31/12/2025
Eine tolle Saison liegt hinter uns und wir sind sehr dankbar dafür. Es wurden eine ganze Menge Teilnehmerschleifen verteilt und wir hoffen, dass wir auch im kommenden Jahr wieder viele schöne Stunden mit unseren Gästen und unseren geliebten Pferden erleben dürfen.
Dankbar sind sie auch für die vielen helfende Hände, auf die wir uns immer verlassen konnten und natürlich auch für die Treue unserer tollen Schulpferde.
Silvester ist aber auch der schlimmste Tag des Jahres für uns und daher ist die Stimmung gerade etwas angespannt auf unserem Hof. Während andere feiern und fröhlich sind, werden wir bei unseren Pferden sein und hoffen, dass unsere Vorbereitungen und Planung hilfreich sein werden. Der Großteil unserer Pferde wird aufgeregt, aber relativ unproblematisch auf das Feuerwerk reagieren und die wenigen „Hektiker” werden wir aufhalftern und festhalten. Es gilt nämlich, einen „Flächenbrand” in unseren Offenställen zu vermeiden.
Den ganzen Abend werden wir das Licht in den Ställen brennen lassen und ein leckerer Mitternachtssnack soll zu dem für Entspannung sorgen. Zur besseren Überwachung kommen außerdem noch Kameras zum Einsatz.
Obwohl wir somit im Prinzip gut vorbereitet sind, bleibt ein mulmiges Gefühl im Bauch. Dass die Situation auch leicht eskalieren kann, haben wir in den letzten Jahren leider auch schon erlebt und die zwei toten Pferde machen das noch einmal deutlich.
Neben dem kleinen Isländer „Gauti” ist beim letzten Jahreswechsel der große „Brimnir“ qualvoll gestorben. In seiner Panik hatte er sich festgelegt und durch die extreme psychische und physische Belastung ist bei ihm ein Aorta geplatzt oder gerissen. Da gab es keine Rettung- bzw. Behandlungsmöglichkeiten, er war schnell tot. Es war schrecklich!
Brimnir vom Burgwald-Trekking war der größte Isländer, der je auf unserem Hof zur Welt gekommen ist. Er war ein imposanter viergängiger Fuchs, mit tollen Gängen.
Brimnir war bereits seit vielen Jahren der Chef in seiner kleinen Herde. Ob er sich deshalb so aufgeregt hat?
Die ersten Tage seines Lebens haben wir ihn mit der Flasche ernährt, weil seine junge Mutter zunächst zu unerfahren und unruhig war. Schließlich hat aber alles prima geklappt und es ist ein stattlicher Isländer aus ihm geworden. Es ist somit sehr bitter, dass er so qualvoll und vollkommen unnötig aus dem Leben gerissen wurde.
Sein Schicksal haben mit Sicherheit schon viele Pferde geteilt und man muss leider davon ausgehen, dass auch bei diesem Jahreswechsel wieder viele Tiere ihr Leben lassen werden. Wahrscheinlich wird es auch insgesamt wieder drunter und drüber gehen und daher fragt man sich, was das noch mit einem Brauch zu tun hat.
Zum Glück sehen das unsere Nachbarn und die anderen Simtshäuser ähnlich und daher können wir wie im vergangenen Jahr auf ein gemäßigtes Feuerwerk hoffen.
Vielleicht sollten wir vorher zur allgemeinen Beruhigung etwas Eierlikör trinken. Das soll ja bei ängstlichen Hunden bekanntlich Wunder bewirken.
Schaun mer mal!
Einen guten Rutsch wünschen wir euch!
LG Kerstin