05/06/2026
Früher dachte ich, gutes Reiten muss beeindruckend aussehen.
Große Bewegungen.
Viel Ausdruck.
Viel Aktion.
Heute weiß ich, dass ich damals oft auf die falschen Dinge geachtet habe.
Denn gutes Reiten fühlt sich nicht spektakulär an.
Es fühlt sich leicht an.
Das Pferd muss nicht ständig korrigiert werden.
Es muss nicht festgehalten werden.
Es muss nicht „gemacht“ werden.
Es bewegt sich von selbst.
Findet sein Gleichgewicht.
Beginnt, sich selbst zu tragen.
Und genau dann passiert etwas Faszinierendes:
Je weniger der Reiter macht, desto besser wird die Bewegung.
Nicht weil er nichts tut.
Sondern weil er gelernt hat, im richtigen Moment weniger zu stören.
Das war für mich eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt.
Heute freue ich mich nicht mehr über spektakuläre Bilder.
Sondern über die Momente, in denen ein Pferd loslässt, Vertrauen fasst und beginnt, sich wirklich gut zu bewegen.
Die größten Fortschritte entstehen oft dort, wo von außen scheinbar gar nicht viel passiert.