14/06/2026
Es war einmal...
Gestern vor 13 Jahren am 13.06.2024 eröffnete im Naturhistorischen Museum in Bern zu seinem 200. Todestag eine neue Dauerausstellung über Barry: DEN Schweizer Nationalhund.
Denn den aus vielen Geschichten und Witzen bekannten Bernhardiner mit dem rettenden Fässchen Alkohol um den Hals, gab es wirklich. Barry wurde um 1800 geboren und diente den Chorherren des Hospizes auf dem Großen St. Berhard-Pass als Rettungshund. Über 40 Personen soll er gerettet haben!
Er starb 1814. Die ersten beiden Präparate, damals noch mit dem Originalschädel und einigen Knochen, zeigten Barry in unterwürfiger Haltung, die stete Hilfsbereitschaft symbolisieren sollte.
Die heutige Aufstellung zeigt ihn anders, als er damals aussah. Denn zu seiner Zeit gab es die Rasse des Bernhardiners noch nicht. Vermutlich war er ein Mischling, deutlich kleiner und leichter als heutige Bernhardiner. Das heute gezeigte Präparat ist deutlich dem heutigen Rassestandard angepasst. Da nur das präparierte Fell verwendet wurde, konnte der Schädel vergrößert und die Beine verlängert werden. Doch auch der Orginalschädel wird gezeigt.
Um Barry, vermutlich ursprünglich eher Bäri oder Bari, ranken sich viele Legenden, wie zum Beispiel das Rumfässchen. Oder, dass er Kinder auf seinem Rücken zum Hospiz getragen haben soll. Beide Geschichten stimmen vermutlich nicht. Aber die einheimischen Bergführer nutzten Hunde, um die Wege zum Hospiz zu kontrollieren und verunglückte Reisende zu retten.
Und auch wenn er nie all die unglaublichen Heldentaten vollbrachte, die ihm später zugeschrieben wurden: Er war an der Rettung von über 40 Menschen beteiligt und gelangte daher schon zu Lebzeiten zurecht zu Ruhm.