Tadaim:a - Zuhause in dir

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21/05/2026

Vergiss‘ Ziele! Bestimme vielmehr, wo du aktuell stehst!

„Setz dir klare Ziele!“

Klingt gut. Bringt dir aber wenig, wenn du nicht weißt, wo du gerade wirklich stehst.

Ein Navi braucht nicht zuerst das Ziel.
Es braucht zuerst Verbindung zum Satelliten.
Ohne aktuellen Standort ist jede Route wertlos.

Genau das erlebe ich täglich im Training mit Menschen und Hunden.

Viele formulieren Ziele:

* entspannt spazieren gehen
* Begegnungen meistern
* souveräner werden
* dem Hund Sicherheit geben

Aber der entscheidende Punkt ist nicht das Ziel.
Der entscheidende Punkt ist:
Was passiert gerade wirklich in dir?

Welche Spannung trägst du?
Welche Muster laufen ab?
Welche Dynamik entsteht zwischen dir und deinem Hund?

Als Trainer sehe ich meine Aufgabe deshalb nicht darin, Menschen einfach zum Ziel zu navigieren.

Ich bin eher der Satellit.
Ich helfe dabei, den aktuellen Standort sichtbar zu machen.

Denn erst echte Orientierung macht Veränderung möglich.

Du hast Interesse an mehr? Dann folge dem Link in der Bio! Oder:

Web: https://tadaima.eu

07/05/2026

„Darf ich meinen Hund nie mehr streicheln?“

Es geht vielleicht gar nicht so sehr um die Frage, ob wir unseren Hund anschauen, streicheln oder bewusst Nähe suchen dürfen.

Sondern vielmehr darum, wann diese Nähe für den Hund wirklich verständlich ist. Wann sie Verbindung schafft. Wann sie Beziehung stärkt.

Und wann sie für den Hund vielleicht schwer einzuordnen ist.

Denn Hunde erleben Nähe, Berührung und Aufmerksamkeit oft anders als wir Menschen.

Das, was für uns Liebe, Zuneigung oder Fürsorge bedeutet, kann in der Sprache des Hundes etwas völlig anderes transportieren.

Und genau darin entstehen häufig Missverständnisse.

Der Hund orientiert sich nicht an unserer Absicht. Er orientiert sich an dem, was unser Verhalten für ihn bedeutet.

Deshalb geht es aus meiner Sicht nicht um starre Regeln wie „man darf seinen Hund nicht ständig streicheln“ oder „Blickkontakt ist falsch“.
Es geht um ein feineres Wahrnehmen.

Wann entsteht durch Nähe wirklich Kontakt?
Wann entsteht Ruhe?
Wann entsteht Klarheit?
Und wann tragen wir vielleicht unbewusst Spannung, Bedürftigkeit oder Unsicherheit in diese Momente hinein?

Manchmal ist ein ruhiger gemeinsamer Raum verbindender als ständige Aufmerksamkeit.
Und manchmal entsteht echte Nähe überhaupt erst dort, wo auch Distanz möglich sein darf.

Beziehung bedeutet nicht möglichst viel Nähe.
Beziehung bedeutet, dass beide sich darin verstehen können.

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28/04/2026

Je deutlicher dein Hund wird, desto weniger geht es um „Problemverhalten“ – und desto mehr um Orientierung.

Lautstärke, Intensität, Unruhe: Das sind keine Störungen, die beseitigt werden müssen. Es sind Hinweise. Zeichen dafür, dass etwas gesehen werden will.

Die Frage ist nicht, wie du deinen Hund ruhiger bekommst.
Sondern ob du bereit bist, wirklich hinzuschauen – und seinem Ausdruck zu folgen, statt ihn zu korrigieren.

Dort beginnt Veränderung.

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16/04/2026

„Ich musste meinen Hund gehen lassen.“

Diese Formulierung begegnet mir oft – und sie macht mich nachdenklich.

Denn wenn wir von Euthanasie sprechen, sprechen wir auch davon, dass wir den Zeitpunkt des Todes bestimmen.

Das ist nicht einfach „gehen lassen“, sondern eine bewusste Entscheidung, den Hund über diese Schwelle zu führen, bzw. schieben zu lassen.

Ich begegne jeder dieser Entscheidungen mit Respekt und Anteilnahme.

Und gleichzeitig halte ich es für wichtig, dass unsere Worte dieser Verantwortung gerecht werden.

Nicht, um es schwerer zu machen.
Sondern damit wir das, was wir entschieden haben, wirklich tragen können.

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15/04/2026

Was soll dein Hund denn noch alles können? Was willst du noch optimieren?

Wir sind oft sehr schnell darin, zu sehen, was noch nicht funktioniert oder was man verbessern könnte. Gerade im Training richtet sich der Blick häufig darauf, was der Hund noch lernen oder anders machen soll.

Dabei gerät leicht aus dem Blick, was eigentlich schon da ist. Der Hund ist nicht nur ein Trainingsfeld, sondern ein Lebewesen, das etwas mitbringt – seine Art, seine Präsenz, sein Verhalten.

Nicht alles, was ein Hund tut, muss optimiert werden. Vieles kann man auch einfach wahrnehmen und annehmen. Es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Was zeigt mir mein Hund gerade? Was bringt er in die Beziehung ein?

Vielleicht geht es nicht immer darum, mehr zu machen oder zu verändern, sondern erst einmal zu sehen, was bereits da ist.

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14/04/2026

Du kannst einen Hund lange beobachten – und ihn trotzdem nicht wirklich sehen.

Denn zwischen Wahrnehmung und Deutung liegt ein blinder Fleck: wir selbst. Wir interpretieren Verhalten oft so, dass es für uns stimmig ist. Nicht unbedingt so, wie es für den Hund stimmig ist.

Die entscheidende Frage ist nicht: „Welche Deutung finde ich richtig?“
Sondern: „Wie reagiert der Hund auf meine Deutung?“

Wenn du beginnst, diesen Kreislauf bewusst zu leben – wahrnehmen, deuten, handeln, überprüfen – verändert sich etwas Grundlegendes. Du hörst auf, Verhalten isoliert zu betrachten, und beginnst, Beziehung im Ganzen zu lesen.

Es entsteht Wachsamkeit. Präsenz. Verbindung.

Und es gibt ein klares Kriterium:

Wird es ruhiger?

Dort, wo Spannung nachlässt, wo Energie sich setzt, wo der Hund in Entspannung geht, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn wirklich triffst – in deiner Wahrnehmung.

Nicht, weil du recht hast.
Sondern weil der Hund einverstanden ist, wie du ihn siehst.

Du hast Interesse an mehr? Dann schau dir unsere Fortbildung „Den Blick fürs Ganze schulen“ auf der Webseite an:

Web: https://tadaima.eu

13/04/2026

Oft schauen wir in der Beziehung nur auf zwei Seiten: auf das, was der andere braucht, und auf das, was wir selbst brauchen. Dabei entsteht leicht ein Gegeneinander oder zumindest ein ständiges Abwägen zwischen „du“ und „ich“.

Wirkliche Beziehung entsteht aber nicht in diesen beiden Polen, sondern in dem, was zwischen ihnen liegt. In dem Raum, in dem sich beide begegnen, aufeinander reagieren und miteinander in Verbindung gehen.

Auch im Zusammenleben mit deinem Hund geht es nicht darum, dass einer für den anderen funktioniert.

Es geht darum, wahrzunehmen, was zwischen euch passiert: Wie beeinflusst ihr euch gegenseitig? Wo entsteht Spannung, wo Klarheit, wo Vertrauen?

Genau dort entscheidet sich auch die Qualität eurer Kooperation. Sie ist kein Trainingsziel im klassischen Sinne, sondern das Ergebnis eurer Beziehung. Und sie lässt sich nicht erzwingen, sondern nur entwickeln und verfeinern.

Wenn du beginnst, diesen gemeinsamen Raum bewusst wahrzunehmen, veränderst du deinen Fokus: weg von Kontrolle und Durchsetzung, hin zu Abstimmung und Zusammenarbeit.

Nicht ich. Nicht du. Sondern das, was zwischen euch entsteht – und wie gut ihr darin miteinander kooperiert.

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06/04/2026

Das größte Missverständnis liegt nicht im Verhalten des Hundes –
sondern in unserem Blick auf ihn.

Wir überziehen ihn mit unseren Vorstellungen von Liebe, Treue und Harmonie.
Und verlieren dabei das, was er wirklich ist.

Ein eigenständiges Wesen.
Mit Instinkten. Mit Bedürfnissen. Mit einer eigenen Wahrheit.

Weniger Romantik.
Mehr Wirklichkeit.
Mehr echte Verbindung.

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02/04/2026

Unser nächster kostenfreie Infoabend - heute, 19:00 Uhr!! Link in der Story und in unserer Bio.

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42697

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