02/02/2026
WISO-Beitrag vom 01.12.2025 greift zentrale Herausforderungen im Hundetraining auf
Mit seinem Beitrag zum Thema Hundetraining hat ein sensibles und gesellschaftlich relevantes Thema aufgegriffen. Der IBH e. V. begrüßt diese Berichterstattung ausdrücklich.
Der Beitrag macht deutlich, dass der Hundetrainer:innenberuf in Deutschland durch große Unterschiede in Ausbildung, Fachwissen und Trainingsansätzen geprägt ist. Über die rechtliche Rahmenbedingung der Erlaubnispflicht für gewerbliche Hundetrainer:innen gemäß § 11 Tierschutzgesetz hinaus, gibt es keine einheitlichen, verbindlichen Ausbildungs- oder Qualitätsstandards – eine Herausforderung für Hundehalter:innen wie auch für den Tierschutz.
Auch wenn Strafen nicht per se mit Gewalt gleichzusetzen sind, stellen sie im Bereich der positiven Strafe – also dem Zufügen unangenehmer, ängstigender und/oder erschreckender Konsequenzen – keine zeitgemäße Trainingsoption dar. Nachhaltiges Lernen basiert auf Vertrauen sowie belohnungsbasierten Trainingsansätzen, die das Wohlbefinden des Hundes berücksichtigen und die Mensch-Hund-Beziehung stärken.
Besonders wichtig ist dabei die mediale Wirkung: TV- und Social-Media-Beiträge prägen, was als „normal“ oder „notwendig“ im Hundetraining wahrgenommen wird. Die wiederholte Darstellung hemmender oder strafbasierter Trainingsmethoden führt zu einer schleichenden Gewöhnung an grenzüberschreitende Trainingspraktiken.
Der IBH setzt sich seit 2009 für modernes, belohnungsbasiertes Hundetraining ein und bietet mit klar definierten Qualitäts- und Ethikstandards Orientierung in einem unübersichtlichen Markt.
Der WISO-Beitrag kann ein wichtiger Impuls sein, um die öffentliche Diskussion über Verantwortung, Qualität und zeitgemäßes Hundetraining weiterzuführen.
Die ausführliche Stellungnahme des IBH zum WISO-Beitrag findet sich auf unserer Website.
Zu sehen ist der Beitrag in der ZDF-Mediathek: Sendung vom 01.12.2025 ab Minute 29:26.
ZDF heute