11/05/2026
Zahlenverständnis, Rechenkompetenz, Feinmotorik, Konzentration - kein Problem, wenn Fiete im Einsatz ist.
Fiete ist seit ein paar Monaten der neue tierische Azubi in der Praxis für Ergotherapie Simon Schneider und besucht mit Nadine unseren 20. Lehrgang für tiergestützte Therapie und Pädagogik.
Fiete ist schon der dritte Hund, der bei Simon und Nadine für Motivation bei den jungen Klient*innen sorgt und unseren Lehrgang durchlaufen hat. Er ist der Nachfolger von Willi und unterstützt den Flatcoatet Retrieverrüden Henry, der mit Simon zusammen arbeitet.
Nadine hatten sich als Hausaufgabe für Fiete eine megatolle Einsatzidee ausgedacht. Fiete kann inzwischen würfeln, seine Decke oder auch die Antirutschmatte für den Würfel selbst ausrollen und auch ein kleines Handtuch bringen, damit eventuell etwas versabberte Finger, die ja in diesem Kontext nicht ausbleiben, schnell abgewischt werden können.
Hier sehr ihr ein schönes Beispiel für den Einsatz. Fiete würfelt eine Zahl, die Klientin, in diesem Fall Petra, legt die entsprechende Anzahl an Leckerchen auf die entsprechende Zahl des Würfels, transportiert den Würfel zu einem Stuhl, auf dem schon Karten mit Zahlen und auch den entsprechenden Punkten liegen.
Damit lassen sich im ergotherapeutischen Bereich für Kinder ganz viele Kompetenzbereiche stärken: Zahlenverständnis, Rechenkompetenz, Feinmotorik, Balance, Konnzentration, Selbstvertrauen ...
Die Übung kann immer abgewandelt und dem entsprechenden therapeutischen Aspekt angepasst werden.
Für den Hund bedeutet dies neben den obigen Punkten, die Fiete schon gelernt hat, auch : auf seiner Decke bis zum Einsatz warten können, mit den Kindern in Kontakt treten, sich auf seine Aufgabe fokussieren zu können.
Unsere Teilnehmerinnen üben dabei auch: Was gehört zu einem gut vorbereiteten Setting? Was habe ich als Plan A oder B parat, wenn es mal nicht so klappt wie gewünscht? Wo kann sich mein Hund zurück ziehen und aus der Übung aussteigen, wenn er eine Pause braucht? Und noch ganz viel mehr.
Tiergestützte Arbeit ist Teamwork und der Hund dabei ein wertvoller Partner, dessen Bedürfnisse nicht aus den Augen verloren werden dürfen. Ein Einsatz darf nicht auf Kosten des Hundes stattfinden.
Fiete wächst so langsam in seinen späteren Einsatzbereich hinein, damit er zukünftig auch wie Henry mit viel Freude und Motivation mit den jungen Klient*innen eingesetzt werden kann. Die Hunde sind aus der Praxis nicht mehr wegzudenken.
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