05/09/2025
~ Häufige negative Verhaltensauffälligkeiten (Trennungsängste, Eifersucht, Jagen, Fixierungen) ~
Jedes Kapitel ist nur kurz und allgemein erklärt und nicht vollständig im Fehlverhalten analysiert.
•Trennungsängste:
Der Welpe bekommt zu viel Liebe/Zuneigung. Nach ein paar Tagen der Eingewöhnung, verliert er seine Ruhe und läuft auffällig seinen Besitzern hinterher. Durch gestaute körperliche Energie (zu kurze, wenige Spaziergänge), konzentriert sich der Welpe umso mehr auf sein Hauptproblem. Auffällig ängstliche oder Welpen, die aufgrund einer Überzüchtung ewig kindlich bleiben, bringen noch mehr Voraussetzungen mit, bei falscher Führung und Zusammenleben mit seinen Besitzern, noch stärker an Trennungsängsten zu leiden.
•Eifersucht:
Eifersucht, Trennungsängste, Ressourcenkontrollen, diese drei Merkmale trägt normalerweise jeder Hund in sich, wenn er das Gefühl hat, seine Menschen "Führen zu müssen". All diese negativen Verhaltensweisen kommen aber nicht bei jedem Hund im Beisein seiner Besitzer zum Vorschein. Die Gründe sind vielseitig. Bestimmte Charaktere der Hunde (nicht Rasse!), Familie mit Kindern, größeres Hunderudel, zu viel und falsche Zuneigung, überhaupt keine Grenzen / Ressourcen vom Menschen zum Hund.
Von den drei Merkmalen ist Eifersucht die gefährlichste. Im schlimmsten Fall kann diese sogar tödlich enden. Dabei spielt es kleine Rolle für den Hund, ob es fremde Menschen, Kinder, Hunde oder seine eigenen aus dem Rudel sind. Obwohl er immer der liebste Hund auf der Welt für seine Besitzer war. Eifersucht des Hundes oder vom Hunderudel, kündigt das Tier auf unterschiedlicher Weise über Monate, manchmal über Jahre an, "ohne das was passiert". Dieses Fehlverhalten staut sich beim Hund auf, bis es in einer bestimmten Situation zum tragischen Beißvorfall kommt.
•Jagen und Fixierungen:
Zu viel Freilauf als Welpe und Junghund (auf Wiesen, Acker, Wälder) führt zum kontrollierten Jagen. Durch diese falsche Bewegung formt man aus einem gezähmten Raubtier, was unser Hund ist, nach und nach wieder ein wildes Raubtier. Ein Hund jagd nicht erst, wenn er einen Hasen hinterhetzt, sondern indem er von seinem Menschen "Freilauf" bekommt. Aus hündischer Sicht erlaubt ihr den Hund die ganze Zeit auf dem Feld zu jagen. So assoziiert der Hund den "Freilauf". Er Jagd dauerhaft und sammelt Erfahrungen dabei. Manch Hunde bringen von Geburt an die Voraussetzungen dafür mit, ein starker Jäger zu sein. Auch hierbei spreche ich wieder keine Rassen an, sondern Charaktere. Sind Jagdhunde (Rasse) nicht allzu sehr überzüchtet, kann man natürlich auch hier davon ausgehen, dass sie mehr angeborenes Jagdverhalten in sich tragen, als andere Hunde. Bei einigen Fellnasen kann das Adrenalin zum Jagen durch modernes Spielen mit dem Hund verstärkt werden. Hierbei handelt es sich um Wurfspiele, zum Beispiel ständiges Ball werfen. Nun sind wir bei den Fixierungen angekommen.
Wobei Jagen eine Fixierung ist. Wenn man beobachten kann, dass der Hund stark nervös ist, permanent fiept oder bellt, hektisch und stark hechelnd das Spielzeug fixiert sowie den Ball zwischendurch nicht zurückbringt, sondern viel daran kaut und leckt, dann steckt er schon im Zwang einer starken Fixierung. Ist ein Hund sehr gestaut in seiner Energie (keine Spaziergänge, sondern nur auf dem Grundstück), dann lauert der Hund regelrecht auf eine Fixierung. Er hetzt (fixiert) den Vogel, ein vorbeifahrendes Auto, Jogger, Radfahrer, quasi alles was sich schnell bewegt, jagd (hetzt, fixiert) der Hund hinterher. Das ist sein gestautes Ventil. Ein gefährlicher Ausgleich. Manche Hunde, die an starken Fixierungen erkrankt sind, hetzen sogar irgendein oder ihren eigenen Schatten hinterher. Hunde mit derartigen starken Fixierungen sind psychisch sehr krank. Die Fixierung ist für solche Tiere eine Sucht. Der Hund sucht ständig nach Adrenalin, was in dem Fall eine Aggression ist.
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