Hundeschule Aiken

Hundeschule Aiken mobile Hundeschule
Verhaltenstherapie,Beratung,Erziehung Zertifiziert durch die TÄK Schleswig Holst. Also, was tun…………….??? Wenn sie bereit sind: Umzudenken !

Philosophie

Viele Hunde unserer Gesellschaft werden überhäuft mit :

Spielzeug - Leckerchen - Luxusgüter

und vermeindlicher Liebe

Die Folge davon ist:

Der Hund ist überängstlich
Der Hund „hört“ nicht,
Der Hund zieht an der Leine,
Der Hund ist aggressiv zu Artgenossen,
Der Hund bellt und das am liebsten ständig,
Der Hund macht alles kaputt,
Der Hund belästigt ihren Besuch
……..und ist kaum noch

zu bremsen ! Dies sind nur einige der unerwünschten Verhaltensweisen die auftreten können. Und das Beste daran ist………………..SIE HABEN ES IHM BEIGEBRACHT!!! Die Menschen in der heutigen Zeit sind viel zu oft von Zeitmangel getrieben und
haben so verlernt ihren Hund zu verstehen und in seinem Verhalten zu „lesen“

Die Menschen müssen umdenken und lernen, das der Hund KEIN „kleiner“
(oder großer) Mensch mit Fell ist……………sondern ein hochsoziales, intelligentes Rudeltier, dass wenn man ihn lässt, das einzig richtige tut, nämlich sich in seinem Status nach oben zu arbeiten. Die Menschen müssen verstehen, das Hunde keine Demokraten sind, sondern klare
Strukturen brauchen um ein hundegerechtes Leben führen zu können (was aber nicht bedeutet, dass man keinen Spaß mehr mit seinem Hund haben kann)

Und auch dies wird leider sehr oft missverständlich aufgefasst, denn:

den Hund anschreien, an der Leine reißen und „mal eine hintendrauf geben“
(damit der Hund weiß wo es langgeht“!!!) bringt auch nicht das gewünschte Ergebnis. Wenn sie bereit sind: Alte Methoden zu vergessen! Wenn sie bereit sind: Neue, andere Wege einzuschlagen! Dann würde ich mich freuen sie und ihren Hund auf ihrem gemeinsammen ,
spannenden Weg ein Stück zu begleiten. Sie erwarten das unglaubliche…………ich zeige ihnen wie !!! OHNE Starkzwangmittel (z.B. elektr. Hilfsmittel, Stachelhalsband usw.)! OHNE Leinenruck ! OHNE Anschreien !

Mit Birgid AikenDas Rübchen kriegt sie alle rum 🥰😂
22/05/2026

Mit Birgid Aiken

Das Rübchen kriegt sie alle rum 🥰😂

So ist das !👍
19/05/2026

So ist das !👍

Verbindlichkeit im Hundetraining

Was verbindest du mit dem Wort „Verbindlichkeit“? Vielleicht kommt dir zuallererst die finanzielle Bedeutung in den Sinn, aber das ist bei weitem nicht alles. Als Synonyme könnte man verwenden: Bereitwilligkeit, Dienstbarkeit, Entgegenkommen, Freundlichkeit, Gefälligkeit, Geltung, Gefallen, Pflicht, Verpflichtung.

Auch im Zusammenleben mit deinem Hund hat Verbindlichkeit einen wichtigen Platz. Verbindlich zu sein bedeutet, sich an Abmachungen zu halten.

Der Hund soll sich hinsetzen, wenn ich das von ihm verlange, Grenzen nicht überschreiten oder auf Zuruf kommen.
Er soll ordentlich an der Leine laufen, wenn ich das Signal dazu gebe und sich nicht von jedem Umweltreiz ablenken lassen.

Damit das funktioniert, musst du dir aber einige Gedanken machen und auch entsprechend verbindlich handeln.

1.) Wie soll das Verhalten eigentlich genau aussehen, das dein Hund zeigen soll? Wie lange gilt ein Sitz oder Platz, wie schnell soll es ausgeführt werden, was ist überhaupt Leinenführigkeit: Orientiert gehen an lockerer Leine? Oder eng neben dir gehen mit Blickkontakt?
Wie prompt soll der Hund den Rückruf befolgen und wie lange muss er danach bei dir bleiben?

2.) Weiß dein Hund, was deine Kriterien sind? Wie hast du ihm das beigebracht? Kann er es von seinem Ausbildungsstand her leisten?
Das Beibringen darf und soll Spaß machen, darf und soll über positive Verstärkung vonstattengehen, denn das schafft motivierte, freudig mitarbeitende Hunde, die ohne Frust und Stress im Training und Alltag gerne mit dir arbeiten und leben.
Bringst du deinem Hund das Verhalten über Strafreize bei, musst du dir bewusst sein, dass dein Hund das Verhalten hauptsächlich ausführt,
weil er deiner Strafe entgehen möchte. Unsicherheit, Frust und Stress sind vorprogrammiert und spiegeln sich dann auch im Hundeverhalten. Überlege dir gut, ob du diese Begleiterscheinungen in Kauf nehmen möchtest.

3.) Irgendwann kommt aber nach Aufbau über positive Verstärkung bei jedem Hund der Zeitpunkt, wo er sehr gut verstanden hat, was er tun soll und dass er hierfür auch belohnt wird, es aber dennoch nicht tut. Nun kommt die Verbindlichkeit ins Spiel. Nun ist es deine Aufgabe, konsequent zu bleiben und eben auch einzufordern, was bislang vor allem Spaß gemacht hat. Denn auch wir müssen uns an die Regeln halten, die wir selbst aufgestellt haben, sonst können wir vom Hund nicht erwarten, dass er sie erfüllt.
Gilt also bei dir die Regel, dass der Hund nach EINEM Wortsignal sitzen soll, dann darfst du beim Hund, der das weiß, aber nicht tut, auch mal ein schlichtes „ins Sitz formen“ anwenden. Weiß dein Hund, dass er am Halsband und nach deinem Wortsignal locker laufen soll und tut es dennoch nicht, darfst du ihn in seinem Ziehen „stören“, z. B. indem du Aufmerksamkeit durch Anstupsen wieder einforderst, ihn körpersprachlich einschränkst, die Richtung änderst, an der Leine zuppelst. Weiß dein Hund, dass er auf das Rückrufwort SOFORT zu kommen hat, darfst du ihm das Missachten unangenehm machen, indem du über die Schleppleine einwirkst.
Du bist sogar verpflichtet zu all dem, WENN du von deinem Hund Verbindlichkeit erwartest, denn dann musst auch du verbindlich handeln.
Zur „Kür“ muss irgendwann die „Pflicht“ kommen, wenn du einen zuverlässigen, alltagstauglichen Hund möchtest.
Bist du „beliebig“, „wischiwaschi“ in deinen Forderungen und Konsequenzen, wird dein Hund diese Haltung auch entsprechend spiegeln.
Wenn du dich selbst nicht an die festgelegten Kriterien und Rahmenbedingungen hältst, darfst du auch nicht erwarten, dass dein Hund dies tut.

4.) Das heißt, wir setzen klare Grenzen. Aber fair!
Nicht voller Emotionen und Wut. Denn dann bist du emotional für deinen Hund nicht mehr einschätzbar. Biete deinem Hund Klarheit, indem du authentisch bleibst, und ihm die Chance gibst, an den Fehlern zu lernen. Musst du ihn sehr oft korrigieren, frag dich aber bitte, ob du ihm das Verhalten wirklich gut beigebracht und auch generalisiert hast, oder ob hier noch Nachbesserungen - also Lehren über positive Verstärkung - nötig sind und deine Korrektur gar ungerecht ist.

5.) Bleib immer wohlwollend! Dein Hund tut nichts aus böser Absicht oder um dich zu ärgern! Sobald er nach deinem Bestehen auf Verbindlichkeit wieder so agiert, wie ihr es vereinbart habt, darfst du ihn wieder loben und belohnen! Er bzw. eure Beziehung braucht es sogar, denn nur so kann die kurzzeitig emotional negative Stimmung deines Hundes nach der Korrektur wieder ins Positive verändert werden; dein Hund kann weiterhin freudig und motiviert mitarbeiten, ohne in Frust und schlechte Stimmung abzurutschen.

Hunde sind Rudeltiere mit einer starken Sozialstruktur.
Sie brauchen klare Regeln und eine stabile Bezugsperson. Verbindlichkeit bedeutet für den Hund, dass sein Mensch als sichere Basis fungiert, zuverlässig in seinem Verhalten ist und berechenbar handelt. Unsicherheit oder inkonsistentes Verhalten des Menschen kann zu Stress und Verhaltensproblemen führen.

Verbindlichkeit in der Hund-Mensch-Beziehung ist eine Mischung aus emotionaler Sicherheit, konsequenter Führung und langfristiger Verantwortung. Hunde bauen ihr Verhalten stark auf die Verlässlichkeit ihres Halters auf – eine klare, stabile Beziehung ist essenziell für ihr Wohlbefinden.

© Angelika Prinz; Rundumhund-Ostalb
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Birgid AikenZum Glück gab es auch ein Ende des Tunnels 😅👍
20/04/2026

Birgid Aiken

Zum Glück gab es auch ein Ende des Tunnels 😅👍

Ich war die letzte Zeit etwas nachlässig (faul) mit dem posten 🫣, ich gelobe Besserung!👍😘….. hier der gemeine Rheinland ...
06/03/2026

Ich war die letzte Zeit etwas nachlässig (faul) mit dem posten 🫣, ich gelobe Besserung!👍😘

….. hier der gemeine Rheinland pfälzische Regenschirm, der an Gefährlichkeit kaum zu überbieten ist !☝️😂
Manchmal bewegt er sich auch und würde den Menschen auf den Kopf fallen, wenn er nicht festgehalten werden würde 😂
Das Leben eines Hundes kann ab und zu ganz schön aufregend sein 😂

Er war großartig unser kleiner Hooligan 👍🤩….. und was besseres wie das Roubs hätte ich gar nicht bekommen können 👍🥰…… au...
07/02/2026

Er war großartig unser kleiner Hooligan 👍🤩
….. und was besseres wie das Roubs hätte ich gar nicht bekommen können 👍🥰…… auch wenn 🤔….. ach egal 🤷‍♀️😂

👍🍀
04/02/2026

👍🍀

🐾✨ GEWINNSPIEL – EIN EVENT, DAS VERBINDET ✨🐾

Du teilst dein Leben mit einem Hund.
Du möchtest verstehen, begleiten, wachsen.
Du suchst Inspiration, Austausch und echte Tiefe in der Arbeit mit Hund?

💛 Dann könnte dieses Gewinnspiel genau für dich sein. 💛

Wir verlosen 1 Seminarplatz für das
🐶 „Masters of Dogs 2026“

📅 30.04.2026 – 03.05.2026

Vier Tage, die berühren.
Vier Tage voller Wissen, ehrlicher Gespräche und neuer Perspektiven –
gemeinsam mit Menschen, die Hundearbeit leben und lieben:

Karsten Brückner
Chris Deschl
Ute Heberer
Christel Löffler
Robert Mehl
Maren Grote



🗓 Gewinnspielzeitraum

📆 04.02.2026 – 13.02.2026
⏰ Teilnahmeschluss: 13.02.2026 um 18:00 Uhr



💛 So nimmst du teil:

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⭐ Deine Extra-Chancen:

✨ +2 Zusatzlose, wenn du den Beitrag in deiner Story teilst und uns sichtbar markierst
✨ +5 Zusatzlose, wenn du dich bereits für das Seminar anmeldest – weil Vorfreude belohnt wird 🐾



🎉 Auslosung & Gewinn

🎲 Der/die Gewinner*in wird per Zufallsprinzip ausgelost
📩 Benachrichtigung erfolgt am Tag der Auslosung per privater Nachricht
⏳ 48 Stunden Zeit, um den Gewinn anzunehmen – danach wird neu ausgelost

Kann das Seminar aus organisatorischen oder sonstigen Gründen nicht durchgeführt werden, behalten wir uns das Recht vor, dem Gewinner / der Gewinnerin zwei alternative Seminarplätze nach Wahl anzubieten. Eine Barauszahlung oder ein Anspruch auf Auszahlung des Gegenwertes besteht nicht.

👍!!!
01/02/2026

👍!!!

Augen auf beim Hundekauf!
Diesen Satz hören meine Kunden sehr häufig von mir.
Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes. Niemand wird dazu gezwungen, einen bestimmten Hund zu kaufen, adoptieren oder zu übernehmen. Natürlich gibt es manchmal seltsame Umstände, wie man zu seinem Hund kommt. Jedoch ist es eine „bewusste“ Entscheidung, die getroffen wird. Nun häufen sich dennoch die Fälle, in denen dann die Leute komplett überfordert mit dieser bewussten Entscheidung dastehen.

Dazu ein paar typische Aussagen und die Hundeauswahl dazu:

Ja, aber wenn der losgeht, kann ich den nicht halten!
Hovawart

„Wenn er nicht möchte, kann ich machen, was ich will!
Akita Inu

Der muss aber mit zur Arbeit ins Büro, sonst funktioniert das nicht!
Angsthund

Der muss sich aber mit allen anderen Hunden verstehen!
Herdenschutzhund

Wenn er nicht bis in 2 Wochen, nach meinem Urlaub alleine bleiben kann, muss ich ihn wieder zurück geben.
Direkt Adoption Auslandstierschutz

Ich trau mich das aber nicht ihm wegzunehmen, da hat er mich schon mal angeknurrt.
Terrier

Ich möchte aber nicht, dass der aggressives Verhalten zeigt!
Rottweiler (in der Regel natürlich ein Rüde)

Ich wollte aber einen Hund, den ich überall entspannt mitnehmen kann!
Malinois

Ich habe ja selber Angst. Wie soll ich ihm dann Schutz und Sicherheit geben?
Unsicherer Tierschutzmischling Rumänien

Ich bin eher der antiautoritäre Typ und möchte den Hund einfach Hund sein lassen.
Deutscher Schäferhund x Herder

Ich bin psychisch sehr angeschlagen und dachte, der Hund hilft mir da wieder raus.
Traumatisierter Tierschutzhund

Wir wollten einfach nur einen Hund für die Kinder und nicht eine zusätzliche Aufgabe, denn dazu habe ich nun wirklich keine Zeit mehr übrig!“
Labrador

Nein, Maulkorb kommt nicht in Frage. Was denken denn da die Nachbarn!
Übernahme Hund nach Beißvorfall

Wenn man sich wirklich für einen Hund bewusst entscheidet, dann gehört auch dazu, dass man sich erst mal seiner selbst bewusst wird. Was kann ich als Mensch physisch und psychisch leisten? Wie sieht mein Leben aus? Habe ich im Notfall einen Plan B ? Was möchte ich mit dem Hund tun?
Dann sollte man sich Gedanken machen, was der Hund dazu mitbringen muss. Es geht nicht darum, welchen Hund ich schön finde. Es geht nicht darum, welcher Hund besonders niedlich ausschaut. Es geht nicht darum, dass ich vor 20 Jahren schon diese Rasse hatte. Es geht nicht darum was für ein Hund die beste Freundin hat. Es geht darum, dass ihr ein Lebewesen in eure Verantwortlichkeit nehmt. Das muss man leisten können und der Hund sollte deshalb auch anhand dieser Kriterien ausgewählt werden. Es ist auch nicht empfehlenswert nur auf Vermittlungstexte oder auf das zu hören, was Züchter bestimmte Rassen sagen. Es gibt tolle Vereine, die wirklich ehrlich Hunde beschreiben und auch bei der Auswahl des neuen Zuhauses sehr genau hinschauen und nachfragen. Es gibt auch wirklich verantwortungsvolle Züchter, denen es am Herzen liegt, dass der Hund dort hinkommt, wo er wirklich in seinen Anlagen richtig aufgehoben ist und der Mensch diese Rasse auch händeln kann. Jedoch ist dies immer noch leider eher die Ausnahme. Dies muss ich ganz klar sagen. Ich komme oftmals nicht aus dem Kopf schütteln raus wenn ich sehe was für Leute welche Hunde vermittelt und/oder verkauft bekommen. Was am Ende bleibt, sind dann unglückliche Menschen mit ihren unglücklichen Hunden. Im besten Fall „nur“ unglücklich, im schlimmsten Fall schwer verletzte Menschen, Euthanasie des Hundes oder Tod durch Unfälle, da der Angsthund z.Bsp. nicht verantwortungsbewusst genug gesichert wurde. Die Tierheime quellen über und etliche können schon mittlerweile keine Hunde mehr aufnehmen. Dies alles müsste nicht sein! Manchmal ist es Selbstüberschätzung, was ich im speziellen sehr häufig gerade bei mir in der Hundeschule zum Beispiel mit Rottweilern erlebe. Die wenigsten Halter sind sich darüber bewusst, was diese Hunde an mentaler Stärke von ihrem Hundehalter verlangen und brauchen. In der Regel läuft es bis zehn Monaten irgendwie noch machbar gut ab (in den Augen der Hundehalter) und dann, wenn diese Hunde ins Erwachsenenalter wechseln, kommt das böse Erwachen. Es gibt einige Rassen, die bei nicht adäquater Führung eine doch sehr hohe Tendenz dahingehend haben ihren Frust, Ärger oder einfach nur Unmut am Halter auszulassen. Ja und dann nimmt das ganze seinen Lauf, denn spätestens mit 1,5 oder 2 Jahren wird der „Schmuseweiler“ zur Gefahr für einen selber und das Umfeld. Es ist ein grundsätzliches Problem und hier den Rottweiler aufzuführen, hat natürlich auch damit zu tun, dass ich vier Rüden habe und darunter auch welche, die genau aus diesen Gründen bei mir gelandet sind. Fast täglich bekomme ich Anfragen, ob ich nicht noch einen Platz hätte oder wüsste, da sich mal wieder einer quer durch die Familie getackert hat oder eben den Nachbarshund um die Ecke gebracht hat. Es sind wirklich tolle Hunde, wenn man sie führen kann, wenn man sich ihren Anlagen bewusst ist. Wobei ich hier auch noch anmerken möchte, dass es sehr auffällig ist, dass ein eigentlich souveräner, ausgeglichener, selbstbewusster Hund mittlerweile nur noch selten zu sehen ist. Die Entwicklung der Zucht gerade bei diesen Hunden gefällt mir persönlich gar nicht. Aktuell sehe ich sehr hoch im Trieb stehende, stark auf Bewegungsreize reagierende und dazu noch unsicher gelagerte Hunde doch sehr häufig. Aber dies nur als Randbemerkung. So, nun ist der Text doch länger geworden wie eigentlich gewollt und ich könnte tatsächlich noch seitenweise weitere Ausführungen dazu machen. Ich bitte euch darum wählt die Hunde nicht nach ihrer Optik aus, wählt die Hunde nicht aus Mitleid aus, wählt die Hunde nicht als Statussymbol aus. Seid ehrlich zu euch und hinterfragt euch selber. Wo liegen wirklich eure Bedürfnisse bei der Anschaffung eines Hundes und wo liegen die Bedürfnisse des Hundes, der angeschafft werden soll? Damit würde vielen Menschen, den Hunden und eurem Umfeld, einiges erspart bleiben. Wenn hier nicht ganz klar ein Umdenken stattfindet, werden sich immer mehr Vorfälle häufen, immer mehr Rassen auf irgendwelche Listen platziert werden, bald schon auch das letzte Tierheim in Deutschland voll sein und letztendlich auch die Euthanasie von gesunden Hunden völlig normal werden. Wir sind hierzu gerade leider schon auf dem besten Weg.

Ich wünsche allen frohe, gemütliche und kuschelige Weihnachten 🎄und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026 !💫
24/12/2025

Ich wünsche allen frohe, gemütliche und kuschelige Weihnachten 🎄
und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2026 !💫

👍!!!
29/11/2025

👍!!!

In bester Absicht und doch zu viel?

Von Ralph Rückert, Tierarzt

Stammleserinnen und -leser werden den Artikel erkennen, da ich ihn schon 2016 zum ersten Mal veröffentlicht habe. An der Problematik hat sich zwischenzeitlich nach meiner Einschätzung nichts geändert. Deshalb also hier ein „Relaunch“, als erster Teil einer zweiteiligen Serie, die die zwei Seiten einer Medaille, nämlich Überforderung beim eher jungen Hund und Unterforderung beim älteren Hund beleuchten soll.

Für so manchen Hundebesitzer ist es ein feststehender Glaubenssatz, dass man Hunde richtig auslasten müsse, ihnen sozusagen Action ohne Ende bieten solle. Agility, Obedience, Dog-Dancing, Man-Trailing, Longieren – der Angebote gibt es viele und sie werden auch zunehmend wahrgenommen. Von Kindesbeinen an ist der Hund eingebunden: Welpengarten, Junghundetraining, Fortgeschrittenenkurs. Die modernen und verantwortungsbewussten Hundehalter:innen sind bestens informiert, haben eine ganze Bibliothek an Fachliteratur und sind in diversen Internetforen aktiv. Kurz: Man – und da nehme ich mich nicht aus – will das Beste für seinen Hund! Schließlich gilt der Satz: Für uns sind es nur ein paar Jahre, für ihn sein ganzes Leben. Aber: Schießen wir eventuell über das Ziel hinaus? Kann man auch zu viel machen?

Auch wir Tierärzt:innen empfehlen seit Langem, möglichst viel Mühe und Zeit in den Hund zu investieren. Wir waren maßgeblich daran beteiligt, das Welpengarten-Konzept im öffentlichen Bewusstsein zu etablieren. Auch wir haben brav anerkannten und selbsternannten Verhaltensspezialisten nachgeplappert, dass es ganz sicher ein übles Ende nehmen würde, wenn beispielsweise ein Border Collie nicht von morgens bis abends voll ausgelastet und gefordert wird. Sogenannte „Hundeflüsterer“ wie Cesar Millan fordern stundenlange Spaziergänge (oder sollte ich sagen: Märsche?) in flottem Tempo mit dem angeleinten Hund. Eine ganze Industrie beschäftigt sich inzwischen mit der Erziehung, der artgerechten Beschäftigung und Bespaßung unserer Hunde.

Im Gegenzug, sozusagen als Rendite auf unsere Investition, erwarten wir von unserem Hund nichts weniger als Perfektion. Fröhlich, verspielt, gar ausgelassen soll er sein, aber bitte nur, wann und wo es uns und der Gesellschaft recht ist und in den Kram passt. Selbstbewusst und selbständig soll er sein, gleichzeitig aber sklavisch jeden noch so kleinen unserer Befehle befolgen. Perfekt sozialisiert hat er nach unseren ganzen Bemühungen zu sein, der ideale Pazifist, denn wenn er auch nur einmal einen Artgenossen anknurrt, geschweige denn ihn gar beißt, wird er flugs zum soziopathischen Problemhund erklärt, der nur durch umfangreiche Therapiemaßnahmen auf den Pfad der Tugend zurückgebracht werden kann.

Gehen wir eventuell zu weit? Verlangen wir zu viel? Kann es sein, dass wir mit den besten Absichten an den echten Bedürfnissen unserer Hunde vorbei handeln? Es ist nämlich leider so, dass ich ganz subjektiv immer das Gefühl hatte, in meiner Praxis über die Jahre nicht weniger, sondern eher mehr Hunde mit psychischen Problemen zu sehen. Gerade Stress- und Angststörungen scheinen deutlich zuzunehmen, und das ausgerechnet bei den Hunden, wo auf den ersten Blick alles richtig gemacht worden ist.

Es mag also an der Zeit sein, unsere Vorstellungen von dem, was unser Hund will bzw. braucht, auf den Prüfstand zu stellen. Diesbezüglich als hilfreich könnte sich erweisen, dass die Canidenforschung in den letzten Jahren ihren Blick vermehrt auf das Verhalten und die Sozialstrukturen von Straßenhunden gerichtet hat. Was ist dabei herausgefunden worden? Nun, in erster Linie, dass Hunde, die selbstbestimmt leben, über den Tag gesehen gar nicht besonders viel unternehmen und energieraubenden Anstrengungen eher abhold sind. Klar, bestimmte Dinge müssen sein, als da wären:

– Das Revier muss täglich abgeschritten werden, um die Kontrolle über Futterquellen zu behalten, Konkurrenten zu identifizieren und eventuelle Gelegenheiten zur Weitergabe der eigenen Gene rechtzeitig wahrzunehmen. Dieser Reviergang findet aber keineswegs im Laufschritt statt, sondern eher gemächlich, mit sehr viel Nasenarbeit, sprich Schnüffeln.

– Die Nahrungsversorgung muss sichergestellt werden. Es wird also einiges an Zeit für den Nahrungserwerb und die Zerkleinerung und Aufnahme der Nahrung aufgewendet.

– Bei ausreichendem Nahrungsangebot wird auch mal kurz gespielt, je jünger die Tiere, desto eher.

– Soziale Interaktionen mit anderen Hunden sind gar nicht so häufig wie man denken würde. Andere Hunde können als Konkurrenten (häufig), potenzielle Sexualpartner (schon seltener) oder als Kumpel / Freunde / Spielgefährten wahrgenommen werden. Es werden keine permanenten Rudelstrukturen gebildet!

– Der Rest der Zeit wird mit Ruhen und Schlafen verbracht. Wobei „Rest“ der falsche Ausdruck ist, denn mit bis zu 18 Stunden (!) handelt es sich dabei eigentlich um den Löwenanteil des Tages.

Was also können wir für den Alltag mit unseren Hunden für Schlüsse ziehen?

– Viel Ruhe! Viel mehr Ruhe, als wir Menschen uns je gönnen würden. Und auch wirklich Ruhe in dem Sinne, dass der Hund Gelegenheit hat, sich an einen geeigneten Platz zurückzuziehen.

– Spaziergänge (in den Augen des Hundes: Revierkontrollgänge) sollten weniger nach zurückgelegter Strecke als nach Gründlichkeit bemessen werden. Der Hund sollte Gelegenheit bekommen, sein Revier ausgiebig mit der Nase zu erkunden. Also besser nicht immer strammen Schrittes weiter, sondern sich mehr nach dem Hund richten, ganz besonders, wenn er angeleint ist. Nasenarbeit ist Kopfarbeit und sehr beanspruchend für den Hund.

– Ein Hund muss keineswegs mit allen anderen Hunden zurecht kommen, ohne dass es mal ruppig wird. Andere Hunde sind in seinen Augen in erster Linie Konkurrenten. Hat man ein Exemplar, das dieses Thema ernster nimmt als andere, so sollte man sich nicht einreden lassen, dass es falsch wäre, den Kontakt zu anderen Hunden je nach eigenem Bauchgefühl auch mal nicht zuzulassen oder zu unterbinden. Der weit verbreitete Glaube, die Hunde würden das schon unter sich regeln, hat schon oft zu Tränen, Tierarztbesuchen und Gerichtsstreitigkeiten geführt. Wenn sie (die Hunde) es nämlich tatsächlich arttypisch, also mit den Zähnen, selber regeln, wird das blutige Ergebnis meist gerade von denen, die vorher so locker drauf waren, ganz und gar nicht akzeptiert.

– Überbeschäftigen Sie Ihren Hund nicht! Agility, Mantrailing, Rettungshundearbeit, Flyball, Coursing, Frisbee usw. – das ist alles gut und recht, aber nur solange es nicht eher der Befriedigung des eigenen Ehrgeizes dient als dem Hund. Die Hunde an sich brauchen nicht so viel Action wie wir glauben oder auch glauben gemacht werden. Nehmen wir als Beispiel den berühmten Border Collie, der ja angeblich mehrere Stunden am Tag beschäftigt werden muss, damit er keinen gefährlichen Koller bekommt. Das soll daran liegen, dass er in seiner Heimatregion als hochspezialisierter Hütehund eingesetzt wird und den ganzen Tag vom Schäfer über eine Vielzahl von Pfeifsignalen entsprechend dirigiert wird. Es stimmt schon: Das ist geistige und körperliche Schwerstarbeit. Aber müssen wir das auch nur annähernd kopieren, um diesen Hund zufriedenzustellen? Was macht denn eigentlich ein Border Collie im Winter, wenn die Schafe unter Dach und Fach sind und nicht gehütet werden müssen? Na ja, als typischer Saisonarbeiter ist er in dieser Zeit arbeitslos. Da macht er es im Idealfall wie ein italienischer Straßenhund: Um die Häuser ziehen, was zu knabbern suchen, nach den Mädels oder Jungs sehen und ansonsten rumliegen oder schlafen. Bekommt er deswegen einen Koller? Nö! Einen Koller bekommt er mit viel höherer Wahrscheinlichkeit, wenn er mit bestimmten Tätigkeiten angefixt bzw. angeheizt wird. Dann hat er (wie auch beispielsweise viele Terrier) ganz klar das Zeug zum hyperaktiven Action-Junkie, der gar keine Ruhe mehr findet und schließlich mit psychischen Problemen zu kämpfen hat.

-Übererziehen Sie Ihren Hund nicht! Es sind doch eigentlich ein paar ganz wenige Signale, Befehle, Kommandos, Anweisungen (suchen Sie sich aus, welcher Begriff Ihnen am besten gefällt), die der Hund unbedingt drauf haben sollte, damit er sicher und gesellschaftsfähig geführt werden kann. Wenn sie ihn zwischendurch auch mal ableinen wollen, muss er auf Signal oder Zuruf zuverlässig zu Ihnen zurückkommen. Angeleint oder nicht sollte er in der Lage sein, sich nah bei Ihnen von Punkt A nach Punkt B zu bewegen. Er sollte sich auf Ihre Anweisung hinsetzen oder hinlegen und an dem gewählten Platz auch mal für eine gewisse Zeit bleiben können. Das war’s eigentlich schon. Natürlich spricht gar nichts dagegen, dem Hund zum Vergnügen im Lauf der Zeit noch einiges mehr beizubringen, aber machen Sie keinen Stress draus.

Damit wir uns richtig verstehen: Dies soll kein Versuch sein, beiden Seiten, also Hund und Besitzer, Freude bereitende Aktivitäten wie Spiel, Sport, Wandern, Schwimmen oder was auch immer zu versauern. Wir sollten meiner Meinung nach nur immer wieder darüber nachdenken, ob wir eventuell unseren eigenen überhektischen Lebensstil und uns von anderen eingeredete und reichlich überzogene Erwartungshaltungen auf den Hund übertragen und ihn damit rettungslos überfordern. Deshalb: Locker bleiben und bloß keinen Stress!

In diesem Sinne, bleiben Sie mir gewogen, Ihr

Ralph Rückert

© Ralph Rückert
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25/11/2025

Recht hat er ! 👍

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