10/05/2022
𝐍𝐞𝐮𝐞 𝐒𝐭𝐮𝐝𝐢𝐞: 𝐕𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐨𝐧 𝐇𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐧𝐢𝐠𝐞𝐫 𝐚𝐛𝐡𝐚̈𝐧𝐠𝐢𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐚𝐬𝐬𝐞
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Aus einer aktuell im Fachmagazin „Science“ veröffentlichten Studie geht hervor, dass das Verhalten von Hunden wenig abhängig von der jeweiligen Rasse ist. Viel größer seien die Verhaltensunterschiede zwischen einzelnen Hunden.
Menschen züchten seit ungefähr 2000 Jahren Hunde – moderne Hunderassen seien hingegen erst ungefähr 160 Jahre alt. Hunderassen werden dabei häufig bestimmte Verhaltensweisen zugeschrieben. Um dies zu überprüfen, sammelten Forschende der University of Massachusetts Chan Medical School insgesamt 18.385 Informationen von Hundebesitzer*innen über das Verhalten und das Wesen ihrer Rasse-und Mischlingshunde. Die Expert*innen analysierten zudem die genetischen Daten von 2.155 Hunden und verglichen diese mit den Angaben der Halter*innen. Dazu identifizierten die Forschenden elf Genombereiche, die mit Verhaltensunterschieden in Verbindung stehen sollen.
Bei den einzelnen Rassen ließen sich bei der Gen-Analyse nur wenig rassespezifische Besonderheiten detektieren. Nur neun Prozent des Verhaltens eines Hundes sei auf die Rasse zurückzuführen, so die Forschenden. Verhaltensweisen seien zwar erblich, dennoch sind andere Gene und die Umwelt ebenso beeinflussend: Die Rasse allein sei kein ausschlaggebender Faktor. Die festgelegten Rassekriterien sind vor allem äußerliche Merkmale, so Studienautorin Elinor Karlsson. Für die Wahl eines passenden Hundes sei es nur bedingt hilfreich, allein die Rasse im Blick zu haben, so Marjie Alonso von The International Association of Animal Behavior Consultants.
Zusätzlich fanden die Wissenschaftler*innen heraus, dass die Geselligkeit eines Hundes vererbbar sei. Ein bestimmter DNA-Abschnitt könne vier Prozent der Unterschiede von Hunden in puncto Geselligkeit erklären. Bei Menschen ist ein ähnlicher Gen-Abschnitt vorhanden, der für die Bildung des Langzeitgedächtnisses verantwortlich ist. Die Forschungsergebnisse seien auch interessant, um die Entwicklung des menschlichen Gehirns und um beispielsweise Verhaltensstörungen zu verstehen, so Studienautorin Kathleen Morrill. Sie betont, dass sie diesbezüglich noch an der Oberfläche kratzen.
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