Der Podenco - Ulrike Lahme

Der Podenco - Ulrike Lahme https://derpodenco.jimdoweb.com Du hast einen jagdlich motivierten Hund, vielleicht sogar aus dem Tierheim oder aus dem Auslandstierschutz?

Eine gute und starke Beziehung ist gerade für diese Hunde besonderes wichtig, da sie sich in Feld und
Wald meistens wenig an ihren Menschen orientieren. Ich helfe dir dabei, eine gute Beziehung zu deinem Hund aufzubauen, durch Training mit positiver Verstärkung und
durch ein gut durchdachtes Trainingskonzept, damit ihr -du und dein Hund- ruhig
und entspannt durchs Leben gehen könnt, auch in wildreichen Gebieten wie Feld und Wald.

04/04/2026
Wichtig zu wissen:https://www.facebook.com/share/p/1D4toRF7pB/
23/02/2026

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„Beeindruckend ruhig – oder systematisch eingeschüchtert?“

Warum kollektiver Gehorsam in großen Hundegruppen kein Beweis für Vertrauen ist.

Es gibt diese Videos, die in sozialen Netzwerken tausendfach geteilt werden: Eine Person schreitet voran, hinter ihr oder neben ihr laufen fünfzehn, zwanzig oder noch mehr Hunde. Kein Ziehen, kein Ausscheren, kein sichtbares Chaos. Ein leises Wort, ein kurzes Handzeichen – und die gesamte Gruppe reagiert nahezu synchron. Viele empfinden das als beeindruckend. Als Beweis außergewöhnlicher Führungsqualität.

Mich machen diese Bilder zunehmend sauer.

Denn was dort als perfekte Harmonie inszeniert wird, wirkt bei genauerem Hinsehen oft wie etwas anderes: wie kollektive Hemmung.

Auffällig ist, was fehlt. Kaum ein Hund zeigt ausgeprägtes Explorationsverhalten. Es wird wenig geschnüffelt, selten innegehalten, kaum individuell entschieden. Die Körper wirken kompakt, teilweise angespannt, die Köpfe eher tief getragen als neugierig erhoben. Spiel oder lockerer sozialer Austausch zwischen den Hunden ist selten zu sehen. Stattdessen entsteht der Eindruck einer Marschformation – funktional, diszipliniert, kontrolliert.

In großen Gruppen wirken andere Kräfte als im Einzelsetting. Gruppendynamiken können Verhalten massiv beeinflussen. Hunde lernen nicht nur durch direkte Erfahrung, sondern auch durch Beobachtung – durch soziales Lernen. Es genügt unter Umständen, wenn ein einzelnes Individuum deutlich korrigiert oder sanktioniert wird, um der gesamten Gruppe zu vermitteln, welches Verhalten unerwünscht ist. Die übrigen Hunde müssen die Strafe nicht selbst erlebt haben, um daraus Schlüsse zu ziehen. Sie sehen, was passiert, wenn jemand ausschert – und fügen sich vorsorglich.

Dieses Prinzip ist keineswegs auf Hunde beschränkt. Auch in menschlichen Gruppen lässt sich beobachten, dass die öffentliche Herabsetzung oder Bestrafung eines Einzelnen eine regulierende Wirkung auf die übrigen Mitglieder haben kann. Wer gesehen hat, was mit dem „Abweichler“ geschieht, entscheidet sich oft für Anpassung – nicht aus Überzeugung, sondern aus Vermeidung.

Übertragen auf große Hundegruppen bedeutet das: Vielleicht wurden nicht zwanzig Hunde eingeschüchtert. Vielleicht reichten ein oder zwei deutliche Interventionen. Der Rest reguliert sich selbst, um nicht ebenfalls in Konflikt zu geraten. Das Resultat wirkt wie perfekte Führung, kann aber in Wahrheit auf präventiver Unterwerfung beruhen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der Hundeführer laut oder leise agiert. Manche arbeiten mit klarer Stimme, andere nahezu wortlos, mit minimalen Handzeichen oder Körpersperren. Doch auch subtile Signale können auf einem aversiven Lernprozess beruhen. Wenn ein kaum sichtbares Zeichen ausreicht, um eine große Gruppe abrupt zu stoppen, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie konsequent zuvor verdeutlicht wurde, was geschieht, wenn man nicht reagiert.

Was mich besonders stört, ist die Einseitigkeit dieser Darstellung. Man sieht das fertige Ergebnis, nie den Weg dorthin. Keine Lernphase, keine Konflikte, keine Stressreaktionen einzelner Hunde. Vor allem sieht man nicht, was diese Form der Führung langfristig mit dem Individuum macht.

Denn Hunde sind keine homogene Masse. Jeder von ihnen bringt ein eigenes Temperament, eigene Erfahrungen, eigene Unsicherheiten mit. In stark kontrollierten Großgruppen verschwindet diese Individualität zwangsläufig hinter der Funktionsfähigkeit des Kollektivs. Der sensible Hund, der konfliktscheue Hund, der leicht verunsicherte Hund – sie alle passen sich möglicherweise besonders stark an. Nicht, weil sie innerlich ruhig sind, sondern weil sie gelernt haben, dass Zurückhaltung Sicherheit bedeutet.

Chronischer Anpassungsdruck kann Spuren hinterlassen. Ein Hund mag äußerlich „funktionieren“ und dennoch innerlich unter erhöhter Anspannung stehen. Stress endet nicht automatisch, wenn der Spaziergang vorbei ist. Er kann sich in Reizbarkeit, vermehrter Sensibilität oder erhöhter Erschöpfung zeigen – auch zu Hause, fernab der Gruppe.

Bleibt die Frage: Wofür braucht es solche Formationen überhaupt? Welcher zwingende Grund erfordert Spaziergänge mit fünfzehn oder zwanzig Hunden gleichzeitig in enger, hochgradig kontrollierter Struktur? Hundebetreuung lässt sich auch anders organisieren – in kleineren, stabilen Gruppen, mit mehr Raum für individuelle Bewegung, für Schnüffeln, für Entscheidungsspielräume.

Oft wird argumentiert, Hunde seien schließlich soziale Wesen. Das stimmt. Doch soziale Strukturen bedeuten nicht permanente Gleichschaltung. Frei lebende Hunde oder Straßenhunde bewegen sich nicht in starren Großverbänden, in denen jede individuelle Entscheidung unterdrückt wird. Ihre Zusammenschlüsse sind flexibel, durchlässig, dynamisch. Individuen können sich lösen, Abstand gewinnen, eigene Wege einschlagen.
Genau diese Möglichkeit geht in stark kontrollierten Großgruppen verloren.

Was mich an solchen Videos letztlich so irritiert, ist die Ästhetisierung von Macht. Gehorsam wird als Ideal präsentiert, ohne dass hinterfragt wird, auf welcher emotionalen Grundlage er entstanden ist. Das Bild des souveränen „Anführers“ überstrahlt die Frage nach dem Wohlbefinden der Geführten.
Ich halte es deshalb für wichtig, genauer hinzusehen – und als Hundehalter kritisch zu prüfen, in welche Strukturen man sein eigenes Tier gibt. Große, perfekt funktionierende Gruppen sind kein automatisches Qualitätsmerkmal. Sie sind ein Managementmodell. Und wie jedes Modell tragen sie Risiken in sich.

Hunde sind soziale Wesen – aber sie sind vor allem Individuen. Und jede Form der Betreuung sollte diesem Umstand gerecht werden.

Quellen (Auswahl):
• Fugazza, C. et al. (2018). Social learning in dogs (Canis familiaris): Imitation of conspecific and human demonstrators. Scientific Reports.
• Range, F., & Virányi, Z. (2015). Tracking the evolutionary origins of dog-human cooperation: The role of social learning. Behavioral Processes.
• Bonanni, R. et al. (2010). Free-ranging dogs’ social organization and dominance relationships.
• Huber, L. et al. (2018). Social learning and imitation in dogs. Scientific Reports.
• Miklósi, Á. (2015). Dog Behaviour, Evolution, and Cognition. Oxford University Press.
• Studie zu frühen negativen Erfahrungen und Verhaltensfolgen bei Hunden (Finnische Kohortenstudie, 2020/2021).

Hinweis zur Kommentarfunktion:
Ich habe die Kommentare zu diesem Beitrag eingeschränkt. Nicht, um Diskussionen zu vermeiden – sondern um zu verhindern, dass sich endlose, sich im Kreis drehende Debatten vom eigentlichen Inhalt ablenken.
Der Text soll zum Nachdenken anregen.

Das Bild ist KI generiert

03/02/2026

Diese Nachricht erreichte mich gestern.
Herzlichen Glückwunsch an das motivierte Team ❣️

Hallo Ulli, seit 2 Wochen ist Maja jetzt auch im Freilauf im Wald und Feld . Wir belohnen viel, aber sie macht es vorbildlich und lässt uns nicht aus den Augen. Nach 1.5 Jahren üben klappt der Rückruf perfekt. Wir schaffen es auch sie vom jagen oder einer Spur abzurufen.Wir sind sehr stolz auf die Maus und unser Herz hüpft wenn sie durch den Wald toben kann… ohne Leine. Wenn Hunde oder Menschen kommen bleibt sie stehen und auf Kommando Leine kommt sie dann an meine Seite. Super 😍 Du hast dazu beigetragen liebe Ulli dass wir unser Ziel mit Maja erreicht haben. Vielen lieben Dank 💕 Gruß

🎄Weihnachten🎄Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,Mild, wie Wälderduft, die WeihnachtszeitUnd ein schlichtes Glück streu...
23/12/2025

🎄Weihnachten🎄

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Daß die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Frohe Weihnachten euch allen!

Das ist Maja, die früher, wenn ein Schmetterling vorbeiflog, in die Leine rannte.Heute kann sie, auch bei Wildsicht, ste...
15/12/2025

Das ist Maja, die früher, wenn ein Schmetterling vorbeiflog, in die Leine rannte.
Heute kann sie, auch bei Wildsicht, stehenbleiben, in aller Ruhe schauen und sich dann selbstständig abwenden.
Ein toller Fortschritt❣️

15/12/2025

Das ist Maja, die früher, wenn ein Schmetterling vorbeiflog, in die Leine rannte.
Heute kann sie, auch bei Wildsicht, stehenbleiben, in aller Ruhe schauen und sich dann selbstständig abwenden.
Ein toller Fortschritt❣️

Hi Uli, liebe Grüße von uns. Maja macht so tolle Fortschritte. Wollte es dir mal zeigen wie schön sie es schafft sich vom Reiz abzuwenden. Wird immer besser! Ganz liebe Grüße Sabine

Update: Es gibt noch freie Plätze!🍁🍂 Entspannter Spaziergang durch den Herbst mit jagdlich motivierten Hunden 🍂🍁Nicht nu...
28/10/2025

Update: Es gibt noch freie Plätze!

🍁🍂 Entspannter Spaziergang durch den Herbst mit jagdlich motivierten Hunden 🍂🍁
Nicht nur für PODENCOS, sondern für alle Hunde, die jagdlich motiviert sind!

Spaziergänge im Herbst, mit jagdlich motivierten Hunden, können sich schnell in Frustration von Mensch und Hund entwickeln, da durch die Bodenfeuchte und Wind eine "Geruchsexplosion" entstehen kann.

Auf diesem Spaziergang zeige ich dir, wie du deinen Hund wieder "herunterfahren" kannst oder das es erst gar nicht zu hoher Erregung kommt.

Wann: 29.11.2025, 14.00 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Treffpunkt: Rommerskirchen-Evinghoven
Kosten: 25 € pro Team
6 Teams können teilnehmen

Ich freue mich auf dich und deinen Hund!

Hier kannst du dich anmelden:
https://derpodenco.jimdoweb.com/buchungsformular/

❗️Auslöser für Jagdverhalten müssen nicht immer Wildsicht oder Wildgerüche sein❗️Diese Nachricht erhielt ich heute morge...
05/10/2025

❗️Auslöser für Jagdverhalten müssen nicht immer Wildsicht oder Wildgerüche sein❗️

Diese Nachricht erhielt ich heute morgen von sehr lieben und umsichtigen Menschen.
Ihr Hund zeigte verstärktes Jagdverhalten und stereotypes Verhalten, aus Umgebungsunsicherheit, Stress und wahrscheinlich Schmerz.
Also schaut genauer hin, wenn euer Hund plötzlich verstärkes Jagdverhalten zeigt.

🧡🧡🧡 TOBIAS 🧡🧡🧡Das ist Tobias, er kommt mit seinen Menschen ab Samstag ins Training. Herzlich Willkommen!
21/08/2025

🧡🧡🧡 TOBIAS 🧡🧡🧡

Das ist Tobias, er kommt mit seinen Menschen ab Samstag ins Training.

Herzlich Willkommen!

🧡🧡🧡 MIA 🧡🧡🧡Das ist Mia, sie kommt ab Donnerstag mit ihren Menschen zum Training  Herzlich Willkommen!
18/08/2025

🧡🧡🧡 MIA 🧡🧡🧡

Das ist Mia, sie kommt ab Donnerstag mit ihren Menschen zum Training

Herzlich Willkommen!

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