18/02/2026
Das leidige Thema muss auch mal erwähnt werden:
Ausgaben und
Kosten als Selbstständige:
Hundefriseurausbildung, Weiterbildungen ohne Ende meine laufende Tierphysio Ausbildung 💸💸💸💸
- Salonmiete
- Versicherungen: Berufshaftpflichtversicherung etc.
- GEZ
- Komplette Einrichtung/ Material wie Trimmtisch, Badewanne, Shampoo, Conditioner, Bürsten/ Kämme, Schränke, verschiedene Scheren, Handtücher, Waschmaschine, Waschmittel, Hygienematerial, Trimmwerkzeug, verschiedene Schermaschinen, Tresen und noch einiges mehr
- Ausgaben für Steuern
- Krankenkassenbeiträge (zahlt man zu 100% selbst statt 50/50 mit Arbeitgeber)
- Wasser, Strom, Nebenkosten
- Fortbildungen
- etc. Da kommt noch einiges dazu.
Optimalerweise kann man dann von den Einnahmen auch noch seine eigenen privaten Ausgaben stemmen 😉
Berücksichtigt werden muss: 100 % Verdienstausfall bei nicht erscheinen des Kunden, 100% Verdienstausfall bei Urlaub oder Krankheit. Kein Weihnachtsgeld und kein Urlaubsgeld.
Unser Job ist sehr anspruchsvoll. Man hat teils mit bissigen/ verwahrlosten/ schwierigen Hunden, mit viel Haaren, Dreck und Ausscheidungen zutun, wobei das Handwerk viel schwieriger ist (und sehr viel mehr Wasser und Strom verbraucht) als den Kopf eines Menschen zu frisieren und es sind viele Überraschungen dabei...Oder hat jemand aus dieser Gruppe seinem Friseur schonmal vor den Tresen oder den Teppich gekackt oder kam verfilzt oder verfloht vorbei oder hat beim frisieren nach dem Gesicht/ Hand des Friseurs gebissen?🫣
Das was ich (wir Hundefriseure) tu ist teilweise Schwerstarbeit. Vom 1 kg Yorkshire bis hin zum 60 kg Berner Sennen ist alles dabei. Es gibt ca 350 verschiedene Rassen - alle wollen Rassegerecht frisiert werden.
Dazu dann die Mischlinge die man ebenfalls nicht alle über einen Kamm scheren kann. Man muss wissen wer getrimmt, geschoren, nur ausgebürstet und oder modelliert wird. Das erfordert Fachwissen, Feingefühl, Empathie, viel Geduld und Freude am Handwerk.
Wer würde als Selbständiger mit all den Risiken und Ausgaben für 30€ die Stunde arbeiten? Funktioniert nicht! Es sei denn, man arbeitet vielleicht in seinem Schuppen mit Klapptisch, ohne Aus- bzw. Fortbildung und ohne Steuer.
Die Arbeitszeit nach Salonschluss wie Buchführung, Reinigung des Salons und der Materialien, Telefonate mit Kunden etc. möchte ich auch noch kurz erwähnen.