05/06/2026
🐸 Amphibienwanderung Teil 3 – Der Grasfrosch im Porträt
Der Grasfrosch gehört zu den häufigsten Amphibienarten Deutschlands und ist von der Küste bis in die Alpen verbreitet. Trotz seines Namens ist er nicht grün: Seine Färbung reicht von gelb- und rotbraun bis hin zu dunkelbraun oder fast schwarz.
Mit einer Größe von bis zu 11 cm und einem Gewicht von etwa 100 g kann ein Grasfrosch bis zu sieben Jahre alt werden. Den Sommer verbringt er meist gut versteckt im Gras – daher auch sein Name.
Wie viele Amphibien kehrt auch der Grasfrosch zum Laichen an Gewässer zurück. Bereits ab Ende Januar macht er sich bei milden Temperaturen auf den Weg. Die Paarungszeit beginnt oft schon im Februar, die Eiablage erfolgt meist im März.
Ein Weibchen legt zwischen 700 und 4.500 Eier in flachen, pflanzenreichen Gewässerbereichen ab. Nach wenigen Tagen bis Wochen schlüpfen die Kaulquappen. In nur 8–12 Wochen entwickeln sie sich über die Metamorphose zu kleinen Fröschen – doch nur wenige überleben diesen Weg.
Auf seinem Speiseplan stehen Käfer, Spinnen, Asseln, Heuschrecken und Schnecken. Aktiv ist er überwiegend nachts.
⚠️ Trotz seiner hohen Anpassungsfähigkeit gehen die Bestände des Grasfroschs vielerorts zurück. Der Schutz seiner Lebensräume und Wanderwege bleibt daher wichtig. Insgesamt konnten wir in diesem Jahr 19 Grasfrösche übersetzen.