10/12/2019
Mauke!
Viele Pferde stehen beim nassen Wetter stundenlang auf matschigen Paddocks, teilweise bis über das Fesselgelenk im Matsch, häufig gemischt mit Pferdeäppeln. Manche Pferde erkranken dann an Mauke. Aber warum betrifft es nur manche Pferde und nicht alle Pferde einer Herde, auch wenn die äußeren Bedingungen gleich sind? Das hängt von der persönlichen Konstitution des Pferdes ab. Davon hängt auch passende Therapie ab.
Aber was ist Mauke überhaupt? Mauke ist ein Ekzem, in der Regel in der Fesselbeuge. Wandert die Mauke hoch bis zum Sprunggelenk, wird es Raspe genannt. Es gibt die trockene oder nässende Form. Bei der trockenen Mauke bilden sich borkige Hautablagerungen. Darunter ist die Haut meist dünn und entzündet sich. Bei der nässenden Mauke bilden sich neben Hautrötungen und Sekret auch großflächige Entzündungen. Bakterien spielen häufig auch eine große Rolle, vielfach als Sekundärinfektion.
Bei den ersten Anzeichen sollte man sofort reagieren! Im Akutfall kann man mit verschiedenen Mitteln arbeiten, z.B. Propolis-Tinktur, Jod- oder Zinksalbe. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Immunsystem zu stärken. Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B. Schüssler Salze oder Kräuterkuren. Außerdem ist eine gute Hygiene wichtig (z.B. Paddock abäppeln).
„Zukleistern“ der Haut ist nicht sinnvoll und verschlimmert ggfs. sogar das Problem. Auch zu viel Waschen mit verschiedenen Mitteln stört den Säureschutzmantel der Haut und die Haut wird immer empfindlicher.
Manchmal entwickelt sich aus der akuten Form eine chronische Erkrankung, die trotz trockenem Wetter, guten Haltungsbedingungen und den üblichen Medikamenten und Mittelchen nicht vollständig in den Griff zu bekommen ist. Das kann verschiedene Ursachen haben! Wenn diese Ursachen gefunden und behoben werden, kann die Mauke abheilen. Ursachen können u.a. Nieren- und Leberbelastung, Verdauungsprobleme, Mineralstoffmangel und Futterunverträglichkeiten oder falsche Fütterung sein. Danach richtet sich die anschließende ganzheitliche Behandlung, die ich individuell zusammenstelle. Eine ausführliche Erstanamnese ist deshalb von großer Bedeutung und dauert ca. 1 – 1 ½ Stunden. Ich berate Dich gern.