22/06/2016
Aktuelle Informationen für Hundebesitzer
Liebe Hundehalter!
Viele von Ihnen haben bereits gehört, dass die Leptospirose (siehe unten/ Kurzinfo) des Hundes in den letzten Jahren auch bei gut geimpften Hunden mehrfach aufgetreten ist. Das liegt daran, dass sich neue Leptospiren-Stämme etabliert haben, die sich von Osten kommend allmählich auch bis in unsere Region ausbreiten. Wir möchten Ihrem Hund einen optimalen Impfschutz ermöglichen und haben darum entschieden unsere Impfstoffe zu wechseln und einen moderneren einzusetzen der dieser Situation Rechnung trägt.
Um eine optimale Wirkung zu erzielen ist es notwendig auch bereits geimpfte (also fertig grundimmunisierte) Hunde doppelt zu impfen. Also die Leptospiren-Impfung zweimal im Abstand von vier Wochen zu verabreichen. Danach kann Ihr gewohntes Impfintervall beibehalten werden.
Für in diesem Jahr bereits geimpfte Hunde bieten wir die einzelne Leptospirose-Impfung bis zum 31.10.2016 verbilligt an.Hunde deren Jahresimpfung noch ansteht, können den verbesserten Impfstoff in der normalen Impfung und vier Wochen später ebenfalls den verbilligten Leptospirose-Impfstoff erhalten.
Alle anderen Bestandteile der Impfung (Zwingerhusten, Staupe, Parvovirose, H.c.c., Tollwut) bleiben von der Neuerung unberührt.
KURZE INFORMATION ZUR LEPTOSPIROSE
Leptospirose ist eine von schlanken, spiralförmigen Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit bei Hunden, die hochansteckend ist und auch auf den Menschen übertragen werden kann. Hauptwirte der Leptospiren sind Mäuse, aber auch Ratten, Füchse und Wildschweine können die Bakterien chronisch ausscheiden. Hunde infizieren sich am häufigsten an stehenden Gewässern (Pfützen, Tümpel), in denen sich die Bakterien vor allem in der warmen Jahreszeit stark vermehren können. Sie dringen durch kleinste Haut-und Schleimhautverletzungen in den Körper des Hundes ein und verursachen zunächst sehr unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber, Mattigkeit, Schwäche, aber auch Erbrechen und Futterverweigerung kommen vor. Hauptgefahr ist die Besiedelung der Nieren, die zum akuten lebensbedrohlichen Organversagen führen kann.
Milde Krankheitsverläufe sind selten, bergen aber genauso wie die schweren Fälle eine erhebliche Gefahr für den Menschen, der sich an kontaminierten Ausscheidungen (Harn, Speichel) seines Hundes anstecken und ebenfalls eine Nierenentzündung entwickeln kann.
Der neue Impfstoff kann Ihren Hund und Sie effektiv schützen!
Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an das Praxispersonal, wir helfen Ihnen gerne weiter.