Die lockere Leine

Die lockere Leine Das Coaching für Menschen und ihre Hunde für ein harmonisches und entspanntes Miteinander

Was für ein tolles und aufregendes Wochenende mit José Arce, Mensch- Hund- Therapeut 🥰Ganz lieben Dank an José Arce und ...
22/03/2026

Was für ein tolles und aufregendes Wochenende mit José Arce, Mensch- Hund- Therapeut 🥰
Ganz lieben Dank an José Arce und alle Mensch - Hund Teams, die an diesem Workshop teilgenommen haben 🫶
Ich hoffe Ihr könnt ganz viel davon mitnehmen und für Eure Hunde umsetzen.

Mir hat es riesig viel Spaß gemacht, alles zu organisieren und so viele liebe Menschen und Hunde das ganze Wochenende um mich rum hatte ❤️❤️❤️

Ich freue mich riesig auf das Wochenende mit Jose. Es wird für uns alle spannend und aufregend werden 😉
20/03/2026

Ich freue mich riesig auf das Wochenende mit Jose. Es wird für uns alle spannend und aufregend werden 😉

Hallo Freunde!
Ich stehe kurz vor meinem ✈️ Flug von Palma nach Luxemburg, von dort fahre ich weiter, nach Wiltingen wo ich ein zweitägiges Seminar für Mensch-Hund-Teams gebe. Die Freude ist groß, meine Veranstalterin Silvia Lauterborn von der Hundeschule „Die Lockere Leine“ ( https://die-lockere-leine.de ) wieder zu sehen und viele neue Teilnehmer kennen zu lernen.
Ich wünsche uns ein wundervolles Wochenende voller inspirierender Begegnungen und Erfahrungen!

José Arce

Bitte haltet Euch daran 🙏
02/03/2026

Bitte haltet Euch daran 🙏

Brut- und Setzzeit – bitte Rücksicht nehmen!

Gerade jetzt bringen viele Wildtiere ihre Jungen zur Welt. Rehkitze, Feldhasen und bodenbrütende Vögel sind auf unsere Ruhe angewiesen. Was für uns wie ein harmloser Spaziergang aussieht, kann für sie lebensgefährlich werden.
Ein freilaufender Hund, ein Abstecher abseits der Wege oder laute Störungen reichen oft schon aus, damit Elterntiere flüchten – und ihren Nachwuchs zurücklassen.

👉 So kannst du helfen:
Bleib auf den Wegen
Halte Abstand zu Jungtieren
Nimm Rücksicht, auch wenn du „nur kurz schauen“ willst
Jede kleine Entscheidung von uns kann Leben retten.
Danke, dass du hinschaust und mitmachst. 💚

📢 Teile den Beitrag, damit mehr Menschen in und um Metzingen daran denken!

🐿️🌱

Eine Aussage, die ich voll und ganz unterschreibe 💪🏻Mit Mensch - Hund Teams arbeiten ist so viel mehr als Antrainieren v...
14/02/2026

Eine Aussage, die ich voll und ganz unterschreibe 💪🏻
Mit Mensch - Hund Teams arbeiten ist so viel mehr als Antrainieren von bestimmten Übungen.
Gib Dir als Hundehalter selbst, Deinem Hund und Eurem Trainer die Chance umfassend zu arbeiten und langsam aber stetig ans Ziel zu kommen😉

Warum manche Hundetrainer stehen bleiben und andere den Mut haben weiterzugehen!

Das Thema ist sensibel und gleichzeitig wichtig. Viele Hundetrainerinnen und Hundetrainer weigern sich nicht aus Bosheit oder Ignoranz gegen neue wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern aus sehr menschlichen Gründen. Und genau da wird es spannend.

Ein großer Punkt ist Identität. Wer seit Jahren oder Jahrzehnten auf eine bestimmte Art trainiert, hat damit Erfolge erlebt, Kunden gehabt, Hunde „funktioniert“. Wenn dann neue Studien zeigen, dass Druck, Strafe oder Dominanzdenken dem Hund schaden können, fühlt sich das nicht wie fachliche Weiterentwicklung an, sondern wie ein persönlicher Angriff. Unbewusst entsteht schnell das Gefühl: Wenn das jetzt falsch sein soll, war dann meine ganze Arbeit falsch? Und dieses Gefühl auszuhalten ist für viele extrem schwer.

Dazu kommt der sogenannte Bestätigungsfehler. Menschen neigen dazu, nur das wahrzunehmen, was das eigene Weltbild stützt. Wenn ein Hund nach einem aversiven Eingriff kurzfristig ruhiger wirkt, wird das als Beweis gesehen, dass die Methode funktioniert. Dass es sich dabei oft um Unterdrückung, erlernte Hilflosigkeit oder Stress handelt, passt nicht ins eigene Konzept und wird ausgeblendet. Wissenschaft arbeitet aber nicht mit Einzelfällen, sondern mit Langzeitbeobachtung, Statistik und Neurobiologie. Das widerspricht oft der eigenen Bauchlogik.

Ein weiterer Faktor ist Macht und Kontrolle. Alte Trainingsmodelle geben dem Menschen eine klare Rolle oben, führend, bestimmend. Moderne verhaltensbiologische Ansätze verlangen etwas anderes: Selbstreflexion, Beziehung, Geduld, Fehler eingestehen. Psychologisch ist es für manche leichter, Kontrolle über den Hund auszuüben, als sich mit den eigenen Unsicherheiten auseinanderzusetzen. Besonders dann, wenn der Hund schwierig, laut oder emotional ist.

Auch Angst spielt eine große Rolle. Angst vor Veränderung, vor dem Verlust von Status, vor dem Gedanken, dass Kunden abspringen könnten, wenn man plötzlich anders arbeitet. Fortbildungen kosten Geld, Zeit und oft auch Demut. Nicht jeder ist bereit, sich mit fünfzig oder sechzig noch einmal sagen zu lassen, dass Verhalten komplexer ist als Sitz, Platz und Konsequenz.

Und dann gibt es leider auch wirtschaftliche Gründe. Klare Regeln, schnelle Lösungen und einfache Schuldzuweisungen verkaufen sich gut. Wissenschaftlich fundiertes Training ist oft langsamer, individueller und schwerer in einen knackigen Satz zu packen. „Der Hund testet dich“ klingt für viele greifbarer als „das Nervensystem ist chronisch im Stress“.

Das Tragische ist, dass viele dieser Trainerinnen und Trainer Hunde eigentlich mögen. Sie haben nur nie gelernt, Verhalten aus neurobiologischer, emotionaler und lerntheoretischer Sicht zu betrachten. Wissenschaft entwickelt sich weiter, weil wir heute mehr über Stresshormone, Bindung, Traumata und Lernen wissen als noch vor zwanzig Jahren. Das anzunehmen heißt nicht, alles Alte zu verteufeln, sondern Verantwortung zu übernehmen.

Fortschritt braucht Mut. Und der beginnt nicht beim Hund, sondern beim Menschen.

Würdest Du Dich von jedem wildfremden Menschen anfassen lassen? Schau genau hin, ob Dein Hund das wirklich möchte und ak...
08/02/2026

Würdest Du Dich von jedem wildfremden Menschen anfassen lassen? Schau genau hin, ob Dein Hund das wirklich möchte und akzeptiere sein NEIN. Er hat das Recht dazu und DU bist für ihn in der Verantwortung das zu regeln 💪🏻

Darf ich den Hund streicheln?

Das Bedürfnis fremder Menschen, einen Hund zu streicheln, hat viel mit uns Menschen zu tun und oft erstaunlich wenig mit dem Hund selbst. Hunde wirken auf uns wie emotionale Magnete. Kindchenschema, große Augen, weiches Fell, ruhige Präsenz. Unser Gehirn schüttet dabei sofort Glückshormone aus, vor allem Oxytocin. Das ist derselbe Stoff, der Nähe, Vertrauen und Verbundenheit erzeugt. Für viele ist das Streicheln eines Hundes ein schneller kleiner Wohlfühlmoment, Stressabbau to go, ganz unbewusst und meist gut gemeint.

Psychologisch kommt noch etwas dazu. Hunde gelten als freundlich, sozial, immer offen für Kontakt. Dieses Bild sitzt tief. Viele Menschen übertragen ihre eigenen Bedürfnisse nach Nähe und Bestätigung auf den Hund. Nach dem Motto der mag das schon, Hunde lieben das doch. Dass da ein fühlendes Individuum mit eigener Stimmung, Lerngeschichte und Grenzen vor ihnen steht, wird dabei oft komplett ausgeblendet.

Und jetzt die andere Seite. Was denkt der Hund darüber. Tja, ganz ehrlich, viele Hunde denken dabei erstmal gar nichts Schönes. Für den Hund ist ein fremder Mensch, der sich beugt, direkt in sein Gesicht greift oder von oben über den Kopf streicht, keine nette Geste, sondern eine ziemlich intime Grenzüberschreitung. In der Hundesprache bedeutet das Nähe ohne Einladung, Kontrollverlust und oft Stress. Besonders sensible, unsichere oder schlechte Erfahrungen habende Hunde gehen innerlich sofort auf Alarm.

Das Gemeine ist, Hunde zeigen ihren Stress oft sehr leise. Wegschauen, Kopf abdrehen, Lippen lecken, Ohren anlegen, einfrieren, Körperspannung. Alles Signale, die viele Menschen entweder nicht sehen oder falsch deuten. Der wedelt doch. Ja, wedeln heißt erstmal nur Erregung, nicht automatisch Freude. Manche Hunde halten das Streicheln einfach aus, weil sie gelernt haben, dass Weggehen nichts bringt. Das sieht für uns ruhig aus, fühlt sich für den Hund aber alles andere als gut an.

Natürlich gibt es auch Hunde, die fremde Menschen toll finden. Offene, sehr sozial sichere Hunde, die Kontakt aktiv suchen, genießen das manchmal wirklich. Der entscheidende Punkt ist das Wort aktiv. Der Hund entscheidet. Nicht der Mensch.

Für dich als Bezugsperson heißt das, du bist der Türsteher für deinen Hund. Dein Hund muss nicht höflich sein, nicht funktionieren und niemandem gefallen. Wenn du Abstand einforderst, schützt du keine Unart, sondern stärkst Vertrauen. Dein Hund lernt, mein Mensch regelt das für mich. Und genau das macht langfristig entspannte Hunde aus.

Unterm Strich. Menschen streicheln Hunde oft, um sich selbst gut zu fühlen. Hunde lassen es oft über sich ergehen, um keinen Ärger zu bekommen. Echte Begegnung entsteht erst dann, wenn wir den Hund lesen, ihn fragen statt einfach zu nehmen und akzeptieren, dass ein Nein auch bei einem Hund völlig okay ist.

Muss Dein Hund wirklich überall dabei sein - Zuhause ist für den Hund ganz oft die bessere Lösung 👍🏻
08/02/2026

Muss Dein Hund wirklich überall dabei sein - Zuhause ist für den Hund ganz oft die bessere Lösung 👍🏻

Hunde in Menschenmengen – ruhig ist nicht gleich entspannt

Fußgängerzonen, Weihnachtsmärkte oder Kirmessen gehören für viele Menschen zum Alltag. Für Hunde hingegen stellen solche Orte häufig eine besondere Herausforderung dar. Enge Wege, viele fremde Menschen, Geräusche, Gerüche und unvorhersehbare Bewegungen treffen dort geballt aufeinander. Was für uns normal oder sogar angenehm ist, kann für Hunde schnell zu Überforderung werden.

Besonders kleine Hunde sind in Menschenmengen oft stärker belastet als große. Sie bewegen sich auf Bodenhöhe zwischen Beinen, Taschen und Kinderwagen, werden häufiger übersehen, angerempelt oder ungefragt angefasst. Ihre Wahrnehmung ist dabei intensiver, weil Reize sehr nah und kaum kontrollierbar auf sie einwirken. Große Hunde haben meist etwas mehr Überblick und Abstand – doch auch sie sind nicht automatisch stressresistent.

Wichtig ist: Ruhe bedeutet nicht Entspannung. Viele Hunde bleiben still, laufen brav mit oder setzen sich hin. Das wird häufig als „alles gut“ interpretiert. Tatsächlich kann es aber auch ein Zeichen von innerer Anspannung oder erlerntem Aushalten sein. Hunde zeigen Stress nicht immer laut oder offensichtlich. Im Gegenteil: Gerade gut angepasste Hunde versuchen, Konflikte zu vermeiden und reagieren mit Rückzug oder Erstarren.
Wie sich Stress zeigt – leise und deutlich zugleich
Stress bei Hunden äußert sich oft subtil. Dazu gehören unter anderem:
häufiges Lippenlecken oder Gähnen ohne Müdigkeit
Blickabwenden, weit aufgerissene Augen
geduckte Körperhaltung, angelegter Schwanz
unruhiges Stehen, verlangsamtes oder stockendes Gehen
Hecheln ohne körperliche Anstrengung
Diese Signale werden leicht übersehen oder fehlinterpretiert, sind aber klare Hinweise darauf, dass der Hund innerlich belastet ist. Auch physiologisch reagieren Hunde auf solche Situationen – etwa durch Veränderungen von Herzfrequenz, Stresshormonen und allgemeiner Anspannung.

Individualität statt Pauschalurteil

Natürlich gilt das nicht für alle Hunde. Es gibt Hunde, die Menschenmengen mögen, neugierig bleiben oder solche Situationen gut verkraften. Andere ertragen sie ohne erkennbare Folgen. Entscheidend sind individuelle Faktoren wie Persönlichkeit, Vorerfahrungen, Sozialisation, genetische Disposition und die emotionale Sicherheit durch den Menschen.
Problematisch wird es dort, wo Hunde regelmäßig und ohne Notwendigkeit Situationen ausgesetzt sind, die sie innerlich stressen – nur weil sie „funktionieren“.

Rücksicht ist kein Verzicht

Einen Hund auch mal zu Hause zu lassen, ist kein Mangel an Liebe. Im Gegenteil: Wenn Hunde ansonsten individuell beschäftigt werden, ruhige Spaziergänge, geistige Auslastung, Sicherheit und Bindung erleben, ist das ein Zeichen von Verantwortung. Nicht jeder Ausflug muss gemeinsam stattfinden – und nicht jede menschliche Idee ist automatisch hundgerecht.

Fazit

Menschenmengen sind für viele Hunde – besonders für kleine – eine hohe Belastung, auch wenn sie äußerlich ruhig wirken. Wer hinsieht, erkennt feine Stresssignale und versteht: Anpassung ist nicht gleich Wohlbefinden. Ein achtsamer Umgang bedeutet, den Hund als Individuum wahrzunehmen, seine Grenzen ernst zu nehmen und ihm Situationen zu ersparen, die er nur „aushält“, statt sie wirklich zu mögen.

Quellen & Studien (Auswahl)
Beerda et al. (1997, 1998): Behavioural and hormonal indicators of enduring environmental stress in dogs
Grigg et al. (2022): Heart rate variability as an indicator of emotional states in dogs
Flint et al. (2024): Physiological and behavioural markers of stress in domestic dogs
Kujala (2017): Canine emotions and human–dog emotional contagion
Overall, K. (2013): Manual of Clinical Behavioral Medicine for Dogs and Cats
Rugaas, T. (2006): On Talking Terms with Dogs: Calming Signals

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