16/09/2013
Juckreiz beim Hund - ein lästiges Thema
Der Hund kratzt sich, leckt und knabbert an wunden Stellen und hält den Tierbesitzer damit in Schach. Der Juckreiz beim Hund kommt häufig vor und ist oft schwer zu diagnostizieren, wenn kein eindeutiger Parasitenbefall vorliegt. Denn nicht immer sind Flöhe die Ursache des Juckreizes.
Auch eine Futterunverträglichkeit bzw. Allergie kann den Juckreiz beim Hund auslösen. Viele Tiere reagieren beispielsweise auf Getreide oder gewisse Proteine im Futter. Die Symptome einer Futtermittelunverträglichkeit sind nicht saisonal und treten meist plötzlich auf. Die Beschwerden im Magen-Darm-Trakt des Hundes können sich wie folgt äußern:
Juckreiz beim Hund
Wässriger Durchfall
Bauchschmerzen & Blähungen
Schleimabsonderungen
Erbrechen (seltener)
Erkrankungen an der Haut des Tieres, die aus Allergien resultieren,
sind beispielsweise:
Juckreiz beim Hund (Kratzen, Beknabbern – vor allem an Pfoten)
Quaddeln, Rötungen & Entzündungen (vor allem am äußeren Gehörgang)
Um Verdauungsbeschwerden & Juckreiz beim Hund schnellstmöglich in den Griff zu bekommen, empfiehlt sich eine Eliminationsdiät über mehrere Wochen. Es wird zunächst nur ein Einzelfuttermittel gefüttert, mit dem das Tier noch nie Kontakt hatte. Sobald eine Besserung eintritt werden Provokationsversuche mit dem alten Futter durchgeführt um zu erkennen, auf was der Hund reagiert. Wichtig ist, die Unausgewogenheit der Ernährung mit dem Therapieerfolg im Voraus abzuwägen.
Wenn ein bestimmter Verdacht des Tierbesitzers besteht, könnte man vor einer für den Hund mit Stress verbundenen Eliminationsdiät gleich auf eine entsprechende Alternative, z. B. getreidefreies Hundefutter, umsteigen und auf Besserung hoffen. Somit wird dem Tier die einseitige Ernährung bei der Eliminationsdiät erspart und die Darmflora des Tieres wird im besten Fall geschont.
Hautprobleme beim Hund eindämmen
Juckreiz beim Hund kann auch unabhängig von einer Unverträglichkeit durch verschiedene Hautprobleme (z. B. trockene Haut) verursacht werden. Hilfe kann bereits durch einfache Mittel, wie z. B. wertvolle Fettsäuren, geboten werden. Lachsöl beispielsweise wirkt sich durch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren positiv auf vielerlei Krankheiten aus und kann auch für Hautprobleme beim Hund eine gute Lösung sein. Das Öl kann problemlos über das Futter verabreicht werden.
Wenn Ihr Hund unter Hautproblemen leidet, sollte er nicht übermäßig oft gebadet werden - es sei denn, es wird ein spezielles Shampoo durch den Tierarzt verordnet. Der natürliche Feuchtigkeitshaushalt kann durch zu häufiges Baden aus dem Gleichgewicht gebracht werden. Im schlimmsten Fall ist das Resultat durch Verwendung ungeeigneter Shampoos eine Verschlimmerung der Hautprobleme beim Hund. Für Beschwerden wie z. B. Ekzeme, Pilze etc. sollte auf jeden Fall ein Tierarzt hinzugezogen werden. Eine eigenverantwortliche Therapie der Hautprobleme ist dann nicht empfehlenswert.
Parasitenbefall durch Flöhe, Läuse & Milben
Eine der häufigsten Ursachen für Juckreiz beim Hund sind Parasiten (z. B. Milben oder Flöhe). In beiden Fällen ist eine schnelle Behandlung ratsam, da der Hund durch das ständige Jucken die Haut stark beansprucht.
Auch wenn auf den ersten Blick keine Flöhe zu finden sind – kleine schwarze Kügelchen im Fell und auf der Haut sind in den meisten Fällen Flohkot und ein Indiz für den Flohbefall. Nur bei hochgradigem Befall sieht man Flöhe direkt. Der Hund sollte schnellstmöglich entfloht werden, um ihn von dem unangenehmen Juckreiz zu befreien. Milben verstecken sich gerne in den Hundeohren und sind ebenfalls mit unangenehmem Juckreiz verbunden.
Vielleicht ist aber auch nur ein einfacher Insektenstich oder eine Zecke der Grund für den Juckreiz beim Hund. Sobald man eine Zecke entdeckt, sollte sie schnellstmöglich entfernt werden. Die Devise lautet Zecken möglichst nah an der Haut anzupacken (z. B. mit einer Pinzette) und sie langsam und kontrolliert „herauszudrehen“. Bei einer anhaltenden Rötung, die sich an der Einstichstelle ausbreitet, oder einer Schwellung sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Kontaktallergien, Vergiftungen & Verätzungen
Dünger, Unkrautvernichter und sonstige Pestizide, die im Garten oder auf dem Feld verwendet werden, sind gefährlich für die empfindsame Hundenase. Viele Mittel im Garten sind nicht nur für Pflanzenschädlinge giftig. Schnell ist die Nase des Hundes z. B. in einen gespritzten Busch gesteckt. Pflanzenschutzmittel können von Hunden über die Haut aufgenommen werden. Das Ergebnis ist auch hier unter anderem Juckreiz beim Hund. Wenn eine Vergiftung oder Verätzung vermutet wird, lassen Sie alles stehen und liegen und fahren Sie umgehend mit Ihrem Vierbeiner zum Tierarzt.
Sonstige Ursachen für Juckreiz beim Hund
Auch Stress oder psychosomatische Ticks zur Selbstzerstörung können ein Auslöser für Juckreiz beim Hund sein. Aufmerksamkeitsdefizite oder schlechte Stimmung bei den „Menschen“ des Hundes können eine Ursache für diese nervenaufreibende Verhaltensstörung sein.
Außerdem sind Hunde für Pilz- & Bakterieninfektionen genauso anfällig wie wir Menschen. Auch hier ist Juckreiz als unmittelbare Folge nahezu unvermeidbar. Untersuchen Sie die Stellen, an denen sich Ihr Hund juckt, deshalb genau.
Dennoch sollte man zunächst Ruhe bewahren, wenn sich der Juckreiz beim Hund in einem normalen Rahmen bewegt. In manchen Fällen löst sich das Problem von alleine - der Juckreiz beim Hund verschwindet plötzlich wieder. Wenn dies nicht der Fall ist, möchte man natürlich die Ursache erforschen und wissen, was man gegen den Juckreiz tun kann. Schließlich leidet der vierbeinige Freund und man möchte ihm schnellstmöglich Linderung verschaffen.