04/06/2026
Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen
In der Hundeausbildung werden die Begriffe Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen häufig vermischt.
Für das Verständnis von Verhalten und Training lohnt es sich jedoch, die Unterschiede zu kennen. Denn jede dieser Ebenen beschreibt einen anderen Aspekt der Entwicklung eines Hundes.
Fähigkeiten – angelegte Voraussetzungen
➡️ Fähigkeiten sind die grundlegenden Potenziale und Veranlagungen eines Hundes. Sie entstehen aus dem Zusammenspiel genetischer Voraussetzungen und individueller Entwicklung.
Fähigkeiten können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sie bilden die Grundlage dafür, wie leicht oder schwer ein Hund bestimmte Dinge lernen und bewältigen kann.
Fertigkeiten – erlernte Verhaltensweisen
➡️ Fertigkeiten sind konkrete Verhaltensweisen, die durch Lernen, Übung und Training erworben werden. Sie bauen auf den vorhandenen Fähigkeiten auf.
Kompetenzen – Fähigkeiten und Fertigkeiten erfolgreich anwenden
➡️ Kompetenzen entstehen, wenn ein Hund seine Fähigkeiten und Fertigkeiten situationsangemessen nutzen kann. Sie zeigen sich nicht in einer einzelnen Übung, sondern im erfolgreichen Bewältigen von Alltagssituationen.
Kompetenzen entwickeln sich durch Reifung, Erfahrungen, Lernen und Training.
Warum die Unterscheidung wichtig ist
➡️ Viele Schwierigkeiten im Training entstehen, weil versucht wird, Kompetenzen ausschließlich über das Üben von Fertigkeiten zu verbessern.
Ein Hund lernt möglicherweise perfekt „Sitz“ oder „Platz“, hat aber dennoch Schwierigkeiten, mit Frust oder Stress umzugehen. Umgekehrt kann ein Hund über gute soziale Kompetenzen verfügen, obwohl er nur wenige formale Signale beherrscht.
Erfolgreiche Hundeausbildung berücksichtigt daher alle drei Ebenen:
• Fähigkeiten erkennen und realistisch einschätzen
• Fertigkeiten gezielt trainieren
• Kompetenzen durch passende Erfahrungen und Alltagssituationen entwickeln
👉 Vollständiger Text in meinem Blogartikel.
Link in der Bio.
📸 .lauermann.fotografie