26/01/2026
"Warum sind Narkosen (bei Euch) so teuer?"
Heute nehmen wir Euch einmal mit hinter die Kulissen in unseren OP und zeigen Euch, welche Vorkehrungen zur Sicherheit Eurer Tiere wir bei Narkosen allgemein treffen.
- Venenkatheter: Jedes Tier bekommt einen Zugang zur Vene, über den wir sowohl Medikamente als auch die Infusion verabreichen können. So haben wir auch im Notfall einen schnellen Zugriff.
- Infusion: Für einen stabilen Kreislauf bekommen unsere Patienten eine Infusion, angepasst an deren Größe und Bedürfnisse. Damit dies exakt geschieht, setzen wir eine Infusionspumpe dafür ein.
- Wärme: Tiere in Narkose können ihre Körpertemperatur nicht mehr selbst ausreichend steuern. Daher müssen wir dies übernehmen. Neben wärmenden Decken und dicken Socken über den Pfoten, wärmen wir die Infusionslösung auf Körpertemperatur vor. Zudem liegen die Tiere auf einem Wärmebett. Überwacht wird die Körpertemperatur kontinuierlich mittels einer Temperatursonde.
- Sauerstoff: Um die Tiere optimal mit Sauerstoff und Narkosegas zu versorgen, bekommen sie einen Schlauch in die Luftröhre gelegt (intubiert) und werden damit an das Narkosegerät angeschlossen.
- Monitoring: Mit dem Überwachungsmonitor können wir viele verschiedene Messwerte gleichzeitig überwachen: Herz- und Atemfrequenz, Blutdruck, Temperatur, Sauerstoffsättigung, EKG und CO2-Ausstoß. Daneben prüfen wir auch immer noch manuell weitere Werte und protokollieren alles.
Dies alles ist aufwendig - sowohl von den vielen Apparaten her als auch personell und zeitlich - und wir brauchen alleine eine Helferin nur für die Narkoseüberwachung.
Wenn wir also Posten wie Venenzugang legen, intubieren, Infusion, Narkoseüberwachung etc. abrechnen, geschieht dies für die Sicherheit Ihres Tieres. Wie wir immer sagen: Wir können nie zu 100% garantieren, dass nichts schief geht - aber wir versprechen alles daran zu setzten, dass nichts passiert. Ein modernes Narkosemanagement ist dabei das A und O!
Bei unserem Patienten hier ist alles gut verlaufen und er konnte schon kurze Zeit später wieder - noch etwas müde aber auf eigenen Beinen - die Praxis verlassen.