23/02/2026
Equine Sarkoide gehören zu den häufigsten Hauttumoren bei den Equiden. Es sind gutartige, lokale, nicht metastasierende Tumore, welche jedoch invasiv in das umliegende Gewebe wachsen können. Sie treten in verschiedenen Varianten auf: verrukös (warzenähnlich) nodulär (knotenartig), fibroblastisch (fleischig/offenes Gewebe) oder okkulte (flache, haarlose) Typen. Eine gemischte Form verschiedener Typen ist häufig.
Zur Ursache der Equinen Sarkoide konnte ein Zusammenhang mit einer Infektion des bovinen Papillomavirus (BPV) hergestellt werden, wobei die Viren eine Tumorbildung induzieren. Genetische Faktoren begünstigen ebenfalls die Entwicklung der Sarkoide.
In den meisten Fällen bevorzugen wir die chirurgische Entfernung mit unserem Laser. Das bedeutet nicht automatisch eine Vollnarkose, sondern wird meist am Stehenden und sedierten Pferd gemacht. Wir verwenden einen Diodenlaser, wodurch schmerzarm v.a. gut abgrenzbare Sarkoide entfernt werden können. Durch die Lasertherapie sinkt das Risiko Tumorzellen zu verschleppen, da Blut- und Lymphgefäße direkt verschlossen werden. Durch die gleichzeitige Sterilisation der Wundränder verringert sich weiter die Rezidivrate, welche je nach Tumor bei 20-40% liegt.
Die Abheilung verläuft sekundär, also ohne Wundverschluss. Zu empfehlen ist es die Sarkoide in den kühleren Jahreszeiten zu entfernen, um eine geringere Reizung durch Insekten, dadurch weniger Entzündung und damit eine niedrige Rezidivrate zu gewährleisten.