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Webinar am 25.06.2026:Thema:Hautprobleme & Ekzeme bei PferdenEs gibt viele Auslöser für Hautprobleme und Ekzeme bei Pfer...
20/06/2026

Webinar am 25.06.2026:
Thema:
Hautprobleme & Ekzeme bei Pferden

Es gibt viele Auslöser für Hautprobleme und Ekzeme bei Pferden.
Welche sind aus meiner Erfahrung die häufigsten und wie können wir sie unterscheiden und was sind sinnvolle Maßnahmen, um dem Tier zu helfen.
Wie lange dauern Therapien und was sind die häufigsten Auslöser?
Wenn Ihr schon immer mehr dazu lernen wolltet und ihr auch einen Check-Up Plan zur Vermeidung solcher Probleme wollt her damit.
Warum auch Pferde mit Equinem Asthma oftmals von den Maßnahmen profitieren können und warum auch mehrere Probleme parallel zueinander oder aufeinander folgend entstehen können werden wir beleuchten.

Wann: 25.06.2026
Uhrzeit: 20.00 bis ca 22.00 Uhr
Wird es aufgezeichnet: JA
Kann man es nachhören?
Ja, via Zoom (zeitlich begrenzt, 30 Tage)- PDF Präsentation nach dem Webinar per Mail möglich
Ja, via Dropbox (Account nötig mit ausreichend Speicher) -> 1 Jahr
Freischaltung inkl. Präsentation als PDF

Deine Investition : 49,-€ brutto

https://us02web.zoom.us/webinar/register/WN_2h7Mt6eYQxmULhLwWU-ECw

Ekzem ist nicht gleich Ekzem – warum Hautprobleme oft viele Gesichter haben„Mein Pferd hat ein Ekzem.“Diesen Satz höre i...
20/06/2026

Ekzem ist nicht gleich Ekzem – warum Hautprobleme oft viele Gesichter haben

„Mein Pferd hat ein Ekzem.“

Diesen Satz höre ich häufig. Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich oft heraus, dass hinter Hautproblemen sehr unterschiedliche Mechanismen stecken können. Nicht jede juckende, schuppige oder entzündete Haut ist automatisch ein klassisches Sommerekzem. Wer die Ursache falsch einordnet, behandelt oft nur Symptome statt Auslöser.

Die Haut ist ein Spiegel des Immunsystems

Die Haut gehört zu den größten Immunorganen des Körpers. Entzündungen, Infektionen, Allergien, Gefäßprobleme und Stoffwechselstörungen können sich dort sichtbar machen.

Deshalb lohnt es sich, genauer hinzusehen.



1. Fellwechsel und PGE2 – wenn die Haut „arbeiten“ muss

Der Fellwechsel ist kein passiver Vorgang. Er ist ein hochaktiver biologischer Prozess, bei dem Entzündungsmediatoren beteiligt sind.

Eine wichtige Rolle spielt dabei Prostaglandin E2 (PGE2).

PGE2 unterstützt unter anderem:

* Haarwachstum
* Hautdurchblutung
* Regeneration
* lokale Immunreaktionen

Bei manchen Pferden entstehen während des Fellwechsels:

* Schuppen
* Haarverlust
* gerötete Hautbereiche
* lokale Entzündungsreaktionen

Besonders auffällig wird dies bei Pferden mit bereits bestehenden Immun- oder Gefäßproblemen.



2. Vaskulitis – wenn die Gefäße beteiligt sind

Nicht jede Hautentzündung beginnt in der Haut selbst.

Bei einer Vaskulitis sind die kleinen Blutgefäße entzündet.

Typische Anzeichen können sein:

* warme Schwellungen
* Krustenbildung
* Haarausfall
* schmerzhafte Hautbereiche
* Ödeme
* wiederkehrende Entzündungsschübe

Oft treten diese Veränderungen bevorzugt an den Beinen auf.

Viele Besitzer denken zunächst an Mauke oder Ekzem, obwohl eigentlich die Gefäße betroffen sind.



3. Mastzellaktivierung – Histamin als Brandbeschleuniger

Mastzellen gehören zur ersten Verteidigungslinie des Immunsystems.

Werden sie überaktiv, können große Mengen Histamin freigesetzt werden.

Mögliche Folgen:

* Juckreiz
* Schwellungen
* Quaddeln
* Hautrötungen
* vermehrte Schleimproduktion
* Überempfindlichkeit gegenüber Umweltreizen

Besonders interessant:

Nicht nur Allergien können Mastzellen aktivieren.

Auch möglich sind:

* Infektionen
* Impfungen
* chronische Entzündungen
* bakterielle Belastungen
* starke Sonneneinstrahlung
* Hitze



4. Histamin, Wärme und Sonne

Viele Pferdebesitzer beobachten:

„Bei Wärme wird es schlimmer.“

Das hat einen biologischen Hintergrund.

Wärme erweitert die Blutgefäße und kann die Freisetzung von Histamin verstärken.

Dadurch entstehen:

* verstärkter Juckreiz
* Schwellungen
* Hautrötungen
* vermehrtes Scheuern

Auch UV-Strahlung kann entzündliche Prozesse in der Haut beeinflussen.

Nicht jedes „Sommerekzem“ wird daher ausschließlich durch Insekten verursacht.



5. Pilzinfektionen – oft unterschätzt

Pilze können zahlreiche Hautprobleme verursachen.

Typische Anzeichen:

* kreisrunde kahle Stellen
* Schuppenbildung
* brüchiges Haar
* Krusten
* Juckreiz

Pilzinfektionen treten häufig dann auf, wenn das lokale Immunsystem bereits geschwächt ist.

Feuchtigkeit, Schweiß und Hautverletzungen fördern zusätzlich die Ausbreitung.



6. MRSA und andere problematische Hautkeime

Die Haut ist nie steril.

Problematisch wird es, wenn sich bestimmte Bakterien massiv vermehren.

Besondere Aufmerksamkeit verdient:

MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

Dieser Keim kann verursachen:

* schlecht heilende Hautentzündungen
* Mauke
* Wundheilungsstörungen
* wiederkehrende Hautprobleme

Nicht jede MRSA-Besiedlung macht krank.

Kommt jedoch eine Immunbelastung hinzu, können Symptome entstehen.



7. Streptokokken als möglicher Hauttrigger

Auch Streptokokken können Haut und Schleimhäute belasten.

Sie werden häufig mit Atemwegsproblemen in Verbindung gebracht, können aber ebenfalls:

* Entzündungen fördern
* lokale Immunreaktionen verstärken
* Hautveränderungen begünstigen

Besonders interessant ist dabei die Fähigkeit bestimmter Streptokokken, starke Immunreaktionen auszulösen.



8. Milben – weit mehr als nur eine Art

Viele denken bei Milben an einen einzigen Parasiten.

Tatsächlich existieren zahlreiche Arten.

Unter anderem:

* Räudemilben
* Haarbalgmilben
* Futtermilben
* Vorratsmilben
* Hausstaubmilben

Die Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen:

* Juckreiz
* Schuppen
* Haarausfall
* Krusten
* Scheuern

Manchmal liegt nicht einmal ein direkter Befall vor, sondern eine allergische Reaktion auf Milbenbestandteile.



9. Feinstaub und Umweltbelastungen

Ein oft unterschätzter Faktor ist die Umwelt.

Feinstaub kann enthalten:

* Schimmelsporen
* Bakterienbestandteile
* Endotoxine
* Pflanzenpartikel
* Milbenfragmente

Diese Stoffe können:

* die Haut reizen
* Mastzellen aktivieren
* Allergien verstärken
* bestehende Ekzeme verschlechtern

Gerade trockene Stallluft oder belastetes Heu können hier eine Rolle spielen.



10. Mikrozirkulationsstörungen und Mikrothrombosen

Die Haut benötigt eine funktionierende Durchblutung.

Werden kleinste Gefäße gestört, können entstehen:

* lokale Sauerstoffmängel
* schlechte Wundheilung
* Entzündungen
* Schwellungen
* chronische Hautprobleme

Mikrothrombosen und Gefäßentzündungen werden deshalb zunehmend als mögliche Mitspieler bei chronischen Hauterkrankungen diskutiert.



11. Allergie – die klassische Ursache

Natürlich gibt es sie weiterhin:

Die echte Allergie.

Mögliche Auslöser:

* Insekten
* Pollen
* Futtermittel
* Schimmelpilze
* Milben
* Umweltallergene

Dabei reagiert das Immunsystem übermäßig auf eigentlich harmlose Stoffe.

Wichtig ist jedoch:

Nicht jede juckende Haut ist automatisch eine Allergie.



Fazit

Hautprobleme sind oft deutlich komplexer als es auf den ersten Blick erscheint.

Mögliche Ursachen können sein:

✅ Fellwechsel und PGE2-Reaktionen
✅ Vaskulitis und Gefäßentzündungen
✅ Mastzellaktivierung und Histaminfreisetzung
✅ Wärme und UV-Strahlung
✅ Pilzinfektionen
✅ MRSA und andere bakterielle Belastungen
✅ Streptokokken
✅ Milben verschiedener Arten
✅ Feinstaub und Umweltfaktoren
✅ Mikrothrombosen und Durchblutungsstörungen
✅ klassische Allergien

Deshalb lohnt es sich, bei chronischen Ekzemen und Hautproblemen nicht nur die Haut selbst zu betrachten, sondern auch Immunsystem, Gefäßsystem, Mikrobiom, Infektionsdruck und Umweltfaktoren in die Analyse einzubeziehen.

Denn manchmal liegt die eigentliche Ursache nicht auf der Haut – sondern deutlich tiefer.

Wen dieses Thema interessiert kann sich ab heute Abend (da folgt die Ausschreibung)
Zu meinem Kommenden Webinar :
Haut & Ekzem
Anmelden.

Wann: 25.6.2026
Uhrzeit 20.00 Uhr
Zoom
Dein Invest: 49€ brutto

Gestern schrieb ich über Glutamin.Wusstet ihr, dass diese einzelne Aminosäure Auswirkungen auf die natürliche Ausschüttu...
20/06/2026

Gestern schrieb ich über Glutamin.
Wusstet ihr, dass diese einzelne Aminosäure Auswirkungen auf die natürliche Ausschüttung von GLP-1 hat ?😇👀🌟

Was hat die Abnehmspritze denn nun wieder mit Glutamin zu tun?

GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) ist ein natürlich vorkommendes aus Aminosäuren bestehendes Peptidhormon. Dieses wird auf natürliche Weise in den L-Zellen (neuroendokrine Zellen) vor allem im unteren Dünndarm (Ileum) und im Dickdarm produziert.
Die Freisetzung erfolgt auf die Nahrungsaufnahme insbesondere auch durch spezifische Aminosäuren wie L-Glutamin.

Als zentrales Inkretin-Hormon erfüllt GLP-1 im Körper essenzielleAufgaben:

Blutzuckerregulation 🚨

Es regt die Bauchspeicheldrüse an, bei Bedarf Insulin auszuschütten.
Gleichzeitig hemmt es die Freisetzung von Glukagon, wodurch der Blutzucker sinkt.

Appetitkontrolle:
Es verlangsamt die Magenentleerung.

Sättigungsgefühl:

Es sendet Signale an das Gehirn, die das Sättigungsgefühl auslösen und das Hungergefühl reduzieren.

Aufgrund der kurzen Halbwertszeit von wenigen Minuten wird das Hormon im Körper rasch abgebaut.

Deshalb verwendet man therapeutisch meist GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Diese binden an denselben Rezeptor wie GLP-1, sind aber deutlich stabiler und wirken viel länger.

Durch regelmäßige Glutamin Zufuhr
In den meisten Proteinen enthalten!
Deswegen Protein First in den Mahlzeiten unverhandelbar.
Wer seinen Hunger mit Protein stillt und Zucker-Insulin flach hält kommt ohne Agonisten ans Ziel.
Aber dennoch ist es ein Weg.
Beides zusammen kann für schwierige Fälle der Weg ans Ziel sein und sollte nicht ohne Kenntnis der Umstände von außen beurteilt werden.

Für unsere Pferde bedeutet Glutamin jedoch einen wichtigen Bestandteil des Futters.

Folgt mir für mehr solcher Infos oder kommt in mein VIP Programm für viiiiiiiel mehr.

L-Glutamin oder Glutaminpeptide – wo liegt der Unterschied?Glutamin gehört zu den wichtigsten Aminosäuren im Körper. Es ...
18/06/2026

L-Glutamin oder Glutaminpeptide – wo liegt der Unterschied?

Glutamin gehört zu den wichtigsten Aminosäuren im Körper. Es dient als Energiequelle für Darmzellen, Immunzellen und Muskulatur. In Nahrungsergänzungen findet man jedoch verschiedene Formen: freies L-Glutamin und sogenannte Glutaminpeptide. Obwohl beide letztlich Glutamin liefern, unterscheiden sie sich in Aufnahme, Verteilung und teilweise auch in ihrer praktischen Anwendung.

Was ist L-Glutamin?

L-Glutamin ist die freie Aminosäureform. Nach der Aufnahme gelangt sie in den Dünndarm, wo ein erheblicher Teil bereits von den Darmzellen (Enterozyten) und den lokalen Immunzellen genutzt wird.

Der Darm hat einen enormen Glutaminbedarf:

* Energieversorgung der Darmzellen
* Unterstützung der Schleimhautregeneration
* Aufbau der Darmbarriere
* Versorgung von Immunzellen im Darm
* Unterstützung der IgA-Produktion

Deshalb erreicht nur ein Teil des aufgenommenen L-Glutamins überhaupt den systemischen Kreislauf.

Man könnte vereinfacht sagen:

Freies L-Glutamin wird zunächst stark vom Darm „abgefangen“.

Genau deshalb wird es häufig bei:

* Leaky Gut
* Schleimhautentzündungen
* chronischem Durchfall
* Magen-Darm-Problemen
* Belastungen nach Antibiotika

eingesetzt.

Was sind Glutaminpeptide?

Glutaminpeptide bestehen aus mehreren Aminosäuren, die meist aus hydrolysiertem Weizenprotein oder Molkenprotein gewonnen werden. Das Glutamin ist dabei an kleine Peptide gebunden.

Diese Form nutzt teilweise andere Transportmechanismen im Darm.

Statt als freie Aminosäure aufgenommen zu werden, können die Peptide über spezielle Peptidtransporter (vor allem PEPT1) resorbiert werden.

Dadurch ergeben sich einige Besonderheiten:

* höhere Stabilität im Verdauungstrakt
* oft bessere Löslichkeit
* teilweise effizientere Aufnahme
* geringerer unmittelbarer Verbrauch durch die Darmschleimhaut
* mehr Glutamin gelangt potenziell in den Blutkreislauf

Warum könnten Glutaminpeptide stärker auf die Muskulatur wirken?

Da ein Teil des freien L-Glutamins bereits im Darm verbraucht wird, kommt systemisch oft weniger an.

Glutaminpeptide umgehen diesen Effekt teilweise.

Dadurch können:

* höhere Plasmaspiegel erreicht werden
* Muskelzellen besser versorgt werden
* die Glutaminverfügbarkeit nach Belastung steigen

Besonders im Sportbereich werden Glutaminpeptide daher häufig eingesetzt:

* nach intensivem Training
* während Muskelaufbauphasen
* in katabolen Stoffwechselsituationen
* bei Rekonvaleszenz

Bedeutet das, dass L-Glutamin nur für den Darm wirkt?

Nein.

Auch freies L-Glutamin kann Muskulatur, Gehirn und Immunsystem versorgen.

Der Unterschied liegt eher in der Verteilung:

Interessant 🧐
bei Infektionen oder Entzündung steigt der Glutaminbedarf oft deutlich an.

Besonders betroffen sind:

* Darmepithel
* Immunzellen
* Leber
* Muskulatur

In solchen Situationen kann freies L-Glutamin helfen, die Darmschleimhaut und lokale Immunität zu unterstützen.

Glutaminpeptide könnten dagegen interessanter sein, wenn der Fokus stärker auf einer systemischen Versorgung liegt, beispielsweise bei:

* Muskelschwäche
* Sarkopenie
* Rekonvaleszenz
* erhöhtem Gesamtbedarf

Fazit

Freies L-Glutamin und Glutaminpeptide liefern letztlich dieselbe Aminosäure, unterscheiden sich aber in ihrem Weg durch den Körper.

L-Glutamin wird bevorzugt von Darmzellen und der darmassoziierten Immunabwehr genutzt und eignet sich daher besonders zur Unterstützung der Schleimhaut.

Glutaminpeptide werden über Peptidtransporter aufgenommen und erreichen häufig höhere systemische Konzentrationen. Dadurch könnten sie für Muskulatur und allgemeine Regeneration Vorteile bieten.

Die oft verwendete Faustregel lautet daher:

L-Glutamin = eher Darmfutter.
Glutaminpeptide = eher systemische und muskuläre Versorgung.

Diese Vereinfachung trifft die praktische Anwendung recht gut, auch wenn beide Formen grundsätzlich auf Darm, Immunsystem und Muskulatur wirken können.

Passt beim Einkaufen auf, welche Reis- und Gewürzsorten in Eurem Körbchen landen.Foodwatch.org hat ein äußerst Besorgnis...
15/06/2026

Passt beim Einkaufen auf, welche Reis- und Gewürzsorten in Eurem Körbchen landen.
Foodwatch.org hat ein äußerst Besorgnis erregendes PDF im Mai 2026 herausgegeben.

Besonders häufig Paprika und Chili Gewürzmischungen verschiedener Hersteller mit teils enorm hoher Anzahl gefundener Pestizide ohne Zulassung in der EU.

Du bist, was Du isst!

Hier der Link 🔗
https://www.foodwatch.org/fileadmin/-INT/pesticides/banned_pesticides_on_the_menu_residues_found_in_tea_rice_and_spices.pdf

Ich nehme 5 weitere Teilnehmer in das VIP Programm auf.Schreibt mir gerne Eure Bewerbung mit einem Text zu Euch und Eure...
14/06/2026

Ich nehme 5 weitere Teilnehmer in das VIP Programm auf.
Schreibt mir gerne Eure Bewerbung mit einem Text zu Euch und Euren Tieren, Eurem bisherigen Ausbildungsstand und Euren Lernzielen per PN.
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Schreib mich gerne an, wenn Du einfach mehr von
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Desensibilisierung erworbener Futtermittelunverträglichkeiten Frage:Kann Karenz verlorene Toleranz wiederherstellen?Wenn...
14/06/2026

Desensibilisierung erworbener Futtermittelunverträglichkeiten
Frage:
Kann Karenz verlorene Toleranz wiederherstellen?

Wenn plötzlich das Heu oder jahrelang verträgliche Futtermittel zum Problem werden

Viele Tierhalter kennen das Phänomen:
Ein Pferd reagiert plötzlich auf Heu mit Husten, Schleim, Juckreiz oder Hautproblemen.

Oder auch :
Französische Bulldoggen und andere Hunderassen entwickeln scheinbar aus dem Nichts Unverträglichkeiten gegen mehrere Futtermittel gleichzeitig.

Was jahrelang problemlos vertragen wurde, scheint plötzlich zum Auslöser von Beschwerden zu werden.

Die klassische Allergielehre erklärt solche Fälle nur teilweise.
In der Praxis zeigt sich häufig ein anderes Bild: Nach längerer Karenz werden zuvor unverträgliche Futtermittel teilweise oder sogar vollständig wieder vertragen.

Daher formuliere ich es jetzt mal bewusst:

Immunologische Toleranz ist kein statischer Zustand.

Das Immunsystem unterscheidet normalerweise zwischen gefährlichen und harmlosen Substanzen. Dieser Prozess wird als orale Toleranz bezeichnet.

Im Darm sorgen regulatorische T-Zellen (Treg) dafür, dass Nahrungsbestandteile nicht ständig als Bedrohung eingestuft werden. Geht diese Toleranz verloren, können Entzündungsreaktionen entstehen. Die moderne Allergieforschung betrachtet den Verlust der Toleranz inzwischen als einen zentralen Mechanismus bei Nahrungsmittelallergien. (PMC)

Interessanterweise zeigen Studien zur oralen Immuntherapie beim Menschen, dass eine erneute Gewöhnung des Immunsystems prinzipiell möglich ist. Durch kontrollierte Exposition können Toleranzmechanismen wieder aufgebaut werden. (JACI Online)

Mastzellen als möglicher Schlüssel

Mastzellen gelten als zentrale Schaltstelle allergischer Reaktionen. Sie setzen Histamin, Leukotriene, Prostaglandine und zahlreiche weitere Entzündungsmediatoren frei.

Heute weiß man, dass Mastzellen nicht nur durch klassische Allergene aktiviert werden. Auch Infektionen, bakterielle Bestandteile, Viren, Stress und entzündliche Prozesse können Mastzellen aktivieren.

Dadurch kann ein Zustand entstehen, in dem plötzlich zahlreiche bisher verträgliche Stoffe Symptome auslösen.

🚨Hier jetzt ein wichtiger Aspekt:

Infektionen als Auslöser neuer Futtermittelreaktionen

In den letzten Jahren wurde zunehmend untersucht, wie Virusinfektionen die Mastzellaktivität beeinflussen können.

Mastzellen reagieren direkt auf Viren und mikrobielle Signale. Gleichzeitig können sie die Balance zwischen Toleranz und allergischer TH2-Reaktion verändern.

Auch bei Long COVID wird unlängst eine mastzellähnliche Überaktivierung diskutiert.

Theoretisch könnte eine schwere Infektion deshalb dazu beitragen, dass ein Organismus vorübergehend Nahrungsbestandteile als „Gefahr“ einstuft, die zuvor problemlos vertragen wurden.
☝️Ich gehe im Rahmen meiner Erfahrungen mittlerweile sogar gesichert davon aus

Beobachtungen aus der Praxis🧐🧐🧐

Bei Pferden und Hunden lässt sich immer wieder beobachten:

☝️ Auftreten neuer Futtermittelreaktionen nach Infektionen
☝️ Reaktionen auf mehrere Futtermittel gleichzeitig
☝️ schwankende Symptomatik
☝️ Besserung nach längerer Karenz

Besonders bei französischen Bulldoggen berichten viele Halter von einer zunehmenden Anzahl scheinbarer Unverträglichkeiten, bis schließlich nur noch wenige Futtermittel toleriert werden.

Auch bei Pferden werden plötzlich auftretende Reaktionen auf Heu, Luzerne, Kräuter oder bestimmte Eiweißquellen beschrieben, obwohl diese zuvor jahrelang gefüttert wurden.

🤯Die Karenz-Hypothese🤯

Eine interessante praktische Beobachtung ist die Wirkung längerer Karenzphasen.

In zahlreichen Fällen scheint eine vollständige Vermeidung des verdächtigen Futtermittels über mindestens 🚨sechs Monate dazu zu führen, dass eine erneute Verträglichkeitsprüfung möglich wird.

Gelegentlich reicht eine einzelne Karenzphase aus. In anderen Fällen sind zwei oder drei Karenzzyklen erforderlich.

Mögliche Erklärungen:

☝️ Abklingen chronischer Mastzellaktivierung
☝️ Regeneration der Darmschleimhaut
☝️ Wiederherstellung regulatorischer T-Zell-Funktionen
☝️ Rückgang entzündlicher Zytokine
☝️ Erneute Ausbildung oraler Toleranz

Für diese langfristigen Karenzintervalle existieren bislang kaum kontrollierte Studien bei Pferden oder Hunden. Die Hypothese basiert daher vor allem auf klinischen Beobachtungen.

Wann funktioniert es vermutlich nicht?

Weniger Erfolg ist bei echten primären Allergien zu erwarten.🚨

☝️Wenn eine stabile IgE-vermittelte Allergie gegen einen bestimmten Stoff besteht, bleibt diese häufig dauerhaft bestehen.

Dies erklärt möglicherweise, warum manche Tiere nach Karenz wieder tolerant werden, während andere lebenslang auf denselben Stoff reagieren.🤓

Praktisches Vorgehen

Bei Verdacht auf eine erworbene Futtermittelunverträglichkeit kann folgendes Vorgehen sinnvoll sein:

1. Auslöser konsequent entfernen.
2. Darm- und Schleimhautgesundheit stabilisieren.
3. Entzündungs- und Mastzellaktivierung reduzieren.
4. Mindestens sechs Monate Karenz einhalten.
5. Anschließend vorsichtige Provokation mit kleinen Mengen.
6. Verträglichkeit über mehrere Wochen beobachten.

Kommt es erneut zu Symptomen, kann eine weitere Karenzphase notwendig sein.

Fazit

Die praktische Erfahrung vieler Therapeuten und Tierhalter spricht dafür, dass nicht jede Futtermittelallergie dauerhaft sein muss.

Insbesondere erworbene Reaktionen nach Infektionen oder Phasen ausgeprägter Immunaktivierung könnten Ausdruck einer gestörten Immuntoleranz sein. In solchen Fällen scheint eine längere Karenz die Chance zu bieten, dass das Immunsystem seine Toleranz gegenüber dem Futtermittel teilweise oder vollständig wiedererlangt.

Während für echte angeborene oder stabile IgE-vermittelte Allergien weiterhin eine dauerhafte Vermeidung erforderlich sein kann, deuten praktische Erfahrungen darauf hin, dass bei erworbenen Futtermittelreaktionen ein späterer Verträglichkeitstest durchaus gerechtfertigt sein kann.

Die Wiederherstellung von Toleranz ist heute kein theoretisches Konzept mehr, sondern ein anerkanntes immunologisches Prinzip. Die Frage ist weniger, ob Toleranz zurückkehren kann – sondern unter welchen Bedingungen dies bei unseren Tieren gelingt.

Heuanalysen, das Webinar!18.06.2026-20.00 UhrSAVE the DATE!
11/06/2026

Heuanalysen, das Webinar!
18.06.2026-20.00 Uhr
SAVE the DATE!

Heuanalysen richtig lesen und für die Ration sinnvoll nutzen. Typische häufige Fehler vermeiden. Wofür stehen die ganzen Abkürzungen und was brauche ich wofür. Welche Unterschiede machen Labore und weshalb kann das zu Verwirrung führen. Ich zeige Euch grundlegendes Wissen für die Praxis auf u...

Die Heuernte 2026 steht kurz bevor oder ist sogar schon teils eingefahren worden.Ich wolltet schon immer mehr über Heuan...
11/06/2026

Die Heuernte 2026 steht kurz bevor oder ist sogar schon teils eingefahren worden.
Ich wolltet schon immer mehr über Heuanalysen lernen und verstehen?
Hier kommt ein Grundlegendes Seminar für die Rationsberechnung und Einschätzung des Raufutters für die Fütterung.

Verschiedene Labore, verschiedene Begrifflichkeiten.
Ich stelle Euch Beispiele aus verschiedenen Laboren vor und zeige Euch auf worauf Ihr achten müsst und welche Werte Euch bereits auf einen Blick ein
Ja, das geht!
oder
Lass lieber die Finger davon!
sagen.

hier die Ausschreibung und der Link für die Anmeldung:

Heuanalysen richtig lesen und für die Ration sinnvoll nutzen.
Typische häufige Fehler vermeiden.
Wofür stehen die ganzen Abkürzungen und was brauche ich wofür.
Welche Unterschiede machen Labore und weshalb kann das zu Verwirrung führen.
Ich zeige Euch grundlegendes Wissen für die Praxis auf und entsprechende Formeln, Quotienten und Verhältnisse, die Euch die Beurteilung leichter machen.
Ich nenne das Rastern, ähnlich wie bei den Blutbildern gilt das auch für Heuanalysen.
Hier räumen wir diese Fragen aus dem Weg, in altbewährter MIB-Qualität.
Das Webinar wird aufgezeichnet und die Präsentation und weiteren Anlagen werden nach dem Webinar per E-Mail zugeschickt.

Wann: 18.06.2026
Uhrzeit: 20.00 bis ca 22.00 Uhr
Wird es aufgezeichnet: JA
Kann man es nachhören?
Ja, via Zoom (zeitlich begrenzt, 30 Tage)- PDF Präsentation nach dem Webinar per Mail möglich
Ja, via Dropbox (Account nötig mit ausreichend Speicher) -> 1 Jahr
Freischaltung inkl. Präsentation als PDF

Kosten : 49,-€ brutto

Heuanalysen richtig lesen und für die Ration sinnvoll nutzen. Typische häufige Fehler vermeiden. Wofür stehen die ganzen Abkürzungen und was brauche ich wofür. Welche Unterschiede machen Labore und weshalb kann das zu Verwirrung führen. Ich zeige Euch grundlegendes Wissen für die Praxis auf u...

Aus gegebenem Anlass und da ich den Post gerade nicht wiederfinden kann auf den ich mich beziehe!⚠️ Jakobskreuzkraut: Ab...
05/06/2026

Aus gegebenem Anlass und da ich den Post gerade nicht wiederfinden kann auf den ich mich beziehe!

⚠️ Jakobskreuzkraut: Abschneiden reicht nicht!

Heute sah ich in einem Video den Rat, Jakobskreuzkraut (JKK) einfach abzuschneiden und mit Pulvern den Wurzelrest „abzutöten“. Leider wird dabei oft ein entscheidender Punkt übersehen:

Das Problem sitzt nicht nur oberirdisch, sondern auch im Boden.

Jakobskreuzkraut enthält Pyrrolizidinalkaloide (PA), lebertoxische Pflanzenstoffe, die insbesondere für Pferde problematisch sein können. Viele Pferdehalter konzentrieren sich verständlicherweise auf die sichtbare Pflanze. Die wissenschaftliche Literatur zeigt jedoch, dass Pyrrolizidinalkaloide über den Boden auch auf benachbarte Pflanzen übertragen werden können.

Das bedeutet: Das Risiko beschränkt sich nicht zwangsläufig nur auf die einzelne JKK-Pflanze.

Genau deshalb sehe ich das bloße Abschneiden kritisch. Die Pflanze verschwindet optisch, die Ursache bleibt jedoch bestehen. Auch das Ausbringen von Pulvern oder anderen Mitteln, die lediglich zum Absterben der oberirdischen Pflanzenteile führen sollen, löst das Grundproblem nicht zuverlässig.

Aus meiner Sicht führt an einer konsequenten mechanischen Bekämpfung kein Weg vorbei:

✅ Pflanzen möglichst früh erkennen

✅ Vor der Blüte und Samenbildung handeln

✅ Die gesamte Pflanze inklusive Wurzel ausstechen

✅ Pflanzenmaterial vollständig entfernen und entsorgen

✅ Die Flächen regelmäßig kontrollieren

❌ Nicht einfach abschneiden

❌ Nicht bis zur Samenreife warten

❌ Nicht darauf vertrauen, dass eine einmalige Maßnahme das Problem dauerhaft löst

Die Bekämpfung von Jakobskreuzkraut ist leider kein Wochenendprojekt. Wer betroffene Flächen hat, muss meist über Jahre aufmerksam bleiben und regelmäßig nacharbeiten. Jede Pflanze, die vor der Blüte entfernt wird, verhindert jedoch Tausende neuer Samen und reduziert den zukünftigen Befallsdruck erheblich.

Gerade auf Pferdeweiden lohnt sich diese Mühe. Pferde gehören zu den empfindlichsten Tierarten gegenüber Pyrrolizidinalkaloiden. Leberprobleme entwickeln sich dabei oft schleichend und werden nicht immer sofort erkannt.

Quelle:
Gesundheitsdepartement Basel-Stadt: „Pyrrolizidinalkaloide in Lebensmitteln“ (2018)

https://media.bs.ch/original_file/273f732c80754254bfb3609b3c7217ff0ee112c5/pyrrolizidinalkaloide-2018.pdf

Zusätzliche Forschung zur Übertragung von Pyrrolizidinalkaloiden auf Nachbarpflanzen über den Boden.

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