29/01/2026
Wenn ein Kunde mit seinem Hund Probleme auf dem Spaziergang hat, fange ich u.a. erst einmal zu Hause bzw. im Alltag an, etwas zu verändern, aber vor allem auch beim Halter selbst. Was ich auf keinen Fall mache, ist, in die problematische Situation einer Hundebegegnung zu gehen, bevor ich nicht eine gewisse Vorarbeit geleistet habe.
Ich muss den Hund nicht in solche Situationen bringen, die mir zeigen sollen, dass er ein Problem hat.
Hunde reagieren nicht (nur) auf das, was wir sagen, sondern auf das, was der Mensch verkörpert, wie er denkt, wie er fühlt, wie er handelt.
Und das ist auch der Grund, warum die xte Methode, der soundsovielte Hundetrainer oder Bücher, Videos, Webinare, in denen erklärt wird, wie man trainieren tun soll, oft nichts bewirken.
Ich habe es schon so oft erlebt, dass wir nach einigen Terminen Vorarbeit an Hundebegegnungen arbeiten wollten und mir der Hundehalter gesagt hat: „Brauchen wir nicht, das funktioniert mittlerweile …“
Aber das braucht Zeit, Geduld, Ruhe, Verständnis, Konsequenz, Orientierung, Akzeptanz und vieles mehr - individuell je nach Hund-Mensch-Team.
Methoden von der Stange, Übungen zu Sitz, Platz, Bleib, die als „Erziehung“ verkauft werden - das wird man bei mir nicht finden.
Erziehung ist das, was 24/7 passiert, nicht über Konditionierung, denn das hat nichts mit Verstehen und Lernen zu tun. Wer Kinder hat, kann das sicher nachvollziehen. 😉. Ich sage nicht, dass es komplett schlecht ist, manchmal mache ich mir das auch zunutze, aber nur für ein Management, nicht zur Erziehung.
Daher ist das, was wir gemeinsam erarbeiten, ohne viel Zusatzaufwand in den Alltag integrierbar, denn dort gibt es soooo viele Möglichkeiten, zu üben.