusive Wochenend- und Nachtdienste war ein Tierarzt mit einem Vollzeitjob schon richtig gut bezahlt, richtig gut! Berufseinsteiger bekamen häufig nur 1500 bis 2000 Euro. Übrigens: Das Einsteiger-Gehalt anderer Akademiker Berufe liegt im Schnitt zwischen 3000 und 3500 Euro. Und 2-5% Gehaltserhöhung jährlich wie in anderen Jobs? Vergessen Sie es, schließlich wurden ja auch die Gebühren nicht jährlich erhöht. Sie sind Ingenieur, Beamter, Anwalt? Dann lachen Sie ruhig, dass wir dafür arbeiten...

Kein Wunder also, dass niemand mehr als Tierarzt in der Praxis arbeiten möchte oder? Immer wieder rund um die Uhr und wochenends arbeiten für Geld, von dem man kaum leben kann? Nein danke, nicht zu Zeiten von Live-Quality-Management und Akademikerschwemme.
Ein Rechtsanwalt würde dafür nicht einmal morgens aufstehen, geschweige denn ein Notar oder ... ach lassen wir das.

Fakt ist, dass immer weniger Tierärzte zur Verfügung stehen, die Kliniken reihenweise ihren Notdienst einstellen und dennoch hoffnungslos überfüllt sind.

Mit der neuen GOT haben wir nun die Hoffnung, dass sich die Situation bessert. Aber da ist ja noch der Druck der Kunden. Wir müssen Geld verdienen und ja, wir wissen auch, dass Tierarztkosten hoch sind. Aber ohne deutliche Preiserhöhung geht nichts mehr. Und die Unfreundlichkeit, die Unzufriedenheit, die Meckerei, die Vorwürfe, die ständigen Bemerkungen der Kunden über unsere Unverschämtheit geht auch nicht spurlos an uns vorüber. Wir alle machen einen super Job und dennoch gibt es sehr oft unfreundliche Worte. Ob das bei Auto-Werkstätten auch so ist? Ich habe neulich für unseren Wagen 850 Euro für die Inspektion bezahlt. Der Wagen war zwei Stunden in der Werkstatt. Gehen da auch die Leute hin und machen Theater, wie man so unverschämt sein kann?
Was folgt sind Bewertungen, schlechte Bewertungen. Und wissen Sie was? Da zählt unsere Arbeit nichts mehr. Ich zum Beispiel habe vier oder fünf schlechte Bewertungen und ALLE sind wegen "zu teuer" und alle besitzen nur EINEN Stern. Wir haben einen tollen Job gemacht, das Tier gerettet oder korrekt behandelt, vielleicht sogar in unserer Freizeit, weil die Leute so lieb gebeten haben. Und weil einzig der Preis nicht passte, gibt es nur einen Stern. Wäre in den einschlägigen Seiten nicht mindestens einen Stern erforderlich, um bewerten zu können, wären es sicher Null Sterne gewesen. Nicht einen Stern für die Freundlichkeit, einen für den Service, einen für das KnowHow, einen für guten Umgang mit dem Tier und eben einen weniger, weil es zu teuer war. Nein: nur Einen von fünf Sternen. Ich hatte neulich einen Anrufer in der Nacht, der mir Videos geschickt hat und meinen Rat wollte und bekam. Doch als er die Rechnung über 39 Euro erhielt, wurde ich beschimpft. Er erwarte, dass nächtliche Anrufe bei seinem Tierarzt kostenlos zum Service gehörten! Raten Sie: Er bezahlte die Rechnung nicht.

Ich gebe es offen zu: Jede schlechte Bewertung macht mir Bauchschmerzen, denn ich will einen guten Job machen, den besten! Jedes Mal, wenn ich auf Facebook diese Umfragen sehe, ob jemand einen guten Tierarzt kennt, habe ich Angst, dass jemand schreibt: Oh Gott, nicht DIE! Dabei machen wir hier alle im Umkreis einen guten Job. Ich kenne die Nachbarkollegen, sie sind nett, sie sind fähige Kollegen, sie machen den besten Job der Welt. Man kann halt nicht mit jedem, aber diese Facebookabfragen sind so ... sinnlos, denn jeder hat seinen Favoriten, jeder hat schon Gutes und Schlechtes erlebt, überall. Und wir alle tun unser Bestes und wir alle nehmen Sie abends oft mit nach Hause und können nicht abschalten. Immer wieder liege ich nachts im Bett und reflektiere schwierige Fälle, frage mich, ob ich es hätte besser machen können. Und da bin ich sicher nicht die Einzige.
Dabei darf man auch eines nicht vergessen: Wir Tierärzte sind mittlerweile überwiegend Frauen. Wir haben nicht nur diesen super anstrengenden Job mit all seinen Ansprüchen, wir haben zudem Familie, Kinder, Haushalt. Und wir sind die Mütter. Auch hier sind wir Manager - Manager eines weiteren wichtigen Unternehmen namens Familie.

Das alles - der Anspruch der Kunden, die ganzen Formalitäten, der vielseitige Job, die Arbeitszeiten, das große Drumherum - das alles macht unendlich Druck. Und es jagt regelmäßig Kollegen in den Freitod. Sie können nicht einmal sagen "Ich höre auf und ich mache mir ein schönes Leben", sie sind am Ende, geben auf, endgültig.

Ich hoffe, ich komme nie in diese Situation. Und wenn die Auflagen noch unsinniger und aufwendiger werden, werden sich mehr und mehr aus dem Praxisgeschäft zurückziehen, in den Burnout stürzen und den Ketten wie Nestle das Feld überlassen.

Ja, unser Job ist sehr anspruchsvoll, und ja: wir müssen endlich mehr einnehmen und ordentlich verdienen. Wir arbeiten grad an an der zweiten Millionen - schließlich hat es mit der ersten nicht geklappt.

Scherz Beiseite 🙂. Seien Sie einfach nett zu Ihrem Tierarzt. Und denken Sie dran: Eine Praxis ist nicht schlecht, weil sie Ihnen hochpreisig erscheint. Deshalb ziehen Sie bitte nicht gleich alle Sterne ab, wenn Sie Ihren Tierarzt zu teuer finden. 🙂 Und bewerten Sie doch bitte auch und auf jeden Fall, wenn Sie Ihren Tierarzt gut finden.

Lieben Dank für Zuhören (Lesen) und Danke für jedes freundliche Wort, dass Sie uns schenken. Und falls Sie unser Kunde sind: Wir freuen uns auf Sie!

Ihre Tierarztpraxis am Turm, Ilka Brummenbaum

Adresse

Am Bangert 17
Weilmünster
35789

Öffnungszeiten

Montag 00:00 - 06:00
19:00 - 23:45
Dienstag 00:00 - 06:00
19:00 - 23:45
Mittwoch 00:00 - 06:00
19:00 - 23:45
Donnerstag 00:00 - 06:00
19:00 - 23:45
Freitag 00:00 - 06:00
19:00 - 23:45
Samstag 00:00 - 00:00
Sonntag 00:00 - 00:00

Telefon

+4915238979036

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