02/06/2026
😢
🕊️ Mitten auf dem Marktplatz verhungert. Weil weggesehen wird. 💔
Dieses Bild zeigt die traurige Realität unserer Innenstadt. Wir wurden von einer aufmerksamen Tierfreundin auf diese Taube aufmerksam gemacht – sie hatte das Tier entdeckt, während hunderte andere Menschen achtlos an ihr vorbeigegangen sind. Wahrscheinlich hat die Taube schon stundenlang, vielleicht tagelang, gelitten. Kaum waren wir vor Ort angekommen, mussten wir schmerzhaft einsehen, dass wir bereits zu spät waren. Sie ist fast augenblicklich in unseren Armen verstorben. Völlig abgemagert, entkräftet und mit den deutlichen Zeichen eines langsamen Hungertodes.
Es bricht uns das Herz – und es macht uns wütend.
Immer noch glauben viele, dass Fütterungsverbote das Problem lösen. Doch die Wahrheit ist: Es löst kein Problem, es schafft nur unendliches Elend. Stadttauben sind keine Wildtiere. Sie sind das Resultat menschlicher Zucht, massiv befeuert durch den Brieftaubensport. Generationen von Brieftauben, die auf Flügen die Orientierung verloren haben, stranden in unseren Städten. Der Mensch hat diesen Tieren einen extremen, unnatürlichen Bruttrieb angezüchtet. Sie müssen das ganze Jahr über Eier legen, selbst wenn sie am Verhungern sind. Ein Fütterungsverbot stoppt diesen Zwang zur Vermehrung nicht. Es sorgt nur dafür, dass fühlende Lebewesen vor unseren Augen grausam verhungern und krank den Müll nach Essbarem durchwühlen.
Wir zeigen, wie es richtig geht: Unsere Taubenvoliere 🏡
Wir selbst betreiben eine eigene Taubenvoliere und erleben jeden Tag, was für wunderbare, treue und zutiefst soziale Wesen diese Vögel sind. Bei uns bekommen sie alles, was sie für ein glückliches Leben brauchen, und sie fühlen sich sichtlich wohl.
Gleichzeitig übernehmen wir Verantwortung: Jeden einzelnen Tag tauschen wir die gelegten Eier konsequent gegen Gipseier aus. So verhindern wir ganz ohne Leid, dass noch mehr Nachkommen entstehen – und damit noch mehr Elend auf den Straßen.
Schluss mit dem Elend: Wir brauchen betreute Taubenschläge für die Stadt!
Wir müssen das Problem endlich an der Wurzel packen, statt die Augen vor den Folgen unseres eigenen Handelns zu verschließen. Genau das, was wir im Kleinen tun, funktioniert im Großen über das Augsburger Modell:
Geburtenkontrolle mit Herz: In betreuten Taubenschlägen der Stadt bekommen die Tiere artgerechtes Futter und einen sicheren Nistplatz. Durch den täglichen Eiertausch schrumpft die Population ganz natürlich und gewaltfrei.
Friedliches Miteinander: Da die Vögel im Schlag gefüttert werden, verbringen sie auch den Großteil des Tages dort. Das bedeutet: Gesunde, kontrollierte Tiere und saubere Straßen für die Bürger. Eine Win-Win-Situation für Mensch und Tier.
Wir konnten dieser einen Taube das Leben nicht mehr retten, weil jede Hilfe zu spät kam. Aber wir konnten ihr in ihren letzten Atemzügen die Würde und Wärme schenken, die sie auf dem kalten Pflaster nie bekommen hätte.
Bitte helft uns, aufzuklären. Ein Fütterungsverbot bedeutet Qual. Betreute Taubenschläge bedeuten die Lösung. Butzbach muss endlich handeln! 🕊️✨