Hunde einfach

Hunde einfach Die etwas andere Hundeschule in Nordthüringen! Gewaltfreies Hundetraining für jeden Hund! Hundetraining ist MEHR als Kommandos geben!

Hundetraining ist Kommunikation, Staunen, Lernen, Erleben!

Das Leben genießen, jeden Moment, jeden Tag, dankbar für diese wundervollen Wesen an unserer Seite. 💖 Ist das nicht der ...
23/02/2026

Das Leben genießen, jeden Moment, jeden Tag, dankbar für diese wundervollen Wesen an unserer Seite. 💖 Ist das nicht der Sinn des Lebens? Einen Schöneren kann es gar nicht geben. 🥰

Danke!!! 🙏👍
22/02/2026

Danke!!! 🙏👍

„Beeindruckend ruhig – oder systematisch eingeschüchtert?“

Warum kollektiver Gehorsam in großen Hundegruppen kein Beweis für Vertrauen ist.

Es gibt diese Videos, die in sozialen Netzwerken tausendfach geteilt werden: Eine Person schreitet voran, hinter ihr oder neben ihr laufen fünfzehn, zwanzig oder noch mehr Hunde. Kein Ziehen, kein Ausscheren, kein sichtbares Chaos. Ein leises Wort, ein kurzes Handzeichen – und die gesamte Gruppe reagiert nahezu synchron. Viele empfinden das als beeindruckend. Als Beweis außergewöhnlicher Führungsqualität.

Mich machen diese Bilder zunehmend sauer.

Denn was dort als perfekte Harmonie inszeniert wird, wirkt bei genauerem Hinsehen oft wie etwas anderes: wie kollektive Hemmung.

Auffällig ist, was fehlt. Kaum ein Hund zeigt ausgeprägtes Explorationsverhalten. Es wird wenig geschnüffelt, selten innegehalten, kaum individuell entschieden. Die Körper wirken kompakt, teilweise angespannt, die Köpfe eher tief getragen als neugierig erhoben. Spiel oder lockerer sozialer Austausch zwischen den Hunden ist selten zu sehen. Stattdessen entsteht der Eindruck einer Marschformation – funktional, diszipliniert, kontrolliert.

In großen Gruppen wirken andere Kräfte als im Einzelsetting. Gruppendynamiken können Verhalten massiv beeinflussen. Hunde lernen nicht nur durch direkte Erfahrung, sondern auch durch Beobachtung – durch soziales Lernen. Es genügt unter Umständen, wenn ein einzelnes Individuum deutlich korrigiert oder sanktioniert wird, um der gesamten Gruppe zu vermitteln, welches Verhalten unerwünscht ist. Die übrigen Hunde müssen die Strafe nicht selbst erlebt haben, um daraus Schlüsse zu ziehen. Sie sehen, was passiert, wenn jemand ausschert – und fügen sich vorsorglich.

Dieses Prinzip ist keineswegs auf Hunde beschränkt. Auch in menschlichen Gruppen lässt sich beobachten, dass die öffentliche Herabsetzung oder Bestrafung eines Einzelnen eine regulierende Wirkung auf die übrigen Mitglieder haben kann. Wer gesehen hat, was mit dem „Abweichler“ geschieht, entscheidet sich oft für Anpassung – nicht aus Überzeugung, sondern aus Vermeidung.

Übertragen auf große Hundegruppen bedeutet das: Vielleicht wurden nicht zwanzig Hunde eingeschüchtert. Vielleicht reichten ein oder zwei deutliche Interventionen. Der Rest reguliert sich selbst, um nicht ebenfalls in Konflikt zu geraten. Das Resultat wirkt wie perfekte Führung, kann aber in Wahrheit auf präventiver Unterwerfung beruhen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hundeführer laut oder leise agiert. Manche arbeiten mit klarer Stimme, andere nahezu wortlos, mit minimalen Handzeichen oder Körpersperren. Doch auch subtile Signale können auf einem aversiven Lernprozess beruhen. Wenn ein kaum sichtbares Zeichen ausreicht, um eine große Gruppe abrupt zu stoppen, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie konsequent zuvor verdeutlicht wurde, was geschieht, wenn man nicht reagiert.

Was mich besonders stört, ist die Einseitigkeit dieser Darstellung. Man sieht das fertige Ergebnis, nie den Weg dorthin. Keine Lernphase, keine Konflikte, keine Stressreaktionen einzelner Hunde. Vor allem sieht man nicht, was diese Form der Führung langfristig mit dem Individuum macht.

Denn Hunde sind keine homogene Masse. Jeder von ihnen bringt ein eigenes Temperament, eigene Erfahrungen, eigene Unsicherheiten mit. In stark kontrollierten Großgruppen verschwindet diese Individualität zwangsläufig hinter der Funktionsfähigkeit des Kollektivs. Der sensible Hund, der konfliktscheue Hund, der leicht verunsicherte Hund – sie alle passen sich möglicherweise besonders stark an. Nicht, weil sie innerlich ruhig sind, sondern weil sie gelernt haben, dass Zurückhaltung Sicherheit bedeutet.

Chronischer Anpassungsdruck kann Spuren hinterlassen. Ein Hund mag äußerlich „funktionieren“ und dennoch innerlich unter erhöhter Anspannung stehen. Stress endet nicht automatisch, wenn der Spaziergang vorbei ist. Er kann sich in Reizbarkeit, vermehrter Sensibilität oder erhöhter Erschöpfung zeigen – auch zu Hause, fernab der Gruppe.

Bleibt die Frage: Wofür braucht es solche Formationen überhaupt? Welcher zwingende Grund erfordert Spaziergänge mit fünfzehn oder zwanzig Hunden gleichzeitig in enger, hochgradig kontrollierter Struktur? Hundebetreuung lässt sich auch anders organisieren – in kleineren, stabilen Gruppen, mit mehr Raum für individuelle Bewegung, für Schnüffeln, für Entscheidungsspielräume.

Oft wird argumentiert, Hunde seien schließlich soziale Wesen. Das stimmt. Doch soziale Strukturen bedeuten nicht permanente Gleichschaltung. Frei lebende Hunde oder Straßenhunde bewegen sich nicht in starren Großverbänden, in denen jede individuelle Entscheidung unterdrückt wird. Ihre Zusammenschlüsse sind flexibel, durchlässig, dynamisch. Individuen können sich lösen, Abstand gewinnen, eigene Wege einschlagen.
Genau diese Möglichkeit geht in stark kontrollierten Großgruppen verloren.

Was mich an solchen Videos letztlich so irritiert, ist die Ästhetisierung von Macht. Gehorsam wird als Ideal präsentiert, ohne dass hinterfragt wird, auf welcher emotionalen Grundlage er entstanden ist. Das Bild des souveränen „Anführers“ überstrahlt die Frage nach dem Wohlbefinden der Geführten.
Ich halte es deshalb für wichtig, genauer hinzusehen – und als Hundehalter kritisch zu prüfen, in welche Strukturen man sein eigenes Tier gibt. Große, perfekt funktionierende Gruppen sind kein automatisches Qualitätsmerkmal. Sie sind ein Managementmodell. Und wie jedes Modell tragen sie Risiken in sich.

Hunde sind soziale Wesen – aber sie sind vor allem Individuen. Und jede Form der Betreuung sollte diesem Umstand gerecht werden.

Quellen (Auswahl):
• Fugazza, C. et al. (2018). Social learning in dogs (Canis familiaris): Imitation of conspecific and human demonstrators. Scientific Reports.
• Range, F., & Virányi, Z. (2015). Tracking the evolutionary origins of dog-human cooperation: The role of social learning. Behavioral Processes.
• Bonanni, R. et al. (2010). Free-ranging dogs’ social organization and dominance relationships.
• Huber, L. et al. (2018). Social learning and imitation in dogs. Scientific Reports.
• Miklósi, Á. (2015). Dog Behaviour, Evolution, and Cognition. Oxford University Press.
• Studie zu frühen negativen Erfahrungen und Verhaltensfolgen bei Hunden (Finnische Kohortenstudie, 2020/2021).

Hinweis zur Kommentarfunktion:
Ich habe die Kommentare zu diesem Beitrag eingeschränkt. Nicht, um Diskussionen zu vermeiden – sondern um zu verhindern, dass sich endlose, sich im Kreis drehende Debatten vom eigentlichen Inhalt ablenken.
Der Text soll zum Nachdenken anregen.

Das Bild ist KI generiert

So wichtig! 👍😘
17/02/2026

So wichtig! 👍😘

Hunde müssen nicht „ausgelastet“ werden.
Sie wollen mit uns zusammenleben.

Dieses ewige Mantra aus der Trainingswelt – „Gib dem Hund eine Aufgabe, sonst sucht er sich eine“ – klingt schlau, ist aber nichts weiter als eine Rechtfertigung für Dauerbespaßung. Und für Kurse. Viele Kurse. Am besten mit Stempelkarte.

Spätestens an dieser Stelle kommt zuverlässig der Einwand:
„Ja, aber DER Hund ist ja ein Jagdhund.“
Oder ein Hütehund. Oder sonst irgendein "Gebrauchshund" (was für ein be......... Wort!). Oder irgendwas mit viel Genetik.
„Die müssen arbeiten. Die können nicht einfach rumliegen.“

Doch. Können sie. Und sie tun es auch – wenn man sie lässt.

Was hier gern verwechselt wird, ist Veranlagung mit Dauerauftrag. Ja, Hunde bringen genetische Dispositionen mit. Jagdverhalten, Bewegungsfreude, Kooperationsbereitschaft, Reaktionsschnelligkeit. Das sind Angebote der Natur, keine Verpflichtungen im Alltag. Genetik erklärt Potenzial – sie diktiert kein permanentes Beschäftigungsprogramm.

Ein Jagdhund ist nicht 24/7 auf der Pirsch.
Ein Hütehund treibt nicht den ganzen Tag imaginäre Schafe.
Ein "Gebrauchshund"...
Ein Hund nimmt keinen Schaden, wenn er nicht täglich „körperlich und mental gefordert“ wird.

Was sie alle brauchen, ist etwas viel Unspektakuläreres: Orientierung, soziale Einbindung und einen regulierten Alltag mit viel Ruhe. Einen Rahmen, der Sicherheit gibt. Keine ständige Aktivierung ihrer Anlagen, sondern ein souveräner Umgang damit.

Viele dieser sogenannten „Arbeitsrassen“ werden heute nicht durch zu wenig Arbeit auffällig – sondern durch zu viel künstliche. Durch Dauerfokus auf ihre "Triebe" (dieses Wort benutzen noch viele, andere ersetzen es durch "Motivation" oder ähnliches, und manche durch "Genetik"...). Durch permanentes Ansprechen dessen, was sie könnten, statt sie einfach sein zu lassen. Man weckt, schürt und verstärkt Dinge, um sich später darüber zu wundern, dass der Hund nicht abschalten kann.

Genetik wird dann gern als Totschlagargument benutzt.
„Der ist halt so.“
Nein. Er wurde so behandelt.

Ein Hund ist kein offenes Triebfass, das ständig entleert werden muss, damit es nicht überläuft. Das Erregungsniveau reguliert sich sozial – nicht durch Daueraktion. Ein Hund lernt, wann etwas relevant ist, indem es selten und klar eingebettet statt ständig inszeniert wird.

Viele Hunde sind heute nicht unterfordert.
Sie sind überfordert.
Durch permanentes Fordern. Durch ständiges „Mach mal“. Durch gut gemeinte, aber schlecht dosierte Auslastung.

Da wird geschnüffelt (hier meine ich nicht das natürliche Schnüffeln!), gezerrt, getragen, gesucht, gedacht, gezogen – nicht weil der Hund es braucht, sondern weil der Mensch Angst vor Ruhe hat. Angst vor Stille. Angst davor, dass ein Hund einfach nur da ist. Liegt. Schaut. Atmet. Nichts tut.

Und dann wundert man sich, dass dieser Hund nie lernen konnte, runterzufahren. Dass er bei jeder Kleinigkeit explodiert. Dass Ruhe antrainiert, belohnt, bestätigt, aufgebaut werden muss wie ein Kunststück. Dabei ist Ruhe kein Trick. Sie ist ein Zustand. Oder besser: ein Ergebnis.

Soziale Ruhe entsteht nicht durch Beschäftigung, sondern durch Beziehung, soziale Regulation, Vorbilder und Klarheit.

Ein Hund lernt Ruhe nicht auf der Decke mit Marker und Keks, während der Mensch daneben sitzt und aufpasst, dass er „es richtig macht“. Ein Hund lernt Ruhe, indem er Teil eines ruhigen Systems ist. Indem nichts passiert – und das völlig in Ordnung ist. Indem der Mensch beschäftigt ist, ohne den Hund mitzunehmen. Indem der Hund nicht ständig adressiert wird. Nicht ständig gemeint ist. Nicht ständig dran ist.

Dieses „Nicht-Trainieren“ ist für viele (besonders für Hundetrainer 😉) schwer auszuhalten.
Weil es nichts kostet, nichts verkauft und keinen Titel hat...

Aber genau hier liegt der Unterschied:
Ein Hund, der sozial gelernt hat, muss nicht ausgelastet werden. Er reguliert sich mit. Er orientiert sich. Er kommt zur Ruhe, weil Ruhe normal ist – nicht, weil sie verdient wurde.

Natürlich dürfen Hunde rennen, schnüffeln, "arbeiten" und Dinge tun. Aber nicht als Pflichtprogramm. Nicht als Ventil für künstlich erzeugten Stress. Nicht nach dem Prinzip: Erst mache ich dich verrückt, dann bringe ich dir bei, dich zu entspannen.

Wer ständig Gas gibt, braucht irgendwann eine Bremse.
Wer nie gelernt hat, im Leerlauf zu sein, hält Stillstand nicht aus.
Und wer Ruhe nur als Trainingsziel kennt, hat sie nie wirklich verstanden.

Ein ruhiger Hund ist kein ausgelasteter Hund.
Ein ruhiger Hund ist ein sicherer Hund.
Ein Hund, der sich getragen fühlt.
Ein Hund, der nichts beweisen muss.

Hunde brauchen nicht mehr Aufgaben.
Die meisten brauchen einfach weniger Intervention.

Weniger Machen.
Weniger Wollen.
Kein Training.

Mehr Sein.
Mehr Mitlaufen dürfen.
Mehr soziale Klarheit.

Ein Hund, der in sich ruht, braucht keine künstliche Auslastung.
Und ein Mensch, der das aushält, braucht keine Auslastungskurse, um sich kompetent zu fühlen.

Das ist unbequem.
Aber ehrlich.

Liebe Trainingsfraktion, bitte beruhigt und entspannt euch!
Wem meine Beiträge nicht gefallen, möge bitte reaktions- und kommentarlos weiterscrollen 🙏 Sei höflich und übe dich in Inpulskontrolle und Frustrationstoleranz, die du immer von deinem Hund forderst 😉

Perfekt zusammengefasst! 😘😘😘
09/01/2026

Perfekt zusammengefasst! 😘😘😘

Beziehung statt Dressur - Trainierst du noch oder lebst du schon?
Dass wir im Jahr 2026 immer noch darüber diskutieren müssen, ob positives Training für Tiere besser ist als aversives, ist kein Zeichen von Meinungsvielfalt, sondern von erschreckender Lernresistenz. Wer heutzutage noch ernsthaft behauptet, Druck, Angst oder bewusst angewandte Strafe seien "manchmal halt nötig", verteidigt Gewohnheiten oder, genauer gesagt, das eigene Bedürfnis nach Kontrolle.
Es ist die Weigerung, anzuerkennen, dass Einschüchterung und Zwang keine pädagogischen Werkzeuge sind. Auch dann nicht, wenn sie "nur dosiert" eingesetzt werden.
Da werden Studien veröffentlicht, Neurobiologie erklärt, Stressreaktionen messbar gemacht – und trotzdem wird so getan, als sei es eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man mit Angst, Druck und absichtlicher Strafe arbeitet oder mit Vertrauen, Sicherheit und Fürsorge. Als wäre „funktioniert halt“ ein ausreichendes Argument, wenn das Gegenüber keine Wahl hat.
Es wird sich vehement an Methoden geklammert, die vor allem eines "leisten": Unterdrückung. Dass ein Hund dabei funktioniert, wird als Erfolg verkauft. Dass er dafür bezahlt, - emotional und physiologisch - wird ausgeblendet.

Auch wenn positives Training auf dem Leistungs- und Belohnungsprinzip mit dem Ziel der Kontrolle basiert, ist es nicht nur ethischer, sondern auch nachhaltiger, stabiler und lernfreundlicher. Trotzdem scheint das für manche immer noch eine unbequeme Wahrheit zu sein.

Hartnäckig hält sich aber auch die Vorstellung, dass (Hunde)Training unabdingbar sei und zwangsläufig aus Befehlen (oder netter gesagt "aus Signalen"), Wiederholungen und Kontrolle bestehen müsse. Dass es andere Wege im Umgang mit Hunden gibt, ist erstaunlich wenig bekannt – oder wird konsequent ignoriert. Dabei sind sie wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Es geht um das Zusammenleben sozialer Wesen - soziales Lernen, intrinsische Motivation, Beziehung als Lernrahmen. Für viele klingt das immer noch nach esoterischem Wohlfühlkonzept oder nach naivem Idealismus statt nach Verhaltensbiologie, trotz aufschlussreicher Forschungsergebnisse in den letzten Jahren. Hunde sind hochsoziale Wesen (sozialer als jeder Mensch, wie ich zu sagen pflege), sie lernen permanent, sie orientieren sich, sie beobachten, sie ziehen Schlüsse, sie kooperieren, sie passen sich an. Man muss ihnen nichts „beibringen“ – man müsste sie nur lassen und ihnen Kompetenzen zugestehen. Und mensch müsste mehr über die Biologie des Hundes lernen, damit er das Wesen des Hundes verstehen kann. Das fällt Aversivlingen, sogenannten "Balanced Trainers" sowie R+-Trainern anscheinend gleichermaßen schwer. Sie propagieren lieber größtmögliche Freiheit durch Training - Finde den Fehler.

Und genau da liegt vermutlich das größte Problem: Nicht zu trainieren, nicht zu (ver-)formen, nicht aus jedem Hund ein Projekt zu machen, ist erschreckend unpopulär. Ein Hund, der nicht optimiert wird, nicht angepasst, nicht normiert – das wirkt auf viele fast schon verantwortungslos. Kontrolle gibt Sicherheit, Eingreifen vermittelt Kompetenz, und ein Hund, der einfach Hund sein darf, fühlt sich für viele wie Kontrollverlust an. Dass man auch begleiten statt lenken, beobachten und vorleben statt korrigieren und vertrauen statt kontrollieren kann, passt schlecht in ein Weltbild, in dem Wert über Leistung definiert wird. Für viele ist das schwer auszuhalten. Es fehlt das Gefühl von Macht, von Eingriff, von "Ich habe gemacht" (... und jetzt bin ich total stolz").
Die sozialen Kompetenzen des Gegenübers werden dabei komplett übergangen.
Den Hund nicht zu verbiegen bedeutet übrigens nicht (wie so gern unterstellt wird), dass das Zusammenleben regel- und grenzenlos ist! Schließlich handelt es sich um eine soziale Gemeinschaft (muss ich jetzt nicht näher darauf eingehen...).

Vielleicht ist es also gar nicht so erstaunlich, dass diese Diskussionen noch geführt werden. Sie drehen sich weniger um Hunde als um menschliche Bedürfnisse nach Kontrolle, Macht, Ordnung und Rechtfertigung. Der Hund ist dabei nur das System, an dem wir das ausleben. Wer den Hund nicht trainiert, nicht verbiegt, nicht dressiert und nicht bricht, muss sich selbst hinterfragen.

Also diskutieren wir weiter, während Hunde sich anpassen. Das tun sie ja immer. Hauptsache sie funktionieren.

Wer Mut hat, begeht neue, andere (ursprüngliche) Wege und lässt sich auf Beziehung statt Training/Dressur ein. Und wird dabei schnell merken: Der Hund wird nicht "gemacht", er wird ganz von selbst zum Freund und Partner.

Wenn du offen bist, es dir aber schwerfällt, einen Neuanfang zu finden, wenn du einfach nicht weißt, wie du aus der Trainingsmühle rauskommst, wenn dich der Trainingsdschungel verunsichert hat und du wieder auf dein Bauchgefühl hören möchtest, bist du hier genau richtig. Ich unterstütze dich dabei, der beste Mensch für deinen Hund zu werden.
Das Angebot gilt auch für Hundetrainer, die sich weiterentwickeln wollen.
Schreib mir gerne: [email protected]

😘 aus tiefstem Herzen 100 % 👍
07/01/2026

😘 aus tiefstem Herzen 100 % 👍

Es gibt keine bösen Hunde. Bei Menschen sieht das leider anders aus. Es gibt erschreckend viele, die niemals einen Hund hätten haben dürfen.

In all den Jahren, in denen ich mit Hunden gearbeitet habe, ist mir kein einziges „böses“ Tier begegnet. Wohl aber unzählige Menschen, die Verantwortung, Empathie und Selbstreflexion schmerzlich vermissen ließen. Einen Hund in sein Leben zu holen, ist kein Recht und kein Zeitvertreib – es ist ein Privileg. Eines, das viele leichtfertig missbrauchen.

Ich habe Menschen erlebt, die einen großartigen Hund (Sie sind alle großartig!) an ihrer Seite hatten und dennoch blind für ihn waren. Ihre "Liebe" sah so aus: Statt ihn zu verstehen, wollten sie ihn kontrollieren. Statt ihn anzunehmen, wollten sie ihn passend machen. Und selbst wenn sie erkannten, welch großartiges Wesen vor ihnen stand, war es ihnen oft gleichgültig. Denn für sie war er nie mehr als „nur ein Hund“ – ein Objekt, das zu funktionieren hat. Tut es das nicht, wird es lästig. Und was lästig ist, wird aussortiert.

Jeder Hund verdient ein Zuhause. Aber bei weitem nicht jeder Mensch verdient einen Hund. Der Wunsch nach einem Hund reicht nicht aus. Wer ihn nicht als fühlendes Individuum sieht und nicht lernen möchte sondern als Sache behandelt, sollte die Finger davon lassen. Wer glaubt, Liebe, Geduld und Verantwortung seien optional, tut besser daran, keinen Hund zu halten.

Und wer bereits einen Hund hatte und ihn weggegeben hat, weil er unbequem wurde, sollte diese Entscheidung nicht noch einmal treffen. Wenn ein Hund zur Belastung wird, liegt das Problem nicht bei ihm. Dann gib ihn wenigstens in Hände, die seinen Wert erkennen.

Kein Hund sollte für menschlichen Egoismus, Bequemlichkeit oder Unfähigkeit bezahlen müssen. Hunde sind keine Wegwerfware. Sie verdienen ein lebenswertes Leben.

25/12/2025
Gewalt ist nie eine Option! 🙏😘
12/12/2025

Gewalt ist nie eine Option! 🙏😘

Es ist einfach unerträglich wie schon fast im Stundentakt Videos eingestellt werden, bei denen Gewaltmaßnahmen wie Einschüchterung, Schreckreize oder auch ve...

😘👍
11/12/2025

😘👍

Let them look !
They need to observe and see what is around them if they should learn to cope.
- looking without being disturbed by us
- time to digest and learn
- first at safe distance
That is how they learn about their environment.
Making them look another way might be more convenient for ourselves, but the dog does not learn anything., except following demands, which gives them no life skills.

So give them time to look and make their choices. They are so much better at being dogs. - polite, social and conflict solving - than we can teach them to be.

That is why my favourite thing on earth is observing dogs. It makes me happy

🙏😘
11/12/2025

🙏😘

Es war kein Training, es waren keine Methoden, es war Misshandlung. Schwerste Misshandlung. Punkt.
Ich möchte es nicht weiter ausführen.
Es ist mit nichts zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.
Mögen zuständige Stellen Konsequenzen ziehen. Möge jeder, der dort noch Tiere sitzen hat, diese sofort zurückholen. Mögen Zeugen aufstehen und reden.

Wir dürfen mitreden. Seit zwei Jahrzehnten
sind „ diese Hunde“ unser täglich Brot.
Aber darum geht es nicht.

„Diese Hunde“ haben keine Wahl, wo sie landen.
Für „ diese Hunde“ gilt ein Tierschutzgesetz. Unabhängig von ihren Vorstrafen.
Wir haben Verantwortung für „ diese Hunde“.
Sie sind nicht dafür da, Clicks zu generieren, reißerisch dargestellt zu werden, vorgeführt zu werden. Sie sind auch keine Experimente narzisstischer oder sadistischer Persönlichkeiten. Sie sind keine Hunde zweiter Klasse, an denen man sich ausprobieren kann.
Es liegt an uns, an unserem Konsumverhalten, ob solche Widerwärtigkeiten in Zukunft zunehmen.
Passt auf eure Schutzbefohlenen auf. Schaut nicht weg, wenn ihr Misshandlungen wahrnehmt.
Und lernt, wieder zuzuhören. Den Hunden. Wenn sie flüstern und nicht erst, wenn sie schreien!

* Es geht um vor Kurzem veröffentlichte Videos eines österreichischen Hundetrainers, welche massive Gewalt an Hunden zeigt und anleitet! Gezielte Tritte in die Eingeweide, Anleitung, welches Schuhwerk sich am Besten eignet und welche Trittstellen zu bevorzugen sind. Und das ist nur ein Teil der Misshandlungen

Egal ob pur oder gekleidet- Doggen sehen einfach immer unfassbar gut aus 😍Noch dazu im schicken Regenoutfit von  alle Fa...
29/10/2025

Egal ob pur oder gekleidet- Doggen sehen einfach immer unfassbar gut aus 😍

Noch dazu im schicken Regenoutfit von alle Faelle - Hundeshop Aschau. 😘

Danke 😘🙏
28/10/2025

Danke 😘🙏

Ich bleibe laut, weil zu viele Hunde still geworden sind.

Ich kann einfach nicht mehr zusehen, wie Hunde leiden. Wie Vertrauen zerbricht. Wie ihre Augen leer werden, weil Menschen glauben, sie müssten stärker sein als ihr Hund.

In den letzten Jahren habe ich viele Hunde übernommen, die schon bei anderen Trainern waren. Hunde, die angeblich nicht mehr zu retten sind. Schwierig, stur, dominant – so nennt man sie, wenn man sie nicht versteht.

Aber ich sehe keine schwierigen Hunde. Ich sehe Hunde, die verletzt wurden – nicht körperlich, sondern im Herzen. Hunde, die gelernt haben, dass Lautstärke wichtiger ist als Verständnis. Dass Angst normal ist. Dass Nähe gefährlich werden kann.

Ich sehe, was Druck und Strafe aus ihnen machen. Hunde, die funktionieren, aber innerlich längst aufgegeben haben. Hunde, die gelernt haben, dass es sicherer ist, still zu bleiben.

Und das nennen manche noch Erziehung.
Das ist keine Erziehung.
Das ist Hilflosigkeit, verpackt als Dominanz.

Ich kann da nicht still bleiben. Ich will es auch gar nicht.
Weil ich jeden Tag mit den Folgen dieser Denkweise arbeite.
Weil ich die Hunde sehe, die bei mir landen – verunsichert, ängstlich, gebrochen.
Nicht, weil sie böse sind.
Sondern weil jemand geglaubt hat, Druck wäre Führung.

Ich bin nicht laut, um jemanden bloßzustellen.
Ich bin laut, weil ich Verantwortung trage.
Weil ich diese Hunde ansehe und in ihren Augen lese, was sie durchgemacht haben.
Weil sie keine Stimme haben.

Ich habe kein Problem damit, unbequem zu sein.
Ich habe ein Problem damit, wenn Menschen Leid schönreden, nur um sich selbst nicht verändern zu müssen.

Und wenn mich das zu einem schwierigen Kollegen macht, dann ist das so.
Denn Veränderung passiert nicht, wenn alle leise sind.
Sie passiert, wenn einer laut bleibt, auch wenn’s unbequem wird.
Wenn einer Haltung zeigt.
Wenn einer wirklich hinschaut.

Ich bleibe laut.
Für die Hunde, die wieder lernen müssen, zu vertrauen.
Für die, die schon aufgegeben haben.
Für die, die einfach nur verstanden werden wollen.

Ich bleibe laut,
bis keiner von ihnen mehr so bei mir ankommt.
Und bis endlich jeder versteht:
Ein Hund braucht keine Angst, um zu lernen.
Er braucht Sicherheit.
Er braucht Geduld.
Er braucht Liebe.
Und jemanden, der’s wirklich ernst mit ihm meint.

Adresse

Bleicheröder Str. 83 A
Trebra
99755

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