Sabine Degner HundundMensch - Das Team

Sabine Degner HundundMensch - Das Team Hundetrainerin nTR, Hundepsychologin/Verhaltensberaterin nTR, IBH lizenzierte Mantrail-Trainerin, Ernährungs- und Gesundheitsberaterin

Thema Hundebegegnungen: Dieses ruhige Beobachten eines vorbeilaufenden Hundes auf geringe Distanz wäre zu Beginn unserer...
28/02/2026

Thema Hundebegegnungen: Dieses ruhige Beobachten eines vorbeilaufenden Hundes auf geringe Distanz wäre zu Beginn unserer Zusammenarbeit überhaupt nicht denkbar gewesen.
Nur durch positives, geduldiges und bedürfnisorientiertes Training hat dieses HundundMensch-Team es so weit geschafft. Ich bin richtig stolz auf die Beiden. 🥳🥳🥳🥳

Du möchtest wissen, was Deine Körpersprache mit dem Rückruf für Deinen Hund zu tun hat? Du möchtest wissen, welchen Bela...
03/02/2026

Du möchtest wissen, was Deine Körpersprache mit dem Rückruf für Deinen Hund zu tun hat? Du möchtest wissen, welchen Belastungen der Bewegungsapparat Deines Hundes beim Rückruf ausgesetzt ist? Du möchtest wissen, wie Du diese Belastungen beim Rückruf minimieren kannst? Du möchtest wissen, wie Du den Rückruf gestalten kannst, so dass Dein Hund freudig zu Dir zurück kommt, auch wenn er weiß, dass er dann angeleint wird? Diese Themen und vieles mehr werden beim Rückrufkurs besprochen und trainiert. Anmeldemöglichkeit unter: https://www.sabinedegner.de/Themengruppentraining/Rueckruftraining

20/12/2025
Ein gegenüber anderen Hunden stark reaktiver Hund lernt, während eines Spaziergangs, sich selbst aus unangenehmen Situat...
06/12/2025

Ein gegenüber anderen Hunden stark reaktiver Hund lernt, während eines Spaziergangs, sich selbst aus unangenehmen Situationen herauszunehmen. Voraussetzungen: Der richtige Mensch an seiner Seite mit viel Liebe und Geduld und das richtige positive und freundliche Training im Vorfeld. Da kann dann schonmal vorsichtige Kontaktaufnahme und Spiel am Schluss vorkommen. 🥳🥳

Aufgrund der mega Teilnahme in diesem Jahr und Nachfrage bereits jetzt an den neuen Terminen in 2026, sind diese ab heut...
11/11/2025

Aufgrund der mega Teilnahme in diesem Jahr und Nachfrage bereits jetzt an den neuen Terminen in 2026, sind diese ab heute online buchbar über meine Website der Hundeschule Sabine Degner HundundMensch - Das Team www.sabinedegner.de

07/10/2025

Die größten Lügen in der Hundeerziehung und warum sie gefährlich sind

In der Hundeerziehung halten sich hartnäckig Mythen, die längst widerlegt sind und trotzdem noch immer von manchen Hundeschulen und Trainern gepredigt werden. Neben der großen Lüge vom „Rudelführer-Hund“ gibt es zahlreiche weitere Märchen, die Haltern verkauft werden und mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Da hört man immer wieder, ein Hund müsse unbedingt als Letzter durch die Tür gehen, sonst würde er sich überlegen fühlen. In Wahrheit hat das nichts mit Dominanz zu tun, sondern höchstens mit Praktikabilität oder Sicherheit. Genauso das alte Dogma, Hunde dürften nicht ins Bett oder aufs Sofa, weil sie sonst angeblich die Kontrolle übernehmen. Unsinn – für Hunde ist Nähe schlicht Bindung, Wärme und Geborgenheit.

Ein besonders gefährlicher Irrglaube ist die Vorstellung, Knurren müsse man sofort unterbinden. Dabei ist Knurren eine wichtige Warnung und Kommunikation. Wer das abstraft, nimmt dem Hund die Möglichkeit, sich mitzuteilen – und fördert genau das Verhalten, das niemand will: den Biss. Auch das vermeintliche „Schuldgesicht“, wenn ein Hund nach einem Missgeschick die Ohren anlegt und den Blick senkt, wird noch immer als Schuldbewusstsein interpretiert. In Wahrheit ist es nichts anderes als eine Beschwichtigungsgeste, weil der Hund unsere Körpersprache und Stimmung liest – Reue wie wir Menschen kennt er nicht.

Und dann das ewige Argument gegen Belohnung: „Futter verzieht den Hund, er muss für dich arbeiten, nicht fürs Leckerli.“ Auch das ist längst widerlegt. Positive Verstärkung ist nicht Bestechung, sondern die effektivste, fairste und wissenschaftlich belegte Art des Lernens. Dasselbe gilt für die Stigmatisierung nach einem Beißvorfall: Ein Hund, der einmal beißt, ist nicht automatisch gefährlich, sondern hat in einer bestimmten Situation keine andere Lösung mehr gesehen. Wer versteht, warum es dazu kam, kann daran arbeiten – statt das Tier abzustempeln.

All diese Lügen haben eines gemeinsam: Sie stammen aus einer Zeit, in der man Hunde wie Rivalen oder Maschinen behandelt hat, nicht wie hochsoziale Partner. Wer 2025 noch mit solchen Märchen arbeitet, ist nicht nur rückständig, sondern schadet Hunden und Menschen gleichermaßen. Moderne Hundeerziehung bedeutet nicht Machtspiele und Zwang, sondern Vertrauen, faire Regeln und eine echte Partnerschaft. Alles andere gehört endgültig in die Mottenkiste.

19/08/2025

Grenzen setzen. Die Verwechslung von Kontrolle und Sicherheit

In der Hundeerziehung ist der Satz „Man muss dem Hund Grenzen setzen“ ein Dauerbrenner. Kaum ein Hundebuch, kaum ein Trainer, der ihn nicht benutzt. Doch was genau ist damit gemeint? Und ist „Grenzen setzen“ überhaupt der richtige Begriff – oder führt er eher in die Irre?

1. Grenzen sind nicht gleich Grenzen

Spricht man in der Erziehung von „Grenzen setzen“, wird selten unterschieden, welche Art von Grenze gemeint ist. Dabei gibt es zwei völlig verschiedene Formen:

1. Begrenzung aus Sicherheitsgründen
o Ziel: Schutz vor realen Gefahren
o Beispiele: Hund an der Straße anleinen, verhindern, dass er Gift frisst, Konflikte mit anderen Hunden vermeiden. Das kann man alles mit freundlichen und fairen Trainingsmethoden erreichen.

2. Begrenzung aus Kontrollbedürfnis
o Ziel: Unterordnung, oft basierend auf der Angst, der Hund könnte „die Führung übernehmen“.
o Beispiele: Hund darf nicht zuerst durch die Tür, wird aus Prinzip in seinen Bewegungen eingeschränkt, darf im Haus nicht liegen, wo er möchte…

Während Sicherheitsbegrenzungen nachvollziehbar und notwendig sind, entspringen viele Kontrollgrenzen eher einem veralteten Dominanzdenken – und schaden nicht selten der Beziehung.

2. Warum „Sicherheitsmanagement“ der bessere Begriff ist

Die meisten Einschränkungen im Alltag sind nichts anderes als präventive Schutzmaßnahmen. Diese kann man deutlich treffender als Sicherheitsmanagement bezeichnen.

Das Wort hat gleich mehrere Vorteile:
• Es macht klar, dass es nicht um Macht oder Rangordnung geht, sondern um Schutz.
• Es signalisiert, dass Mensch und Hund auf derselben Seite stehen.
• Es öffnet den Blick dafür, dass Sicherheit auch kooperativ gestaltet werden kann – ohne ständige Kontrolle.

3. Freiheit macht Hunde sicherer

Paradox, aber wahr: Mehr Freiheit kann zu weniger riskantem Verhalten führen.
Hunde, die regelmäßig eigene Entscheidungen treffen dürfen, lernen, ihre Umwelt einzuschätzen. Das stärkt ihr Selbstvertrauen – und damit ihre Fähigkeit, Gefahren zu vermeiden.

Die kognitivistische Perspektive

Die Lerntheorie des Kognitivismus (u. a. Piaget, Bruner) betont, dass Lernen ein aktiver, selbstgesteuerter Prozess ist. Hunde, die Probleme eigenständig lösen, entwickeln ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge – auch in Alltagssituationen.

Das hat mehrere Vorteile:
• Selbstwirksamkeit: Der Hund erlebt, dass er durch eigenes Handeln etwas bewirken kann.
• Bessere Entscheidungsfähigkeit: Erfahrungen werden gespeichert und bei neuen Herausforderungen genutzt.
• Weniger Stress: Ein Hund, der souverän handeln kann, gerät seltener in Panik oder in riskante Situationen.

4. Die Schattenseite: Dauerbegrenzung

Hunde, die ständig kontrolliert und in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, leiden oft still. Dauerbegrenzung kann führen zu:
• Verlust von Selbstwirksamkeit → Gefühl der Hilflosigkeit (ähnlich learned helplessness).
• Chronischem Stress durch fehlende Wahlmöglichkeiten.
• Angst- oder Aggressionsverhalten, weil der Hund keine Gelegenheit hat, selbstbestimmt zu lernen, wie er mit Reizen umgeht.
Manche Hunde reagieren darauf mit Unsicherheit und Übervorsicht, andere mit Frustration und Übersprungshandlungen.

5. Modernes Hundetraining managt Sicherheit

Statt pauschal „Grenzen setzen“ zu fordern, könnte ein zukunftsfähiger Ansatz so aussehen:

1. Sicherheitsmanagement
o Klare Maßnahmen gegen akute Gefahren.
o Einsatz von Leine, Training gegen Giftköder, räumliche Absicherung.

2. Freiheitsräume
o Kontrollierte Umgebungen, in denen der Hund eigene Entscheidungen treffen kann.
o Wahlmöglichkeiten im Training, Richtungswahl im Freilauf, soziale Kontakte nach eigenem Ermessen.

3. Begleitetes Lernen
o Der Mensch als Coach und Sicherheitsnetz, nicht als ständiger Befehlsgeber.

6. Fazit

Grenzen im Sinne von Sicherheitsmanagement sind unverzichtbar – sie schützen. Grenzen im Sinne von Kontrolle aus Angst sind hingegen unnötig und können das emotionale Wohlbefinden des Hundes erheblich beeinträchtigen.
Freiheit, Selbstentfaltung und das Erleben eigener Wirksamkeit sind für Hunde zentrale Bausteine, um psychisch stabil, sozial kompetent und ausgeglichen zu sein.
Ein Hund, der sich selbst vertraut, wird auch seinem Menschen vertrauen – und genau das ist die beste Grundlage für Sicherheit.

Quellen & weiterführende Literatur

• Piaget, J. (1970). Science of Education and the Psychology of the Child.
• Bruner, J. (1966). Toward a Theory of Instruction.
• Hiby, E.F., Rooney, N.J., & Bradshaw, J.W.S. (2004). Dog training methods: their use, effectiveness and interaction with behaviour and welfare. Animal Welfare, 13, 63–69.
• Blackwell, E.J., Twells, C., Seawright, A., & Casey, R.A. (2008). The relationship between training methods and the occurrence of behavior problems, as reported by owners, in a population of domestic dogs. Journal of Veterinary Behavior, 3(5), 207–217.
• Maier, S.F., & Seligman, M.E.P. (1976). Learned helplessness: Theory and evidence. Journal of Experimental Psychology: General, 105(1), 3–46.

Danke Thomas. 🙏🙏
10/08/2025

Danke Thomas. 🙏🙏

Raumverwaltung in der Hundeerziehung – ein gefährlicher Trend ohne wissenschaftliche Basis

In der Hundeszene taucht in den letzten Jahren immer häufiger der Begriff „Raumverwaltung“ auf. Was zunächst harmlos klingt, ist in der Praxis oft nichts anderes als eine neu verpackte Form von Einschränkung, Einschüchterung und Machtausübung – ohne wissenschaftliche Belege für Wirksamkeit oder Vorteil gegenüber anderen, tierschutzgerechteren Methoden.

Was Befürworter behaupten

Befürworter von Raumverwaltung empfehlen, dass der Mensch „den Raum kontrollieren“ solle – etwa indem er den Hund körperlich blockiert, ihm bestimmte Zonen (Türrahmen, Sofa, Küche) verwehrt oder durch gezielte Präsenz zum Ausweichen zwingt. Das soll angeblich „Führung“ zeigen, dem Hund „Respekt beibringen“ und unerwünschtem Verhalten vorbeugen.
Das Problem: Für diese konkrete Trainingsidee gibt es keine belastbaren, peer-reviewten Studien. In der Fachliteratur taucht der Begriff nicht als eigenständiges Konzept auf. Die positiven Effekte, die Anhänger sehen, sind meist schlicht das Ergebnis von Management und Wiederholung – nicht einer geheimnisvollen „Raumtheorie“.

Individualdistanz ist nicht Raumverwaltung

Oft wird Raumverwaltung mit Individualdistanz verwechselt.
Die Individualdistanz ist in der Ethologie klar definiert: Es ist der Abstand, den ein Tier zu einem anderen einhalten möchte, bevor es ausweicht oder droht. Sie ist beziehungs- und situationsabhängig, nicht starr – und sie beschreibt keine vom Menschen willkürlich „beanspruchte“ Zone.
Raumverwaltung dagegen ist in der Regel ein einseitig aufgezwungener Eingriff, der nicht auf gegenseitigem Verständnis beruht.

Alte Dominanzmythen in neuem Gewand

Das Konzept, Verhalten über Raumkontrolle zu steuern, erinnert stark an überholte Dominanz- und Rudeltheorien: „Wer den Raum kontrolliert, führt das Rudel.“
Die Wolfsforschung hat längst gezeigt, dass Wölfe in freier Wildbahn nicht in starren Alphastrukturen leben, sondern in Familienverbänden. Hunde sind zudem keine „abgemilderten Wölfe“, die nur auf Raumkontrolle reagieren. Fachgesellschaften warnen vor solchen Denkmodellen, weil sie zu unnötigen Konflikten führen und dem Tierwohl schaden.

Die Risiken: Stress, Frustration, Aggression

Wenn Raumverwaltung als „körperliches Blocken“, „Druck aufbauen“ oder „den Hund wegschicken“ umgesetzt wird, handelt es sich um eine aversive Methode.
Die Forschung zu aversiven Techniken ist eindeutig:
Erhöhter Stress: messbar z. B. durch höhere Cortisolwerte.
Mehr Aggression: Hunde, die konfrontativ trainiert werden, zeigen signifikant häufiger aggressives Verhalten gegenüber Menschen.
Schlechtere Lern- und Bindungseffekte: Belohnungsbasiertes Training erzielt nachhaltigere Ergebnisse, ohne negative Nebenwirkungen.
Kurz gesagt: Auch wenn der Hund scheinbar „Respekt“ zeigt, lernt er in Wirklichkeit oft nur zu meiden – und das unter Stress. Das kann zu Frustration und langfristig zu mehr Problemverhalten führen.

Verhalten folgt Emotionen – nicht Raumgrenzen

Verhalten wird nicht durch imaginäre Raumlinien gesteuert, sondern durch Emotionen, hormonelle Prozesse und Lernerfahrungen.
Hormone wie Cortisol oder Adrenalin beeinflussen Stress- und Fluchtverhalten.
Oxytocin, das bei positiven sozialen Interaktionen ausgeschüttet wird, fördert Bindung und Kooperationsbereitschaft.
Wer Verhalten nachhaltig verändern will, muss an Emotionen und Motivation ansetzen – nicht an der künstlichen Kontrolle von Wegen und Flächen.

Fazit

Raumverwaltung ist kein moderner Durchbruch in der Hundeerziehung, sondern eine altbekannte Methode in neuem Anstrich – ohne wissenschaftliche Fundierung. In der Praxis ist sie oft nichts anderes als Einschüchterung und Einschränkung, mit potenziell negativen Folgen für das Wohlbefinden des Hundes.
Wer tierschutzgerecht trainieren will, setzt auf belohnungsbasiertes Lernen, klare Kommunikation, positives Emotionsmanagement und echtes Verständnis für den Hund – nicht auf Machtspiele um den Raum.

Quellen

American Veterinary Society of Animal Behavior (AVSAB): Position Statement on the Use of Dominance Theory in Behavior Modification of Animals
Mech, L. D. (1999). Alpha status, dominance, and division of labor in wolf packs. Canadian Journal of Zoology, 1196–1203.
Scientific American / New Yorker: Populärwissenschaftliche Aufarbeitungen des Alpha-Mythos.
Vieira de Castro, A. C., et al. (2020). Does training method matter? Evidence for the negative impact of aversive-based methods on companion dog welfare. PLOS ONE, 15(12): e0225023.
Herron, M. E., et al. (2009). Survey of the use and outcome of confrontational and non-confrontational training methods in client-owned dogs. Applied Animal Behaviour Science, 117(1-2), 47–54.
Hiby, E. F., et al. (2004). Dog training methods: their use, effectiveness and interaction with behaviour and welfare. Animal Welfare, 13, 63–69.
Overall, K. L. (2013). Manual of Clinical Behavioral Medicine for Dogs and Cats. Elsevier.
Nagasawa, M., et al. (2015). Oxytocin-gaze positive loop and the coevolution of human–dog bonds. Science, 348(6232), 333–336.
Hall, N. J., & Wynne, C. D. L. (2012). The canid genome: behavioral geneticists’ best friend? Genes, Brain and Behavior, 11(1), 89–98.

Herausforderung größere Gruppe - aber alle HundundMensch-Teams haben es super gemeistert. Und der Spielespaß kam auch ni...
27/07/2025

Herausforderung größere Gruppe - aber alle HundundMensch-Teams haben es super gemeistert. Und der Spielespaß kam auch nicht zu kurz.

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