Dana Borbeck - Hundeerziehung und Verhaltensberatung IHK BHV

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Da „geht“ eine ganz „Große“  … 😔😔😔 … mein Beileid ihren Angehörigen.
07/10/2023

Da „geht“ eine ganz „Große“ … 😔😔😔 … mein Beileid ihren Angehörigen.

Am 22. September erhielt ich die schockierende Nachricht vom unerwarteten Tod meiner langjährigen Freundin und Mentorin Dorit Urd Feddersen-Petersen!
Aus persönlichen Gründen wird diese traurige Nachricht in Absprache mit Dorits enger Verwandtschaft erst am 07. Oktober bekannt gegeben.
Obwohl Dorit und ich gleichermassen wenig mit den sozialen Medien zu tun haben wollten, nutze ich ebenfalls in Absprache mit Dorits Verwandtschaft diese Plattform dennoch, um eine möglichst große Reichweite zur Verbreitung dieser traurigen Nachricht zu erzielen.

Folgenden Nachruf habe ich für das Deutsche Tierärzteblatt verfasst:

Die am 12. April 1948 in Rendsburg geborene Verhaltenswissenschaftlerin mit dem Forschungsschwerpunkt Verhalten von Wildcaniden, Hybriden und Haushunden, starb am 22. September 2023 in Kiel.

Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen studierte Veterinärmedizin an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Dort promovierte sie über das Ausdrucksverhalten und die soziale Organisation an Zwergpudeln, Goldschakalen und deren Gefangenschaftsmischlingen, über die sie am Institut für Haustierkunde in Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Herre forschte.

Frau Dr. Feddersen-Petersen war auch Fachtierärztin für Tierschutz und für Verhaltenskunde. Wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte blieben die Ethologie und die Psychologie der Wölfe und Haushunde. Sie leitete jahrelang den Haustiergarten in Kiel, ebenso die von ihr gegründete AG „Verhaltensbiologie an Wild- und Hauscaniden“.

Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen war eine der führenden Ethologinnen weltweit.
Als Dozentin am Institut für Haustierkunde der Universität Kiel leitete sie u. a. die Arbeitsgruppe vergleichende Verhaltensforschung, die bedeutende Erkenntnisse über unsere tierischen Sozialpartner erarbeitete. In Deutschland gilt sie daher als DIE Expertin zum Thema „Hund und Hundeverhalten“.

Ihre Bücher sind Standardwerke zur Verhaltensforschung von Wölfen und deren verwandter Caniden, deren Sprache, Mimik und Körpersprache, Lautäußerungen, Gerüche und Berührungen sowie Kommunikation und Verständigung untereinander. In Bezug auf die Menschen erforschte sie dieses vier Jahrzehnte intensiv.

Unermüdlich hielt sie weltweit Seminare, schrieb Bücher und Gutachten, bekam etliche Preise, u.a. im Jahr 1992 den Felix Wankel- Tierschutz- Forschungspreis sowie im Jahr 2018 die Verdienstmedaille der Tierärztekammer Schleswig-Holstein, in der sie auch Mitglied der Prüfungskommission für die Hundetrainer-Zertifizierung war.

Dorit bereicherte zweifellos die Welt der Caniden.
Auf die Frage, welche Spuren sie hinterlassen möchte, antwortete Dorit sinngemäß, dass sie hoffe in guter Erinnerung zu bleiben. Sie wünschte sich so sehr, dass ihr Wissen nicht verloren geht und falsch interpretiert wird.

Aus diesem Grund wurde mir ihr wissenschaftlicher Nachlass anvertraut.
Ich lernte von Dorit alles aus dem ethologischen Bereich und fühle mich deshalb besonders geehrt. In meinen zukünftigen Vorträgen sowie meiner Arbeit werde ich Dorit würdigen und sie weiter leben lassen.
Denn wir waren beide fest überzeugt davon, dass eine Person niemals stirbt, solange über sie gesprochen wird!

Wie ihre – für sie besonders wichtige - Nichte Michaela sagt, war Dorit herrlich unkonventionell! Sie war eine großartige Wissenschaftlerin, die damals in der sehr männerdominierten wissenschaftlichen Welt als junge Frau wesentlich mehr leisten musste, um die selbe Anerkennung zu erhalten wie ein Mann. Das hat sie mehr als geschafft!
Sogar Konrad Lorenz gab ihr durch die Widmung eines Buches schriftlich, dass er falsch lag und Dorit seine These durch ihre wissenschaftliche Arbeit widerlegen konnte. Sie bewies, dass alle Hunderassen den Wolf als Urahnen haben und keine Rasse von Schakalen oder Coyoten abstammt, wie vorher angenommen.

Für viele war Dorit eine Koryphäe, ja sogar eine Inspiration. Häufig wurde sie zitiert, oftmals auch falsch, da nicht jeder ihren Gedankengängen folgen konnte.

Dorit hat die Wissenschaft geliebt und für diese gelebt!

Sie fand sich in einem Zitat von Nina Berberowa wieder: „Ich habe, so scheint es mir, aus jeglichem Ballast irgendetwas gemacht, etwas Trauriges oder etwas Freudiges, in jedem Fall etwas Lebendiges. Wenn ich mich betrachte, sehe ich, dass mir, wie man so sagt, alles zum Vorteil gereicht hat, und wenn der Preis dafür manchmal übermäßig hoch war, so war es doch der Preis für das Leben.“

In der biologischen Wissenschaftswelt hat Dr. Dorit Feddersen-Petersen Geschichte geschrieben.
Aber nicht nur das. Viel wichtiger ist, dass Dorit ein besonderer Mensch war: Hochsensibel, hochintelligent, reflektiert, humorvoll, tiefgründig und hinterfragend. Sie war wortgewandt, liebte die deutsche Sprache und war vielseitig interessiert. Kunst, Kultur und die Literatur waren ihre Leidenschaft.
Die Gespräche mit Dorit waren immer bereichernd, denn ihr Wissensschatz war groß, die Denkanstöße interessant und inspirierend. Überdies konnten wir auch herzlich zusammen lachen.
Sie hatte für jeden ein offenes Ohr und war ein gutmütiger Mensch, der schlecht „nein“ sagen konnte, was auch oft ausgenutzt wurde.

Liebe Dorit, Du wirst für mich immer unvergessen und unersetzlich bleiben!
Ich danke Dir, dass Du mein Leben mit Deinem Wissen und insbesondere Deiner Freundschaft so sehr bereichert hast.

Dr. Pasquale Piturru

Auf ihren Wunsch wird Dorit im engsten Familienkreis bestattet.
Als ihr zugedachte Anteilnahme wäre ganz in Dorits Sinne eine Spende an ein Projekt, das sie schon zu Lebzeiten durch den Erlös von Seminaren mit Leidenschaft unterstützt hat: „Rettet das Nashorn“
Spendenkonto: Animal Rescue - Tierrettung ohne Grenzen e.V.
Sparkasse Heidelberg, IBAN DE59 6725 0020 0009 2924 20,
BIC SOLADES1HDB, [email protected]

Ansprechpartner für Kondolenzschreiben: Dr. Pasquale Piturru, Alte Bundesstraße 7, 25373 Ellerhoop, eMail: [email protected], der diese in Absprache an Dorits enge Verwandtschaft weiterleiten wird.

Good news … 👍🏻👍🏻👍🏻 … längst überfällig!!!
16/12/2021

Good news … 👍🏻👍🏻👍🏻 … längst überfällig!!!

Erfolg: Verbot der Anwendung von 💥 qualvollem 🐕 Heimtierzubehör ab 2022!

📅 Im Januar 2022 tritt die neue Tierschutz-Hundeverordnung In Kraft. Damit ist die Verwendung von schmerzhaften Mitteln bei der Hundeerziehung endlich gesetzlich verboten. Dieses Verbot betrifft nicht nur Stachelhalsbänder, sondern auch Anti-Bell-Halsbänder mit Ton, Vibration und Sprühfunktion. Solche Hilfsmittel verursachen bei Tieren völlig unnötig Stress und Angst, denn Veränderungen sind ebenso mit ein wenig Mühe und Geduld erreichbar.

Doch die ganze Sache hat einen Haken: Zwar wird die Anwendung verboten, doch der Verkauf dieses Zubehörs bleibt weiterhin erlaubt.

Wir haben zahlreiche Unternehmen gebeten alle tierschutzwidrigen Artikel aus ihrem Sortiment zu entfernen. Wir freuen uns, dass zooplus und alsa-hundewelt sofort reagiert haben.
Außerdem kontaktiert haben wir Kaufland, Zoobio.de, Agrargigant, PetTec, Animigo.de, Sporthund.

VIER PFOTEN fordert die Unternehmen auf, das Leid der Tiere nicht länger zu unterstützen und alle qualvollen Heimtierzubehöre umgehend aus ihrem Sortiment zu entfernen.

Klartext … 👍🏻👍🏻👍🏻
18/11/2021

Klartext … 👍🏻👍🏻👍🏻

Corona: Jetzt brennt nicht nur das Dach, sondern schon das ganze Haus!

Von Ralph Rückert, Tierarzt, und Johanne Bernick, Tierärztin

Wir alle, und da nehme ich uns als Praxisteam nicht komplett aus, haben uns nach fast zwei Jahren Auf und Ab in fataler Weise an die Pandemie gewöhnt, und genau dieser Umstand führt uns jetzt in eine unvorstellbar schlimme Notlage. Gestern ist unserem Kollegen, dem RKI-Chef Lothar Wieler, in einer öffentlich übertragenen Video-Schalte endlich der Kragen geplatzt und er hat wirklich mal Klartext geredet und seinen Frust über die Ignoranz der Politik rausplatzen lassen.

Er hat ganz deutlich gesagt, dass von den 50.000 neu Infizierten, die wir genau jetzt täglich sehen, unweigerlich 400 sterben werden, ohne dass sich das noch irgendwie ändern ließe. Er hat auch gesagt, dass die tatsächlichen Zahlen locker zwei- bis dreimal so hoch sein dürften, was bedeutet, dass in Wirklichkeit auch zwei- bis dreimal so viele Menschen unweigerlich sterben werden, ebenfalls wieder, ohne dass wir dagegen noch irgendwas machen könnten. Was er nicht gesagt hat: Seit Anfang November haben wir ein exponentielles Wachstum mit einer Verdopplungsrate von etwa zwei Wochen. Was bedeutet das? Ganz einfach: Werden nicht SOFORT drastische Gegenmaßnahmen eingeleitet, werden wir Mitte Dezember (also in gerade mal drei, vier Wochen) offizielle Neuinfektionszahlen von 150.000 bis 200.000 pro Tag sehen, wieder mit einer zwei- bis dreimal höheren Dunkelziffer. Dann reden wir von rund 1.500 Menschen, die unweigerlich sterben werden, wahrscheinlich aber sogar von viel mehr, weil bei solchen Fallzahlen die Intensivversorgung schon lange zusammengebrochen und eine Case-Fatality-Rate von „nur“ 0,8 Prozent dann nicht mehr zu halten sein wird.

Was da gerade läuft, nämlich der fast schon nicht mehr vermeidbare Aufbau einer bundesweiten „Bergamo-Situation“, ist aber nach meinem Gefühl immer noch nicht in der Breite der Bevölkerung angekommen. Wenn ich auf die vergangene Woche zurückblicke, muss ich feststellen, dass vernünftiges (und noch nie angesagteres!) Social-Distancing für viele inzwischen zum Fremdwort geworden zu sein scheint. Nur als Beispiele: Da schütteln doch tatsächlich manche Neukunden verärgert bzw. verständnislos den Kopf, wenn wir darauf bestehen, dass nur EINE Person mit FFP2-Maske pro Tier die Praxis betreten darf! Oder wir nehmen die Besitzerin eines sehr ängstlichen Hundes zu dessen Beruhigung mit ins Sprechzimmer, müssen bei dem Hund eine Blutprobe ziehen, und mittendrin, während ich voll und ganz auf diese Tätigkeit konzentriert bin, berühren die Haare der Besitzerin, die völlig ungehemmt jeden Abstand unterschreitet, tatsächlich mein Gesicht! Man fasst es nicht! Wirklich!

Unser ganzes Team ist schon lange vollständig geimpft, weil wir das nicht nur uns, sondern auch Ihnen, unseren Kunden, einfach schuldig sind. Wir werden demnächst auch alle unseren Booster bekommen. Wir halten uns trotzdem – und leider im Gegensatz zu vielen Leuten, mit denen man dieser Tage so redet – deshalb keineswegs für unverwundbar. Wir haben es nun seit fast zwei Jahren geschafft, einen Einbruch des Virus in unser Team zu vermeiden. Wir MÜSSEN uns auch unbedingt bemühen, dass das weiter so bleibt. Wir gehören im Großraum Ulm/Neu-Ulm zu den Praxen mit der höchsten Fallkapazität. Die tiermedizinische Versorgungslage ist sowieso schon angespannt genug, wie viele von Ihnen bemerkt haben dürften, wenn Sie wegen eines dringenden Termins rumtelefonieren mussten. Es ist niemandem gedient, schon gar nicht den kranken Tieren, wenn sich in den Tierarztpraxen reihenweise Mitarbeiter anstecken und ausfallen.

Deshalb nochmal zur Erinnerung: Es betritt bitte nur eine Person pro Tier das Wartezimmer! Tragen Sie bitte eine FFP2-Maske! Sollten Sie keine FFP2-Maske dabei haben, können wir Ihnen gern eine zum Selbstkostenpreis überlassen. Ob Sie mit Ihrem Tier mit in eines der Behandlungszimmer kommen können, wird je nach Lage des Falls entschieden. Wann immer es aber möglich ist, bitten wir Sie, uns Ihr Tier zur Untersuchung / Behandlung zu übergeben. Halten Sie JEDERZEIT mindestens 1,5 Meter bzw. die berühmten „drei Dackel“ Abstand zu allen Mitarbeiter:innen der Praxis! Sollten Sie sich selbst aufgrund von Alter und Vorerkrankungen zu einer Risikogruppe zählen, dann sagen Sie Bescheid, dass Sie da sind, warten aber zum Eigenschutz am besten im Freien oder im Auto.

Es ist uns natürlich völlig bewusst, dass diese (immer noch recht liberalen!) Regelungen nicht allen gefallen werden. Unser Ziel, zum Wohle unserer Patienten dauerhaft einsatzfähig zu bleiben und die Praxis nicht durch Fahrlässigkeit zu einem Verbreitungs-Hotspot werden zu lassen, steht aber für uns deutlich über dem Bemühen, es allen recht zu machen. Von Diskussionen dieser Maßnahmen in der Praxis bitten wir deshalb abzusehen! Wir kommunizieren unsere Regelungen klar und deutlich. Sollten diese für Sie persönlich nicht akzeptabel sein, steht es Ihnen selbstredend frei, sich anderweitig zu orientieren. Der überwältigenden Mehrheit unserer Kunden, die diesbezüglich seit zwei Jahren wunderbar mit uns kooperiert, danken wir erneut von Herzen! Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass wir nicht schon im Dezember zur Durchsetzung einer 2G-Regelung gezwungen werden!

Bleiben Sie uns gewogen, bis bald,

Ihr Ralph Rückert, Ihre Johanne Bernick

© Kleintierpraxis Ralph Rückert, Römerstraße 71, 89077 Ulm

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13/11/2021
04/11/2021

LEINENPFLICHT FÜR HUNDE AB 2022 IN EINIGEN BEREICHEN

Ab Anfang des neuen Jahres gilt in drei Teilbereichen von Wandlitz, Basdorf und Lanke eine Leinenpflicht für Hunde. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer letzten Sitzung am 28. Oktober beschlossen.

Laut Ergänzung in der sogenannten „Ordnungsbehördlichen Verordnung über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, OBV“ sind dies: die Uferpromenade am Wandlitzer See sowie der Strandweg vor der Jugendherberge, das Gebiet Primelstraße und Dahlienweg in Basdorf sowie die Strandpromenade/der Wanderweg am Obersee in Lanke.

In den genannten Bereichen ist es in der Vergangenheit immer wieder zu Interessenkollisionen zwischen Fußgängern, Radfahrern, Badegästen und eben auch Hundeführern gekommen.

Furchtbar … 😓😓😓
25/10/2021

Furchtbar … 😓😓😓

Ein guter Tag …!!! Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen. Riesen Dank an ALLE die die Petition unterschrieben  und somit...
16/09/2021

Ein guter Tag …!!! Mir fällt ein riesen Stein vom Herzen.

Riesen Dank an ALLE die die Petition unterschrieben und somit zum Erfolg beigetragen haben.

AKTUELL: Der Antrag des EP-Umweltausschusses für eine Antibiotikaverbot für Tiere wurde vom EU-Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt (siehe Foto). Damit tritt der Delegierte Rechtsakt der EU-Kommission in Kraft, so wie es von bpt, BTK und FVE gefordert wurde. Mehr dazu später.

Da fehlen einem die Worte …
26/08/2021

Da fehlen einem die Worte …

Laura hat einem wegen einer schweren Gebärmuttervereiterung operierten Rattenmädel einen hübschen Body gebastelt! ;)

Im Vorfeld der Operation hat die Ratte übrigens das Antibiotikum Baytril bekommen, um eine tödliche Blutvergiftung zu vermeiden. Kommt die hysterisch überzogene Antibiotika-Verbots-Initiative des grünen Europaparlamentariers Martin Häusling Mitte September durch das EU-Parlament, besteht die realistische Gefahr, dass wir genau dieses, für kleine Heimtiere hervorragend geeignete Antibiotikum in der Tiermedizin nicht mehr oder nur noch unter völlig unrealistischen Voraussetzungen verwenden könnten. Nach Häuslings Vorstellungen wäre das nur NACH Erstellung eines Antibiogramms erlaubt, was aber mindestens drei Tage in Anspruch nimmt. Kann man gleich vergessen, weil man gerade bei Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Co. diese Zeit einfach nicht hat!

Und wie kommentiert diesen Umstand ein anderer Europaabgeordneter aus dem gleichen Ausschuss wie Häusling, das CDU-Mitglied Dr. Peter Liese? Ich zitiere einen Artikel der Westfalenpost vom 21. August:

""Die Frage ist doch: Muss man vielleicht bei einem Tier auf die bestmögliche Behandlung verzichten – oder will man riskieren, dass auch Menschen sterben, weil auch diese Antibiotika irgendwann ihre Wirkung verlieren?"
Liese hat diese Frage für sich beantwortet: Ja, Reserveantibiotika sollen dem Menschen vorbehalten werden – bei der Behandlung von Tieren müsse dann versucht werden, mit normalen Antibiotika zurecht zu kommen: „Im allerschlimmsten Fall muss es eingeschläfert werden. Das ist natürlich hart."

Dieses Zitat macht für mich mehr als alles andere deutlich, entlang welcher Linien in diesem Ausschuss gedacht wird. Obwohl weit mehr als 95 Prozent der gefährlichen Resistenzen durch den nach wie vor völlig unkritischen Einsatz von Antibiotika (auch von Reserve-Substanzen!) in der Humanmedizin gezüchtet werden, nimmt man unter großem Alibi-Aktionismus die Tiermedizin aufs Korn und lässt zur Not halt unsere Haustiere über die Klinge springen. 😡

17/08/2021

Der Deutsche Tierschutzbund begrüßt und unterstützt die Initiative des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (bpt), der eine Unterschriftenkampagne gegen ein EU-weites Anwendungsverbot bestimmter Antibiotika im tiermedizinischen Bereich gestartet hat.

Ein „MUSS“ für alle Tierfreunde! Bitte unterschreiben Sie diese Petition!!! 🙏🏻  🙏🏻  🙏🏻
10/08/2021

Ein „MUSS“ für alle Tierfreunde!

Bitte unterschreiben Sie diese Petition!!!

🙏🏻 🙏🏻 🙏🏻

Achtung! Unser aller Haustiere sind in akuter Gefahr, weil das EU-Parlament für die Tiermedizin ein drastisches Antibiotika-Verbot beschließen will!

Von Ralph Rückert, Tierarzt, und Johanne Bernick, Tierärztin

Hinter den Kulissen, völlig unter dem Radar der Bürgerinnen und Bürger und in aller Stille zeichnet sich gerade auf EU-Ebene ein echtes Drama für die moderne Tiermedizin und unser aller Haustiere ab. Wenn sich nicht sofort ALLE Tierbesitzer:innen energisch auf die Hinterfüße stellen und den zuständigen Politiker:innen die unmissverständliche Botschaft zukommen lassen, dass es so nicht geht, werden wir in der Tiermedizin innerhalb kürzester Zeit vor geradezu unvorstellbaren Problemen stehen. Wir müssen Sie also dringend bitten, sich in dieser Angelegenheit SOFORT persönlich zu engagieren, bevor es zu spät ist. Die Zeit drängt, und das ist keine Floskel!

Der Hintergrund: 2019 wurde die neue EU-Tierarzneimittelverordnung 2019/6 verabschiedet. Vor dem Inkrafttreten im Januar 2022 müssen die EU-Kommission, die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament nun festlegen, welche Antibiotika zukünftig für den Menschen vorbehalten und damit für die Tiermedizin verboten werden sollen. Die Kommission hat dem zuständigen Ausschuss des Parlaments einen sorgfältig erarbeiteten, wissenschaftlich sauber fundierten und mit zahlreichen Fachorganisationen (der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, dem European Center of Disease Control ECDC, der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE und der Weltgesundheitsorganisation WHO) abgestimmten Entwurf zur Abstimmung vorgelegt. Dieser Entwurf hätte die bislang weltweit strengste Regulierung des Antibiotika-Einsatzes in der Tiermedizin dargestellt, wäre aber gleichzeitig wissenschaftlich korrekt und vernünftig gewesen.

Einigen übereifrigen und kurzsichtigen (sorry, anders kann man es echt nicht ausdrücken!) Abgeordneten unter der Führung des Grünen-Politikers Martin Häusling und unter dem Einfluss humanmedizinischer Organisationen aber ging dieser Entwurf nicht weit genug, so dass sie sozusagen in letzter Minute die Mitte Juli erfolgte Ausschuss-Abstimmung mit einem geradezu irrwitzigen und wissenschaftlich absolut nicht begründbaren Entschließungsantrag torpediert haben, der – wenn er im September auch noch vom EU-Parlament abgenickt wird - ohne jede Übertreibung eine tödliche Gefahr für unsere Haustiere darstellt.

Um es mal möglichst einfach auszudrücken: Bei Hunden, Katzen und Pferden könnten wir Tiermediziner:innen zahlreiche komplizierte, gefährliche und schwerstes Leiden auslösende bakterielle Infektionen einfach nicht mehr erfolgreich bekämpfen. Bei Kaninchen, Meerschweinchen, Repilien, Exoten und Co. könnten wir sogar bei fast jeder Art von bakterieller Infektion nur noch verzweifelt die Hände heben, weil wir für diese Tierarten GAR KEIN funktionierendes Antibiotikum mehr zur Verfügung hätten. Diese Entwicklung stößt bei der EU-Kommission, dem Europäischen Tierärzteverband FVE und dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte BPT auf Unverständnis und Entsetzen. Mein Kollege Siegfried Moder, Präsident des BPT, sagt dazu: „„Die Abgeordneten verkennen dabei, dass Antibiotikaklassen, die auf die Reserveliste gesetzt werden, nicht nur für lebensmittelerzeugende Tiere verboten werden, sondern für ALLE Tierarten, also auch für Hunde, Katzen, kleine Heimtiere, Exoten, Pferde und Zootiere, und keine Ausnahmen zulässig sind“.

Die an diesem hirnrissigen Entschließungsantrag beteiligten Politiker betreiben eine Agenda, die Massentierhaltung letztendlich unmöglich machen soll, ignorieren dabei aber völlig, dass die beabsichtigten, drastischen Restriktionen zu absolut tierschutzwidrigen Zuständen auch im Hobbytierbereich führen würden. Die ebenfalls dahinter steckenden Humanmediziner sind nach wie vor eifrig und leider ziemlich erfolgreich bemüht, die Rolle der Humanmedizin bei der Entstehung von Antibiotikaresistenzen durch eine Schuldverlagerung auf die Tiermedizin zu verschleiern, obwohl nur 5 Prozent der resistenten Keime aus dem Tierbereich stammen und die Humanmedizin nach wie vor jede vernünftige statistische Erfassung ihres Antibiotika-Einsatzes verweigert.

Es bleibt nur ein Weg: Sie, also ALLE Tierhalter:innen, müssen sich SOFORT wehren und eine klare Botschaft an das EU-Parlament senden. Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte macht das durch eine über Ihre jeweiligen Tierarztpraxen laufende Unterschriftenaktion möglich. Wenn Sie in den nächsten Wochen die Praxis oder Klinik Ihres Vertrauens aufsuchen, dann fragen Sie bitte, wo Sie unterschreiben können. Haben Sie keinen Tierarztbesuch geplant, dann kommen Sie ruhig einfach so vorbei und unterschreiben. Außerdem wurde unter dem unten stehenden Link die Möglichkeit der Teilnahme an einer Online-Petition geschaffen.

Wenn wir in unserem Blog und auf unseren Social-Media-Kanälen Artikel veröffentlichen, überlassen wir die Verbreitung normalerweise dem Interesse der Leser:innen. In diesem Fall aber bitten wir Sie buchstäblich auf Knien: Verbreiten Sie diesen Aufruf im Interesse unserer Tiere aus allen Rohren! Die für diese Entwicklung Verantwortlichen verlassen sich nach meiner Einschätzung fest darauf, dass das Ganze beschlossene Sache ist, bevor die Öffentlichkeit davon Wind bekommt. Diese Suppe muss versalzen werden, und zwar gründlich! Bitte, bitte, helfen Sie mit, durch Verbreitung der Botschaft und natürlich durch Ihre Unterschrift!

Link zur Online-Petition: https://www.change.org/p/europ%C3%A4ische-parlament-eu-will-weitreichende-antibiotikaverbot-f%C3%BCr-tiere-gefahr-f%C3%BCr-unsere-tiere

Wer sich über diesen zwangsläufig plakativen und kurzen Aufruf hinaus informieren möchte, kann das in aller Ausführlichkeit auf der Homepage des BPT tun:
https://www.tieraerzteverband.de/

Bleiben Sie uns gewogen, bis bald,

Ihr Ralph Rückert, Ihre Johanne Bernick

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😅😅😅 So kann‘s gehen …!!!
09/07/2021

😅😅😅 So kann‘s gehen …!!!

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