17/08/2013
Referentin: Dr. Ute Blaschke-Berthold
Abendvortrag am 04.10.2013
Zeit: 18.30 Uhr
Vortragsgebühr: 20,– €
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, wir bitten um baldige Anmeldung!
Es gibt nur noch 10 Teilnahmeplätze.
Lange bevor es zu den Symptomen kommt, die das fortgeschrittene Stadium eine Schilddrüsen-Erkrankung repräsentieren gibt es bereits andere Symptome, die auf einen Hormonmangel hinweisen können.
An erster Stelle sind hier neben körperliche Symptomen Verhaltensänderungen zu nennen, die im Widerspruch zur Sozialisierungsgeschichte des Hundes stehen: Ängstlichkeit, aggressive Verhaltensweisen, Stressanfälligkeit
Inhalte des Vortrags:
- Überfunktion der Schilddrüse
- Unterfunktion der Schilddrüse
- Autoimmunerkrankung
- Symptome
- körperliche Symptome
- Verhaltensänderungen
Schilddrüse und Verhalten
Die in atemberaubendem Tempo voranschreitenden biologischen und medizinischen Wissenschaften zeigen immer deutlicher:
Eine Trennung von Körper und Verhalten ist nicht möglich.
Jedes Verhalten hat körperliche Ursachen, jedes Verhalten unterliegt der Kontrolle von Hormonen. Ein Schlüsselhormon für das Verhalten eines jeden Wirbeltieres einschließlich Mensch und Hund ist das Hormon der Schilddrüse, das Thyroxin.
Was ist Thyroxin?
Wo kommt es her?
Welche Vorgänge werden von ihm beeinflusst?
Besonders beleuchtet werden die Zusammenhänge zwischen Thyroxin, Stressreaktion und Gehirnfunktion.
Von praktischer Bedeutung für jeden Hundehalter ist die Frage:
Was passiert, wenn zu wenig oder zu viel Thyroxin vorhanden ist?
Welche Symptome können auftreten, wenn ein Hund nicht ausreichend mit dem Schilddrüsenhormon versorgt ist?
Kann die passende Versorgung an Blutwerten zuverlässig abgelesen werden?
Wie weit verbreitet ist eine Unterversorgung?
Was kann sich verändern, wenn ein Hund besser mit Schilddrüsenhormon versorgt wird?
Ändert sich alles, was uns stört, über Nacht?
Kann das Schilddrüsenhormon die Erziehungsarbeit ersetzen?
Das vermittelte Wissen wird allen, die für Hunde sorgen, mit ihnen leben und arbeiten, eine andere Perspektive auf sog. Problemverhalten ermöglichen und Wege zur schnelleren Hilfe zeigen.
“Ein trauriges Kapitel sind diejenigen Hunde, die wegen aggressiven Verhaltens Hunden oder Menschen gegenüber einem Training oder einer Verhaltens“therapie” unterzogen werden, ohne daß ihre körperliche Lage ausreichend untersucht worden ist.
Leider ist es immer noch so, daß solche Verhaltensweisen als Störungen der „Dominanzordnung“ zwischen Hund und Mensch betrachtet und entsprechend behandelt werden. Besonders betroffen sind davon die Rüden mittlerer und großer Rassen im Alter von 12 bis 18 Monaten; es ist schon fast ein Automatismus, aggressive Verhaltensweisen innerhalb dieser Gruppe als Symptome der „Flegeljahre“ oder „Sturm- und Drangzeit“ zu erwarten! Beantwortet werden diese Verhaltensweisen oft nach dem Muster einer richtigen Unterordnung – was immer das auch sein mag.
Was häufig übersehen wird: Um die sexuelle Reife herum entwickeln sich häufig Erkrankungen der Schilddrüse!
Das fällt exakt mit dem Zeitrahmen zusammen, in dem die „Flegelzeit“ erwartet wird.
Deswegen gilt: Keine Behandlung von aggressiven Verhaltensweisen ohne einen Gesundheitscheck inclusive eines Schilddrüsen-Profils beim Tierarzt.” Dr. Blaschke-Berthold