HUF Aktivstall Reitanlage Triftern

HUF Aktivstall Reitanlage Triftern Wir sind ein Pensionspferdebetrieb für aktive Pferde und aktive Reiter. Gerne können auch Fragen rund ums Pferd und deren Bedürfnisse gestellt werden.

Die Reitanlage Triftern informiert hier alle Einsteller und Interessenten über den Alltag mit den Pferden, über aktuelle Kurstermine und sonstige erwähnenswerte Ereignisse. Wir werden uns bemühen, sie fachlich korrekt zu beantworten.

08/06/2026
07/06/2026

Das Hufbein hat kein Periost, wer sagt das eigentlich ?

1996 beschreiben Budras, Bragulla, Pellmann und Reese das Periost sowie die Insertionszonen des Hufbeinträgers.
Warum weiß man das heute, 30 Jahre später scheinbar nicht mehr?

Das lässt sich relativ einfach beantworten: Man hat keinen Zugang und überholte Thesen werden nicht offiziell zurückgerufen. So bilden alte Quellen, die technisch einfach noch nicht besonders große Möglichkeiten hatten, die Basis für neuere Veröffentlichungen und Rückschlüsse. Dazu kommt, dass viele Doktorarbeiten und Veröffentlichungen nicht digitalisiert sind oder in Universitätsinternen Bibliotheken eingeschlossen sind. Das Wissen ist also nicht so einfach für jedermann zugänglich.

Das Periost (hier auch Bein- oder Knochenhaut genannt) umhüllt jeden Knochen, es spielt eine wichtige Rolle beim Wachstum eines Knochens (sowohl beim Aufwachsen als auch beim Heilungsprozess da hier Osteoblasten sitzen)

Auf der Suche nach der Frage Periost oder nicht wurde das Hufbein aufwändig geschnitten, angefärbt, geätzt, entfettet, geschnitten. Mal eben so ist hier nämlich gar nichts. Die Auswertung erfolgte dann mit einem Transmissionenelektronenmikroskop. Diese Technologie stand RUTHE(1988) wahrscheinlich nicht einmal zur Verfügung.
Schon bei der Betrachtung des Hufbeins mit bloßem Auge fällt auf, dass es ein bisschen aussieht wie ausgewaschen und gestreift. In der Vergrößerung zeigen sich Knochenleisten und zwischen liegende „Täler“. Schaut man jetzt „rüber“ zu anderen Knochen, so ist an Sehnenansatzzonen kein Periost zu finden. Das ist der Befestigung der Sehne am Knochen geschuldet (chondrial apophlysärer Sehnenansatz)
Beim Hufbein findet sich das Periost in den Tälern zwischen den Leistenartigen Knochenerhebungen. An den Knochenleisten selbst setzt der Hufbeinträger mit seinen Kollagenfaserbündeln an.
Die Anfangsverankerung und der Aufbau dieser Verankerung ist der von Sehnen an Knochen sehr ähnlich, so ist es nicht überraschend, dass es hier kein Periost gibt.
An der Gelenkfläche sowie den Ansätzen von Beuge.-Strecksehe und Bändern fehlt es ebenfalls das Periost. An der Sohlenfläche des Hufbeins findet sich nur an den Hufbeinästen eine Knochenhaut. TILLMANN definierte 1991, dass ein Periost nur dort zu finden ist wo eine faserknorpelige Bedeckung fehlt. Der Großteil des Hufbeins hat also kein Periost, das ist aber nicht gleichbedeutend mit „gar kein Periost“. Die Autoren empfehlen die Aussage „ es gäbe gar kein Periost am Hufbein“ von RUTHE aus 1988 zu korrigieren.
Das Huf in seinem Aufbau ist etwas einzigartiges, und so auch das Hufbein. Die Knochenhaut selbst ist für Wachstum, ob Wachstum im sinne von Größer werden eines Fohlens oder Reparatur nach Fraktur zuständig. Die darin verorteten Osteoblasten sind Knochen bildende Zellen. Da das Periost am Hufbein aber zum großen Teil fehlt übernimmt hier der Knorpelige Ansatz des Hufbeinträgers die Aufgabe die „Lücken zu füllen“. Das in den Tälern zwischen den Knochenleisten liegende Periost bildet direkte Ossifikation (Masenchymzellen aus embryonalem Bindegewebe teilen sich zu Knochenaufbauzellen (Osteoblasten)), die Knochenleisten mit den Kollagenfaserbüdeln des Hufbeinträgers bilden Knochen durch sog. Chondrale Ossification. Dabei handelt es sich um eine indirekte Knochebildung bei der zuerst Knorpelgewebe in die erforderliche Form wächst und dann später schrittweise durch Chrondroklasten zu Knochen wird.

Spannend ist ebenfalls der beschriebene Umbau des Hufbeins bei Überlastung des Hufbeintägers oder dem Nachlassen des natürlichen Zugs am Hufbeinträgers bei einem Hufbeinträgerschaden (Hufrehe).

Die Überbeanspruchung (wie sie bei der Überkorrektur von steilen Hufen passieren kann) zeigte demnach Insertionsdesmopathien (schmerz- krankhafte Veränderungen am Übergang zwischen Knochen und Anfangsverankerung des Hufbeinträgers) und Exostosenbildung (knöcherne Zubildung wie z.b ein Überbein). Bei unnatürlich geringem Zug am Hufbein konnte eine Demineralisierung mittels CT festgestellt werden. (hier ist sicher auch die Frage interessant welche Bereiche das genau betrifft und wie groß der Einfluss von Bodendruck, Knochenfresszellen (Osteoklasten) und anderen während der Hufrehe auftretenden Faktoren sind). Die Osteogenase wird durch den Zug des Hufbeinträgers stimuliert und induziert. (Im Falle eines Hufeinbruchs wird dieser Mechanismus als kontraproduktiv beschrieben da der Bruch durch den Zug des Hufbeinträgers auch mobilisierend wirkt, was wiederum die Bruchheilung verzögert.)
Sohlenseitig wird das minimale Absenken des Hufbeins um 0,55 mm (laut FISCHER-LEITZNER 1975) und er damit verbundene Gewebsdruck als Basis für Bildung und Beibehaltung des Faserknorpelüberzugs beschrieben.
Die Literaturliste ist fast länger als der Artikel selbst. Findet man Veröffentlichungen mit sehr kurzem Literaturverzeichnis sollte man immer stutzig werden.

03/06/2026

Once, I watched a coach bring a rider and horse in front of an audience at the end of an intense lesson. He wanted to show them something he had noticed. Something he thought was good.

He reached toward the neck and shoulder, pointed to a sweat patch, and said: you see this? This is good. This shows the horse has worked here.

The rider smiled. The audience nodded.

You are in the presence of someone who carries authority. The people around you confirm it. Someone with a name, a reputation, a lifetime of accolades is telling you it went well. Of course you smile.

But what was pointed to was friction.

The muscles overlying the mid and lower cervical region, C5-C6, are not designed to carry concentrated load. They are built for phasic, elastic work, brief, coordinated, shared across the whole structure. They participate in movement. They are not designed to manage imbalance.

When the thoracic sling can no longer support the ribcage and spinal oscillation begins to reduce, those muscles stop moving the limb and start managing the imbalance instead. Sustained work in tissue not designed for it produces heat. Heat produces sweat. An isolated patch at that region tells you exactly where the system has run out of options.

The horse is not working well there. It is coping.

A simple way to hold this:

When horses sweat, it appears first in the high-density regions: the neck, behind the elbows, between the hindlegs. That is normal physiology. What we are reading here is sweat concentrated at one precise point while the surrounding tissue remains dry. Not general neck sweat, not effort. A system that has stopped distributing.

Isolated sweat in a working horse is not a sign of good work. It is a sign of a system that has stopped distributing. The horse is not moving through that area. It is stuck in it.

After hot work, a correctly organised horse carries an even dampness across the neck, shoulders and quarters. No concentration anywhere. The absence of an isolated patch is the sign of effort distributed correctly.

The rider in that moment did nothing wrong. She trusted the person in front of her.

I stood in dissection rooms, carefully removing layers of damage left by people who never meant to cause it. I have wondered, in those rooms, whether we should ride horses at all. It is possible, but it requires care, accurate knowledge, and the willingness to be corrected. That is what calls me to write about this. To offer clarity where I am certain, and to remain genuinely open to being questioned on everything I teach.

This is the responsibility of those of us who teach. When we name something in front of an audience, in front of a horse that cannot correct us, we are not sharing an opinion. We are shaping what that person will carry forward, repeat, and pass on. The difference between interpretation and knowledge matters enormously when the body receiving that teaching cannot speak.

As coaches we cannot afford to let the pull of a moment, the crowd, the performance, the pleasure of apparent mastery, substitute for knowing what we are actually looking at. We have to test our own interpretations against evidence, hold them up to scrutiny, and be willing to be wrong. That is not a limitation on great coaching but a condition.

Reading the horse accurately is the foundation of our work.

29/05/2026
22/05/2026

Adresse

Thannöd 2
Triftern
84371

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Dienstag 07:00 - 22:00
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