17/07/2026
Unsere Sozialkontaktphase in der Welpengruppe ist sehr moderiert und nur in 2er, oder auch mal 3er Teams. Warum machen wir das so?
Es gibt viele gute Gründe dafür, aber wir nennen euch hier die wichtigsten:
Die meisten Welpen haben in ihren kurzen Leben noch nicht so viele Hunde kennengelernt und die soziale Auseinandersetzung sollte möglichst viele kommunikative Elemente enthalten. dazu gehört z.B. eine ruhige und höflich Vorstellung mit dem gegenseitigen Beriechen. Wir als Menschen sprechen, wenn wir jemanden wirklich kennenlernen wollen, auch zunächst mit dieser Person und nicht gleich mit einer ganzen Gruppe auf einmal. Das kleine Hundekind lernt durch genaue Beobachtung und ausprobieren, durch rantasten und kommunizieren und an der Reaktion des Gegenübers. Das sind absolut wertvolle Erfahrungen! Um zu gewährleisten, dass auch kleine Hundekinder wie Menschenkinder auch nicht über die Strenge schlagen, steht ein Trainer von uns daneben, beobachtet, bespricht mit euch die Körpersprache und splittet, wenn es sein muss, damit keine doofen Situationen entstehen.
Eine solch engmaschige Beobachtung mit vollem Fokus auf die Körpersprache dieser beiden Hunde geht automatisch verloren, wenn eine ganze Gruppe zusammen läuft. Eine höfliche Begrüßung kommt hier häufig gar nicht mehr zustande durch die in der Regel sehr dynamische Situation.
Wenn die Welpen sehr forsch sind lernen sie in einer großen Gruppe trainierte Gewinner zu werden und einfach andere mit eher unsozialem Verhalten vor sich her zu hetzen oder unter sich zu begraben. Andere eher schüchterne Welpen werden schnell zum "gehetzten Hasen", also zum trainierten Verlierer. Einen von einer ganzen Gruppe gejagten Hund nochmal selbstbewusst werden zu lassen, ist eine ganze Menge Arbeit und kann unter Umständen eine richtige Herausforderung werden. Aber auch für die hinterher rennenden Hunde ist das keine gute Lernerfahrung, die sich so festigen sollte, denn gutes Sozialverhalten ist es definitiv nicht Schwächere zu jagen oder als Gruppe zu mobben.
Zum Spiel gehören Rollenwechsel, dass sich alle Spielpartner sicher fühlen, sich verletzlich zeigen können, kreative Wiederholung der Spielelemente, körpersprachliche Spielgesten, wie das Spielgesicht oder die Vorderkörpertiefstellung, Mischung von Elementen aus den verschiedenen Verhaltenskreisen mit übertriebenem Ausdruck und übersteigerten Bewegungen (Bewegungsluxus). Darauf, ob es wirklich Spiel ist und in welchem Maße ein Sozialkontakt sinnvoll ist, achten unsere Trainer und erklären euch die Situation.