01/08/2026
☀️ Wir verabschieden uns in die Sommerpause! 🐾❤️
Ab heute gönnen wir uns gemeinsam mit unseren Vierbeinern eine kleine Auszeit und verabschieden uns für drei Wochen in den Urlaub. 🌿🚐
Natürlich nehmen wir euch auch in dieser Zeit gerne mit. Während unserer Reise wird euch nämlich jemand begleiten, der in den letzten Wochen selbst unglaublich viel erlebt hat...
🐾 Elly.
Aus ihrer Sicht wird sie euch immer wieder erzählen, wie sie die Welt entdeckt, welche Abenteuer sie erlebt und was sie jeden Tag dazulernt.
Den Anfang macht heute „Ellys Tagebuch – Kapitel 1: Eine ganz neue Welt.“
Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen und hoffe, dass ihr Elly auf ihrem Weg genauso gerne begleitet, wie wir es jeden Tag tun. ❤️
Ellys Tagebuch
Kapitel 1 – Eine ganz neue Welt
Hallo, ich bin Eleonora. Aber alle nennen mich Elly.
Eigentlich weiß ich noch gar nicht so genau, wie man eine Geschichte erzählt. Schließlich bin ich erst ein paar Monate alt und habe im Moment meistens viel zu viel damit zu tun, die Welt zu entdecken. Mein Herrchen meint aber, dass in meinen ersten zweieinhalb Wochen bei meiner neuen Familie so viel passiert ist, dass man daraus beinahe ein kleines Buch machen könnte.
Also fange ich am besten ganz vorne an.
❤️ Ein neuer Anfang
Vor gar nicht langer Zeit veränderte sich mein Leben von einem Moment auf den anderen. Ich wusste nicht, wohin die Fahrt ging, was mich dort erwarten würde oder ob alles wieder nur für eine kurze Zeit sein sollte. Als ich schließlich aus dem Auto stieg, war da plötzlich ein Haus, das von nun an mein Zuhause sein sollte.
Dort wartete nicht nur ein Herrchen auf mich. Zu meiner neuen Familie gehörten auch ein Frauchen, zwei Mädels, ein großer älterer Hund namens Rocky und drei Meerschweinchen, die mich mit ihren kleinen Geräuschen und schnellen Bewegungen sofort neugierig machten. Außerdem gab es einen Garten, viele verschiedene Räume und einen Hundeplatz, auf dem ständig neue Menschen und Hunde auftauchten.
Für meinen jungen Kopf war das alles ziemlich viel auf einmal.
Überall waren Gerüche, die ich noch nie zuvor wahrgenommen hatte. Stimmen kamen aus verschiedenen Richtungen, Türen öffneten und schlossen sich, Menschen liefen durch das Haus und Rocky bewegte sich mit einer Selbstverständlichkeit zwischen all diesen Dingen, als könnte es auf der Welt gar nichts Normaleres geben.
Ich dagegen wusste zunächst überhaupt nicht, wo ich zuerst hinschauen sollte.
Trotzdem war da von Anfang an dieses besondere Gefühl. Niemand erwartete von mir, dass ich sofort alles richtig machte. Niemand verlangte, dass ich mich direkt auskannte oder mich genauso verhielt wie ein Hund, der schon immer in einer Familie gelebt hatte. Ich durfte mich umsehen, vorsichtig erkunden und erst einmal herausfinden, wer all diese Menschen und Tiere überhaupt waren.
Besonders merkwürdig fand ich zunächst die durchsichtigen Balkontüren und großen Fenster. Ich konnte den Garten dahinter deutlich sehen und verstand deshalb überhaupt nicht, weshalb ich nicht einfach hinauslaufen konnte. Mehr als einmal lief ich gegen die Scheibe und war jedes Mal aufs Neue überrascht, dass sich dort etwas Unsichtbares befand, das mich aufhielt.
Meine Familie musste darüber zwar schmunzeln, doch niemand lachte mich aus. Sie halfen mir einfach dabei, diese seltsamen durchsichtigen Wände zu verstehen. Schon nach kurzer Zeit hatte ich begriffen, dass man manche Dinge sehen kann, obwohl man nicht durch sie hindurchlaufen kann. Heute gehe ich ganz selbstverständlich an den Scheiben vorbei, als hätte ich nie etwas anderes getan.
Für andere Hunde ist das vermutlich nichts Besonderes. Für mich war es einer der ersten kleinen Schritte in einer Welt, die mir bisher in vielen Bereichen fremd geblieben war.
🌍 Mitten hinein ins Leben
Mein Herrchen nahm mich von Anfang an fast überall mit hin. Das hatte einen ganz bestimmten Grund. Ich sollte nicht gleich wieder stundenlang allein bleiben müssen, denn genau das hatte ich in meinem jungen Leben schon viel zu oft erlebt. Nun sollte ich erst einmal lernen, dass ich zu einer Familie gehörte und dass Menschen auch wieder zurückkommen, wenn sie einmal kurz aus dem Raum gehen.
Natürlich bedeutete das, dass ich ziemlich plötzlich mitten in einen ganz normalen Alltag hineingeriet. Ich durfte nicht wochenlang in aller Ruhe nur Haus und Garten kennenlernen. Stattdessen begleitete ich meine Familie dorthin, wo das Leben sie eben hinführte.
So wurde aus jedem Tag ein neues Abenteuer.
Einer meiner ersten Ausflüge führte mich ins Altenheim. Dort war es ganz anders als auf dem Hundeplatz oder draußen im Dorf. Manche Menschen bewegten sich langsam, andere saßen ruhig in ihren Sesseln. Es gab fremde Geräusche, Rollstühle, verschiedene Gerüche und viele Hände, die mich vorsichtig berühren wollten.
Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Doch schon bald merkte ich, wie sehr sich die Menschen freuten, wenn ich zu ihnen kam. Manche strahlten mich an, andere streichelten sanft über mein Fell und wieder andere schauten mich einfach nur eine Weile an.
Ich verstand nicht, weshalb meine Anwesenheit ihnen so viel bedeutete, aber ich spürte, dass es etwas Schönes war. Inzwischen gehe ich sehr gerne dorthin, besonders wenn wir meine neue Oma besuchen. Dort kann ich ruhig in ihrer Nähe sein, mich streicheln lassen und die besondere Stimmung genießen, die an diesem Ort herrscht.
Auch der Baumarkt war eine völlig neue Welt für mich. Dort gab es lange Gänge, große Wagen, fremde Geräusche und Regale voller Dinge, deren Sinn sich mir nicht erschloss. Bei Fressnapf war es dagegen vor allem meine Nase, die kaum hinterherkam. Überall roch es nach Futter, Tieren und spannenden Sachen, die man vermutlich ausgezeichnet hätte untersuchen oder anknabbern können.
Trotz all dieser Reize bemerkte mein Herrchen schon früh, dass ich immer wieder den Kontakt zu ihm suchte. Wenn mir etwas zu viel wurde oder ich nicht wusste, was ich von einer Situation halten sollte, schaute ich zu ihm zurück. Blieb er ruhig, konnte auch ich mich schneller entspannen. Noch gelang mir das nicht immer, aber ich begann zu verstehen, dass ich mich an ihm orientieren konnte.
🌿 Lernen, die Welt zu verstehen
Auch auf dem Hundeplatz verbrachte ich von Anfang an viel Zeit. Dort musste ich jedoch keineswegs den ganzen Tag trainieren. Meistens durfte ich einfach dabei sein, beobachten und lernen, dass nicht jede Bewegung und nicht jeder andere Hund sofort Action bedeutete.
Das war für mich gar nicht so leicht.
Wenn Hunde spielten, Menschen liefen oder irgendwo ein Ball flog, wollte ich am liebsten überall gleichzeitig sein. Mein Herrchen erklärte mir dann, dass Zuschauen ebenfalls eine wichtige Aufgabe sei und dass man nicht ständig etwas tun müsse.
Langsam lernte ich, mich hinzulegen und die Welt auch einmal nur zu beobachten. Manchmal schaffte ich es sogar, mitten zwischen all den Geräuschen einzuschlafen. Für andere Hunde mag auch das selbstverständlich sein. Für mich war es ein großer Fortschritt.
Ruhe musste ich überhaupt erst lernen.
Wenn ich zu viele Eindrücke gesammelt hatte, konnte mein Kopf sie irgendwann nicht mehr verarbeiten. Dann wurde ich immer schneller, unruhiger und stürmischer. Ich wusste nicht, wohin mit meiner Energie, und vergaß manchmal, dass meine Zähne ziemlich spitz waren und die beiden Mädels nicht immer verstanden, was in diesem Moment in mir vorging.
Ich wollte ihnen nichts Böses. Ich war einfach völlig überfordert und wusste noch nicht, wie ich aus diesem Zustand wieder herausfinden sollte.
Mein Herrchen, mein Frauchen und die Mädels mussten mich ebenso kennenlernen, wie ich sie kennenlernen musste. Sie bemerkten nach und nach, wann mir etwas zu viel wurde, wann ich eine Pause brauchte und wie sie mir helfen konnten, wieder herunterzufahren. Mit klaren Abläufen, gutem Management und viel Ruhe wurden diese schwierigen Momente immer seltener.
Das bedeutete nicht, dass von einem Tag auf den anderen alles perfekt war. Aber wir lernten gemeinsam. Die Mädels lernten, meine Signale besser zu erkennen, und ich lernte, dass ich meine ganze Aufregung nicht an ihnen auslassen musste.
Heute gelingt mir das schon viel besser. Die Spitzen, in denen alles aus mir herausplatzt, kommen nur noch selten vor. Ich finde schneller in den Schlaf, kann mehr Situationen aushalten und brauche nicht mehr so lange, bis mein Körper und mein Kopf wieder zur Ruhe kommen.
Ein Tag war allerdings besonders schwierig für mich.
Wir fuhren zum Tierarzt, weil ich geimpft und gechippt werden musste. In der Praxis roch es nach vielen anderen Tieren, nach Desinfektionsmittel und nach Dingen, die ich nicht einordnen konnte. Dann spürte ich die Piekser am Hals und am Rücken.
Zunächst wirkte alles gar nicht so schlimm. Später jedoch begann mein Körper an den Stellen zu schmerzen, und ich verstand überhaupt nicht, weshalb. Dieses Gefühl war neu und beunruhigte mich sehr. Ich war müde und gleichzeitig viel zu unruhig, um schlafen zu können.
Mein Herrchen blieb bei mir. Er versuchte nicht, mich zu etwas zu zwingen, sondern gab mir die Zeit, die ich brauchte. Trotzdem dauerte es bis spät in die Nacht, bevor ich endlich einschlafen konnte. Am nächsten Morgen war die Welt zum Glück schon wieder etwas freundlicher, und nach und nach wurde alles besser.
🐶 Rocky – Mein großer Lehrer
Neben den Menschen in meiner Familie gab es von Anfang an jemanden, der mir auf seine ganz eigene Weise zeigte, wie dieses neue Leben funktionierte: Rocky.
Als ich ihn zum ersten Mal sah, dachte ich natürlich, ich hätte einen neuen Spielkameraden gefunden, der bestimmt genauso viel Energie hatte wie ich. Ich forderte ihn immer wieder auf, rannte um ihn herum und konnte kaum verstehen, weshalb er nicht den ganzen Tag mit mir spielen wollte.
Rocky ist jedoch schon ein älterer Hund. Er genießt seine Ruhe, bewegt sich gelassener durch den Alltag und muss nicht jede Idee von mir großartig finden.
Das musste ich erst begreifen.
Rocky erklärte es mir nicht laut und wurde auch nicht unfair. Er setzte seine Grenzen ruhig und souverän. Wenn er nicht spielen wollte, zeigte er mir das deutlich, aber ohne mich zu verunsichern. Nach und nach lernte ich, seine Wünsche zu respektieren.
Und dann gibt es diese besonderen Momente, in denen er plötzlich doch entscheidet, dass eine kleine Rennrunde möglich ist. Dann springt er auf, fordert mich auf und wir flitzen gemeinsam durch den Garten. Manchmal entsteht daraus sogar eine kurze Rangelei, bei der ich mein Glück kaum fassen kann.
So schnell diese Spiele beginnen, so schnell beendet Rocky sie auch wieder. Dann legt er sich hin und zeigt mir, dass es nun genug ist.
Mein Herrchen sagt oft, dass man sich Rocky einfach anschauen müsse, wenn man wissen wolle, wie Geduld und Ruhe aussehen. Ich glaube, er hat recht. Rocky bringt mir jeden Tag etwas bei, ohne dass er dafür viel tun muss. Allein durch seine Art zeigt er mir, dass Gelassenheit manchmal viel stärker ist als Aufregung.
Natürlich erlebten wir beide auch schon gemeinsamen Unsinn.
Auf einem Spaziergang entdeckten wir einen halb ausgetrockneten Weiher. Für Rocky und mich sah er offenbar genau richtig aus, um uns darin ausgiebig zu vergnügen. Nach kurzer Zeit waren wir mit Schlamm bedeckt und sehr zufrieden mit unserer Entscheidung.
Mein Herrchen teilte unsere Begeisterung nur bedingt.
Zu Hause stand deshalb meine erste Gartendusche an. Ich fand das Wasser von oben deutlich weniger unterhaltsam als den Schlamm von unten. Trotzdem hielt ich tapfer durch. Vielleicht lerne ich irgendwann noch, dass Baden gar nicht so schlimm ist. Im Moment bin ich davon allerdings noch nicht vollständig überzeugt.
In diesen ersten zweieinhalb Wochen lernte ich nicht nur Menschen, Hunde und neue Orte kennen. Ich begegnete auch Kühen, Pferden und Hühnern. Erstaunlicherweise fand ich diese Tiere gar nicht so problematisch. Ich schaute sie mir an, nahm ihren Geruch auf und konnte mich meist recht gut wieder meinem Herrchen zuwenden.
⚽ Die Welt steckt voller Ablenkungen
Ganz anders sah es bei Bällen aus.
Sobald irgendwo ein Ball sprang, war meine Aufmerksamkeit wie festgeklebt. Er bewegte sich schnell, hüpfte unberechenbar und schien geradezu darauf zu warten, dass ich hinterherlief.
Mein Herrchen vermutet, dass Bälle in meinem früheren Leben eine der wenigen Beschäftigungen für mich gewesen sein könnten. Vielleicht wurde ich damit ausgepowert, wenn ich lange genug allein gewesen war. Sicher wissen kann das niemand.
Fest steht nur, dass ich erst lernen muss, nicht jedem Ball hinterherzugehen. Besonders schwierig ist das, wenn Kinder damit spielen. Doch auch daran arbeiten wir ruhig und ohne Eile. Ich soll lernen, dass ein Ball sich bewegen darf, ohne dass ich sofort reagieren muss.
Neben dem normalen Alltag erlebte ich auch Situationen, die selbst für erfahrene Hunde nicht alltäglich sind.
🕊️Ein ganz besonderer Tag.
Ein paar Tage später durfte ich etwas erleben, das selbst für viele erwachsene Hunde etwas ganz Besonderes ist.
Mein Herrchen nahm mich mit zu einer Abschiedsfeier. Eine langjährige Kundin aus seiner Hundeschule war leider verstorben. Gemeinsam mit ihrer Hundegruppe durfte ich stellvertretend für all die Hunde dabei sein, die sie über viele Jahre begleitet hatte.
Ich wusste natürlich nicht, warum die Menschen so traurig waren. Ich hörte die Glocken läuten, nahm viele neue Gerüche wahr und spürte, dass an diesem Ort etwas anders war als sonst.
Also blieb ich einfach ganz nah bei meinem Herrchen. Manchmal muss man gar nicht alles verstehen – manchmal reicht es einfach, ruhig da zu sein.
Mein Herrchen erzählte mir später, dass ich das richtig toll gemacht hätte. Trotzdem war mein Kopf an diesem Tag ganz schön voll. Beim anschließenden Social Walk merkte ich selbst, wie viele Eindrücke ich erst einmal verarbeiten musste. Ich war deutlich aufgeregter als sonst und brauchte etwas Zeit, bis ich wieder richtig zur Ruhe fand.
Aber auch das gehört wohl zum Großwerden dazu. Nicht jeder Tag fühlt sich gleich an – und manchmal braucht man einfach ein bisschen länger, um all die Erlebnisse zu verarbeiten.
🐾 Jeden Tag ein kleines Stück mutiger
Social Walks gehörten in dieser heißen Woche ohnehin fast täglich zu unserem Programm. Weil es tagsüber viel zu warm war, gingen wir meistens erst am Abend gemeinsam mit anderen Hunden durch den Wald.
Jeder dieser Spaziergänge verlief ein wenig anders. Manche Hunde fand ich sehr spannend und hätte am liebsten sofort mit ihnen gespielt. Bei anderen gelang es mir schon gut, ruhig zu bleiben und mich wieder an meinem Herrchen zu orientieren.
Manchmal war mein Kopf konzentriert und ich konnte souverän mitlaufen. An anderen Tagen hatte ich mehr Flausen darin. Doch auch dann ließ ich mich immer besser ansprechen und aus meinen Ideen herausholen.
Am letzten Samstag vor dem Urlaub durfte ich schließlich am Junghundekurs teilnehmen. Dort traf ich Hunde, die ungefähr in meinem Alter und von ihrer Größe her passende Spielpartner waren.
Endlich konnte ich wieder rennen, spielen und Freundschaften schließen. Gleichzeitig lernte ich, dass ein Treffen nicht nur aus Toben besteht. Auch Pausen, Orientierung und das gemeinsame Herunterfahren gehörten dazu.
Nach all diesen Erlebnissen fühlte sich mein neues Leben langsam nicht mehr ganz so fremd an.
Ich kannte inzwischen die Stimmen meiner Familie und wusste, wer morgens zuerst aufstand. Ich kannte Rockys Lieblingsplätze und begann zu verstehen, wann er spielen wollte und wann nicht. Ich wusste, dass die Mädels zu mir gehörten, auch wenn wir alle noch lernen mussten, gut miteinander umzugehen.
Auch mein Frauchen wurde immer vertrauter für mich. Sie war ein fester Teil dieses neuen Zuhauses, half mir beim Ankommen und ging ebenso wie die anderen mit mir durch die schönen und durch die anstrengenden Momente.
Sogar die drei Meerschweinchen gehörten inzwischen irgendwie zu meinem Alltag. Ich fand ihre Geräusche und Bewegungen zwar weiterhin sehr interessant, lernte aber, dass sie nicht für mich zum Spielen da waren. Also beobachtete ich sie lieber mit etwas Abstand – meistens jedenfalls.
❤️ Zuhause
Abends fiel ich nach all diesen Eindrücken oft müde auf meinen Platz. Dann wurde es im Haus ruhiger, und ich hörte nur noch die vertrauten Geräusche meiner neuen Familie.
Manchmal lag Rocky nicht weit von mir entfernt. Die Mädels waren in ihren Zimmern, mein Frauchen und mein Herrchen gingen ihren Dingen nach, und ich musste nicht mehr wachsam sein.
Ich durfte einfach schlafen.
In diesen Momenten begann ich langsam zu verstehen, was ein Zuhause eigentlich bedeutet.
Es ist nicht nur ein Haus mit einem Garten. Es ist auch nicht die Menge der Spielsachen oder die Anzahl der Ausflüge. Ein Zuhause ist der Ort, an dem man Fehler machen darf, ohne gleich aufgegeben zu werden. Es ist der Ort, an dem Menschen Geduld haben, wenn man etwas noch nicht versteht.
Ein Zuhause bedeutet, dass jemand bleibt, wenn man Schmerzen hat und nicht einschlafen kann. Es bedeutet, dass man zur Ruhe begleitet wird, wenn der eigene Kopf viel zu voll ist. Es bedeutet, dass ein alter Hund einem zeigt, wie das Leben funktioniert, und dass zwei Mädels jeden Tag neu lernen, mit einem kleinen Wirbelwind zusammenzuleben.
Vor allem bedeutet es, nicht mehr alles allein schaffen zu müssen.
Nach zweieinhalb Wochen konnte ich natürlich noch längst nicht alles. Ich hatte weiterhin viel zu lernen, jede Menge Energie und ziemlich viele Flausen im Kopf.
Doch etwas Entscheidendes hatte sich verändert.
Ich begann zu vertrauen.
Ich begann zu verstehen, dass ich am nächsten Morgen noch immer hier sein würde. Dass mein Körbchen auf mich wartete, Rocky noch da war und meine Familie mich nicht einfach wieder fortschicken würde, nur weil ein Tag einmal anstrengend gewesen war.
Ich glaube, genau in diesem Gefühl begann mein neues Leben wirklich.
🚐 Das nächste Abenteuer wartet schon
Gerade als ich dachte, dass ich mich langsam an all diese Dinge gewöhnt hatte, veränderte sich die Stimmung im Haus erneut. Mein Herrchen und mein Frauchen liefen geschäftig hin und her, die Mädels packten ihre Sachen, und draußen wurde ein großer rollender Kasten vorbereitet.
Mein Herrchen nennt ihn Wohnwagen.
Ich weiß noch nicht genau, was Urlaub bedeutet oder weshalb man dafür so viele Dinge einpacken muss. Ich weiß nur, dass ich mitfahren werde. Rocky kommt natürlich ebenfalls mit, und meine ganze Familie wird dabei sein.
Vor wenigen Wochen hätte mir eine solche Veränderung vermutlich große Angst gemacht.
Heute bin ich vor allem neugierig.
Denn inzwischen habe ich etwas Wichtiges gelernt: Solange meine Familie bei mir ist, muss eine neue Umgebung nichts Bedrohliches sein. Sie kann auch einfach der Beginn eines neuen Abenteuers werden.
Doch davon erzähle ich euch im nächsten Kapitel.
Eure Elly 🐾
☀️ Wir wünschen euch allen wunderschöne Sommerferien und eine erholsame Urlaubszeit!
Vielen Dank für euer Vertrauen und dafür, dass ihr uns auf unserem Weg begleitet.
Auch wenn wir in den nächsten drei Wochen etwas kürzer treten, sind wir natürlich weiterhin erreichbar. Es kann nur manchmal etwas dauern, bis wir antworten.
Und keine Sorge...
🐾 Elly nimmt euch mit auf ihre ersten Urlaubsabenteuer.
Bis ganz bald! ❤️