03/06/2026
Wir haben ein Fallbeispiel aus unserem Augenzentrum für euch! 👁️🐴
„Desperaux“, ein 11-jähriger Warmblutwallach, wurde aufgrund zunehmender Schreckhaftigkeit, Unsicherheit im Außenbereich sowie auffälliger Veränderungen an beiden Augen in unserer Klinik vorgestellt.
Bereits seit einiger Zeit zeigte der Wallach Probleme bei Helligkeit und Lichtwechseln. Zudem berichteten die Besitzer über vermehrtes Scheuen und eine eingeschränkte Orientierung im Gelände.
🔍 Befund:
Bei der ophthalmologischen Untersuchung konnten beidseits mehrere Iriszysten festgestellt werden – teilweise mit einem Durchmesser von bis zu 0,7 cm.
❓ Was sind Iriszysten?
Hierbei handelt es sich um flüssigkeitsgefüllte Ausstülpungen der Iris oder des Ziliarkörpers. Kleine Iriszysten bleiben häufig unbemerkt und sind meist ohne klinische Relevanz. Größere Zysten können jedoch das Sichtfeld einschränken und so zu Sehproblemen führen.
⚠️ Mögliche Symptome:
▫️ Schreckhaftigkeit
▫️ Scheuen
▫️ Head-Shaking
▫️ Unsicherheit bei Lichtwechseln
⚕️ Therapie:
Zur Behandlung wurde eine minimalinvasive transcorneale Laserzystotomie mittels Diodenlaser durchgeführt. Dabei wird die pigmentierte Zystenwand gezielt eröffnet, sodass die Zysten kollabieren können.
Der Eingriff erfolgt im Stehen unter Sedierung und Lokalanästhesie.
✨ Ein schönes Beispiel dafür, wie Veränderungen an den Augen das Verhalten eines Pferdes beeinflussen können – und wie wichtig eine gezielte Diagnostik ist!