Aquarium Glaser GmbH

Aquarium Glaser GmbH Welcome to Aquarium Glaser GmbH! Imprint/Impressum:https://www.aquariumglaser.de/impressum/ Tropische Süßwasserfische sind unsere Welt und unsere Passion.
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Kompetente Beratung und große Auswahl zeichnen uns aus und für die Fähigkeit, den "besonderen Fisch" besorgen zu können, sind wir bekannt. Daß wir ausschliesslich den Großhandel beliefern.
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Tropical freshwater fish are our world and our passion. Capable advice
and a large assortment distinguish us and we are well-known for the ability to get the "special fish".We only sell to reliable importers.

Xiphophorus hellerii „Alpha“Der  -  ist eine gar nicht so neue Zuchtform des    , es gab sie zumindest ansatzweise berei...
02/04/2026

Xiphophorus hellerii „Alpha“

Der - ist eine gar nicht so neue Zuchtform des , es gab sie zumindest ansatzweise bereits in den 1960er Jahren. Sie wird aber in jüngerer Zeit (den letzten 10 Jahren) sehr gehypt und es werden geradezu aufsehenerregende Preise dafür gefordert, die die Preise für andere Schwertträger-Zuchtformen gut 10x und mehr übertreffen.

Dabei meinen viele, alle Alpha-Schwertträger müssten samtschwarze Tiere mit roter Grundfarbe sein. Das ist aber falsch. Tatsächlich können Alpha-Schwertträger in allen bekannten Schwertträger-Farben und -Flossenformen gezüchtet werden. Aber die meisten dieser anderen Zuchtformen sehen nicht so spektakulär aus. Was ist also ein Alpha-Schwertträger? Der Name wurde in der ehemaligen DDR für Tiere geprägt, die bei der Kreuzung von Hamburger Schwertträgern (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/xiphophorus-hellerii-schwarz-black/) mit anderen Helleris anfielen. Als „Vater der modernen Alpha-Schwertträger“ gilt der verstorbene Xipho-Züchter Günther Schramm, der Anfang der 1980er Jahre damit experimentierte. Bei allen Alphas ist der Anteil der grünglänzenden „Spiegel“-Schuppen des Hamburgers stark reduziert oder fehlt ganz. Alpha-Kreuzungstiere auf grüner Grundfarbe haben einen auffälligen Blauschimmer. Der hohe Preis erklärt sich aus der Spalterbigkeit der Alphas. In jeder Zuchtlinie fällt nur ein relativ kleiner Teil der Jungtiere in der gewünschten Färbung (jedenfalls berichten das die Züchter, wir selbst züchten die Tiere ja nicht). In manchen Bruten fallen auch nur Weibchen der gewünschten Farbkombination samtschwarz auf roter Grundfarbe, die Männchen sehen dann meist wie Wiener ( = rote Albinos) aus (https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/xiphophorus_hellerii_wien_lyra_de/).



Photos & Text Frank Schäfer

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Xiphophorus hellerii “Alpha”

The is not actually a very new breed of ; it already existed, at least in its early stages, as far back as the 1960s. However, it has been heavily hyped in recent years (the last 10 years), and the prices demanded for it are nothing short of sensational, exceeding the prices for other swordtail varieties by a good 10 times or more.

Many people believe that all Alpha swordtails must be jet-black fish with a red base color. But that is incorrect. In fact, Alpha swordtails can be bred in all known swordtail colors and fin shapes. But most of these other breeding forms do not look as spectacular. So what is an Alpha swordtail? The name was coined in the former GDR for fish resulting from the crossbreeding of Hamburg swordtails (https://www.aquariumglaser.de/en/fisharchive/xiphophorus-hellerii-black/) with other Helleris. The late Xipho breeder Günther Schramm, who experimented with this in the early 1980s, is considered the “father of modern Alpha swordtails.” In all Alphas, the proportion of the Hamburg swordtail’s glossy green “mirror” scales is greatly reduced or absent entirely. Alpha crossbreeds with a green base color have a striking blue sheen. The high price is due to the recessive nature of the Alpha genes. In every breeding line, only a relatively small proportion of the young fish exhibit the desired coloration (at least that is what the breeders report; we do not breed the fish ourselves). In some broods, only females exhibit the desired color combination of velvety black on a red base color; the males then usually look like Viennese (i.e., red albinos) (https://www.aquariumglaser.de/en/18-toothcarps-killis-and-livebearers/xiphophorus_hellerii_wien_lyra_en/).

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Photos & Text Frank Schäfer

Pelvicachromis pulcherEin echter Klassiker ist der Purpur-Prachtbarsch oder, wie er auch genannt wird, der Königscichlid...
01/04/2026

Pelvicachromis pulcher

Ein echter Klassiker ist der Purpur-Prachtbarsch oder, wie er auch genannt wird, der Königscichlide . Das komplizierteste an ihm ist die Namensgeschichte. Ganz früher kannte man ihn als P. kribensis, im englischen Sprachgebrauch ist er bis heute „the krib“. Dann erkannte man, dass es sich um P. pulcher handelt, aber es gab ziemliches Kuddelmuddel um die korrekte Benennung diverser Farbformen und Fundortvarianten. Aktuell unterscheidet man zwischen P. pulcher und P. sacrimontis (der früher „Form B“ von P. pulcher genannt wurde). Beide stammen ursprünglich aus dem in und von beiden gibt es unterschiedliche Farbschläge. Zu P. sacrimontis siehe hier https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/pelvicachromis-sacrimontis-p-pulcher-red-wild/ zu einer Wildform von P.pulcher hier: https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/pelvicachromis-pulcher-wild-gelb-2/

Pelvicachromis ist ein Zwergbuntbarsch, wird also im maximal 10 cm lang und auch das nur im männlichen Geschlecht; Weibchen bleiben immer deutlich kleiner. Wir erhalten manchmal Nachzuchttiere von P. pulcher, die ganz wunderschön in der Rückenflosse gepunktet sind. Leider sind das individuelle Schönheiten. In jeder Brut, in der solche Tiere auftauchen, sind auch erheblich schlichter gefärbte Exemplare enthalten, die nur wenige oder gar keine Punkte in der Rückenflosse besitzen.

Pflege und Zucht dieses Buntbarsches galten früher als schwierig. Die Fische mögen weiches, leicht saures Wasser. Auch hielt man sie oft zu warm. Pelvicachromis stammen aus beschatteten Bächen, die nur 22-24°C aufweisen, nach Regen auch deutlich kühler. Aber heutzutage hat die jahrzehntelange Zucht robuste und anpassungsfähige Fische hervorgebracht, die praktisch alle Wasserwerte akzeptieren und sogar in mittelhartem, leicht alkalischem Wasser ihre Brut aufziehen. Pflanzen und Beifische werden fast immer in Ruhe gelassen, wenn die Beckengröße ausreichend ist, trifft das sogar zur Brutzeit zu. Es sind Höhlenlaicher mit Elternfamilie. Gefressen wird jegliches handelsübliche Fischfutter passender Größe.



Photos & Text Frank Schäfer

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Pelvicachromis pulcher

A true classic is the krib, or, as it is also sometimes known, the king cichlid . The most complicated thing about it is the history of its name. In the very early days, it was known as P. kribensis; in English-speaking countries, it is still referred to as “the krib” to this day. Then it was recognized that it was actually P. pulcher, but there was quite a bit of confusion regarding the correct naming of various color forms and locality variants. Currently, a distinction is made between P. pulcher and P. sacrimontis (which used to be called “Form B” of P. pulcher). Both are native to the River in , and both have different color variations. For P. sacrimontis, see here: https://www.aquariumglaser.de/en/fisharchive/pelvicachromis-sacrimontis-p-pulcher-red-wild-2/. for a wild form of P. pulcher, see here: https://www.aquariumglaser.de/en/25-perchlike-fishes/pelvicachromis-pulcher-wild-yellow-2/

Pelvicachromis is a dwarf cichlid, meaning it grows to a maximum of 10 cm in length, and even then only the males; females always remain significantly smaller. We sometimes receive offspring of P. pulcher that have beautiful spots on their dorsal fins. Unfortunately, these are individual beauties. In every brood where such fish appear, there are also significantly more plain-colored specimens that have only a few or no spots on their dorsal fin.

In the past, keeping and breeding this cichlid was considered difficult. The fish prefer soft, slightly acidic water. They were also often kept at temperatures that were too high. Pelvicachromis originate from shaded streams with temperatures of only 22–24°C, and even significantly cooler after rain. But today, decades of breeding have produced robust and adaptable fish that tolerate virtually all water parameters and even raise their fry in moderately hard, slightly alkaline water. Plants and other fish are almost always left undisturbed; if the tank is large enough, this even holds true during the breeding season. They are cave spawners that form family groups. They will eat any commercially available fish food of a suitable size.

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Photos & Text Frank Schäfer

31/03/2026

sp

Moenkhausia oligolepisTraditionell unterscheidet man zwei Arten der Rotaugen- , die sich äußerlich kaum unterscheiden. E...
31/03/2026

Moenkhausia oligolepis

Traditionell unterscheidet man zwei Arten der Rotaugen- , die sich äußerlich kaum unterscheiden. Es sind dies M. aus dem -Gebiet und den Guyana-Ländern und M. sanctaefilomenae aus der südlich daran angrenzenden Zone, dem Rio Paraguay und Parnahyba. Es gibt farbliche Details zur Artunterscheidung, die jedoch oft unzuverlässig sind. So nennt man M. oligolepis auch „Schwanzspiegel-Salmler“, weil der prominente schwarze Fleck auf der Schwanzwurzel, den alle Arten dieser Gruppe haben, vorn und hinten von einer breiten weißen Zone begleitet wird. Ähnlich sieht das aber bei manchen M. sanctaefilomenae auch aus. Als sicheres Unterscheidungsmerkmal gilt darum, dass M. oligolepis mehr und damit kleinere Schuppen als M. sanctaefilomenae hat. In der Längsreihe sind es bei M. oligolepis 29-32 Schuppen, bei M. sanctaefilomenae 22-26.

Doch es wäre ja zu einfach, wenn es nur diese zwei Optionen gäbe. Tatsächlich sind in jüngerer Zeit zwei weitere „Rotaugen-Moenkhausia“-Arten beschrieben worden, nämlich M. forestii (2009) und M. pyrophthalma (1994). M. forestii stammt - genau wie M. sanctaefilomenae) aus dem Einzug des Rio Paraguay und unterscheidet sich von M. sanctaefilomenae nur wenig. Wir zitieren: „Moenkhausia forestii unterscheidet sich von M. sanctaefilomenae durch die Anzahl der quer verlaufenden Schuppenreihen oberhalb der Seitenlinie (5 entgegen 4 Schuppen) sowie durch die Anzahl der quer verlaufenden Schuppenreihen unterhalb der Seitenlinie (4 entgegen 3 Schuppen).“ Alle drei Rotaugen-Moenkhausia werden aktuell der Gattung Bario zugeordnet. Im Hobby ist M. forestii wohl noch nicht aufgetaucht, bzw. es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie als eine andere Art als M. sanctaefilomenae erkannt wird. Die vierte Art, M. pyrophthalma (der Artname bedeutet „Feuerauge“), wird gegenwärtig Ramirezella zugeordnet; dieser Fisch ist viel schlanker als die bisher genannten und hat eine ganz andere Schwanzwurzelzeichnung, ist also kaum zu verwechseln.

Die alleraktuellste Forschung zeigt, dass es sogar drei Arten von Rotaugen-Moenkhausia im Einzug des Rio Paraguay gibt: B. forestii und B. sanctaefilomenae (beide mit unvollständiger Seitenlinie) und B. australis (mit kompletter Seitenlinie). Letztere wurde bereits 1908 beschrieben, doch glaubte man später, das Merkmal der Seitenlinie sei variabel und nicht zur Artuntscheidung geeignet.

Wir können ab und zu wilde Rotaugen-Moenkhausia importieren, manchmal M. sanctaefilomenae aus Paraguay (siehe https://www.aquariumglaser.de/fischarchiv/moenkhausia_sanctaefilomenae_wild_de/) und manchmal M. oligolepis aus .

Pflege und Zucht beider Arten sind einfach (wahrscheinlich auch die von B. forestii und B. australis, wenn man sie denn bekäme), die Wasserwerte spielen nur eine absolut untergeordnete Rolle. PH-Werte zwischen 6 und 8, weiches bis mittelhartes Wasser, nach Eingewöhnung ruhig auch hartes Wasser, eine Wassertemperatur zwischen 22 und 26° C als Richtschnur (zeitweise darf es auch etwas weniger oder mehr sein) und Rotaugen-Moenkhausia sind glücklich. Gefressen wird jedes handelsübliche Zierfischfutter passender Größe. Man sollte Rotaugen-Moenkhausia immer im möglichst großen Schwarm halten. Mit maximal 12 cm Länge (Totallänge inkl. Schwanzflosse) wird M. oligolepis deutlich größer als M. sanctaefilomenae (ca. 7 cm) und eignet sich darum besser als jene als Beifisch zu größeren Buntbarschen etc.

Literatur:
Mirande, J.M., Körber, S., Terán, G.E. & G. Aguílera (2024): Welche Spezies mit roten Augen ist es? Die Moenkhausia oligolepis Gruppe in Argentinien (Characiformes: Characidae). AKFS-aktuell (49): 23-30



Photos & Text Frank Schäfer

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Moenkhausia oligolepis

Traditionally, two species of red-eyed are distinguished, which are virtually indistinguishable in appearance. These are M. from the region and the Guianas, and M. sanctaefilomenae from the adjacent southern zone, the Rio Paraguay and Parnahyba. There are color-based details for species differentiation, but these are often unreliable. For example, M. oligolepis is also called the “mirror-spot tetra” because the prominent black spot on the base of the tail—which all species in this group possess—is flanked at the front and back by a broad white band. However, this also applies to some M. sanctaefilomenae. A reliable distinguishing feature is therefore that M. oligolepis has more—and thus smaller—scales than M. sanctaefilomenae. In the longitudinal row, M. oligolepis has 29–32 scales, while M. sanctaefilomenae has 22–26.

But it would be too simple if there were only these two options. In fact, two additional “red-eyed Moenkhausia” species have been described in recent years: M. forestii (2009) and M. pyrophthalma (1994). M. forestii—just like M. sanctaefilomenae—originates from the Rio Paraguay basin and differs only slightly from M. sanctaefilomenae. We quote: “Moenkhausia forestii can be distinguished from M. sanctaefilomenae in the number of transverse series of scales above the lateral line (5, vs. 4 scales, respectively), by the number of transverse series of scales below the lateral line (4, vs. 3 scales, respectively).” All three red-eyed Moenkhausia are currently classified in the genus Bario. In the hobby, M. forestii has likely not yet appeared, or rather, it is very unlikely that it will be recognized as a species distinct from M. sanctaefilomenae. The fourth species, M. pyrophthalma (the species name means “fire eye”), is currently classified in the genus Ramirezella; this fish is much slimmer than those mentioned so far and has a completely different pattern at the base of the tail, making it virtually impossible to confuse.

The most recent research shows that there are actually three species of red eyed Moenkhausia in the drainage of the Rio Paraguay: B. forestii and B. sanctaefilomenae (both with an incomplete lateral line) and B. australis (with a complete lateral line). The latter was described as early as 1908, but it was later believed that the lateral line was variable and unsuitable for species identification.

We are occasionally able to import wild red-eyed Moenkhausia, sometimes M. sanctaefilomenae from Paraguay (see https://www.aquariumglaser.de/en/09-characoids-tetra-relationship/moenkhausia_sanctaefilomenae_wild_en/) and sometimes M. oligolepis from .

Caring for and breeding both species is easy (probably also for B. forestii and B. australis, if one could obtain them); water parameters play only a minor role. pH levels between 6 and 8, soft to moderately hard water (and even hard water after acclimation), a water temperature between 22 and 26°C as a guideline (it can occasionally be slightly lower or higher), and red-eyed Moenkhausia will thrive. They will eat any commercially available ornamental fish food of suitable size. Red-eyed Moenkhausia should always be kept in as large a school as possible. With a maximum length of 12 cm (total length including tail fin), M. oligolepis grows significantly larger than M. sanctaefilomenae (approx. 7 cm) and is therefore better suited than the latter as a companion fish for larger cichlids, etc.

Literature:
Mirande, J.M., Körber, S., Terán, G.E. & G. Aguílera (2024): Which species has red eyes? The Moenkhausia oligolepis group in Argentina (Characiformes: Characidae). AKFS-aktuell (49): 23-30

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Photos & Text Frank Schäfer

Apistogramma paulmuelleri ( = A. sp. „Masken“)Zwischen der aquaristischen Entdeckung einer Art und ihrer wissenschaftlic...
30/03/2026

Apistogramma paulmuelleri ( = A. sp. „Masken“)

Zwischen der aquaristischen Entdeckung einer Art und ihrer wissenschaftlichen Beschreibung können unter Umständen Jahre - manchmal sogar Jahrzehnte - liegen. Das hat unterschiedliche Gründe; meist liegt es aber daran, dass man es heutzutage strikt vermeidet, eine neue Art zu beschreiben, deren exakter Fundort nicht bekannt ist. Früher begnügte man sich meist damit, den Lieferanten der Art diesbezüglich zu befragen. Leider merkte man oft nicht, wenn solche Auskünfte (sei es bewusst oder unbewusst) falsch oder zumindest nicht ausreichend genau waren. Darum bearbeitet man heutzutage erst dann eine Art, wenn man die Gelegenheit hatte, persönlich im Biotop zu fischen und die Tiere dort auch nachweisen zu können.

Der „ - “ hat seinen Gebrauchsnamen wohl erstmals von Ingo Koslowski um 2003 erhalten, der gleiche Autor bezeichnete ihn 1985 als „sp. Rotwangen“ und Exporteure bezeichneten ihn später manchmal auch als A. sp. „Apache“; man kannte ihn aber schon viel länger, bezeichnete die Art als „ -Apistogramma“ und identifizierte sie als Apistogramma caeti. Erste Bilder erschienen in der Fachpresse ab ca. 1982. Heutzutage würde angesichts der großen Artenfülle von Apistogramma-Arten aus Peru (29 akzeptierte Arten) wohl kaum noch jemand den Trivialnamen „Peru-Apistogramma“ wählen; aber man vergisst allzu leicht, dass bis in die 1980er Jahre hinein nur eine Handvoll Apistogramma-Arten aquaristisch bekannt waren. In der ersten Apistogramma-Revision der Neuzeit durch Kullander 1980 wurden gerade einmal 36 Arten formell als gültig betrachtet (davon 18 aus dem Amazonas-Einzug von Peru und Brasilien), heute sind wir bei 94 plus etliche noch nicht bearbeitete Arten. Diese Kenntnisse verdankt die Menschheit zum allergrößten Teil der Aquarienkunde.

Wie auch immer: Apistogramma stammt aus kleinen Waldbächen im Departamento in Peru, wie wir heute wissen, und wurde 2013 wissenschaftlich beschrieben, also rund 30 Jahre seit der aquaristischen Ersteinführung. Er gehört vielleicht nicht zu den buntesten Arten, ist jedoch durch sein starkes Farbwechselvermögen interessant. Zusätzlich gilt er als relativ unempfindlich und als der ideale „Einsteiger-Apistogramma“, der sehr viele Anfängerfehler unbeeindruckt wegsteckt. Die Wasserwerte sind für diese Art nebensächlich (pH über 5 und unter 8), im wesentlichen sollte das Wasser sauber sein. Wie für alle Apistogramma-Arten sollte der Bodengrund zumindest teilweise aus Sand bestehen. Gefressen wird jedes übliche Zierfischfutter passender Größe. Die Wassertemperatur kann zwischen 20 und 30°C liegen (am günstigsten sind aber wohl 22-25°C). Männchen von A. paulmuelleri werden ca. 8 cm, die Weibchen rund 5 cm groß. Es sind friedliche Fische, die sich gut für entsprechende Gesellschaftsaquarien eignen.



Photos & Text Frank Schäfer

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Apistogramma paulmuelleri ( = A. sp. “Masken”)

Years—sometimes even decades—can pass between the discovery of a species in aquariums and its scientific description. There are various reasons for this, but it is mostly because nowadays it is strictly avoided to describe a new species whose exact location is unknown. In the past, it was usually sufficient to ask the supplier of the species for this information. Unfortunately, it was often not noticed when such information was (consciously or unconsciously) incorrect or at least not sufficiently accurate. That is why nowadays a species is only processed once the opportunity has been taken to fish in the biotope personally and to be able to verify the animals there.

The “ sp. ” was probably first given its common name by Ingo Koslowski around 2003. The same author referred to it as “sp. Rotwangen” in 1985, and exporters later sometimes referred to it as A. sp. “Apache”; but it had been known for much longer, with the species being referred to as “ Apistogramma” and identified as Apistogramma caeti. The first pictures appeared in the hobby press around 1982. Nowadays, given the large number of Apistogramma species from Peru (29 accepted species), hardly anyone would choose the common name “Peru Apistogramma”; but it is all too easy to forget that until the 1980s, only a handful of Apistogramma species were known to aquarists. In the first modern revision of Apistogramma by Kullander in 1980, only 36 species were formally considered valid (18 of which were from the Amazon basin of Peru and Brazil); today, we have 94 plus several species that have not yet been processed. Humanity owes this knowledge largely to aquarium science.

In any case, Apistogramma originates from small forest streams in the Department in Peru, as we now know, and was scientifically described in 2013, around 30 years after it was first introduced to the aquarium trade. It may not be one of the most colorful species, but it is interesting due to its strong ability to change color. In addition, it is considered relatively hardy and the ideal “beginner's Apistogramma,” which can withstand many beginner mistakes without being affected. The water values are secondary for this species (pH above 5 and below 8); essentially, the water should be clean. As with all Apistogramma species, the substrate should consist at least partly of sand. It will eat any standard ornamental fish food of a suitable size. The water temperature can be between 20 and 30°C (but 22-25°C is probably best). Males of A. paulmuelleri grow to about 8 cm, females to about 5 cm. They are peaceful fish that are well suited to appropriate community aquariums.

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Photos & Text Frank Schäfer

Serrasalmus hollandiWer sich je mit Piranhas und deren Artbestimmung befasste, weiß: das ist schwierig! Piranhas ändern ...
27/03/2026

Serrasalmus hollandi

Wer sich je mit Piranhas und deren Artbestimmung befasste, weiß: das ist schwierig! Piranhas ändern im Laufe ihres Lebens stark ihre Färbung und diese ist auch noch in vielen Fällen individuell variabel. Auch die Körperform unterliegt ontogenetischen Veränderungen (Ontogenese: die individuelle Entwicklung, im Gegensatz zur Phylogenese, der stammesgeschichtlichen, genetisch festgelegten Entwicklung). Darum ist die Forschungsgeschichte zu den Piranhas voller Irrtümer. Das gilt sowohl für die wissenschaftliche Forschung wie auch in noch höherem Maße für die aquaristische. Jede neue Publikation bringt neue Erkenntnisse. Und es scheint, als hätte die Beschreibung einer neuen Piranha-Art ( magallanesi) aus dem oberen Rio-Madeira-System in Bolivien die Aufklärung eines alten Irrtums im Schlepptau.

Serrasalmus ist eine altbekannte Art, die bereits 1915 aus dem Rio Guaporé nahe der Stadt Maciél in Brasilien beschrieben wurde. Der Rio Guaporé ist bekanntlich den Grenzfluss zwischen Brasilien und Bolivien (dort heißt er Rio Iténez) und so mussten die Erstbeschreiber auch S. hollandi re-definieren, um ihre neue Art gegen die altbekannte abzugrenzen.

Aquaristisch wurden schon etliche Piranha-Arten als S. hollandi identifiziert: irrtümlich, wie es scheint. Der „echte“ S. hollandi ist ein stumpfschnäuziger Piranha, der äußerst ähnlich ist zu S. humeralis, S. und S. serrulatus ist und auch manche Altersklassen von S. gouldingi sehen sehr ähnlich aus. Aufgrund der neuesten Erkenntnisse ist wohl davon auszugehen, dass alle bislang als „S. eigenmanni“ angesprochenen Piranhas aus tatsächlich S. hollandi sind. S. eigenmanni kommt gesichert nur in Guyana vor.

Serrasalmus hollandi erreicht eine Körperlänge um 20 cm. Die Art gilt als spezialisierter Flossenfresser, ist also nur schwer in Gruppen zu halten, da auch Artgenossen grundsätzlich als Nahrungsquelle angesehen werden. Da solche Piranhas ausschließlich von Spezialisten und Forschungseinrichtungen gepflegt werden, erübrigen sich an dieser Stelle weitere Hinweise zur Pflege im Aquarium.

Literatur:
Gallo-Cardozo, F., M. Maldonado, M. Careaga & F. M. Carvajal-Vallejos (2024): A new species of Piranha (Serrasalmus, Serrasalmidae) from the upper Madeira River system, Amazon basin, Bolivia. Journal of Ichthyology v. 64 (no. 3): 386-409



Photos & Text Frank Schäfer
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Serrasalmus hollandi

Anyone who has ever dealt with piranhas and their species identification knows that it is difficult! Piranhas change their coloration significantly over the course of their lives, and in many cases, this coloration also varies individually. The body shape is also subject to ontogenetic changes (ontogenesis: individual development, as opposed to phylogenesis, the phylogenetic, genetically determined development). That is why the history of research on piranhas is full of errors. This applies both to scientific research and, to an even greater extent, to aquarium research. Every new publication brings new insights. And it seems that the description of a new piranha species ( magallanesi) from the upper Rio Madeira system in Bolivia has brought with it the clarification of an old error.

Serrasalmus is a well-known species that was first described in 1915 from the Rio Guaporé near the city of Maciél in Brazil. The Rio Guaporé is known to be the border river between Brazil and Bolivia (where it is called Rio Iténez), so the first describers also had to redefine S. hollandi in order to distinguish their new species from the well-known one.

In aquariums, several piranha species have been identified as S. hollandi: erroneously, it seems. The “real” S. hollandi is a blunt-snouted piranha that is extremely similar to S. humeralis, S. , and S. serrulatus, and some age classes of S. gouldingi also look very similar. Based on the latest findings, it can be assumed that all piranhas from previously referred to as “S. eigenmanni” are actually S. hollandi. S. eigenmanni is only found in Guyana.

Serrasalmus hollandi reaches a body length of around 20 cm. The species is considered a specialized fin eater, which means it is difficult to keep in groups, as even conspecifics are generally regarded as a food source. Since such piranhas are only kept by specialists and research institutions, further information on keeping them in aquariums is unnecessary at this point.

Literature:
Gallo-Cardozo, F., M. Maldonado, M. Careaga & F. M. Carvajal-Vallejos (2024): A new species of Piranha (Serrasalmus, Serrasalmidae) from the upper Madeira River system, Amazon basin, Bolivia. Journal of Ichthyology v. 64 (no. 3): 386-409

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Photos & Text Frank Schäfer

Acestrorhynchus isalinaeDie Barrakuda-Salmler der Gattung   eignen sich sehr gut für die Pflege im Aquarium, obwohl sie ...
26/03/2026

Acestrorhynchus isalinae

Die Barrakuda-Salmler der Gattung eignen sich sehr gut für die Pflege im Aquarium, obwohl sie ausgesprochene Raubfische sind und sich in der Natur vorzugsweise von kleinen Fischen ernähren. Etliche Arten werden mittelgroß, ca. 20-30 cm, doch gibt es auch Zwergarten, darunter A. , der nur rund 7,5 cm Standardlänge (also ca. 10 cm Totallänge, man rechnet bei Fischen ja gewöhnlich die Schwanzflosse nicht mit) erreicht; in Importen finden sich manchmal Riesen von ca. 12 cm Totallänge, also mit Schwanzflosse. Diese Art ist zugleich der hübscheste Acestrorhynchus in Bezug auf die Körperzeichnung: Sie besitzt nämlich zwei schwarze Längsbänder und einen teilweise roten oder gelben Schwanzwurzelfleck; insgesamt ist der Schwanzwurzelfleck dreigeteilt. Ganz oben ist er rot oder gelb, in der Mitte schwarz und ganz unten weiß.

Acestrorhynchus isalinae wurde wissenschaftlich erst 1983 aus dem Einzug des Rio Madeira beschrieben. Von dort erfolgen keine Exporte der Art, jedoch gibt es ein wunderschönes Buch über die Fische des Rio Madeira; der dort abgebildete A. isalinae entspricht in allen Farbmerkmalen den von uns regelmäßig aus importierten Tieren. Bereits 1909 beschrieb Eigenmann aus British Guyana eine extrem ähnliche Art, nämlich Acestrorhynchus nasutus. Es wird gelegetlich spekuliert, dass A. nasutus und A. isalinae die gleiche Art seien, bzw. dass alle als A. isalinae importierten Fische in Wirklichkeit A. nasutus darstellen würden.

Wie man auf der Fotografie des Typusexemplares von A. nasutus aus dem Jahr 1903 jedoch deutlich sehen kann, ist bei dieser Art jedoch der schwarze Schwanzwurzelfleck nicht punktförmig wie bei A. isalinae, sondern in Form einer Raute ausgeprägt, die bis ans Ende der Schwanzflosse verläuft; zudem endet bei A. nasutus die Bauchbinde oberhalb der Afterflosse, bei A. isalinae verläuft sie über die gesamte Bauchlänge. Offenbar ist A. nasutus noch nie für die Aquaristik importiert worden. Auch A. nasutus wird nur ca. 7,5 cm lang. Sehr ähnlich gefärbt ist ferner der wiederum kleinbleibende (8 cm ohne Schwanzflosse) A. maculipinna aus dem Amazonasgebiet in Brasilien, der jedoch an der Basis der Rückenflosse einen großen schwarzen Fleck hat.

Untereinander und gegenüber anderen Fischen, die als Nahrung nicht in Frage kommen, sind Acestrorhynchus gewöhnlich relativ friedlich. Das muss allerdings insofern eingeschränkt werden, als dass es nicht ratsam ist. bei A. isalinae Exemplare unterschiedlicher Größe gemeinsam zu pflegen. Die größeren Exemplare werden in diesem Fall die kleineren mobben, sogar dann, wenn der Größenunterschied nur 1-2 cm beträgt. Das Mobbiing kann im Extremfall sogar tödlich enden, also Vorsicht!

Die chemische Wasserzusammensetzung ist für A. isalinae relativ unerheblich, pH zwischen 6 und 8, Härte von weich bis mittelhart, Temperatur zwischen 22 und 26°C sind günstige Werte. Schwierig ist die Futterfrage. Lebende Futterfische sollte man möglichst nicht geben, da sie stets Krankheitserreger in sich tragen können. Gerne werden von kleineren A. isalinae z.B. lebende Weiße Mückenlarven gefressen. Mit etwas Geduld kann man die Tiere fast immer an grobes Frostfutter gewöhnen.

Literatur:

Eigenmann, C. H. (1912): The freshwater fishes of British Guiana, including a study of the ecological grouping of species, and the relation of the fauna of the plateau to that of the lowlands. Memoirs of the Carnegie Museum v. 5 (no. 1): i-xxii + 1-578, Pls. 1-103.

Menezes, N. A. & J. Géry (1983): Seven new acestrorhynchin characid species (Osteichthyes, Ostariophysi, Characiformes) with comments on the systematics of the group. R***e Suisse de Zoologie v. 90 (no. 3): 563-592.

de Queiroz, L. J., Torrente-Vilara, G., Ohara, W. M., da Silva Pires, T. H., Zuanon, J & C. R. da Costa Doria (2013): Peixes do Rio Madeira, Vol 1-3, Sao Paulo



Photos & Text Frank Schäfer

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Acestrorhynchus isalinae

Barracuda tetras of the genus are very well suited for aquarium keeping, even though they are true predatory fish and primarily feed on small fish in the wild. Several species grow to a medium size, about 20–30 cm, but there are also dwarf species, including A. , which reaches only about 7.5 cm in standard length (i.e., about 10 cm in total length; after all, the caudal fin is usually not included in the measurement for fish); Imported specimens sometimes include giants measuring about 12 cm in total length (ie with caudal fin). This species is also the most attractive Acestrorhynchus in terms of body markings: It has two black longitudinal bands and a partially red or yellow caudal base spot; overall, the caudal base spot is divided into three sections. The top section is red or yellow, the middle section is black, and the bottom section is white.

Acestrorhynchus isalinae was first scientifically described in 1983 from the drainage of the Rio Madeira. No exports of the species originate from there, but there is a beautiful book about the fish of the Rio Madeira; the A. isalinae depicted there matches the animals we regularly import from in all color characteristics. As early as 1909, Eigenmann described an extremely similar species from British Guiana, namely Acestrorhynchus nasutus. It is occasionally speculated that A. nasutus and A. isalinae are the same species, or that all fish imported as A. isalinae are in fact A. nasutus.

However, as can be clearly seen in the 1903 photograph of the type specimen of A. nasutus, the black caudal base spot in this species is not punctate as in A. isalinae, but rather diamond-shaped, extending to the end of the caudal fin; Furthermore, in A. nasutus, the ventral stripe ends above the a**l fin, whereas in A. isalinae it extends along the entire length of the abdomen. Apparently, A. nasutus has never been imported for the aquarium trade. A. nasutus also grows to only about 7.5 cm in length. Furthermore, the similarly colored A. maculipinna from the Amazon region in Brazil—which also remains small (8 cm without the caudal fin)—has a large black spot at the base of the dorsal fin.

Acestrorhynchus are generally relatively peaceful toward one another and toward other fish that are not potential food sources. However, this must be modified in that it is not advisable to keep specimens of different sizes together in the case of A. isalinae. In this scenario, the larger specimens will bully the smaller ones, even if the size difference is only 1–2 cm. In extreme cases, the bullying can even be fatal, so exercise caution!

The chemical composition of the water is relatively unimportant for A. isalinae; a pH between 6 and 8, water hardness ranging from soft to moderately hard, and a temperature between 22 and 26°C are ideal conditions. Feeding presents a challenge. Live feed fish should be avoided whenever possible, as they can always carry pathogens. Smaller A. isalinae readily eat live white mosquito larvae, for example. With a little patience, the animals can almost always be accustomed to coarse frozen food.

Literature:

Eigenmann, C. H. (1912): The freshwater fishes of British Guiana, including a study of the ecological grouping of species, and the relation of the fauna of the plateau to that of the lowlands. Memoirs of the Carnegie Museum v. 5 (no. 1): i-xxii + 1-578, Pls. 1-103.

Menezes, N. A. & J. Géry (1983): Seven new acestrorhynchin characid species (Osteichthyes, Ostariophysi, Characiformes) with comments on the systematics of the group. R***e Suisse de Zoologie v. 90 (no. 3): 563-592.

de Queiroz, L. J., Torrente-Vilara, G., Ohara, W. M., da Silva Pires, T. H., Zuanon, J & C. R. da Costa Doria (2013): Peixes do Rio Madeira, Vol 1-3, Sao Paulo

fish fish

Photos & Text Frank Schäfer

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