Hundetrainerin.Nrw - Eva Luisa Böttcher

Hundetrainerin.Nrw - Eva Luisa Böttcher Hundetraining: Leinenaggression, Aggression ggü. Menschen & Artgenossen, Kommunikation Danke!

Hilfe zur Hundeerziehung

Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung zur Erziehung Ihres Hundes. Weit ab von Methoden und dem bekannten Schema F, geht es in meiner Arbeit darum, Ihnen ein Verständnis für Ihren Hund zu vermitteln. Warum ein Hund was und wie tut und welche Möglichkeiten Sie haben zu agieren, erarbeiten wir uns während unseres Treffens. Gemeinsam erschaffen wir uns eine Basis für Sie un

d Ihren Hund, um das Zusammenspiel zwischen Ihnen beiden (wieder) aufzubauen. Der Charakter Ihres Hundes und das individulle Zusammenleben, sind das Entscheidende in meiner Wahl der am besten geeignetsten Erziehungsart. UPDATE (04.Mai 2021): Da mein Facebookkonto einmal bewusst pausiert, bitte ausschließlich unter der auf der Homepage angebeben Kontaktdaten melden. Nachrichten, die an diese Facebook-Seite gesendet werden, können nicht gelesen werden.

18/12/2023

"Sind wir denn nie schön genug?
Sind wir so viel, zu schnell, zu müde oder blind?"
Lina Maly- Schön genug

"Sind wir denn nie gut genug?"
Diese Frage stelle ich mir desöfteren.
Sowohl beruflich, als auch privat.

Ist es nur in meinem Kopf oder erhalte ich den Eindruck einer gewissen gesellschaftlichen Erwartungshaltung?

Ein tatsächlich ängstlicher Hund muss fremden menschlichen Körperkontakt aushalten können?
Eine, für mich, steile These, die ich selbst nicht unterstützen möchte.
Würde man einem menschlichen Missbrauchsopfer Körperkontakt auferzwingen wollen?
Warum das Zweite wohl eher nicht?
Mal abgesehen von dem menschlich juristischen Wege im Nachhinein, würde ich selbst keinen Menschen zwingen wollen.
Und warum nicht?
Weil ich mir nicht anmaßen möchte über einen Menschen zu verfügen.

Was ist hier der Unterschied zum Menschen und was fiele unter Vermenschlichung?
Sind wir ehrlich; wir verfügen über einen Hund. Und das deutlich weniger dramatisch als im obigen Beispiel.

Allein wenn ich links herum laufen möchte, mein Hund aber rechts herum will. In diesem Fall verfüge ich über meinen Hund und dessen Laufrichtung.

Führung ist das eine.
Macht ist etwas anderes.
Was unterscheidet das eine vom anderen?
Ist Führung vielleicht auch eine Art der Macht?
Ein gesondertes Thema für sich, irgendetwas zwischen der Sichtweise von
" schwarz, weiss und grau".

Wenn mein Hund beispielsweise ein recht deutliches Problem hat, wenn ich seine Pfoten oder seine Ohren berühre, habe ich möglicherweise situationsbedingt ein Problem.
Spätestens dann, wenn es gesundheitliche Versorgung benötigt.
Wenn ich daran festhalte, dass ich nicht übergriffig sein möchte, zum psychischen Wohl meines Hundes, haben wir möglicherweise bald jedoch ein physisches Debakel.
Rechtfertigt dies dann so genannte Zwangshandlungen?
Meines Erachtens gibt es Situationen, in denen Zwangsanwendungen statt finden müssen. Genau in diesen Situationen sehe ich mich als chancenlos, da ich beispielsweise der Möglichkeit einer Wundversorgung kein Zeitfenster einbauen darf.
Also rechtfertig der Nutzen die Handlung?
Ein Hoch auf dessen, wenn Prävention und vorherige Fortschritte im Körperkontakt bereits eingetreten sind.

Im minder offensichtlichen Fall, im Bereich von inneren, hier meinen "psychische" Verletzungen, habe ich genau welche Möglichkeiten?

Es ist ein schmaler Grad zwischen
"gut gemeint ist nicht immer gut gemacht".
Um auf das Beispiel zurück zu kommen, dass sich ein Hund von fremden Menschen nicht anfassen lassen möchte:
Lasse ich ihm endlos Zeit dafür?
Und wenn ja, Zeit wofür genau?
Habe ich das Ziel, dass sich mein Hund anfassen lassen sollte?
Habe ich das Ziel, dass er dies toleriert, akzeptiert oder sogar mögen sollte?
Und bin ich womöglich enttäuscht, wenn ich einen nicht regulär gesellschaftsfähigen Hund habe und ich mich mit Rechtfertigungen aufhalte?

Im Kern stellt sich für mich die Frage des Erkennen des Individuums.
Welche Tragweite hat Prägung oder eine vorherige Erfahrung für den Hund?
Und bemesse ich die Einschätzung vorangegangener Szenen, die mir bekannt oder auch unbekannt sind, richtig?
Vielleicht geschah etwas Großes und mein Hund hat einen ziemlich simplen Umgang damit. Oder es sind Kleinigkeiten, die ich nichtmal bewusst realisiert habe.
Wie viel weiß ich eigentlich und was mache ich damit?

Unterm Strich möchte ich sagen, dass Angst für einen Hund weder Luxus noch Laune ist.
"Der tut nur so, so schlimm ist es gar nicht, " auch dieser Satz ist mir bekannt.
Manches mag aus Menschensicht eine übersteigerte Reaktion eines Hundes sein.
Viel öfter treffen wir aber auch konditioniertes Angstverhalten und einen zugleich hilflosen Hund an.
Hier also auch ein Wink in die Richtung des richtigen Lobes/Anerkennung/Bestärkung und vielmehr generellen Umgang mit verschiedenen Situationen.

Im Laufe der Jahre bin ich ein Anhänger von "Mutausbrüchen" geworden.
Hierbei geht es für mich um Nuancen.
Der Moment, in dem mein Hund sich traut seine Nase einzusetzen. Um sich damit zu beschäftigen, wer vor ihm ist.
Der Moment, nachdem die größere Erregung überstanden ist.

Um Angst händeln zu können, muss ich wissen wer und wie mein Hund ist.
Nuancen erkennen, feinsprachlich kommunizieren.
Schutz und Stabilität bieten können, nicht über Grenzen hinaus brechen.
Das Thema der Erwartungshaltung geht für mich zwangsläufig mit dem Verhalten eines ängstlichen Hundes einher.
Entweder es sind die meinen oder ich, bzw mein Hund, erleben sie durch die Unwelt.

Für mich gibt es keine pauschale Aussage zu der Thematik "ängstlicher Hund".
Und selbst die Definition zwischen Angst, Unwohlsein und Sorge lässt sich ja auch nochmal erfassen.
Jedoch gibt es für mich die individuell Einstellung zu diesem Thema.

Was genau von alle dem richtig oder falsch zu meinen scheint, liegt wohl in der eigenen Betrachtungsweise, gepflastert durch Erfahrungen.

Emotion, Trauma, Verständnis, Vertrauen.

Hundetraining: Leinenaggression, Aggression ggü. Menschen & Artgenossen, Kommunikation

Organisatorisches Update zur aktuellen Situation "Corona" :Der Unterricht zur Hundeerziehung findet aktuell bisher nach ...
14/03/2020

Organisatorisches Update zur aktuellen Situation "Corona" :

Der Unterricht zur Hundeerziehung findet aktuell bisher nach wie vor statt. Jedoch gibt es erstmal ein paar kleine Änderungen:
Bei der
- Begrüßung wird das Händeschütteln erstmal entfallen und auch
- Haustermin werden aktuell leider nicht stattfinden. Somit finden die Termine ausschließlich draußen im freien Gelände statt, sodass auch ein größerer Abstand zueinander möglich ist.

Wenn euch unmittelbar vor einem ausgemachten Trainingstermin selbst nicht gut sein sollte, gilt die eigentliche Klausel in den AGBs derzeit nicht, sodass die eigentlichen 24 Std. zur Terminabsage/-Verschiebung hier unterschritten werden können. Meldet euch also auch kurzfristig, wenn ihr einen Termin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen möchtet.

Ansonsten freue ich mich wie gewoht auf euch,

Liebe Grüße
Luisa
Hundetrainerin.Nrw

14/03/2019

Leben leben
Und eines Tages...

Jeder kennt diesen Moment oder wird ihn leider noch kennen lernen, wenn der eigene Hund verstirbt.
Eines Tages kommt dieser eine Tag des Abschieds.

So einfach der erste Absatz geschrieben ist,
so groß kann die Tragweite dessen sein.

Für den einen verstirbt der eigene Hund.
Für den anderen ein guter Freund.
Für noch jemanden sein Lebenspartner oder eben auch sein Kind.

Trauer ist nicht messbar. Nicht bewert- oder verurteilbar.
Jeder Abschied ist anders, jede Art damit umzugehen ebenso.

Der Schmerz, um den eigenen Hund, kann schnell verwunden und aushaltbar sein.
Im anderen Extrem treibt er den Hundebesitzer an seine psychischen und teils auch physischen Grenzen. Und auch bis hin zur eigenen Existenzfrage.

Gibt es, wenn wir über den Tod nachdenken, ein Richtig oder Falsch?
Gibt es, wenn wir über den Weg zum Tode, über das Versterben nachdenken, ein Richtig oder Falsch?
Sagt die Trauer um den eigenen Hund etwas über seinen Besitzer und die Beziehung der beiden aus?

Und würde man darauf antworten, könnte man dies hoch wahrscheinlich schon nicht mehr wertfrei tun.

Der Tod ist für mich persönlich nicht schlimm und auch kein Tabu-Thema.
Was für mich schlimm ist, ist die Zeit kurz vor dem Versterben und meine eigene Lebzeit danach.
Für meine Hunde gibt es nun, in meinem Kopf, Frieden, Schmerzfreiheit und Grenzenlosigkeit.
Für mich aber, beginnt der Kampf um jeden einzelnen Tag danach. Um die Zeit, nach unserem gemeinsamen Leben.

Es gibt einen Satz, der mir sehr geholfen hat:
"Die Hunde versterben in uns hinein, nicht von uns fort!"
An dieser Stelle nochmals ein sehr großes Dankeschön für diese Blickwinkeländerung.

Meine persönliche Lehre aus dem Leben mit dem Tod ist:
Er macht immer wieder auf brutale Art und Weise bewusst, wie endlich das Leben ist.
Wie unnötig Alltagsdinge sein können, setzt man sich einmal hin und relativiert Situationen.
Ob ich beim Einkaufen die Kartoffeln vergessen habe und mich aufrege, weil ich nochmal los muss. Oder ob meine Lieblingsjeans gerissen ist, vielleicht habe ich mir direkt dabei auch gleich das Knie mit angehauen.

Ehrlich gesagt, wenn ich meinen Hund ansehe, sein Kopf auf meinem Bein liegt und sich meine Hand in sein Fell gräbt, halte ich inne.
Bin dankbar. Dankbar, dass wir zwei uns begegnet sind. Dass ich Lebenszeit mit ihm verbringen darf. Denn nichts, kein Individuum, keine Dauer der Zeit, nicht mal das Kennenlernen dürfen, ist für mich noch selbstverständlich.
Selbst wenn mein Hund mich manchmal auf die Spitze meiner eignen Impulskontrolle treibt, weil er mal wieder irgendetwas, für mich, sehr unangenehmes getan hat, darf ich mich natürlich auch mal ärgern. Ich verdrehe auch mal die Augen und bin genervt.
Doch wenn mir bewusst ist, dass rein gar nichts davon selbstverständlich ist, dass mein Hund und ich gemeinsam ein Leben teilen dürfen, dann verdeutlicht mir dies Druck aus der eigenen Leistung und die des Hundes heraus zu nehmen.
Mein Hund braucht nach seiner Natur entsprechend, wichtige und elementare Dinge zur guten Lebensgrundlage. Hierzu zählen Sicherheit, Vertrauen und soziale Präsenz.
Die Angst vor dem Tod meines Hundes, hebt keine Grenzen für unser gemeinsames Leben auf. Denn sie treibt mich genau dort hin, wo ich sein möchte: Ich möchte das Fundament meines Hundes sein können, damit er sein Leben leben kann, ohne dass er Sorge um elementares oder existenzielles haben muss.
Meinen Hund schütze ich zu Lebzeiten psychisch und physisch, entsprechend seiner Natur.
Und ich darf ihn dadurch dann eben doch auch subjektiv (meines eigenen Lebens entsprechend) als meinen Lebenspartner oder als mein Kind betrachten.

In größter Demut denke ich an meine Hunde, die genau beides für mich sind, nach wie vor, bis über den Tod hinaus.

Das länger anhaltende Fehlverhalten eines Hundes, gesetzt an unserer gesellschaftlichen Norm, ist lediglich (egal in welchem Ausmaß dies gestaffelt sein sollte) ein Zeichen dafür, dass ich als Hundehalter seine Aussage nicht verstehe (verstehen kann) und somit nicht intervenieren kann.
Gleichermaßen sagt es aus, dass diese Wissenslücken wichtig wären zu schließen. Damit mein Hund und ich so leben können, wie ich es uns beiden gemeinsam wünsche.

Ich möchte nicht zurück blicken und sagen, dass meine Angst vor der Konfrontation mit gewissen Thematiken mit meinem Hund, uns unsere Lebzeit unangenehmer gemacht hat.
Mit den so genannten "Special-Effekts" meines Hundes lebe ich gerne. Sie formen ihn, so wie es die meinen mit mir tun. Auch ein Zeichen der einzelnen Individualität.

Doch am Ende, dieses einen bestimmten Tages, möchte ich meinen Hund in meinen Armen begleiten können und sagen, wie sehr ich ihn, sein Wesen, seine Persönlichkeit und seine Natur liebe.
Ich möchte meinen Hund gehen lassen können, in dem Wissen, dass wir diese verdammt tolle Zeit auch nach dem Tod nicht enden lassen werden. Weil ich ihn kenne, wir uns so nah und verbunden sind und weil ich weiß, dass er, wenn auch nicht mehr physisch, doch bleiben wird.
In mir, nicht nur als ein Teil meiner Erinnerungen. Sondern als ein Teil von mir, den ich von nun an in mir trage. Ohne Leine, ohne wetterfeste Gummistiefel und ohne unsere gemeinsamen Fußabdrücke in der Nähe eine Pfütze auf unserem Weg.

Bewusst leben, damit ich eines Tages in all dieser Tränen, meinem Hund Frieden und Sicherheit für seinen letzten Weg schenken und mitgeben kann.

www.Hundetrainerin.Nrw

Nun verabschiedet sich auch "Anouk" als Schulungshund meiner Arbeit.Wie ihr Vater, wird auch sie ab nun an aus gesundhei...
10/10/2018

Nun verabschiedet sich auch "Anouk" als Schulungshund meiner Arbeit.

Wie ihr Vater, wird auch sie ab nun an aus gesundheitlichen Gründen in Frührente gehen und nicht mehr in den Unterricht zurück kehren.

Wir bitten um Verständnis, dass Anfragen zu Resozialisierungen durch keinen meiner Hunde mehr bedient werden können.

Für uns geht hier nun ein sehr wichtiges Kapitel zu Ende.
Meine Hunde lernten, in ihrem Familienverbund mit weiteren Geschwistern, junge Artgenossen taktisch und mit hohen sozialen Strategien zu lenken. Sie zu lehren und zu fördern.
Meine damals sechsköpfige Hundebande und ich steckten unser Herzblut in dieser Art der Arbeit hinein. Doch auch die besten Zeiten enden irgendwann und wir machen nun das Beste daraus.

Die Resozialisierung meiner Kundenhunde, durch meine eigenen Hunde, wird sicherlich auch irgendwann wieder ein Bestandteil meiner Arbeit sein.
Irgendwann, mit einem Hund, der sich hierfür als geeignet und engagiert zeigt.

Doch jetzt genießen wir die Zeit zusammen und beide Hunde werden nun ausschließlich einen endlosen Urlaub genießen dürfen.

Herzliche Grüße
Luisa mit
Anouk und Thor

(Foto: Johanna Umbach)

VertrauenDie höchste Stufe der Verbindung- nachdenkliche Erinnerung-An dieser Stelle möchte ich euch eine Geschichte erz...
19/08/2018

Vertrauen
Die höchste Stufe der Verbindung
- nachdenkliche Erinnerung-

An dieser Stelle möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Sie ist vor ca. 1,5 Jahren geschehen.
Mein Rüde Thor und ich waren mit seiner Tochter und mit unserem damaligen Pflegehund frei draußen auf unserem Grundstück.
Zwischen den Rüden herrschte eine Antipathie wie sie im Buche steht.
Es wurde mal wieder Zeit für den nächsten Test zwischen den beiden und für die nächste Herausforderung.
Die Anspannung war da, sodass meine Hündin und ich erahnten, dass die Jungs sich noch nicht mit der gegenseitigen Duldung befassten. Thor wusste jedoch um mein Gedankengut und ging jeglicher potentiellen Eskalation aus dem Weg. Ich stand oder lief jedes mal unweit von ihm entfernt, sodass er um mein Eingreifen wusste.
Nach einiger Zeit tat sich eine ca. 10 Meter große Lücke zwischen uns auf und genau das nutzte der andere Rüde.
Thor stand vor ihm in der Wiese und kaute Gras, mit dem Rücken zum Herankommenden.
Dieser sprang ihm mit einem Satz auf den Rücken und biss in diesen hinein.
Ich eilte zu ihnen und sah zeitgleich, wie Thor erstarrte. Er hob seinen Kopf vom Boden und wurde vollständig steif. Jede seiner Bewegung war bewusst langsam. Oben auf noch immer sein Angreifer, der nun verbalisierte, während er in die nächste Hautfalte biss.
Thor legte die Ohren zurück, bleckte die Zähne und fletschte, während sich auch sein Tonus in ein Grollen entwickelte. Seine Schulterhaare standen aufrecht und seine Rute nahm die Horizontale ein.
Drei Meter seitlich von ihnen kam ich zum Stehen. Der andere sprang nun mit seinem Brustkorb auf meinen Hund und biss ihm in die Haut seines Nackens.
Thor drehte seinen Kopf zu mir,
wir hatten unseren Augenkontakt und ich sagte nichts. Einzig schüttelte ich mit meinem Kopf.
Seine Rute sank, seine Ohren gingen nach vorne, seine Zähne bedeckten sich. Seinen Kopf drehte er nach vorne und schaute vor sich auf den Boden.
Um meinen Teil unserer Absprache einzuhalten, griff ich nach dem anderen Rüden, zog die Haut meines Hundes aus seinem Maul und hebelte ihn vom Rücken herunter.

Ohne dass Thor und ich jemals darüber "gesprochen" hatten, wusste er, dass er nun nichts anderes zu tun hatte, als hinter mir zu bleiben.
Den anderen Rüden brachte ich auf einen Mindestabstand von 20m zu uns. Sodass Thor und seine Tochter wieder damit begannen Gras zu fressen.
So verging einige Zeit, begleitet durch weiteres Gehabe meines Pflegehundes.
Er wollte immer wieder zu uns her, ließ es sich derweil aber wieder ganz gut verbieten.
Den Abschluss der Situation provozierte ich dann bewusst:
Thor saß neben mir und wir standen lange in eine verharrenden Position.
Wir warteten auf die Kommunikationsideen unseres Gegenübers. Derweil durfte er sich uns bis zu fünf Metern nähern.
Um jedoch wieder in unsere tatsächliche Nähe zu dürfen, zeigte er uns das, was uns milde stimmte.
Er beschwichtigte. Und er hatte meine Botschaft verstanden. Denn er schaute währenddessen abwechselnd zu seinem vermeintlichen Rivalen und zu mir.
Ebenso machten es Thor und ich, er schaute unseren Pflegehund an und wieder mich. Und ich wechselte den Blick zwischen den Jungs.
Diesmal nickte ich und unser Aufwühler kam zu uns. Thor rechts von mir, er links. In dieser Nähe unterließ mein Pflegehund jegliche Kontaktaufnahme zu meinem Rüden.
Ein paar Runden drehten wir zuletzt in dieser Formation, bis ich die gesamte Situation auflöste.

Ein Kopfschütteln ist keine Geste der Kommunikation, die hündisch wäre.
Doch Hunde haben uns gegenüber einen deutlichen Vorteil:
sie kennen unsere Mimik, Gestik und unsere Handlung allesamt. Zumeist besser, als wir dies über unser Wissen um unseren Hund behaupten können.

Was mir diese Situation zeigte, war das, was allzu oft im Alltag thematisch unter gehen kann.
Es waren die Früchte unserer bis dahin gehenden gemeinsam Geschichte.
Natürlich kamen auch wir in Situationen, in denen wir beide überfordert waren. Erlebnisse, die unfair, schmerzhaft und auch brutal waren.
Auch Szenarien, nach denen ich den Abbruch unseres Vertrauensverhältnis erahnt habe.
Doch es zeigt mir nun, dass in uns ein blindes Vertrauen zueinander besteht, jedoch ohne, dass jeder vom eigenen Denken befreit wäre.
Ich bin dankbar über all unser Lehrmaterial, im gegenseitigen Kennenlernen.

Diese Geschichte ist angedacht als eine Anekdote, die zeigen kann, dass die Beziehung nicht so schnell an einzelnen Situationen zerbrechen kann. Sondern dass unser Zusammenleben mit Kommunikation und Interaktion gepflastert ist. Und wir sie manchmal und manchmal auch unerwartet, als das höchste Gut ausleben können.

Foto: "Thor"

www.Hundetrainerin.Nrw

Zurück aus dem Urlaub 🐶☀️Mit neuer Homepage und von nun an (technische Pannen sind super ;-) ) wie gewohnt zu erreichen....
10/06/2018

Zurück aus dem Urlaub 🐶☀️

Mit neuer Homepage und von nun an (technische Pannen sind super ;-) ) wie gewohnt zu erreichen.

www.Hundetrainerin.Nrw

Eine schöne kommende Woche euch😊🐶💐

Herzliche Grüße
Luisa

Hiermit verabschiedet sich Thor nun offiziell als Schulungshund meiner Arbeit.Aus gesundheitlichen Gründen ist der Große...
29/05/2018

Hiermit verabschiedet sich
Thor
nun offiziell als Schulungshund meiner Arbeit.

Aus gesundheitlichen Gründen ist der Große nun in Frührente getreten, da er nicht mehr wie gewohnt an unseren jungen, wilden Kunden-Lieblingen arbeiten darf.

Wir bitten um Verständnis, dass Anfragen zur Resozialisierung anderer Hunde, durch meine eigenen, vorerst nicht mehr bedient werden können.

Herzliche Grüße
Luisa mit Thor
🐶💐

Ein Jahresresümee:Auch 2017 war ereignisreich, schön, faszinierend, chaotisch, herzlich, irrwitzig, demütig/brutal und l...
30/12/2017

Ein Jahresresümee:

Auch 2017 war ereignisreich, schön, faszinierend, chaotisch, herzlich, irrwitzig, demütig/brutal und lehrreich.

Es gab die buntesten Lebensgeschichten, an denen ich Teil haben durfte und die mich sehr bereichert haben. Hunde, die immer wieder neue Herausforderung brachten und Menschen, vor deren Engagement ich meinen Hut ziehen möchte.
Es gab Erfolge und Fehler, Tränen der Verzweiflung und der Freude.
Rückblickend stand dieses Jahr die Arbeit mit "aggressionsambitionierten" Hunden im Mittelpunkt. Geschichten, die eine weitreichende Tragweite hinter sich haben.
Und die mir einiges noch einmal mehr verdeutlichten.

Auch daher möchte mich bei euch für das Vertrauen, eure Offenheit und für unsere Zusammenarbeit bedanken!
Auch dieses Jahr gab es sowohl mit Hund als auch mit Menschen Begegnungen, an die ich mich sehr gerne erinnere und auch auf dessen Wiederholung ich mich sehr freue! 🐾😊

Ich wünsche euch für das kommende Jahr alles erdenklich Gute! 🐾
Habt einen schönen Übergang und ein weiteres Jahr voller Ereignisse, kleiner Wunder und lebendigen Augenblicken!
🐕🎉🥂🌻🐶

Ein schönes Jahr 2018!☘️

Vielen herzlichen Dank!
💐🐺
Luisa & die gesamte Truppe🐶

Wir wünschen euchFrohe Weihnachten 🦌🎄⭐⛄🎀Ein tolles Fest mit all euren lieben Vier- und Zweibeinern.🐾Und eine schöne Zeit...
23/12/2017

Wir wünschen euch

Frohe Weihnachten 🦌🎄⭐⛄🎀
Ein tolles Fest mit all euren lieben Vier- und Zweibeinern.🐾
Und eine schöne Zeit, mit viel Ruhe und Wärme.🔥

Zwischen den Jahren herrscht hier keine Urlaubszeit, sodass ich ab dem 27.12. wieder wie gewohnt erreichbar bin.
(In Notfällen der Weihnachts-Rebellen natürlich nach wie vor auch während des Festes.)

Herzliche Grüße
Mein Team 🐾 (stell. auf dem Bild "Anouk")

19/11/2017

Zitat:
"Manche Hunderassen dürften heute nicht mehr verkauft werden."

Never change a running systemVerwirrung und Individualität in der Hundeerziehung"Nimm dem Hund jedes Spielzeug nach Been...
30/10/2017

Never change a running system

Verwirrung und Individualität in der Hundeerziehung

"Nimm dem Hund jedes Spielzeug nach Beendigung des Spiels weg", haben sie gesagt.
"Lasse Spielzeug niemals zur freien Verfügung herum liegen."

"Belohne Deinen Hund für alles Gute mit einem Leckerchen", haben sie gesagt.
"Er muss immer wissen was er richtig gemacht hat."

"Sei immer lieb zu Deinem Hund", haben sie gesagt.
"So lernt er am besten."

"Lass Deinen Hund zu jedem anderen Hund und Menschen hin", haben sie gesagt.
"Denn er muss sozialisiert werden."

"Strafe Deinen Hund niemals", haben sie gesagt.
"Er bekommt sonst Angst vor Dir."

Die Schmach der "hündischen Weisheiten" und die Pauschalisierung der Bedürfnisse von Mensch und Hund.

Die zuvor genannten Beispielsätze beinhalten mindestens einen, der jeden von uns mal erwischt hat.
Vielleicht weil wir einen sogenannten "Fehler" begangen haben oder weil wir in eine Schublade gerieten.
Warum allzu oft nach Schema F gehandelt oder zu dessen Inhalt geraten wird, ist leider praktischer Alltag, mit teils fatalen Folgen.

Loben an der richtigen Stelle will gelernt sein. Ebenso das richtige Mittel hierzu. Ob körperliche Zuneigung, Verbalität, Spielzeug oder Futter; je nach Charakter und Situation (!) ist eines gelegener als das andere.
Nicht nur der Charakter des Hundes, sondern gleichermaßen der des Menschen macht die Wahl individuell.
Dem einen widerstrebt das Futter, dem anderen die körperliche Zuneigung. Wie immer sind die Gründe verschieden. Genau so wie die einzeln ausgeprägten Veranlagungen und Bedürfnisse des Hundes.

Das Strafen des Hundes steht nun hierzu im Kontrast:
Das Bestrafen einer vom Menschen unerwünschten und vom Hund dennoch ausgeführten Handlung, ist schlichtweg mittlerweile im Ruf schon negativ behaftet.
Doch mit gesundem Menschenverstand und Bewusstsein der tierschutzrelevanten Grenzen, ist selbstredend dem Hund als Strafe weder Schmerz, noch Panik oder die Schädigung seiner Psyche zuzufügen.
Zu oft wird die Korrektur am Hund mit einem überzogenen Bild der Gewalt suggeriert. Als würde beispielsweise die heiße Bratpfanne im Hechtsprung im Gesicht eines Kindes aufkommen.

Doch das Lernstruktur eines Hundes ist ähnlich wie das des Menschen aufgebaut:
Jeder von uns hat das Lernprinzip zwischen "Ja" und "Nein" erfahren.
Fair, sich anhand dessen mit dem eigenen Verhalten orientieren zu können.

Dauerhaftes Loben, also ein dauerhaftes "Ja", ist für einen Hund zumeist genau so irritierend, wie eine dauerhafte Bestrafung Schaden anrichten kann.

Aus dem Erfahrungsschatz der Addition so vieler miterlebten hündischen Interaktionen, geht das Lernkonstrukt deutlich hervor.

Das ehrlichste Feedback gibt uns dieses Tier, dessen Interessen wir zu vertreten glauben, selbst.
Wer Recht hat, welcher Hundehalter den besten Rat und welcher Hundetrainer die beste Methode hat, entscheidet in der Hundeszene mittlerweile jeder für sich selbst.

Die eigenen Interessen zu vertreten, die eigenen Fähigkeiten zu kennen (oder ermitteln zu wollen) und gemeinsam mit dem Hund eine Interaktion aufzubauen, bedarf manchmal einem "Dolmetscher". Ein Trainer der das "System Hund" erklärt, kann manchmal wertvoller sein als das Bataillon der Erziehungsstile und - mittel.

Kommunikation ist Interaktionen.

"Hundeerziehung ist mittlerweile leider Gottes genau so eine Meinungsfindung wie die Humanmedizin."

Fern von der Meinung "... aber man macht das weil..." betrachtet:
Geht es Deinem Hund und Dir gut in eurem Miteinander, dann bleibt doch einfach mal dabei.
Schlichtweg - "Don't touch it (/the system)."

www.Hundertrainerin.Nrw

Adresse

Mühlenheuweg 32
Viersen
41749

Öffnungszeiten

Mittwoch 10:00 - 18:30
Donnerstag 10:00 - 18:30
Freitag 10:00 - 18:30
Samstag 10:00 - 18:30
Sonntag 10:00 - 18:30

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