16/06/2026
Markersignale – kleine Helfer mit großer Wirkung 🍾
Eventuell hast Du im Training schon einmal von einem Markersignal gehört. Viele Menschen nutzen Wörter wie „Yes“, „Top“ oder „Zack“, andere arbeiten mit einem Clicker. Doch was genau steckt eigentlich dahinter?
Ein Markersignal ist ein kurzes Wort oder Geräusch, das Deinem Hund mitteilt:
„Genau das war toll!“
Es markiert den Moment eines erwünschten Verhaltens punktgenau und kündigt gleichzeitig eine Belohnung an.
Stell Dir vor, Dein Hund schaut Dich beim Spaziergang in einer herausfordernden Situation freiwillig an oder er entscheidet sich, an einem spannenden Geruch vorbeizugehen und bei Dir zu bleiben. Vielleicht schaut er einem rennenden Hasen einfach nur hinterher, anstatt durchzustarten. Genau in diesem Moment kannst Du Dein Markersignal einsetzen. Dadurch erfährt Dein Hund ganz präzise, welches Verhalten sich gelohnt hat.
Das Markersignal selbst ist dabei noch keine Belohnung. Es ist vielmehr die Ankündigung, dass gleich etwas Angenehmes folgt. Deshalb sollte auf jedes Markersignal eine Belohnung folgen. Nur so behält es seine Bedeutung und seinen Wert.
Wichtig ist außerdem zu wissen, dass ein Markersignal keine Aufforderung darstellt. Es bedeutet nicht, dass Dein Hund Dich anschauen, zu Dir kommen oder sich hinsetzen soll.
Es sagt lediglich:
„Genau das, was Du gerade tust, ist klasse. Belohnung folgt!“ ⚠️
Viele Hundehalter machen anfangs den Fehler, das Markersignal ausschließlich mit Futter zu verknüpfen. Das funktioniert eventuell, verschenkt aber viele Möglichkeiten. Je vielfältiger und bedürfnisgerechter die Belohnungen sind, desto wertvoller kann das Markersignal für Deinen Hund werden.
Eine Belohnung kann ein Leckerli sein. Sie kann aber auch aus einem Spiel bestehen, aus gemeinsamem Rennen, einer Distanzveränderung zu einem Auslöser, aus Schnüffeln an einer spannenden Stelle, aus dem Weiterlaufen zu einem interessanten Ziel oder aus Körperkontakt, wenn Dein Hund diesen mag, und Social Support.
Das Markersignal sollte deshalb mit vielen verschiedenen Belohnungen verknüpft werden. Das macht es besonders wertvoll und flexibel im Alltag.
Für den Aufbau brauchst Du übrigens keine Übungen und keine Signale. Sage einfach Dein gewähltes Markersignal und präsentiere unmittelbar danach eine Belohnung. Wiederhole dies etwa zehn bis zwanzig Mal. Dein Hund lernt dadurch nach und nach:
Markersignal = Das war richtig, eine Belohnung folgt. Fertig! Du kannst Dein Markersignal benutzen. 👍
Ist diese Verknüpfung erst einmal entstanden, wird das Markersignal zu einem wertvollen Kommunikationswerkzeug. Es hilft Dir dabei, Deinem Hund klar und verständlich mitzuteilen, welches Verhalten Du fördern möchtest. Präzise, freundlich und ohne Missverständnisse. 💜