13/01/2026
Vectra 3D, ein Floh- und Zeckenmittel...
Es wird häufig als 'gut verträglich' verharmlost, wie auch hier durch einen Tierarzt...
Leider hat es hier wohl einem Collie das Leben gekostet, obwohl seine Besitzer explizit nachgehakt hatten...😢
Als dieses Bild entstand, war die Welt noch in Ordnung!
Ein Erfahrungsbericht, und was man nie erleben will!
Im Oktober letzten Jahres kontaktierte mich das Frauli von Djarvis Junior, ob ich ein Mittel wüsste, was man bei Flohbefall geben kann. Da wir selbst gute Erfahrungen mit Advantix Spot on gemacht haben und damit unsere eigenen Hunde gegen Zecken behandeln, welche MDR1 +/- und MDR1 +/+ sind, empfahl ich dieses. Ich muss aber dazu sagen, das ich Advantix immer unterdosiere, da man weiß, das Hütehunde empfindlicher auf Insektizide reagieren können.
Djarvis Jr. Frauli wollte nun also bei ihrem Tierarzt des "damaligen" Vertrauens etwas zur Flohbekämpfung holen, bekam aber dann dort Vectra 3 D wärmstens empfohlen, und auch nach Nachfrage, ob es auch wirklich sicher ist für Hütehunde, blieb die Ärztin dabei, das man sich da keine Sorgen machen müsse, es wäre sicher.
Advantix Spot on enthält Imidacloprid und Permethrin. Das sind 2 Insektizide und gleichzeitig ist Permethin auch ein Akarizid.
Vectra 3 D enthält Dinotefuran, Pyriproxyfen und Permethrin, also 3 Insektizide.
Hier halte ich persönlich das Dinotefuran für sehr gefährlich, da es den Neurotransmitter Acetylcholin der Insekten imitiert und damit kontinuierlich die Nervenzellen stimuliert, was dann das Insekt tötet.
Haben Hunde diesen Neurotransmitter auch? Ja, Hunde haben den Neurotransmitter Acetylcholin. Acetylcholin spielt eine wichtige Rolle im Nervensystem von Hunden und beeinflusst viele Funktionen wie Gedächtnis, Lernen und Muskelkontraktionen. Es wird aus den Molekülen Cholin und Acetyl-CoA gebildet und ist entscheidend für die Übertragung von Signalen zwischen Nervenzellen. Acetylcholin ist auch an der Signalübertragung im parasympathischen Nervensystem beteiligt, das die Ruhe- und Verdauungsfunktionen reguliert.
Das ist wichtig, das merken wir uns mal.
Nun wieder zu Djarvis Junior. Er bekam das Vectra 3 D Spot on dann am gleichen Abend und nicht mal eine halbe Stunde später konnte er sein eines Hinterbein nicht mehr kontrollieren. Zuerst dachten seine Besitzer , er hätte sich vertreten, verlegen, na was man zuerst so denkt, nichts Schlimmes, wird schon wieder. Aber leider wurde es schlimmer. Am nächsten Morgen konnte er die Hinterbeine komplett nicht mehr kontrollieren und kurze Zeit darauf auch die Vorderbeine nicht mehr richtig. Seine Pupillen waren vergrößert und reagierten wenig auf Lichtreflexe. Die Tierärztin verneinte nach erneutem Besuch in der Praxis einen Zusammenhang mit der Gabe von Vectra 3 D und seinen Bewegungsstörungen und anderen Einschränkungen. Dazu kam dann noch, das Djarvis Jr. das Fressen einstellte und er nur noch von der Hand gefüttert werden konnte, ebenso musste ihm Wasser gereicht werden.
Die bisherige Tierärztin machte dann zumindest mal ein Blutbild und sagte, man müsse warten, bis das Mittel ausgeschieden wäre.
Die Besitzer wandten sich dann an einen anderen Tierarzt , der den Hersteller von Vectra 3 D kontaktierte, und diesem wurde mitgeteilt, das Tierärzte informiert wurden, das keinem Hund, der zu den Hütehunden gehört dieses Mittel verabreicht werden sollte, egal ob MDR1 -/-, +/- oder +/+.
Vom Hersteller kam dann noch die Info an die Besitzer, das sie doch versuchen sollen das Mittel abzuwaschen. Klar... ist sicher nach ein paar Wochen noch möglich.
Djarvis Jr. Frauli versuchte ihn dann zusätzlich mit Hilfe einer Tierheilpraktikerin zu entgiften und ebenso wurden seine Bewegungsstörungen bei einer Physiotherapeutin mit gezielten Übungen behandelt. Auch nach 5-6 Wochen war er nicht in der Lage ohne Hilfe zu laufen. Er musste über ein Geschirr gehalten werden. Trotzdem fiel er immer wieder hin, weil ihm von einer Sekunde auf die andere die Beine versagten.
Nachts konnte er nicht wirklich schlafen und war unruhig und wimmerte vor sich hin, tagsüber lag er die meiste Zeit auf dem Sofa, weil er allein nicht aufstehen oder gehen konnte, aber sein Frauli ging mit ihm alle 1-2 Stunden ein paar Schritte laufen, so gut es ging. Hinzu kamen in den letzten Wochen noch Fieberschübe alle 11 Tage, fast wie ein Uhrwerk. Eigentlich zeigten sich dennoch kleine Besserungen, besseres kontrollieren der Beine, bessere Reflexe, es schien sich langsam, sehr langsam, zu bessern. Und dann nach 11 Wochen aufopfernder Pflege fiel Djarvis Jr. in eine Art Apathie. Bis zum Mittag war alles noch wie tags zuvor , eigentlich sogar besser und innerhalb von kurzer Zeit verschlimmerte sich sein Zustand rapide. Er reagierte plötzlich auf nichts mehr, hatte keine Reflexe mehr, verlor Stuhl und erbrach Blut. Es blieb nur noch ihn zu erlösen.
Jetzt denken wir nochmal daran, was dieses Dinotefuran macht.....Djarvis Jr. litt unter einer Störung der Muskeln, er fras allein nicht mehr und hatte Unruhezustände in der Nacht sowie Störungen allgemein des Nervensystems.
Danke liebe Tierärztin, das wieder ein Hund sterben musste, weil diese Mittel ja sooooo toll sind und nie niemals nicht irgendwelche Nebenwirkungen bekannt sind. Ist klar. Da fehlen einem die Worte! Und wie emphatielos die Ärzte dann plötzlich werden. Ein geliebtes Familienmitglied ist gestorben, Lebenszeit wurde einfach geraubt.
Ich tue mich inzwischen echt schwer damit Ärzten zu vertrauen und ich denke Djarvis Jr. Familie geht es nun ebenso. Liebe Andrea, lieber Rudi, es tut mir so so leid! Ihr habt so sehr um ihn gekämpft! Fühlt euch ganz fest gedrückt!
Djarvis Jr. vom Hallerhof