24/11/2019
Kürzlich besuchte ich zum zweiten Mal in diesem Jahr den Weltmeister der jungen Fahrpferde. Bei der ersten Behandlung wurde mir ein schwungvoll laufender, mit viel Vorwärtsdrang ausgestatteter, bestens bemuskelter Wallach, der ausserdem durch seine mentale Stärke glänzte, vorgestellt.
Es war eine Wonne ein solch gut gymnastiziertes Pferd zu behandeln.
Er genoss die Therapie in vollen Zügen.
In der folgenden Sitzung wurde mir leider von einem schlimmen Unfall während des letzten Turniers vor 4 Wochen berichtet.
Auf der Zielgeraden nahm der Wallach die Kurve mit zu viel Schwung und die Kutsche überschlug, knallte auf seinen Rücken und verkeilte sich mit ihm. Dank des Urvertrauens in seinen Besitzer verfiel er nicht in Panik und blieb sofort stehen. Er konnte in einer Nähe gelegenen Klinik versorgt werden. Glücklicherweise würden keine knöchernen Strukturen verletzt, es blieb bei hochgradig muskulären Verspannungen und dem tief sitzenden Schock.
Im Vergleich zum Frühjahr zeigte der liebevolle Wallach dieses Mal einen klammen Gang, einen deutlichen Muskelabbau und mehrere Bewegungseinschränkungen vor allem im Schulter und Hüftbereich. Trotz alle dem ließ er sich voll auf die Behandlung ein. In Fällen von Stüzen, Unfällen oder anderen Traumata ist es besonders wichtig, den Pferden Ruhe, Zeit und ein angepasstes Bewegungsprogramm zu bieten. Für das Wiedererlernen eines harmonischen Bewegungsablaufes sind manuelle Therapien durchaus sinnvoll und angebracht. Dank seiner hingebungsvollen, mit professionellem Pferdeverstand ausgestatteten Besitzern erfährt Nesqu das beste Rehabilitationsprogramm, was ein Leistungssportler wie er, bekommen kann. Danke an das tolle Team der Familie Barbüda!
Einen schönen Sonntag noch,
Eure Valerie
www.tierchirofeben.com