29/06/2026
Das ist ein extrem wichtiger und leider sehr akuter Hinweis für alle Haustierbesitzer! Grannen (die borstigen Pflanzenteile von reifen Gräsern) sind im Sommer eine der unterschätzten Gefahren für Hunde und Katzen. Durch ihre feinen Widerhaken wandern sie wie Pfeile immer tiefer in die Haut oder Körperöffnungen und können dort schwerste Schäden und Entzündungen anrichten.
🚨 Sofort-Check: Typische Symptome für Grannen sind :
👁️ Augen: Einseitiges Zukneifen, starkes Tränen, Schwellung, Reiben mit der Pfote. Achtung: Wie im 2. Bild zu sehen, drohen hier schnell schmerzhafte Hornhautverletzungen.
👃🏿 Nase: Plötzliches, heftiges und ununterbrochenes Niesen, manchmal blutiger Ausfluss, Reiben der Schnauze am Boden.
👂 Ohren: Plötzliches, extremes Kopfschütteln, Schiefhalten des Kopfes, Kratzen am Ohr, Schmerzäußerungen beim Anfassen.
🐾 Pfoten: Ständiges Lecken an einer Stelle (meist in den Zehenzwischenräumen), plötzliche Lahmheit, Schwellung oder eine kleine, eiternde Eintrittswunde.
⚠️ Was Sie machen können;
Suchen Sie das Fell, die Pfoten (besonders die Zwischenräume) und die Ohren Ihres Tieres gründlich ab.
Bei langhaarigen Tieren empfiehlt es sich, das Fell rund um die Pfoten und die Ohrinnenseiten im Sommer kurz zu scheren, damit Grannen weniger Halt finden.
Lassen Sie Hunde in den Sommermonaten möglichst nicht durch ungemähte, reife Graswiesen laufen.
Haben Sie den Verdacht, dass eine Granne im Auge, Ohr oder der Nase sitzt, versuchen Sie nicht, diese selbst tief im Kanal zu entfernen. Suchen Sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Je länger die Granne wandert, desto schwerer wird die Entfernung und umso größer ist der verursachte Schaden.