Milo und Ella - Schulhunde

Milo und Ella - Schulhunde Hier erfahrt ihr alles rund um unseren Schulhundeinsatz und Wissenswertes zum Thema TGI.

08/09/2025

Hunde können viel lernen… Aber nicht alles, was möglich ist, ist auch sinnvoll!

Im Einsatz als Schulhund gilt:
👉 Der Hund ist kein „Werkzeug“, das man für jedes pädagogische Ziel einsetzt.
👉 Sein Wohlbefinden steht an erster Stelle.
👉 Nicht „höher, weiter, toller“, sondern achtsam, respektvoll und mit Augenmaß.

✨ Wichtige Punkte:
• Eingewöhnung: Schrittweise, kontrolliert und in Ruhe – bevor der Hund regelmäßig in die Schule geht.
• Signale & Rituale: Klare Abläufe (z. B. Ruheplätze, Rückzugsorte, Begrüßungsrituale) geben Sicherheit.
• Kein Verkleiden, kein „Vorführen“: Solche Handlungen sind für Hunde belastend und können sogar gefährlich sein.
• Die entscheidende Frage lautet nicht:
„Was kann ich meinem Hund für die Schule beibringen?“
Sondern: „Wie geht es meinem Hund im Schulalltag und kann ich das objektiv beurteilen?“ 🐶💚

⚠️ Ein Schulhund ist Partner – kein pädagogisches Instrument.
⚠️ Sein Einsatz ist nur dann wertvoll, wenn er auch für den Hund selbst ein Gewinn ist.

📚 Quelle: Qualität und Gleichwürdigkeit im Einsatz von Schulbegleithunden, QNS e.V.

27/08/2025

Was Schulhunde können sollen & was nicht! 🐾📚

Ein Schulhund ist mehr als ein „süßer Begleiter“ im Klassenzimmer.
Damit ein Einsatz wirklich gelingt, braucht es klare Grundlagen:

✨ Qualifizierte Ausbildung – nur im Team
➡️ Pädagog*in und Hund bilden IMMER ein Team.
➡️ Fachwissen über Lernverhalten, Körpersprache, Stresssignale und Konfliktverhalten ist unverzichtbar.

✨ Eignungstests?
➡️ Einheitliche Vorgaben gibt es bisher nicht.
➡️ Wichtig: eine fundierte Vorbereitung und realistische Einschätzung des Hundes.

✨ Training mit positiver Verstärkung
➡️ Aufbau nach den IAHAIO-Richtlinien: ausschließlich über positive Methoden.
➡️ Hierarchie der Verhaltensänderung: von der Gestaltung der Umgebung bis hin zur positiven Verstärkung.
➡️ Entscheidend: Wahlmöglichkeiten und Kontrolle – auch für den Hund! 🐶💚

👉 Ein Schulhund-Einsatz bedeutet Verantwortung – für das Kind UND für den Hund.
👉 Zentral ist immer die Frage: Ist es auch der Wunsch des Hundes?

📚 Quelle: Qualität und Gleichwürdigkeit im Einsatz von Schulbegleithunden, QNS e.V.

18/06/2025

Im tiergestützten Einsatz kommt es nicht darauf an, dass Kinder lernen, einem Hund „Sitz!“ oder „Platz!“ zu befehlen.
Es geht darum, sich auf Augenhöhe zu begegnen – im wahrsten Sinne.
Nicht nur wir Erwachsenen, sondern auch die Kinder müssen den Hund nicht über Kommandos kontrollieren, sondern dürfen erleben, wie viel über Körpersprache, Nähe und Stimmfarbe passiert.

Ein Umdenken: Kommandos dürfen zu Signalen werden.
Ein „Komm“ wird zur Einladung.
Ein Blick wird zur Orientierung.
Ein „Stopp“ zur gemeinsamen Absprache.

Gleichwürdigkeit beginnt nicht erst in der Mensch-Mensch-Beziehung – sie darf auch im Kontakt mit Tieren gelebt werden.

📖 Quelle: Qualität und Gleichwürdigkeit im Einsatz von Schulbegleithunden, QNS e.V.

15/06/2025

In der Arbeit mit Schul- und Therapiebegleithunden stellt sich früher oder später die Frage: Wie viel Freiraum braucht ein Hund im Einsatz?

Im öffentlichen Schulflur ist klar: Die Leine gibt Sicherheit – für Kind, Hund und Umfeld. Doch was ist im Klassenraum, im Therapiezimmer oder im geschützten Lernumfeld?

Hier zeigen Studien, dass Hunde an sehr langen Leinen (ab ca. 3 m) oder ganz ohne Leine deutlich weniger gestresst sind – unter anderem messbar durch geringere Cortisolwerte (z. B. Glenk et al., 2014). Der Hund kann selbst entscheiden, sich zurückziehen, ankommen – oder aktiv mitgestalten.
Aber natürlich: Nicht jeder Hund ist sofort „einsatzbereit“ für die Leinenfreiheit. Auch nicht jedes Setting lässt das zu.

Ein paar Gedanken aus der Praxis:
• In einem gesicherten Raum kann Leinenfreiheit Beziehung fördern – der Hund entscheidet mit, zeigt freiwillige Nähe und wirkt entspannter.
• Eine gut eingesetzte Langleine bietet Sicherheit und Bewegungsfreiheit.
• Die Leine als „Bindung“ kann auch Orientierung geben – besonders bei unsicheren oder jüngeren Hunden.
• Manchmal braucht es einfach Kompromisse – je nach Raum, Zielgruppe, Hund und Tagesform.

Wichtig: Der Hund ist nicht „funktional dabei“, sondern ein echter Teil des Geschehens. Und das bedeutet auch, ihm Spielraum zu geben – egal ob mit oder ohne Leine. 🐶❤️

Wie macht ihr das?
Welche Lösungen habt ihr für verschiedene Settings gefunden?

08/06/2025

In der Vergangenheit lag der Fokus in vielen Ausbildungen zur Schul- oder Therapiebegleithundarbeit stark auf dem Nutzen für die Klient*innen. Doch was ist mit dem Hund?
Gleichwürdigkeit bedeutet: Auch der Hund hat Bedürfnisse, Grenzen und ein Recht auf respektvolle Behandlung. Die Begegnung soll von beiderseitiger Freude getragen sein – nicht vom Aushalten des Hundes.

🐕💬 Im Buch „Qualität und Gleichwürdigkeit im Einsatz von Schulbegleithunden“ beschreibt Conny Pivit eindrucksvoll, warum eine gleichwürdige Haltung im Mensch-Hund-Team kein „Extra“ ist, sondern Grundvoraussetzung für verantwortungsvolle tiergestützte Arbeit.

„Wenn Hunde gleich empfinden wie wir und über so großartige soziale Fähigkeiten verfügen, haben sie dann nicht das Recht, dass wir auf ihre Empfindungen, Ideen und Wünsche genauso eingehen, wie wir es uns von unseren Mitmenschen wünschen?“

Ein starker Appell an uns alle: Tiergestützte Arbeit beginnt mit Beziehung. Mit Achtsamkeit. Und mit dem Willen, den Hund nicht als „Arbeitsinstrument“, sondern als gleichwürdigen Partner zu sehen.
Denn nur wenn beide – Mensch und Hund – sich wohlfühlen, kann echte Wirkung entstehen. 🐾💚

Ein Teil des Campushundeteams beim heutigen Training
07/05/2024

Ein Teil des Campushundeteams beim heutigen Training

25/02/2023

Heute teilen wir die Instagram-Präsenz von Schulhündin Ayla. Sie und ihr Frauchen machen tolle Arbeit bei uns am Campus!

Milo und Ella haben ihre nächste Mantrailingprüfung in Orange A bzw. Grün A bestanden.  Ganz lieben Dank an das Traineri...
08/08/2022

Milo und Ella haben ihre nächste Mantrailingprüfung in Orange A bzw. Grün A bestanden. Ganz lieben Dank an das Trainerinnenteam von K-9 Suchhunde Berlin und unseren Prüfer Detlev.
Herzlichen Glückwunsch auch an alle anderen Teams!


"Komm schon Frauchen,  beeil dich, gleich sind wir da!""Aber wo sind denn alle hin? Weder rechts noch links ist ein klei...
09/07/2022

"Komm schon Frauchen, beeil dich, gleich sind wir da!"

"Aber wo sind denn alle hin? Weder rechts noch links ist ein kleiner oder großer Mensch zu sehen!"

" Wenn keiner da ist, das nennt man Ferien", sage ich.

In dem Sinne euch allen eine schöne Sommerferienzeit!

19/06/2022

Heute mal ein kleiner Exkurs zum Thema "Spielverhalten".
Hierzu ist gestern zufällig nach dem Training bei Berliner Strolche Zentrum für Mensch und Hund ein Video entstanden, das sehr schön zeigt, wie wichtig es ist, Hunde hierbei gut zu beobachten und ggf auch zu unterstützen.

Im Video zu sehen ist eine kurze Jagdspiel-Sequenz, während der Ella Toretto jagt. Wenn diese beiden spielen, ist es fast immer ein Jagdspiel, das zumeist von Toretto angeboten und von Ella angenommen wird. Mit ihren 6 Jahren spielt sie eher selten und nur mit ihr bekannten Hunden und auch fast nur nicht-körperliche, also Renn- und Jagdspiele.
Hier fiel uns im Spielverlauf, kurz vor Videobeginn auf, dass das typische Wechseln in den Rollen Jäger/Gejagter und die hiermit häufig einhergehenden kurzen Pausen nicht mehr stattfand. Daher sorgten wir aktiv für eine Pause, indem wir die Sequenz gestoppt haben.

Man sieht hier sehr schön, dass diese angenommen wird und Ella die Anspannung durch das aktive Jagen direkt "abschütteln " konnte. Danach konnte es entspannter weitergehen.
Hier noch ein link zu einem schönen Artikel zum Thema: https://sprichhund.de/nettes-spiel/

Unglaublich aber wahr: Milo wird heute schon 7 Jahr!Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag du ❤ens-Hund und bleib noch la...
28/05/2022

Unglaublich aber wahr:
Milo wird heute schon 7 Jahr!

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag du ❤ens-Hund
und bleib noch lange so jugendlich und gesund 🙂

31/03/2022

Heute mal ein Einblick in die Ausbildung des jüngsten Campushundes John Boy. Am Ende des Kitatages wird der Fuhrpark für die Gewöhnung an die Gegenstände im Kita- und Schulalltag genutzt.

Wenn ihr auch diese oder ähnliche Dinge mit euren Hunden trainieren wollt, schaut genau, ob euer Hund dafür bereit ist. Derartiges Training muss zum Teil sehr kleinschrittig aufgebaut werden und der Hund muss freudig und freiwillig mitmachen! Er ist unser Partner und wird nicht in Situationen gebracht, die ihn ängstigen oder ihm Unbehagen verursachen.

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